Actifry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
Wie versprochen berichten wir heute von unserem ersten Testlauf mit der Tefal Actifry-Friteuse - und was wäre ein würdigerer Auftakt für einen solchen Test als der Friteusenklassiker Pommes Frites.
Wie es sich bei einem neuen technischen Gerät gehört, haben wir vor Inbetriebnahme die Anleitung studiert und sind dabei auch schon auf das “Rezept” für gesunde, knusprige Pommes gestoßen. Man nehme ein Kilo geschälte, festkochende Kartoffeln und schneide diese mit Gemüsehobel, Messer oder Pommesschneider in Form. Sodann müssen die Kartoffeln ein paar kurze Wasserbäder nehmen um die Stärke abzuwaschen - wenn das ablaufende Wasser nicht mehr trüb ist, ist die Stärke weg. Dannoch kurz abtrocknen - wenn man die Kartoffeln feucht in die Friteuse gibt werden sie matschig.
Jetzt hat Frau Actifry ihren Auftritt: Deckel auf, Kartoffeln in den Fritierkorb geben und mit dem Meßlöffel 1,4 cl Öl abmessen und über den Kartoffeln verteilen, nicht mehr. Der Trick liegt in der Kombination aus Heißluft, Öl und Wendeautomatik, die das Fritiergut nicht zu einseitig werden lässt.
Sind die Kartoffeln gut geölt heißt es den Deckel schließen, auf dem Timer die Zeit einstellen und “ON” drücken. Der Dreheinsatz im Fritierkorb setzt sich sofort in Bewegung und beginnt,
die Kartoffelstifte langsam aber beständig zu wenden. Wer jetzt auf eine schnelle Stillung seines Hungers hofft, der hofft vergebens. Rund 40 Minuten braucht die Actifry für 1 kg rohe Kartoffeln. Da ist es wirklich sinnvoller, die Pommes anzusetzen und dann das eigentliche Essen zuzubereiten. Wer nur auf Pommes aus ist, der kann sich auch nochmal ein halbes Stündchen mit einem Buch auf die Couch setzen.
Die heiße Luft treibt den Kartoffelstäbchen buchstäblich das Wasser aus den Poren und nach einer Viertelstunde kann man die Metamorphose von Kartoffeln zu Pommes schon bemerken. Nach Ablauf der Garzeit haben die Kartoffeln über ein Drittel ihres Gewichts an Wasser ausgeschwitzt und dürfen sich nun Pommes Frites nennen.
Wir waren ja wirklich gespannt, ob das System Actifry wirklich funktioniert. Nach dem Öffnen zeigte sich uns ein Korb voller goldbrauner Pommes Frites - zumindest optisch hatte der Versuch wohl funktioniert. Die Konsistenz der Pommes war überwiegend so, wie man es von vernünftigen Pommes erwartet. Crunchig, knusprig außen, weich im Inneren. Natürlich gab es ein paar Ausreißer in sowohl in Richtung “labbrig” wie auch “sehr knusprig”, aber die blieben eine extreme Minderheit.
Was uns überraschte war der Geschmack: Wir haben die Pommes zunächst ohne die obligatorische Salzzugabe probiert und waren begeistert. Diesen deutlich “kartoffeligen” Geschmack kannten wir von der Fabrikware bisher noch nicht. Naja, und bis wir uns zum Salzen durchringen konnten, waren die Pommes schon weg.
Und da zeigte sich uns ein erster Nachteil der Actifry: aus einem Kilo Rohkartoffeln wird etwas mehr als ein halbes Kilo Pommes Frites. Das reicht für zwei, eventuell drei Personen. Bei vier Personen wird es schon wieder eng - und eine zweite Portion dauert dann aber schon wieder 40 Minuten. Pommes für den Single oder Pärchenhaushalt sind kein Problem, größere Mengen dagegen schon.
Wir waren vom ersten Testlauf angenehm überrascht, die Pommes wurden besser, als wir es erwartet hatten. Und als Weight Watcher hat es uns natürlich begeistert, dass eine Portion Pommes für 4,5 bis 5 Punkte - je nach Ölzugabe - zu haben ist.
Auf unseren gestrigen Auftaktbericht zur Actifry-Testaktion schrieb Ruby in einem Kommentar:
Wisst Ihr, wie Ihr das Frittenfeeling ohne Küchengerät und fettarm hinbekommt? Einfach Kartoffeln waschen, abtrocknen, in Streifen (Frittenform) schneiden und auf Backpapier bei 240° ab in den Ofen. Vor dem Servieren einmal gründlich “Frittengewürz” drauf geben.
Wir haben diese Zubereitungsweise schon einmal für uns ausprobiert, aber wir haben gestern bei unserer Nachbesprechung beschlossen, diese Methode nochmals zu probieren und irgendwann in den nächsten vier Wochen in einem direkten Vergleich gegen die Actifry antreten zu lassen.
Den nächsten Testlauf gibt es vermutlich am Wochenende, vorher werden wir noch kurz auf die technischen Details des Geräts eingehen.
Links:
TEFAL
Initiative Gesund Geniessen
Prof Hademar Bankhofer über die Actifry
Die Tefal ActiFry bei Amazon

















(5 Stimmen, Durchschnitt: 4.6 von 5)
am 20. März 2008 um 14:59 Uhr
Danke für den Zwischenbericht. Das mit der Betonung des kartoffeleigenen Geschmacks fällt mir auch auf.
Das Mengenproblem stellt sich für Mehrpersonenhaushalte wirklich. Bei 4 Personen ist der Actifry schon für die Beilage zu knapp. Aber bei der Verköstigung von Teilen der Familie leistet er gute Dienste. Zutaten rein und den Rest dem Actifry überlassen, das können auch Koch-Unbegabte, die sonst alles in der Pfanne anbrennen lassen.
Aber für ein Menü würde mann mehrere Actifrys brauchen.
Und jetzt kommt eine Frage, die nur jemand beantworten kann, der einen Stromverbrauchstester hat (habt ihr sowas?): Was kosten den 40 Minuten Pommeszubereitung im Vergleich zur Blechzubereitung?
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ich möchte das Gerät auch gerne testen bitte