Ich muss wieder Gas geben
Hallo liebes Tagebuch,
seit 6 Wochen schwankt mein Gewicht jetzt um ein Kilo hin oder her. Langsam frustet mich das und ich werde hier mal versuchen die Gründe dafür zu analysieren und natürlich mir selber klar zu werden, was ich ändern muss, damit es wieder abwärts geht.
Mögliche Gründe für eine stagnierende Gewichtsabnahme:
1. Abnehmplateau
Immer wieder erzählen Mitstreiterinnen aus meiner WW Gruppe, dass es mit dem Abnehmen am Anfang ganz toll geklappt hat und dann plötzlich eine Zeit kommt, wo der Körper einfach nichts mehr hergeben will. Das kann verschiedene Gründe haben, z. B. kann es sein, dass der Stoffwechsel sich an die zugeteilte Punktezahl gewöhnt hat und deswegen nicht mehr so will.
Dagegen wird bei WW das so genannte “Schaukeln” empfohlen, bei dem eine Woche lang zwischen einer hohen und einer niederen Punktezahl abgewechselt wird, um so den Stoffwechsel anzuregen. Außerdem kann es auch sein, dass man obwohl man nicht an Gewicht verliert, die Masse insgesamt anderes verteilt wird, der Körper sich quasi an das neue Gewicht anpasst. Hier wird zur Motivation das Messen von verschiedenen kritischen Körperstellen empfohlen, um wenn schon nicht an der Waage, dann doch am Maßband den Erfolg sichtbar zu machen.
2. Schludern mit den Punkten
Nach einer gewissen Zeit im WW Programm, wenn man sich an die Grundsätze der gesunden, ausgewogenen Ernährung gewöhnt hat, kann es schon einmal passieren, dass man sich seiner Sache zu sicher wird und anfängt mit den Punkten zu schludern. Da werden Portionen nicht mehr abgewogen, sondern über den Daumen gepeilt, das Tagebuch wird gar nicht mehr oder nicht mehr konsequent geführt und so mancher Happen schleicht sich dadurch unbemerkt aufs Punktekonto, was natürlich die Abnahme stoppen oder verlangsamen kann.
3. Bewegung zu wenig/zu unregelmäßig
Zu Beginn der Abnahme ist man hoch motiviert und sucht sich ständig neue Bewegungsformen. Nach einer gewissen Zeit schleicht sich langsam aber unaufhörlich der “gewohnte” Alltag wieder ein. Man hat viel Arbeit und wenig Zeit für Bewegung, mal ist das Wetter zu schlecht und mal hat man einfach keine Lust.
4. Zu viele Ausnahmen von der Regel
Es spricht nichts dagegen auch bei den Punkten mal alle Fünfe grade sein zu lassen. Aber es ist sehr wichtig, dass das nicht zu oft vorkommt, denn selbst wenn man dann wieder einspart verlangsamen diese Ausnahmen die Abnahme - solange das nur ab und zu vorkommt kein Problem, wenn man das jedoch regelmäßig macht, nimmt man zwar nicht zu, aber halt leider auch nicht mehr ab.
Bei mir liegt die Wahrheit wie immer irgendwo dazwischen.
Es kann durchaus sein, dass mein Körper nach nunmehr einem Jahr und 21 Kilo Abnahme eine kleine Pause macht. Da hilft am besten durchhalten und weiter an die Punkte halten.
Außerdem habe ich selbst an meinem Eßverhalten schon festgestellt, dass ich es mit dem Abwiegen der Portionen nicht mehr so genau nehme, bzw. mich auch schon mal verschätze, weil ich denke dass ich weiß, wie viele Punkte ein Lebensmittel hat, und mich dabei irre. So etwas kann an einem Tag schon mal ein paar Punkte ausmachen, und da ich ja auch kein Tagebuch mehr führe tut sich noch eine weitere mögliche Fehlerquelle auf. Abhilfe schafft dabei das gute alte Tagebuch, eine Küchenwaage und der WW Einkaufsführer.
Mein Bewegungsdrang hatte in den letzten Wochen unter den verschiedensten Faktoren zu leiden - viel Arbeit dadurch weniger Freizeit, Geschäftsreisen, Krankheit und nicht zuletzt das schlechte Wetter. Also heißt es jetzt gesund bleiben, das gewohnte Bewegungsprogramm (mind. 2 x AJ und 1 x Schwimmen pro Woche) wieder konsequent durchziehen und keine Ausreden mehr gelten lassen.
Ausnahmen gab es in letzter Zeit auch zu reichlich - wenn ich da nur an die letzte Woche denke - Computerseminar in Köln, allein für das was ich da alles gegessen habe, hätte ich eigentlich 2 Kilo mehr verdient. Zum Glück hat mir mein Körper vergeben und mich nur mit 500 Gramm bestraft, die jetzt natürlich schnell wieder weg müssen.
Die Konsequenz aus all diesen Einsichten muss für mich wohl sein, dass ich mich wieder mehr zusammen nehmen muss. Also wird ab sofort wieder Tagebuch geführt, Portionen werden abgewogen und Bewegung muss bei Wind und Wetter sein. Dann klappt es bestimmt auch wieder mit dem Abnehmen.
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Mein Fitness-Geheimnis heißt “TV Rowing”, aber ob da genügend Potenzial zur Trendsportart drin steckt- also ich weiß nicht. Benötigt wird fürs TV Rowing zunächst einmal eine normalgroße 2-Personen Wohnung,also eine Räumlichkeit, die zur Lagerung von Fitnessgeräten bedingt, zur Benutzung deselben jedoch kaum geeignet ist. Bedingung ist allerdings, dass im Wohnzimmer (oder wo auch immer ein Fernsehgerät verfügbar ist) ausreichend Platz geschaffen werden kann. Das Beiseiteschieben der Möbel ist dann auch gleich als Aufwärmen, bzw. Chill-out-Phase (schon wieder englisch!) zu betrachten.