Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Gerd Müller (CSU) hat laut einem Bericht der Donauwörther Zeitung gefordert, Kochen und Ernährung in allen Schulen fest auf den Stundenplan zu setzen, um Kindern und Jugendlichen gesundes Essen schmackhaft zu machen. Hintergrund ist die wachsende Zahl übergewichtiger Kinder, belegt durch die diesjährige KIGGS-Studie.
In einer Donauwörther Hauptschule ist die Forderung des Staatssekretärs schon Realität, wenn auch eingeschränkt. Ein Jahr lang müssen die Schüler das Fach Hauswirtschaft besuchen, bevor Sie es abwählen können. Neben “Kochen” stehen auch Ernährungszusammenhänge auf dem Stundenplan.
Dazu würden zum Beispiel die Elemente der mediterranen Küche besprochen. “Wir erklären den Schülern den Vorteil dieser Ernährungsweise und warum es in Mittelmeerländern weniger oft Herz- und Kreislauferkrankungen gibt”, berichtete die Hauswirtschaftslehrerin. “Und natürlich wollen wir den Kindern auch klarmachen, wie wichtig Sport und Bewegung sind.”
Angesichts des hohen Anteils von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen erscheint der Vorstoß des Staatssekretärs sinnvoll – zumindest ein Fach Ernährungswissenschaften in angemessener Form in den Unterricht aufzunehmen. Hier ist durchaus Handlungsbedarf gegeben und eine entsprechende Unterweisung der Schüler mehr als nützlich, auch im Hinblick auf die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge von Übergewichtsfolgekrankheiten und deren Bekämpfung..
Ob nun unbedingt in jeder Schule gekocht werden muss ist dagegen fraglich – müsste dann jedes Gymnasium eine Unterrichtsküche nachrüsten?
