Actifry-Test: Saftige aber Bröselige Nuggets
Als wir den ersten ActiFry-Test am Mittwoch durchgeführt haben, haben wir unseren Nachbarn Marcus als zusätzlichen Geschmackstester zugezogen. Marcus hat sich für das ActiFry-System interessiert und uns heute gefragt, ob er sich in der Actifry-Chicken-Nuggets zubereiten dürfe. Durfte er natürlich - jede zusätzliche Möglichkeit, an weitere Erfahrungswerte zu kommen ist uns natürlich willkommen und Marcus ist ein kritischer Esser.
Verwendet wurden handelsübliche Chicken-Nuggets mit Panade, die allerdings unter dem Rotations-System der ActiFry zu leiden hatten. Die ständige Drehung des Rotors in der ActiFry schabt nämlich die Panade der auftauenden Nuggets ab und hinterlässt blanke Stellen auf den Nuggets. Zwar blieb auf allen Nuggets genug Panade um das Erlebnis des crunchigen Bisses genießen zu können, eine Augenweide waren die Nuggets allerdings nicht mehr.
Wenn man allerdingst die verschiedenen Zubereitungsmöglichkeiten von Chicken-Nuggets vergleicht, dann schneidet die ActiFry in unseren Augen nicht allzu schlecht ab.
Ofen: Die einfachste Variante und genauso fettarm wie die Actifry. Einfach aufs Backblech legen und backen. Allerdings zeigen unsere Erfahrungen mit dieser Variante, dass das Nuggetfleisch bei dieser Variante oft sehr trocken wird.
Friteuse: Die bekannteste Zubereitungsart aber leider auch die fettigste. Die Nuggets werden im Fett schwimmend gleichmäßig durch und schön kross.
Pfanne: Ohne Ölzugabe funktioniert die Mission “Chicken Nugget” in der Pfanne nicht richtig. Wir haben also ein Plus an Fett zu verzeichnen und im Vergleich zu den anderen Methoden muss ich bei der Pfanne eigentlich ständig dabei bleiben um die Nuggets zu wenden, sonst werden die schneller dunkel, als es einem lieb ist.
ActiFry: Die Panade bröselt ab, die Nuggets gewinnen keinen Schönheitswettbewerb mehr. Dafür ist die ActiFry zusammen mit dem Ofen die “magerste” Zubereitungsart und eines ist uns beim Verkosten auch aufgefallen: Das Nuggetfleisch war nicht nur perfekt durch, es war auch richtig lecker saftig.
Über das Ergebnis waren wir uns mit unserem Co-Tester nicht ganz einig. Wir Purzelpfundler vertraten die Position, dass Chicken Nuggets nun nicht gerade ein Gericht sind, das wir Gästen vorsetzen würden, und wir persönlich mit den Blessuren der Nuggets gut leben könnten, da ja das Crunchige durchaus erhalten blieb und das saftige Fleisch durchaus lecker war. Nachbar Marcus stimmte und diesbezüglich zwar grundsätzlich zu, stellte aber auch die Frage in den Raum, ob man bei einem Gerät dieser Preisklasse über einen solchen Mangel einfach hinwegsehen könnte?
Diese Frage zu beantworten steht nun jedem Leser selber offen, möge jeder den optischen Makel von Chicken Nuggets in seiner eigenen Werteskala einordnen
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Frühere Artikel aus der Purzelpfund.de-ActiFry-Testreihe:
ActiFry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
Toll eine Friteuse als Leihgabe
Links:
TEFAL
Initiative Gesund Geniessen
Prof Hademar Bankhofer über die Actifry
Die Tefal ActiFry bei Amazon

















(4 Stimmen, Durchschnitt: 4.5 von 5)
am 22. März 2008 um 01:24 Uhr
Vielleicht war der Nachbar Marcus auch deshalb ein bisschen unzufrieden, weil der Actifry die Wahrheit unter der scheinheiligen Panade gezeigt hat: da hat doch wieder mal einer am Karfreitag Fleisch gegessen.
Der Actifry hat’s wohl nicht mit Scheinheiligkeiten.
Mit Fisch hätte der Nachbar Marcus aber auch kein Glück gehabt. Mit Fischstäbchen hat’s der Actifry nämlich auch nicht. Die zerbrechen vor lauter Rührung. Karfreitag hin oder her.
am 22. März 2008 um 01:27 Uhr
Ich hab noch ne Frage. Wie habt ihr diese Kartoffelgitter gemacht: a) mit was für einem Schneidinstrument - ich find das nicht im Internet. b) habt ihr das zusammen mit den Chickennuggets gegart?
am 22. März 2008 um 01:50 Uhr
Marcus hat das gemacht wie weiland die katholische Priesterschaft - ein paar Tropfen Wasser auf die Nuggets und der schöne Satz “Ich taufe dich ‘Fisch’”…
Ob Marcus die Kartoffelgitter separat gebrutzelt hat, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass der Schnitt mit einem Gerät der Firma “Börner” gemacht wurde - das Gerät nennt sich Deko Star. Von der Firma Börner gibt es auch ein super-praktisches Gerät namens V4. Ein Gemüsehobel, mit dem das Schneiden von allerlei Grünfutter zum Kinderspiel wird - gerade im Zusammenhang mit einer Ernährungsumstellung und verstärkten Hinwendung zu Gemüse eine tolle Sache.
Eigentlich eine gute Idee - den Hobel sollten wir mal bei Purzelpfund vorstellen…. *auf Projektliste notier*
am 22. März 2008 um 18:48 Uhr
Schön zu lesen, dass mein “Karfreitagsausreiser” auf so viel Interesse gestoßen ist!
Nun, gut, die Frage mit den Kartoffelgittern ist ja teilweise schon von Purzelpfund beantwortet worden. Die Abfolge für die Zubereitung war: 1.) Chicken-Nuggets ordentlich von der Actifry “entkrusten” lassen, bis sie gar sind. 2.) Chicken-Nuggets aus der Actifry herausnehmen und zugedeckt stehen lassen. 3.) Kartoffelgitter (frisch aus rohen Kartoffeln geschnitten) ca. 20 - 25 Minuten in der Actifry “frittieren”. 4.) den Rotor entfernen und die Chicken-Nuggets hinzufügen und ca. 5 Minuten alles auf die gleiche Temperatur bringen. 5.) Alles aufessen
Die Preis-Leistungsfrage stelle ich nach wie vor sehr kritisch in den Raum. Ich sehe das Gerät an erster Stelle als Friteusenersatz und deshalb interessiert mich vorerst mal nur, was ich an herkömmlichem Frittiergut mit ihr zubereiten kann.
Bis jetzt finde ich die Pommes ganz lecker, die Nuggets werden wohl keine zweite Chance bekommen.
Unterm Strich finde ich das Gerät bis jetzt zu teuer. Die Energiebilanz noch nicht mitgerechnet. Generell sollte man auf eine ausgewogene, vollwertige und gesunde Ernährung achten, da darf es dann auch mal etwas “fettiges” zwischendurch geben. Also wer sich die Actifry als Freifahrtschein für übermäßigen Junk-Food Konsum anschafft, der hat eh schon verloren!
Ich werd mal sehen, ob mir noch andere „Snacks“ zum ausprobieren einfallen und mich dann wieder als „Sous-chef“ für Purzelpfund zur Verfügung stellen.
Allen Lesern weiterhin viel Spaß auf diesen wirklich tollen Seiten und vor allem viel Erfolg beim richtigen Ernähren!
Der Nachbar
am 23. März 2008 um 02:53 Uhr
Danke, Redaktion, für den Hobeltipp.
Lieber Nachbar,
danke für den Ablauf der Zubereitung. Auf die Idee, den Rotor abzunehmen, um das Gerät zum Wärmen zu verwenden, wär’ ich so schnell nicht gekommen.
Ich revanchier mich mit meinem Rezept vom Karfreitag::
eine Packung Minifrühlingrollen 10 Minuten in den Actifry, dann eine Packung (200g) Buttergemüse dazugeben und nochmal 10 Minuten fryen. Würzen nicht vergessen (Curry und Salz).
Während der ersten beiden Minuten das Gerät im Auge behalten: wenn die gefrorenen Frühlingsrollen noch steinhart sind, können sie sich so querstellen, dass der Actifry steht.
Das Rezept ist durch die zwei Tiefkühlzutaten ziemlich FAST Food. Und arbeitseinfach. Ob das schon Junkfood ist, ist wohl relativ zu sehen. Ohne den Actifry hätte ich mir ein Brot gemacht mit Hausmacher Wurst oder mit Fleischsalat. Geht auch schnell.
Im Vergleich dazu waren die Frühlingsröllchen mit Buttergemüse schon Healthy-Food. Und (nebenbei) noch karfreitagsfreundlich.
am 28. März 2008 um 23:20 Uhr
Ich hab da noch ne Frage zu den Chicken-Nuggets: Waren die aus der Fertigpackung? Es kann sein, dass die Panade deshalb abbröselte. Weil die halt schon zu hart ist.
Ich hab in der Zwischenzeit mit panierten Schnitzeln im Actifry experimentiert. Hab acht handtellergroße Schnitzel zubereitet - und die Panade blieb dran.
Wie das geht? Schnitzel wie gewohnt vorbereiten, würzen und mit Ei und Semmelbröseln panieren. Einen Löffel Öl auf dem Boden des Actifry verteilen. Die Schnitzel in den Actifry. Fünf passen nebeneinander rein, acht nicht. Man kann sie überlappend legen. Wichtiger Tipp: Noch mal einen Messlöffel ÖL AUF die Schnitzel.
Garzeit etwa 20-25 Minuten. Die Panade übersteht das gut.
am 18. April 2008 um 10:26 Uhr
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am 22. April 2008 um 08:19 Uhr
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am 29. September 2008 um 11:47 Uhr
schonmal versucht die nuggets ohne den rührarm zuzubereiten?
muss man nur von hand halt mal wenden, dafür klappt das dann mit jeglichem panierten!
am 29. September 2008 um 12:42 Uhr
Das ist uns schon klar, dass das funktioniert - aber muss ich dann diese Summe ausgeben, für ein Gerät, das dann eben doch nicht alleine arbeitet, sondern, bei dem ich die Arbeit selber machen muss. Dann kann ich die Nuggets doch auch aufs Backblech legen?