Unsere Gastautorin Felicia kommt aus einem kleinen Ort in Süddeutschland. Felicia ist 46 Jahre alt, Mutter von 3 Kindern und, wie sie sagt “seit 20 Jahren mit demselben Mann verheiratet”. Sie ist gelernte Erzieherin und arbeitet in diesem Beruf in einem Kindergarten. Vor vier Jahren war sie der Meinung, selbst einige Pfunde purzeln lassen zu müssen. Davon wird uns Felicia heute und eventuell auch in Zukunft berichten.
Hallo ihr lieben Abnehmwilligen.
2003 hab ich mir einen großen Wunsch erfüllt und ganze 17 Kilogramm von mir abgeschüttelt. Über die Jahre hatte ich immer wieder das eine oder andere Kilo zugelegt. Dazu kamen die Schwangerschaften und Süßigkeiten haben in meiner Umgebung auch nicht wirklich lange überlebt.
Irgendwann bekam ich dann heftige Schmerzen im Knie, mein Meniskus hat sich immer mal wieder eingeklemmt, so dass ich wochenlang nicht gehen konnte.
Meine Ärztin riet mir damals zu einer Operation, doch das wollte ich partout nicht. “Ich könnte auch alternativ 20 Kilo abnehmen” sagte die Ärztin zu mir, doch ich war immer noch skeptisch. “Wenn dass so einfach wäre,” habe ich gesagt, “würde ich das ja sofort machen.”
Meine Ärztin war gut vorbereitet, zog eine Broschüre der Weight Watchers aus der Tasche und gab sie mir, mit den Worten “Schauen Sie sich das doch mal an, vielleicht hilft Ihnen das ja!” Nun ja, schauen konnte ich ja wirklich mal, und so bin ich schon bald (zunächst heimlich) zu einem Gruppentreffen gefahren. Als ich nach drei Wochen schon deutliche Ergebnisse verspürt habe, wusste ich “Das ist mein Weg!”
Ich dürfte ja alles essen was ich liebte, da gab es keine Einschränkungen…nur die Points pro Tag durfte ich nicht überschreiten. Da ich einen eisernen Willen besitze und gut im Organisieren war, wurden von diesem Tag an die Points gezählt. Und siehe da die Kilos purzelten so im zweiwöchigemn Rhythmus, sprich so 500g in der Woche.
Mein Ziel vor Augen, von 87 kg auf unter 70 zu reduzieren, hab ich in 6 Monaten erreicht, obwohl es mir am Anfang keiner zugetraut hatte. Ich kann mich noch erinnern, wie mich alle in der Verwandschaft mitleidig angeschaut haben und ganz einfühlend gefragt haben “Darfst du jetzt nichts mehr essen?” Mit meinem eisernem Willen hab ich es Ihnen allen nach Weihnachten bewiesen. Im Januar schon wog ich nur noch 65 Kilo, und ich kam mir nicht kasteit oder ausgehungert vor.
Schwierigkeiten gab es am Anfang nicht und die ersten 7 kg gingen mir gut von der Hand. Mein Körper und die Points bildeten ein gutes Team.
Mein Mann hat nach den drei Wochen, in denen ich es alleine und geheim gehalten hatte, mit angefangen und so haben wir alle die Pointsgerichte gegessen. Sogar unseren Kindern hat es geschmeckt und deren Babyspeck ist nur so dahingeschmolzen.
Dann stand der Urlaub vor der Tür, “Was tun?”, dachte ich mir. Wales! “Englische Kost ist nicht gerade die Beste für das Weight Watchers Prinzip”, dachte ich mir. Toast, Chips, Fish and Chips, Crisps, Muffins, Dougnuts….
Aber ich wollte eisern sein und nahm alle meine Unterlagen mit! Und siehe da die Engländer waren viel weiter als wir in Deutschland. Ganze Regalwände mit ausgezählten WW-Produkten machten mir das Abnehmen auch im Urlaub leicht - und so zeigte die Wage nach vier Wochen auch nicht mehr an als vorher. Zwar auch nicht weniger, aber dafür hatte ich auch auf nichts verzichtet!
Manche Feste oder runde Geburtstage haben mich zwischendurch aus der Bahn geworfen. Aber auch dafür hab ich mir dann ein Konzept zurecht gelegt und immer drauf bestanden, selber etwas mitbringen zu dürfen. WW-Kartoffelsalat oder Rohkost, Joghurttorte oder WW-Kuchen - alle fanden es lecker und irgendwann ist es auch allen aufgefallen wie schlank ich geworden bin und fragten mich nach meinem Geheimniss. Viel erzählen hält einen auch vom Essen ab und so ließen sich die Probleme auch beseitigen.
Wirklich schwierig wurde es auf den letzten fünf Kilogramm. Mein Körper wollte nichts mehr hergeben und weigerte sich noch mehr zu verlieren. Außerdem stand die Adventszeit vor der Tür - meine Lieblingsjahreszeit! Also hab ich da mit Walking angefangen, jeden Abend eine Stunde vor dem Einschlafen. Und siehe da - auf einmal purzelten die letzten fünf Kilo auch noch und Mitte Dezember war mein Ziel erreicht. 65 Kilogramm!
Seit Januar 2004 versuche ich nun unter der 70 Kilo-Schwelle zu bleiben. Meine WW-Gruppenleiterin sagte mir damals, wenn man das Gewicht 7 Jahre halten kann, dann ist man “über den Berg”. Also hab ich im Moment gerade die Hälfte hinter mir und bin sehr stolz auf mich.
Letzten Endes ist das Geheimnis meines Erfolges vor allem die Disziplin und die Einteilung, WAS ich WANN esse. Natürlich muss jeder sein, für sich selbst geeignetes System finden mit dem er sein Abnehm-Ziel erreichen kann. Bei mir hat das Weight Watchers-Prinzip echte Wunder gewirkt.
Zu wissen wieviel Points jedes einzelne Nahrungsmittel hat und wo ich lieber einen Bogen drum machen sollte, das ist das ganze Geheimnis. Der Geschmack und die Lust auf bestimmte Lebensmittel verändert sich nach kurzer Zeit, und dann wird es leichter auf allzu fette oder süße Speisen zu verzichten. Ganz sollte man die nach dem WW-Prinzip allerdings nicht vom Speiseplan löschen, denn das erzeugt letzten Endes nur Heißhunger und Fressattacken. Wichtig ist der richtige Umgang mit den “kulinarischen Gelüsten”.
Ich bin zwar keine WW-Gruppenleiterin, sondern nur jemand der glücklich ist, 17 Kilos über Bord geworfen zu haben und dadurch ein neues Selbstwertgefühl gefunden zu haben - ich bin aber restlos von der Methode überzeugt und stehe auch mit meinen persönlichen Erfahrungen gerne für Fragen zur Verfügung.
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