Der Dickbauch-Virus geht um

Verfasst am 22. August 2007 in Forschung, Gesundheit, Lebensmittel von Redaktion

“Hast du zugenommen?” “Hmm, ja, kann sein. Ich hatte letzte Woche Schnupfen!”

Nicht lachen! Was auf den ersten Blick noch recht grotesk wirkt ist nach Forschungsergebnissen amerikanischer Virologen eine Tatsache. Für Atemkrankheiten verantwortliche Adenoviren, so berichtet Focus Online, wandelten in den Körpern Infizierter Stammzellen in Fettspeicher um. Die Folge, so malt der Focus schwarz, könnte sein, dass Übergewicht ähnlich ansteckend würde, wie ein Schnupfen.

schnupfen.jpgGanz so kritisch sieht die Forschungsleiterin der Louisiana State University Magdalena Pasarica die Lage jedoch nicht. “Nicht jeder, der sich mit dem Virus infiziert, wird zwangsläufig dick” wird die Virologin auf Focus Online zitiert. Wohl aber lieferten die Forschungsergebnisse einen Hinweis auf die rasche Verbreitung von Übergewicht in westlichen Industrienationen. Belegt werden die Forschungen sowohl durch Tierversuche an Mäusen, sowie durch epidemiologische Untersuchungen am Menschen. Letztere Ergaben, dass rund 30 Prozent der untersuchten Übergewichtigen das Adenovirus in sich trugen.

Ganz so neu, wie im Focus beschrieben, ist das Phänomen allerdings nicht. Bereist im Jahr 2000 hatten der amerikanische Forscher Nikhil Dhurandar* und der Deutsche Klaus Koch auf die Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Virusvorkommen hingewiesen.

* Nikhil Durandar et al.: Increased adiposity in animals due to a human virus. International Journal of Obesity and related metabolic disorders. 2000 Aug; 24(8):989-96

 

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Big Girls

Verfasst am 20. August 2007 in Lachend Abnehmen, Allgemein von Redaktion

Kaufhauskataloge tun es, Yellow Press-Heftchen tun es ebenso wie Hochglanz-Magazine und in jüngster Zeit tun es auch noch “Baby, die Tasche muss lebendig sein” - Fernsehshows. Sie erwecken unterschwellig den Eindruck, dass eine Frau, die nicht mit dem Zahnstocher Magerjoghurt löffelt und etwas besser gebaut ist als die “Top-Model” - Bohnenstangen mindestens ein Fall für den Therapeuten, wenn nicht sogar für die Suchtklinik sind. Und nach Männern brauchen sich Frauen mit einem breiteren Becken ohnehin nicht umzusehen, den die stehen ja, darf man der Massensuggestion glauben, eben auf diese knochigen Hungerhaken.

Mika - Pressefoto Universal Musik GmbHDass Männer gerne etwas “mehr” im Arm halten als nur Haut und Knochen, das ist an sich nicht unbekannt, nur die für die Damenwelt relevanten Multiplikatoren, sprich alles von Bella bis Vogue, vergisst diese Tatsache ganz gerne und reitet weiter die Spargelstangen-Welle, denn irgendwie müssen ja die Anzeigen der Diätprodukte, Wunderpillen und Abnehminstitute verkauft werden. Wie gut, dass sich ein Mann gefunden hat, dieses mediale Schweigen zu durchbrechen und sich hinstellt und bekennt, was die Männerwelt schon lange weiß: “Big Girls (you are beautiful)”.

Mika, der erst vor kurzem die Charts mit seinem Song “Grace Kelly” erstürmte, macht sich nun mit seiner nächsten Single-Auskopplung aus seinem Album “Life in Cartoon Motion” erneut auf den Weg. Seine Liebeserklärung an die weiblichen Rundungen ist bereits täglich auf zahllosen deutschen Radiosendern zu hören. Im Handel wird der Single-Silberling ab dem 7. September zu haben sein. Das Video zum Song gibt es derzeit schon auf Mikas deutscher Seite zu sehen.

 

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Kalorien machen keinen Urlaub

Verfasst am 16. August 2007 in Tagebücher, Tinas Tagebuch (WW), Allgemein von Tina

Guten Abend liebes Tagebuch,

ich habe ja versprochen, dass ich die Geschichte mit den unseligen 1,5 kg Zunahme noch weiter erzählen würde.

Am besten ich fang mal ganz von vorne an. Vor vielen, vielen Jahren entschloss ich mich mein Englisch zu verbessern und ging aus diesem Grund für 2 Jahre als Au-pair nach England. Dort lernte ich nicht nur die englische Küche (damals noch grauenhaft - alles zerkocht bis zur Unkenntlichkeit und kaum gewürzt), sondern auch einige liebe Menschen kennen. Einer dieser Menschen ist Gwyneth, die seit nunmehr 19 Jahren eine meiner besten Freundinnen ist, obwohl wir uns nur sehr selten sehen. Diese geliebte Freundin hat mich nun dieses Jahr mit ihrer Familie zusammen (ihre Tochter Bronwen ist mein Patenkind) für 4 Tage besucht. In diesen 4 Tagen haben wir so ziemlich alle Regeln gesunder, ausgewogener Ernährung gebrochen, die es gibt.

Was soll ich sagen - die Schweinshaxn war sensationell, Pommes schmecken mir immer noch soooo gut und wenn mir jemand ein Stück Bienenstich mit ganz, ganz viel Sahne hinhält falle ich mit dem Gesicht voraus sofort drauf rein. Ganz abgesehen von dem Grillfest bei meinen Eltern, für das wir so viel Fleisch gekauft hatten, dass wir uns am nächsten Tag noch einen totalen Overkill mit unserem Nachbarn geleistet haben.

Wie gesagt, ich habe mich schlecht ernährt (eigentlich so, wie fast die ganze restliche Zeit meines Lebens, wenn man vom letzten Jahr mal absieht) und die Rechnung dafür kassiert. Aber was soll’s - das war’s mir wert, auch wenn ich danach bei meinem nächsten WW Treffen statt der sonst relativ regelmäßigen Abnahmen eine deftige Zunahme verkraften musste. Kommentar der Leiterin: “Solange Sie wissen, woher es kommt ist das noch nicht so schlimm. Jetzt wieder rein ins Programm und das ist schnell wieder weg.” Wenigstens war ich an dem Abend nicht die Einzige, der es so ging und so verzeichnete meine Gruppe eine GesamtZUNAHME von durchschnittlich 300 Gramm!!!! Die meisten hatten wohl während der Urlaubszeit mal alle Fünfe grade sein lassen und ordentlich über die Stränge geschlagen - leider mit üblen Konsequenzen für die angestrebte schlanke Linie - und was lernen wir daraus: Kalorien machen eben keinen Urlaub.

Seit einer Woche bin ich jetzt wieder konsequenter mit dem was ich esse und bewege mich auch etwas mehr - und was soll ich sagen, letzten Donnerstag waren es schon wieder 800 Gramm weniger. Ich werde mich einfach von meinen eigenen Unzulänglichkeiten nicht aus der Ruhe bringen lassen und nicht aufgeben, bis ich mein Ziel “Normalgewicht” erreicht habe.

Wie sagt schon eine alte Volksweisheit: Wenn man hinfällt - aufstehen, Mund abputzen, weiterlaufen!

 

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Varallo setzt “Bauchgeld” aus

Verfasst am 13. August 2007 in Lachend Abnehmen, Allgemein von Redaktion

Die italienische Region Piemont ist bei Feinschmeckern aus der ganzen Welt für seine Trüffel und Trüffelgerichte berühmt. Aber auch der Barolo und die Käsesorten Tomino, Nostrale und Castelmagno sind hier beheimatet. Und doch liegt ein Schatten über dem Schlemmerparadies.

varallo.jpg

Der Bürgermeister des malerischen Städtchens Varallo Sesia in der Provinz Vercelli hat der Völlerei den Kampf angesagt. Mittels einer Abspeckprämie will Bürgermeister Gianluca Buonanno seine Bürger dazu animieren, binnen eines Monats ein wenig von ihrem gesammelten Hüftgold loszuwerden.

50 Euro will der umtriebige Kommunalpolitiker allen Männern zahlen, die innerhalb eines Monats vier Kilo abnehmen. Frauen, die auf das städtische Geld scharf sind, müssen lediglich drei Kilo loswerden. Doch der wahre Geldsegen winkt erst nach 5 Monaten: 200 Euro erhalten dann diejenigen Abspecker, die ihr reduziertes Gewicht solange gehalten haben.

Laut Spiegel online soll es unter den 7500 Einwohnern der Stadt erste Diät-Interessenten geben, berichtet das Magazin unter Berufung auf Bürgermeister Buonanno. Etwa 35 Prozent der Italiener seien übergewichtig, heißt es weiter. Der Grund: Statt traditionell leichter mediterraner Küche kommt in bella Italia immer öfter ungesundes Essen mit viel Fett, Salz und Zucker auf den Tisch.

 

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Danke Doc

Verfasst am 12. August 2007 in Tagebücher, Tinas Tagebuch (WW), Allgemein von Tina

Hallo liebes Tagebuch,

die letzten 3 Wochen waren abnehmtechnisch eine echte Herausforderung - und was soll ich sagen, ich bin voll auf die Nase gefallen - 1,5 kg MEHR statt weniger sind die traurige Bilanz.

Alles fing damit an, dass ich eine kleine OP hatte und deswegen 1 Woche krank geschrieben war - ich musste zuhause bleiben und durfte nicht raus, was genau genommen 3 negative Auswirkungen auf die Abnahme hatte:

1. Keine Bewegung - in den ersten beiden Tagen lag ich fast völlig flach, die Naht hielt nicht so gut und ich musste still halten, bis die Schnitte zumindest ansatzweise verheilt waren. Danach konnte ich mich zwar in der Wohnung frei bewegen, an Sport (wir haben eine Rudermaschine und ich hab so ein Expanderset mit Übungs-DVD) war aber trotzdem nicht zu denken. Die Gefahr, dass da was aufging, oder ich mir eine Infektion einhandeln würde war einfach zu gross. Ganz zu Schweigen von Radfahren und Schwimmen, meinen sonst bevorzugten sportlichen Betätigungen.

buecher1.jpg2. Langeweile - nur daheim rumliegen und fernsehen und das eine ganze Woche lang - ätzend!! Und auch vom Lesen auf der Couch hatte ich nach zwei Tagen die Nase voll. Tom musste arbeiten und hatte auch nicht unbegrenzt Zeit, den Pausenclown zu spielen, so hatte ich jede Menge Zeit nichts anderes zu tun als ans Essen zu denken und mir “Trostpflästerchen” aus dem Kühlschrank zu holen. Nur ein Glück, dass es die richtig schlimmen Kalorienbomben, die für wirkliche Sündenfälle nötig wären bei uns gar nicht mehr gibt.

3. Frust - nach 3 Tagen rumfaulen fiel mir wirklich die Decke auf den Kopf. Ich wollte unbedingt raus und sei es nur zum Einkaufen - auf einmal erschien selbst der Gedanke an einen sonst eher unwillig und nebenbei erledigten Lebensmitteleinkauf unglaublich verlockend. Aldi als letzte Rettung vor der völligen geistigen Verödung - traurig aber wahr!

Um dem Ganzen noch die negative Krone aufzusetzen hatte mich der Arzt länger krank geschrieben als ursprünglich vorgesehen, so dass ich nicht zu einem Konzert gehen konnte, für das ich schon Wochen vorher Tom Karten zum Geburtstag geschenkt hatte. Ich sass also zuhause, während Tom sich auf dem Chris de Burgh Open Air in Augsburg vergnügte - die Tafel Schokolade, die ich mir an dem Abend reingeschoben habe hat mich mindestens 500 Gramm Zunahme gekostet.

Und dann kam Gwyneth - aber dazu später mehr.

 

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Eine Sinfonie in C-Mentos?

Verfasst am 10. August 2007 in Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

Für den eifrigen Abnehmer sind Light-Getränke oft der letzte Rettungsring, nach dem man greifen kann, wenn die Lust auf Süßes übermächtig wird. Ob nun Coke light oder zero oder Pepsi oder was sonst noch an Aspartam gesüßten Blubberwassern auf dem Markt ist - im Allgemeinen endet der erfrischende Flascheninhalt in unserem Magen.

Irgendwann haben findige Kinder irgendwo auf der Welt festgestellt, welche geradezu explosive Mischung die kleinen Mentos-Kaubonbons in Verbindung mit Cola light haben. Eine Cola-Flasche kann mit Hilfe einiger Mentos binnen Sekunden zur himmelstürmenden Rakete werden. Videos solcher Experimente finden sich zu hunderten bei YouTube und anderen Video-Anbietern.

Selten sind jedoch künstlerische Darbietungen wie diese hier… Viel Spaß!

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Pomodoro Mio…

Verfasst am 9. August 2007 in Gemüse, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

…klingt einfach um Welten besser als “Meine Tomate”. Drum also der Titel unseres heutigen Snacks der Woche in bella lingua Italiana.

Zwar kann man unseren aktuellen Snack der Woche eigentlich das ganze Jahr über kaufen, aber zur Zeit sieht man in so mancher Gemüseabteilung rot - und das nicht, weil es dort etwa nichts Gescheites zu Kaufen gäbe, sondern weil die Auswahl an Tomatigem so riesig ist, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. dato.jpgIn allen möglichen Formen und Variationen kommen die gesunden Früchtchen, die auf den komplizierten Familiennamen Solanum lycopersicum hören, daher.

Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich jedoch auch sehr in ihrer Geschmacksintensität - bei manchen Tomaten hat man eher das Gefühl mit Wasser gefüllte, rote Säckchen mit nach Hause gebracht zu haben. Eine wohltuende Abwechslung bilden hier die kleinen Datteltomaten, die sich aufgrund ihrer Größe und Konsistenz auch hervorragend als Snack zwischendurch, oder auch mal als alternatives Knabberzeug beim Fernsehen anbieten. Sie schmecken süß, fruchtig und mit einem Haps sind sie im Mund - und in der Hand schmelzen sie auch nicht ;) . Bei jeder Menge Knabberspass nimmt man so nur sehr wenige Kalorien, dafür aber jede Menge gesunde Inhaltsstoffe zu sich.

Ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammend ist der Tomatenstrauch, Columbus sei Dank, inzwischen in der ganzen Welt verbreitet. Tomaten enthalten sehr viel Wasser (ca. 95%) und sind reich an Kalium und Zink. Silizium sorgt für eine schöne Haut und Lykopin schützt unsere Zellen und so vor vorzeitiger Alterung - schließlich möchte man ja so lang wie möglich jung bleiben, um den schönen, schlanken Körper ausgiebig genießen zu können. :D 100 Gramm enthalten nur 17 kcal und 0,2% Fett; für WW Anhänger 0 Punkte.

 

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Schwein gehabt - und zwar reichlich

Verfasst am 8. August 2007 in Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

…und in jeglicher Darreichungsform. Das kommt davon, wenn man übers Wochenende Freunde aus England zu dem in der eigenen Stadt stattfindenden historischen Fest einlädt. Schließlich haben wir uns zu Beginn der Abnehmaktion geschworen: “Abnehmen ohne Reue und ohne schmerzhaften Verzicht.” Mal ehrlich, so ein Gang über ein Fest, auf dem sich halbe Sauen herrlich brutzelnd über dem offenen Feuer drehen, wo duftende Flammkuchen aus dem Holzofen gezogen werden und Konditoren über offener Flamme Baumkuchen backen - der Verzicht wäre zumindest für mich sehr schmerzhaft gewesen. Selbstkasteiung ist so gar nicht Meines.

pork2.jpgUnd so gab es für mich lecker gebratenes Borstentier, einmal als Wurst und einmal am Stück, jeweils zwischen zwei Brötchenhälften gepackt. Da fiel es dann auch schon kaum mehr ins Gewicht, dass wir unseren Besuch noch am Morgen zum Brunch eingeladen hatten, wo die kleinen Kalorien ebenfalls munter Ringelreihen auf unseren Tellern tanzten. Wenn ich jetzt jemand quälen wollte, würde ich die Leckereien wie Tiramisu, Mousse au Chocolat, Spare Ribs, Chicken Sate, Corn Fritters, Roastbeef und noch viel mehr genußvoll aufzählen - aber versprochen, ich tu’s nicht :D.

Zumindest hatten wir mit unseren ausgiebigen Spaziergängen am Wochenende reichlich Bewegung, vielleicht ein Grund, dass der tödliche Schock beim Besuch der Folterkammer (= Bad = Wiegeraum) letztlich ausblieb. Ja im Gegenteil, der Trend geht abwärts. Ich habe also nochmal Schwein gehabt!

 

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Weight Watchers:
Sparaktion für Online-Programm

Verfasst am 8. August 2007 in Allgemein von Redaktion

Die Weight Watchers rühren zur Zeit wieder die Werbetrommel. Im aktuellen Newsletter wird für ein Drei-Monats-Abo des Online-Programms geworben, mögliche Ersparnis immerhin 20 Euro. Statt 74,80 Euro (= drei Monatspauschalen á 14,95 Euro und eine Abo-Gebühr in Höhe von 29,95 Euro) muss der oder die Kurzentschlossene nur 54,80 berappen. Kurzentschlossen deshalb, weil besagtes Angebot nur bis zum 12. August gilt, und das auch nur für Personen mit Wohnsitz in Deutschland.

Nähere Informationen gibt es hier.

 

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Eine gute Grundlage

Verfasst am 8. August 2007 in Fertiggerichte, Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

Die moderne Lebens- und Arbeitswelt lässt uns oftmals wenig Zeit fürs Kochen oder Essen. Nicht umsonst erfreuen sich Fertiggerichte so großer Beliebtheit. Nicht umsonst haben die Tempel des Fast Foods immer noch so regen Zulauf. Ein schneller Burger oder Döner auf dem Weg, und das erste Hungergefühl ist gestillt. Doch leider sind gerade die schnellen Happen oft die gemeinsten Kalorienbomben, sozusagen heimtückische Fallgruben jeglicher ernsthafter Abnehmbemühungen - und im Falle von Fertiggerichten auch oft ziemliche geschmackliche Enttäuschungen.

Und doch - auch Abnehmende arbeiten und müssen manchmal unter Zeitdruck eine Mahlzeit zubereiten. Die Light-Welle hat erste kalorienarme Fertiggerichte in die Supermärkte gebracht, seit einiger Zeit bietet auch Weight Watchers seine Produkte in Deutschlands Shoppingparadiesen an. Purzelpfund.de hat ein Fertiggericht entdeckt und getestet, das sich weder “light” nennt, noch aus einem teuren Hause stammt.

In der Tiefkühltruhe der Warenhauskette “Marktkauf” fanden wir ein Päckchen “Putencurry” der Marktkauf Handelsmarke “Gut und Billig” zum Preis von 1,19 Euro. “Putenbruststücke in Currysauce, tiefgefroren” verheißt die Aufschrift auf der Packung und “Mit einer Beilage ergibt dieses Gericht 2-3 Portionen”. Nun eine dieser beiden Behauptungen sollte sich alsbald als dreiste Übertreibung herausstellen - welche wird aber noch nicht verraten.

Bemerkenswert sind die Nährwerte des Produkts, vor allem der für ein derartiges Gericht doch recht niedrige Kalorienwert von 91 kcal pro 100 Gramm bei gleichzeitig ebenfalls niedrigen drei Prozent Fettanteil. WW-Anhänger müssten für die ganzen 450 Gramm achteinhalb Punkte investieren, zuzüglich Beilagen, denn die sind in der orangefarbenen Schachtel nicht enthalten.

curry.jpgBeim Öffnen in noch tiefgekühltem Zustand fällt einem ein gelber, in Folie eingeschweißter Eisblock in die Hände, der sich bei kurzem Erwärmen in der Mikrowelle in das besagte Putencurry verwandelt. Fruchtig, ja sogar ziemlich süß ist der erste geschmackliche Eindruck, Curry ist auch erschmeckbar, jedoch fehlt jegliche Schärfe, so dass das Gericht auch für sensible Gaumen geeignet ist. Auch die Fruchtigkeit verwundert nicht wirklich, denn ein Blick auf die Zutatenliste führt unter anderem Mandarinen, Pfirsiche, Ananas und Mango auf.

In der gelben Soße schwimmen große, appetitliche Fleischstücke (Gesamtanteil laut Packung immerhin 24 Prozent), die uns als angenehm zart und saftig in Erinnerung bleiben und auch das Obst ist nicht nur als Aroma vorhanden.

Fazit bis zu diesem Zeitpunkt: niedrige Kalorienzahl, Fleischqualität ansprechend, Sauce süß und fruchtig.

Fertiggerichte leiden oft darunter, dass sie zu möglichst vielen Gaumen kompatibel sein sollen, so dass an der Würze oft gespart wird. Auch unser Putencurry litt an dieser Krankheit, die wir jedoch schnell kurieren konnten - und zwar durch ein kurzes Rendezvous mit unserem Salzfass und einer großen Prise Madras-Curry. Außerdem haben wir die Sauce mit zwei Esslöffeln Sauerrahm gestreckt, um die starke Süße etwas zu mildern.

Wie die “Gut und Billig”-Strategen aus dieser Packung allerdings drei Portionen herausholen wollen, war uns schleierhaft. 24 Prozent Fleischanteil ergeben bei 450 Gramm insgesamt knapp 110 Gramm Fleisch. Bei drei Essern kämen so am Ende pro Nase gerade noch etwas mehr als 36 Gramm Fleisch auf den Teller. Ganz im Vertrauen: Wir haben noch eine Paprika und eine Zucchini in die Sauce geschnippelt und Reis als Beilage serviert, um das Gericht wirklich auf eine vernünftige Portionsgröße für zwei Personen zu bringen.

Dennoch werden wir das “Gut und Billig Putencurry” wohl wieder bevorraten. Denn wenn es mal fix gehen muss oder die Kochlust ihren freien Tag hat, dann ist das Putencurry eine gute Grundlage, die sich mit wenig Aufwand zu einem leckeren Gericht für zwei Personen aufpeppen lässt. Ob die Sauce nun zu süß ist oder nicht… Nun Geschmäcker sind verschieden. Eines bleibt aber festzuhalten: Das Fleisch im Putencurry übertraf unsere Erwartungen an ein derartiges 1,19 Euro-Fertiggericht weit, ebenso wie die niedrige Kalorienzahl. In Schulnoten bekäme das Curry wohl eine gute 3.

 

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