Mehrwert durch Nährwert
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Die anhaltende Diskussion um gesunde Ernährung, Nahrungszusätze und auch die Kennzeichnungsdebatte setzen die Industrie mehr unter Druck, als die Manager gerne zugeben möchten. Wie sonst ließe es sich erklären, dass die PR-Strategen von Mars eine eigene Website unter dem Titel “Clever Naschen” ins Netz gestellt haben, auf der der interessierte Leser allerhand Informationen über die verschiedenen Schokoriegel und anderen Süßwaren der Marke erfahren kann?
Die Menschen werden kritischer, wozu mit Sicherheit auch die hohe Aufmerksamkeit der Medien Ihren Teil beigetragen hat. Auch die Diskussion um die Ampelkennzeichnung hat für Aufmerksamkeit gesorgt - vor allem bei Herstellern von Produkten, die aufgrund ihres hohen Fett- und/oder Zuckeranteils eine überwiegend rote Skala aufweisen würden. Also treten die Snack- und Süßigkeitenhersteller die Flucht nach vorne an, demonstrieren Verantwortung und Transparenz, bekennen sich zu gesunder Ernährung und verzichten offiziell - so zumindest im Falle von Mars - auf Marketingaktionen, die sich an unter 12-jährige richten.
In einem auf “Clever Naschen” wiedergegebenem Interview mit Philippe Metzger, dem Geschäftsführer von Mars Süßwaren Deutschland wird die Motivation für die neue Kennzeichnungs-Offensive betont:
Als verantwortlich agierendes Familienunternehmen liegen Mars die Themen Gesundheit und Ernährung besonders am Herzen. Daher ist uns auch die offene und transparente Kommunikation mit dem Verbraucher wichtig. Zentraler Teil ist dabei die detaillierte Information zu den Nähr- und Inhaltsstoffen in unseren Produkten. Diese haben wir jetzt durch die Einführung der erweiterten Nährwertkennzeichnung noch übersichtlicher gestaltet. Verbraucher sehen jetzt “auf einen Blick”, wie viele Kalorien und welche Nährstoffe in unseren Produkten stecken. Damit kommen wir den Bedürfnissen der Konsumenten nach! Studien haben gezeigt, dass die Mehrheit der Verbraucher es bevorzugt, übersichtliche und leicht verständliche Informationen über den Kaloriengehalt ihrer Lebensmittel zu bekommen. Dies hilft ihnen dabei, Energiezufuhr und Energieverbrauch im Gleichgewicht zu halten.
Nun gut - das Bemühen um eine positive Eigendarstellung ist aus den Worten deutlich zu erkennen, was man einem Unternehmer ja noch nicht einmal zum Vorwurf machen kann. Doch einmal ganz abgesehen davon, ob “Clever Naschen” ein Instrument der Vorwärtsverteidigung gegen weitergehende Kennzeichnungen ist oder ein Zeichen echten Verantwortungsbewusstseins ist, eines muss man der Seite lassen - sie ist ganz gut gemacht.
Klar strukturiert ist der Benutzer meist nur einen Klick von den gewünschten Informationen entfernt. Zentraler Punkt sind natürlich die Nährwerte (pro 100g und pro Stück), die übersichtlich aus einer Tabelle der diversen Mars Produkte abgerufen werden können. Daneben gibt es Tipps zur empfohlenen Tagesration an Süße, für Kinder verschiedener Altersgruppen und Ernährungsempfehlungen, erarbeitet vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund. Dieses Institut wird gefördert vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, bedient sich aber auch der “Drittmitteleinwerbung bei öffentlichen Forschungsförderern und industriellen Sponsoren unter strikter Beachtung der wissenschaftlichen Unabhängigkeit“.
Für den ausführlichen Surfer und Stöberer finden sich noch ein Magazin, Bewegungs-, Spiele und Freizeitvorschläge sowie die Expertenrunde, die eingeschickte Fragen zum Thema Ernährung beantwortet. Erstaunlich nur, dass trotz der Zusage, kein Marketing für Kinder unter 12 mehr zu betreiben, der überwiegende Teil der guten Ratschläge sich auf eben diese Altersgruppe bezieht…. Aber gut, auch ohne direkt auf Kinder zugeschnittene Werbung (von “keinem” Marketing spricht ja keiner - ein Schuft wer Böses dabei denkt) haben die Kurzen meist einen süßen Zahn, so dass diese Ausrichtung so oder so Ihre Berechtigung hat
Link: Clever Naschen
Bildnachweis: Screenshot www.clever-naschen.de
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Aber Pommes sind auf der anderen Seite doch auch reine Fettbomben, und als Träger von Transfettsäuren eine weit geöffnete Türe für Kornoarerkrankungen aller Art. Hoch erhitzt sammelt sich in den Pommes Frites außerdem das als krebserzeugend und erbgutverändernd eingestufte Acrylamid an. Gesunde Ernährung sieht anders aus
Wir als Redaktion sind vor einigen Wochen bei einem virtuellen Shoppingbummel durch ein großes Internetkaufhaus auf die Actifry aufmerksam geworden und waren von der Idee an sich begeistert, schließlich lieben wir Pommes. Was uns stutzig machte war die große Bandbreite an Käuferstimmen, die das gesamte Spektrum von “total begeistert” bis “total enttäuscht” abdeckten. Ist dieses Gerät nun etwas für den abnehmwilligen Käufer oder nicht, fragten wir uns.

(11 Stimmen, Durchschnitt: 3.73 von 5)
Mittlerweile sind wir jedoch so standhaft, dass wir diese Klippen mit dem Einkaufswagen recht elegant umschiffen können ohne dass uns plötzlich und unerwartet kiloweise Waffeleiertüten hineinpurzeln. Gekauft haben wir Waffeleier schon lange nicht mehr, 30,4 Prozent Fett pro 100 Gramm sind einfach abschreckend, wenn man beim Einkaufen grundsätzlich auch einen Blick auf die Nährwertangaben wirft.
Seit einiger Zeit haben wir Müsli als Nahrungsmittel für uns wieder entdeckt - genau genommen seit Weight Watchers ungesüßtes Müsli unter die 18 Sattmacher aufgenommen haben. Eine große Portion Früchtemüsli ersetzt bei uns auch ab und zu mal eine ganze Hauptmahlzeit - es ist gesund, schmeckt lecker und geht auch in der “Zubereitung” ziemlich fix.
Die ärztliche Untersuchung ergab erhöhte Leukozytwerte sowie einen erhöhten Wert des C-reativen Proteins - sichere Zeichen für eine schwere Entzündung. Genaueres konnte der Bereitschaftsarzt jedoch nicht feststellen und entließ mich mit pflanzlichen Tropfen und der wohlmeinenden Empfehlung “Wenn’s der Blinddarm ist, wird er sich schon melden!” nach Hause. Inzwischen wurden die Schmerzen minütlich mehr, die Party hatten wir schon gecancelt und gegen halb neun bemühten wir den ärztlichen Notdienst. Die Dame warf einen kurzen Blick auf die Blutwerte vom Nachmittag und das Häufchen Elend auf der Couch und sagte nur “Klinikum, JETZT!”