Todesfall durch Schlankmacher

17. März 2008 | Von | Kategorie: Medikamente

Auf der Suche nach einem schlanken Körper greifen Menschen zu den verschiedensten Heilsbringern. Ärgerlich für die Betrogenen sind wirkungslose Präparate doch leider verkennen auch viele Abnehmwillige die Gefahren, die hinter vielen “Schlankmachern” stecken. Gerade erst erlag ein junger Däne einem Herzanfall, nachdem er das Ephedrin, Synephrin und Koffein enthaltende Schlankheitsmittel “Therma Power” eingenommen hatte.

Das Mittel ist in Dänemark ebenso verboten wie in Deutschland, aber unzählige Webshops rund um die Welt vertreiben das aus den USA stammende Produkt und auch die effektivsten Grenzkontrollen können nicht jede Sendung aufspüren. Aus diesem Grund warnt die Verbaucherzentrale Nordrhein-Westfalen ausdrücklich vor diesen gesundheitsschädlichen Präparaten.

Appetitzügler mit Ephedrin gibt’s in Deutschland nur auf Rezept. Vor allem in Verbindung mit Koffein wirkt die Substanz so aufputschend, dass die Gesundheit geschädigt wird. Ephedra-Kraut (Meerträubel, Ma-Huang) enthält den Wirkstoff ebenfalls. Seit April 2004 ist Ephedrin auch in den USA verschreibungspflichtig. Deshalb werden synephrinhaltige Alternativen wie Bitterzitrusextrakt oder Bitterorange (Citrus Aurantium) angeboten. Synephrin (oft fälschlich „Synephedrin“ genannt) hat – auch wenn als „rein natürlich“ bezeichnet – ähnliche Nebenwirkungen wie Ephedrin, zum Beispiel Muskelzittern, erhöhten Blutdruck und Nervosität.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt seit Jahren immer wieder vor Nahrungsergänzungsmitteln mit Ephedrin und die amerikanische Food- and Drug-Administra-tion hat Bitterorangenextrakte als Ephedrin-Ersatz als potenziell gefährlich eingestuft. Doch das Risiko lauert nicht nur in den Schlankheitsmitteln, so die Verbraucherzentrale.

Auch bei Kräutertee zum Abnehmen in kyrillischer Schrift hat das Amt auf den Verpackungen falsche Angaben entdeckt. Laut Aufschrift bestand der Tee nur aus Fenchel, Hauhechel, Kamille, Süßholz und Löwenzahn – tatsächlich war aber auch Ephedrakraut enthalten.

Benutzer solcher Mittel setzen nicht nur ihr Leben einer nicht unerheblichen Gefahr aus. Die Einnahme dieser Mittel kann unter Umständen sogar den Führerschein kosten. Sowohl Ephedrin als auch Synephrin werden beim Drogenschnelltest als Amphetamine nachgewiesen.

Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

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