Kohlsuppe bis zum Erbrechen

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Vor einigen Tagen gab es hier auf Purzelpfund einen Beitrag über die Bier-Diät, der mich an einen meiner früheren Abspeckversuche erinnerte - und von denen gab es durchaus einige. Brigitte-Diät, Trennkost, FDH, Herzdiät und all die vielen anderen Bauchweg-Super-Wunderkuren die man jede Woche in irgendeinem bunten Blättchen lesen kann. Wir, das heißt ich zusammen mit meiner Mutter haben sie allesamt ausprobiert und irgendwann wieder demoralisiert aufgegeben. An alle kann ich mich heute problemlos zurückerinnern, nur eine,die löst auch heute noch ein flaues Gefühl im Magen und zitternde Nasenflügel aus: die Kohlsuppendiät.

Damals war diese so genannte Kur noch ein Geheimtipp, das nur von eingeweihten Kohlsuppenesserinnen persönlich weitergereicht zu Eingeweihter weitergereicht wurde wie weiland das heilige Druidenwissen auch per mündlicher Überlieferung erhalten blieb. Das Rezept für die Wundersuppe hatten wir beide also von meiner Tante auf einem oft kopierten Handzettel bekommen, die Eintrittskarte in die Welt der Schlanken lag also quasi vor uns.

kohl.jpg

Voll motiviert starteten wir am nächsten Tag zum Einkaufen. Wer in unseren Wagen blickte, musste meinen, wir hätten ein ganzes Karnickelrudel zu versorgen, so türmten sich kiloweise Weißkraut, Tomaten, Karotten, Paprikaschoten, Zwiebeln und was das Rezept uns sonst noch alles auftrug im Wagen. Ich werde nie Papas traurigen, ja fast verzweifelten Blick vergessen, als er bei unserer Ankunft zu Hause zwischen all dem Grünzeug auch nicht das geringste Fitzelchen Leberkäse oder einen Zipfel einer Debreciner entdecken konnte.

Zuhause machten wir uns dann an das Schnippeln der Gemüseberge - und ich entdeckte das wahre Geheimnis hinter gemüseorientierter Ernährung. Durch das Putzen, waschen und schnippeln bekommt der Körper soviel Bewegung, dass er mehr verbrennt, als er durch das kalorienarme Gemüse zu sich nimmt. Man müsste also einen Big Mac nur lange genug und fein genug schnippeln, dann könnte man den auch mit einer negativen Kalorienbilanz futtern.

Gefühlte Stunden später war der größte Topf (Modell “Gulaschkanone”), den Mutters Küche zu bieten hatte vollgestopft mit Grünzeug. Soweit so gut, wenigstens hatten wir während des Gemüseschneidens schon mal keine Zeit zum Naschen gehabt - und sollte sich doch einmal etwas ins Kröpfchen statt ins Töpfchen verirrt haben, so war es im schlimmsten Fall ein Stückchen Karotte - also nicht weiter tragisch. Allen Anweisungen des Rezepts hatten wir peinlichst genau eingehalten, nun war es also Zeit, dem Topf Feuer unter dem Hintern zu machen.

Etwa eine halbe Stunde später war unser Zaubertrank dann endlich fertig. Voll freudiger Erwartung ob des kommenden Gaumenschmauses füllten wir uns zwei große Teller bis zum Rand und setzten uns an den Tisch. Die Suppe schmeckte … ähem … sehr “gesund” doch nach ein paar Löffeln hatten wir uns den faden Geschmack des Gebräus gewöhnt - schließlich versprach dieses Wundermittel Entschlackung und Schlankheit. Also immer rein damit, ganz egal ob Salz und Pfeffer mit jedem Teller aufs neue die Schlacht gegen die Geschmacklosigkeit verloren.

Am ersten Tag schaufelten wir, von Papa mißtrauisch beäugt, anweisungsgemäß so viel wie möglich des gesunden Elixiers in uns hinein, jeder Löffel ein Schritt auf dem Weg zur künftigen Traumfigur. Und auch am zweiten Tag hielten wir wacker durch, nur die Portionen ließen wir ein wenig schrumpfen. Schließlich wussten wir ja inzwischen wie die Suppe schmeckte. Und auch die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Tellern Suppe wurde immer größer. Toll wie die sättigte. Und toll auch, dass man mittlerweile auch im Dunkeln den Weg zum Suppentopf finden konnte - man musste nur der Nase nachgehen. Über die geringeren Essmengen und -intervalle machten wir uns keine Gedanken. Motto: Wir wollen ja schließlich abnehmen und da ist es ja gut wenn man nicht so viel ißt….

schuessel.jpg

Am dritten Tag fielen dann die ersten Mahlzeiten aus. Zum Teil lag das wohl daran, dass wir soooo satt waren, andererseits war auch das Auffinden des Topfes massiv erschwert worden, weil irgendein unbekannter Saboteur die Suppe auf den winterlich weißen Balkon verbannt hatte. Erschnuppern unmöglich. Dafür war es auf dem Balkon plötzlich unerklärlich ruhig. Das Vogelhäuschen, oberhalb des Suppentopf-Standplatzes gelegen, war sonst um die Vormittagszeit ein Hort der Lebensfreude, wo Vögel lustig zwitscherten und um Körner kämpften. Heute war es still, kein einziger Vogel auf unserem Balkon.

Die Suppe sättigte übrigens weiterhin hervorragend. Ab dem vierten Tag reichte ein Anheben des Deckels, ein Blick, ein schneller Atemzug um festzustellen “Ich bin satt, ich habe keinen Hunger, ich brauche einen Schnaps!” Und während der Schnaps die Übelkeitsattacke bekämpfte kam Papa um die Ecke, mit einem Paket voll dampfendem Leberkäse….

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Actifry-Test: Ein paar kurze Schmankerl

Verfasst am 14. April 2008 in Erfahrungsberichte, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Mittlerweile steht die von TEFAL überlassene Actifry schon fast vier Wochen bei uns und wir nutzen jede sich bietende Gelegenheit zum Test des Geräts, heute wollen wir ein paar Experimente vorstellen, die mehr spontan denn geplant durchgeführt wurden, aber natürlich haben wir diese Tests auch dokumentiert und wollen nicht versäumen, diese hier vorzustellen.

popcorn.jpgPopcorn
Beim Fernsehen kam vor einigen Tagen die Idee auf, Popcorn zu machen. Nahezu zeitgleich tauchte die Idee auf, die Actifry dafür einzusetzen.

Popcorn-Mais liegt im Küchenschrank, Zucker und Öl sind ebenfalls zur Hand. Wir haben also eine Handvoll Popcorn-Mais in die Actifry gegeben, Zucker und einen Schuss Öl dazu. Nach dem Einschalten der Actifry haben wir dann gespannt wie ein Flitzebogen auf das erste Poppen gewartet, lange gewartet. Nach zehn Minuten hatten wir eine heiße Öl-Zucker-Mais-Mischung, nur gepoppt hat da gar nix.

Wir vermuten, dass die Actifry einfach nicht die nötige Hitze aufbringt, um den Mais poppen zu lassen. Unsere Fernsehpopcorn haben wir dann ganz konventionell im Topf zubereitet.

Käsespätzle
Meinen “Mit-Schwaben” wird es wohl die Zehennägel aufrollen, wenn sie von unserem nächsten Test lesen. kaesspaetzle.jpgIch esse liebend gerne Käsespätzle und wenn ich abends keine Lust aufs große Kochen habe, dann dürfen auch mal die fertigen Spätzle auf den Teller. Und da sind wir auch schon bei unserem Test: Spätzle und geriebenen Käse in die Actifry und einschalten…. Der Käse schmilzt sehr schnell und wird vom Rotor gleichmäßig unterheben. Und hätte ich in meiner Gier auch noch einen kurzen Blick in das Actifry-Rezeptheft geworfen, dann hätte ich mich auch nicht gewundert, dass die Spätzle selbst etwas trocken geworden sind.

Doch da im Rezeptheft steht schwarz auf weiß der Tipp etwas Flüssigkeit mit in die Actifry zu geben - wohl um ein Austrocknen der Spätzle zu verhindern. Ich hab’s nicht gesehen, außerdem hatte ich Kohldampf und so musste ich mit trockenen Spätzle vorlieb nehmen.

Diese Fähigkeit Käsespätzle zuzubereiten ist sicher kein Argument, das bei irgendjemand den Ausschlag zum Kauf des Geräts geben wird. Die Actifry ist ein wenig schneller als alternative Methoden und man muss den Käse nicht selber unter die Spätzle heben. Unter dem Strich ergeben sich ein paar Minuten Zeitersparnis bei einer Speisenzubereitung, die auch anders nicht viel mehr Mühe bereiten würde.

ruehrei.jpgRührei mit Schinken
Ein weiterer Test aus der Rubrik “Faulheit siegt” ist das Rührei mit Schinken, dasebenfalls im Actifry Rezeptheft angepriesen wird. Ei, Sahne und Schinken verrühren, würzen und in die Actifry geben. Aös erstes fällt auf, dass der in Streifen geschnittene Schinken - selbst wenn er gleichmäßig in der Actifry verteilt wurde - spätestens nach einer Umdrehung des Rotors eben vor diesem aufgestaut wird.

Die Eimasse stockt recht gleichmäßig, ein Teil haftet am Rand des heißen Gefäßes an, was aber dank der Anti-Haft-Beschichtung kein Problem darstellt. Nach etwa acht Minuten ist das Rührei fertig und kann serviert werden, lediglich die Ansammlung an Schinkenstreifen muss zu gleichen Teilen auf die Portionen verteilt werden.

Auch hier sei die Anmerkung erlaubt, dass die Rühreizubereitung zwar eine ganz nette Erweiterung des Funktionsspektrums ist, ein Kaufgrund ist es aber allemal nur, wenn man nicht in der Lage ist, ein Rührei in der Pfanne zuzubereiten - was in diesem Falle wohl sogar die schneller Variante sein dürfte.

Frühere Artikel aus der Purzelpfund.de-ActiFry-Testreihe:
ActiFry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
Toll eine Friteuse als Leihgabe
Saftige aber bröselige Nuggets
Noch mehr Kartoffeln
Eine Bolognese aus der Friteuse
Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki

Links:
TEFAL
Initiative Gesund Geniessen
Prof Hademar Bankhofer über die Actifry
Die Tefal ActiFry bei Amazon

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Arzt vs. Adipositas - die XXL-Patienten kommen

Verfasst am 11. April 2008 in Medizin, Internet, In den Medien, Allgemein von Redaktion

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Als ich vor fünf Wochen mit Blinddarmbeschwerden in der Notaufnahme des Augsburger Klinikums lag, bekam ich schmerzhaft zu spüren, welches Problem die Ärzte mit einer respektablen Speckschicht so haben. Beim Ultraschall half nur massiver Druck auf die ohnehin schmerzenden Bauchpartien, um dem Arzt einen groben Eindruck der Geschehnisse jenseits der Bauchdecke zu vermitteln.

Fett ist für Röntgengeräte und Ultraschall eine Mauer, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ich nun noch berücksichtige, dass ich mein Gewicht mittlerweile um fast 40 Kilo und meinen BMI um 10 Punkte gesenkt habe, dann will ich mir nicht ausmalen, wie die Aktion “Blinddarm” mit 160 Kilo abgelaufen wäre. Denn auch Operationen sind bei dicken Menschen problematischer und ein größeres Risiko als bei Normalgewichtigen. Ein Bericht auf www.web.de zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Ärzte bei XXL-Menschen konfrontiert sind.

Oft scheitern die Helfer schon beim Messen des Blutdrucks, weil die Manschette des Geräts nicht um die breiten Arme passt. Oder sie können Infusionen nicht setzen, weil die Venen unauffindbar sind. Die Spezialisten im Krankenhaus behelfen sich daher mit feinen Schnitten ins Fleisch. Während zwei Assistenten die Fettmassen zur Seite drücken, sticht ein Arzt die Nadel in die freigelegte Vene.

Firmen in den USA verdienen sich am zunehmenden Umfang der Patienten eine goldene Nase, vor allem an dem vorher schon erwähnten Röntgenproblem.

Bildgebende Verfahren sind den Ärzten dabei keine Hilfe. Ab einem gewissen Umfang passen die Patienten nicht mehr in die Röhren von Computer- oder Kernspintomographen, herkömmlicher Ultraschall dringt nicht tief genug in das Gewebe. Siemens Medical Solutions in Erlangen entwickelt deshalb breitere Röhren und Ultraschallgeräte mit einer tieferen Reichweite. Die Nachfrage nach der Spezialausrüstung ist dem Unternehmen zufolge steigend, vor allem in den USA.

Den ganzen Artikel gibt es hier.

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Martinas Gemüsekuchen

Verfasst am 10. April 2008 in Diäten, Weight Watchers, Tagebücher, Tinas Tagebuch (WW), Rezepte, Allgemein von Tina

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Heute Abend ist “Kennenlern-Abend” in meiner Weight-Watcher-Gruppe. Das heißt jeder kann Freunde mitbringen, die Ihr Gewicht unter Kontrolle bringen wollen, so dass die mal ganz unverbindlich bei den WWs hereinschnuppern können. Dazu richtet die Gruppe gemeinsam ein großes Buffet aus, um den potenziellen Neumitgliedern zu zeigen, das Abnehmen nicht gleichzusetzen ist mit Askese und Selbstkasteiung, sondern dass durchaus große Portionen von allerhand Leckerem auf dem Speiseplan stehen können.

Schon beim letzten Mal habe ich einen Gemüsekuchen zubereitet, dessen Rezept ich von meiner Mama “vererbt” bekommen habe. Als der heutige Kennenlern-Abend angekündigt wurde, hieß es auch gleich wieder von einigen “Martina, bring wieder Deinen tollen Gemüsekuchen mit!” Nun denn, ich habe wieder gebacken, das Ergebnis seht ihr auf dem Bild und hier kommt das Rezept:

gemusekuchen.jpgMartinas Gemüsekuchen:
100 g Mehl
2 Eier
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz
2 Paprika (rot/gelb)
2 Zwiebeln
1 Bund Petersilie
80 g Schinken
200 g geriebenen Käse (light)

Die Paprika waschen und in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebeln Schälen und in feine Würfel schneiden. Den Schinken in feine Streifen schneiden und die Petersilie grob hacken. Aus Mehl, Eiern, Backpulver und Salz einen Teig anrühren. Der Teig sollte eine zähe Konsistenz haben, sollte er sehr fest sein, was bei kleinen Eiern schon mal vorkommen kann, kann man mit einem oder zwei Eßlöffeln Wasser nachhelfen.

Die übrigen Zutaten vorsichtig unterrühren, dann die Teigmasse auf ein mit Backpapier / Backfolie ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 30 bis 40 Minuten backen lassen.

Nährwerte:
Mehl, 100 g: 332 kcal / 1,1 g Fett / 5 Pkte.
2 Eier: 169 kcal / 12.3 g Fett / 4 Pkte.
1/2 TL Backpulver: 4 kcal / 0 g Fett / 0 Pkte.
Paprika 40 kcal / 1 g Fett / 0 Pkte.
Zwiebel, 100 g: 28 kcal / 0.3 g Fett / 0 Pkte.
Petersilie, Bund: 20 kcal. / 0 g Fett / 0 Pkte.
Kochschinken, 80 g: 86 kcal / 2,4 g Fett / 3 Pkte.
geriebener Käse (light / Edeka): 426 kcal / 25 g Fett / 10 Pkte.

Summe: Gesamt 22 Punkte, 5,5 Punkte pro Portion (viertel Backblech)

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Fit im Meeting - das Conference-Bike

Verfasst am 9. April 2008 in Sport, Links, Allgemein von Redaktion

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9 Uhr, das erste Meeting des Tages steht an. Der Absatz von rosa Kirschseife in Nilpferdform lässt zu wünschen übrig. Geladen sind neben dem Vertriebsschef, dem Abteilungsleiter “Kirschseife” auch vier Marketingmitarbeiter und … SIE. Und sie wissen schon genau, dass auf dem Tisch wieder die Cola- und Saftbuddeln stehen, in Schälchen stehen gesalzene Nüsse und der Abteilungsleiter lässt gerne ein Weißwurstfrühstück auffahren - zur Steigerung der Leistungsfähigkeit (und der Kalorienaufnahme).

Wie soll man da Abnehmen. Vielleicht sollten Sie das Meeting beim Sport abhalten. Fahren Sie doch gemeinsam Rad. Wie, das geht nicht? Klar geht das. Alle auf einem Fahrrad und dann wird das Problem ausdiskutiert. Kalorien haben da keine Chance und das Hirn bekommt ausreichend Luft. Falls der geneigte Leser jetzt denkt, ich hätte an den Weinbrandbohnen genascht, dann darf ich die Aufmerksamkeit auf unten stehendes Video lenken und die Erfindung der Firma Saliko: Das Conference-Bike!

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Ich muss ja zugeben, ausprobieren würden wir das ja schon gerne mal, schließlich radeln wir selber auch am Wochenende das eine oder andere Stündlein. Wenn doch Hannover nur nicht so weit weg wäre… ;-)

Mehr über das Conference-Bike

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“VielLeicht” ab April deutschlandweit
Sortimentserweiterung Ende Mai

Verfasst am 8. April 2008 in Fleisch & Wurst, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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Gute Nachrichten für Freunde fettarmen Wurstgenusses kommen aus der Pressestelle von Edeka. Wie versprochen hatten wir dort nachgefragt, ob und wann es denn die “Viel Leicht”-Wurstspezialitäten deutschlandweit zu kaufen gäbe. pressefoto_edeka.jpgAußerdem wollten wir wissen, wann es denn mit einer Erweiterung des Sortiments zu rechnen sei, schließlich kennen wir ja die reichhaltige Produktauswahl des “VielLeicht”-Erfinders Josef Pointner.

Heute kam die Antwort aus der Pressestelle von EDEKA, die wir hier gerne abdrucken:

[…] In den meisten EDEKA- Regionen sind die “VielLeicht”- Wurstwaren schon seit einiger Zeit zu erhalten. Ein deutschlandweiter Vertrieb erfolgt ab KW 16, sodass Sie das “VielLeicht”-Sortiment in ganz Deutschland ab Mitte April in den EDEKA- Märkten kaufen können.

Es freut uns, Ihnen auch mitteilen zu können, dass ab Ende Mai unsere Produktpalette der “VielLeicht”- Wurstwaren erweitert wird. Wiener Würstchen, Edelsalami, bayerischer Wurstsalat (verzehrfertig, fein) und Rostbratwürstl zur Grillsaison werden das “VielLeicht”- Sortiment ergänzen. […]

Bildnachweis: Pressefoto EDEKA

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Appendix zur Appendix-Diät - Teil 2

Verfasst am 7. April 2008 in Allgemein von Redaktion

Was bisher geschah: ;)
Um 7.39 und 32 Sekunden verschwindet seine winkende Hand aus der Zimmertüre und ich sinke in die Kissen. “Süßer Schlaf, ich komme.”

…denke ich und schließe die Augen…. für geschätzte 45 Sekunden. Dann öffnet sich die Türe und eine weibliche Stimme spricht mich an. “Herr Purzelpfund, hier in dem Glas ist ihr Abführmittel und in dem Glas ist Wasser, trinken Sie’s gleich.”

“Ja, mach ich dann”, brummle ich schläfrig ins Kopfkissen und rühre mich nicht. Es ist grade so gemütlich. Da rüttelt mich eine Hand sanft aber bestimmt an der Schulter. Ich öffne das linke Auge halb und sehe eine Schwester, die mir einen Glaskrug mit einer gelblichen Flüssigkeit vor die Nase hält. “Ich warte solange, bis sie’s getrunken haben!”

“Zu freundlich”, denke ich und greife nach dem Krug. Ich stürze das nach Seifenlösung schmeckende Abführmittel und spüle mit Wasser nach. Ohne die Schwester eines weiteren Blickes zu würdigen, lasse ich mich wieder in die Kissen fallen. SCHLAF - JETZT - BIIITTTEEEEEE!

“Herr Purzelpfund, ich habe ihnen noch Wasser gebracht, sie müssen viel trinken”. Ich hatte die Türe gar nicht gehört, scheinbar hatte sie die gleich offen stehen lassen. Ohne meine Augenlider oder irgendeinen anderen Körperteil auch nur einen Millimeter zu bewegen grunze ich zustimmend und höre erleichtert, wie sich ihre Schritte entfernen. Die Türe schließt sich.

Die Schwester meint es gut mit mir und wartet mit dem Kontrollbesuch bis ich einige Minuten später gerade eingeschlafen bin. “Sie haben ja noch gar nichts getrunken, hier nehmen sie einen Schluck…” Erste Gewaltphantasien tauchen vor meinem inneren Auge auf, als ich das Wasser mit geschlossenen Augen hinunter stürze. Ein kurzes Blinzeln zur Uhr verrät mir, es ist neun Minuten nach acht Uhr.

Ich lege mich auf den Bauch und lausche dem Ticken der Uhr im Zimmer. Binnen Sekunden bin ich eingeschlafen und dieses Mal habe ich Glück, ich werde erst eine knappe Viertelstunde später wieder aus dem Schlaf gerissen. Praktikantin Svetlana, ein laufender Meter vom Balkan stürmt mit Blutdruckmessgerät, Fieberthermometer und einem ungebremsten Eifer in der Miene auf mich zu. Sie ist nett, macht Ihre Arbeit genau und sehr flott, keine zwei Minuten später ist sie schon wieder fort.

Und jetzt habe ich wirklich erst einmal Ruhe, und das im Vergleich zu den bisherigen Intervallen riiiiiichtiiiiiig laaaaaaaang. Wohlgemerkt im Verhältnis. Zwei Stunden später ist es mit der Herrlichkeit vorbei, denn mein Bettnachbar wird schon putzmunter aus dem OP zurück aufs Zimmer gebracht. Unglaublich - ich habe bei nach der Blinddarm-Narkose fast einen Tag im Dämmerzustand zugebracht, und dieser Methusalem ist eine Stunde nach der OP fit wie ein Turnschuh. Jedenfalls erzählt er mir en Detail was die Ärzte so alles mit ihm angestellt haben. Ebenfalls beachtlich, wenn man bedenkt, dass er die Zeit, über die er berichtet, definitiv völlig ausgeknipst im Tiefschlaf verbracht hat.

Was den rüstigen Senior aber am meisten betrübt, ist die Anweisung der Ärzte, a) im Bett zu bleiben und b) sich möglichst wenig zu bewegen. Leider gilt diese Anweisung allem Anschein nach nicht für seine Kiefermuskulatur. Zum Glück habe ich ein Buch dabei, Bill Brysons “Notes from a small Island”, das ich mir in einer Atempause meines Gegenüber schnappe und zu lesen beginne. Ihn scheint es nicht zu stören und so finden wir den Kompromiss, der unser weiteres “Zusammenleben” regelt. Er erzählt mir allerhand, während ich lese und ich quittiere die Erzählungen wahlweise mit einem “mhmm”, “aha”, oder einem kurzen Blick zu ihm hinüber.

Wir beide sind uns soweit einig, doch ab jetzt haben die Schwestern ihre liebe Not mit ihm, denn schließlich lassen sich ärztliche (und schwesterliche) Aussagen immer so oder so auslegen. Und wer mal 73 Jahre auf dem Buckel hat, der nimmt es erfahrungstechnisch auch mit einem Chefarzt auf…..

Fortsetzung folgt ;)

 

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Fettarme Wurst jetzt auch bei Marktkauf

Verfasst am 5. April 2008 in Fleisch & Wurst, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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mk_logo.gifWeißwürste, Leberkäse, Frischwurst mit weniger als drei Prozent Fett - das war unser Thema im Januar dieses Jahres. Hintergrund war die Marktpremiere der “viel leicht”-Wurstsorten bei Edeka und die Erfindung des fettarmen Herstellungsprozesses durch einen Allgäuer Metzgermeister.

In den Kommentaren erhielten wir daraufhin mehrere Reaktionen, die bedauerten, dass diese Wurstprodukte vorerst nur in Edeka-Märkten in Süddeutschland verfügbar waren. Jetzt gibt es Hoffnung für Interessenten im übrigen Deutschland. Ein Prospekt der Edeka-Tochter Marktkauf deutet auf die Aufnahme der “viel leicht”-Produkte ins Marktkauf-Sortiment hin, möglicherweise ja auch über den sprichwörtlichen Weißwurstäquator hinaus.

Wir werden uns auf jeden Fall nächste Woche mit Edeka, Marktkauf und dem Hersteller-Fleischwerk in Verbindung setzen und die weitere Entwicklung dieser Produktreihe verfolgen.

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Actifry-Test: Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki

Verfasst am 4. April 2008 in Erfahrungsberichte, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Das Krankenhaus liegt hinter mir, ich darf wieder was “G’scheits” essen und so haben wir heute mal wieder die Actifry in Betrieb genommen - dieses Mal sollte Sie ihre Eignung für Fleisch und Gemüse unter Beweis stellen, denn es standen Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki auf dem Speiseplan.

meatballs2.jpgDoch bevor die Actifry in Aktion treten durfte, stand erstmal für uns Arbeit auf dem Dienstplan. Aus Putenhack, Salz, Pfeffer, scharfem Senf, Paprika- und Knoblauchpulver und Semmelbröseln entstanden kleine, rund 3 Zentimeter dicke Hackbällchen. Außerdem mussten Zwiebeln, Paprika, Cocktailtomaten und Auberginen, geschält oder gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten werden.

Die Hackbällchen haben wir in die Actifry gelegt, einen Teelöffel Öl zugegeben und die Maschine eingeschaltet. Die hat die kleinen Bällchen munter im Kreis gekugelt, ein Hackfleischmassaker gab es entgegen erster Überlegungen nicht. Die Bällchen blieben beim im Kreis Rollen ganz. 10 bis 15 Minuten brauchen Bällchen der angegebenen Größe, abhängig vom jeweils gewünschten Bräunungs- und Knuspergrad.

Die fertigen Hackbällchen haben wir herausgenommen und kurz ruhen lassen. Im Anschluss haben wir das geschnippelte Gemüse ebenfalls mit einen Teelöffel Öl in die Actifry gegeben und auch etwas zehn Minuten Karussel fahren lassen. Beim Gemüse schadet es jedoch nicht, öfter mal zu stoppen und zu probieren. Da der Garvorgang mittels Heißluft das Wasser aus dem Gemüse zieht, sollte man ab und zu prüfen, ob es nicht zu trocken wird.*

Zum Schluß haben wir den Rotor aus der Actifry entfernt, Hackbällchen und Gemüse zusammen hineingegeben und für ein paar Minuten auf gleiche Temperatur gebracht. meatballs.jpgMit Tsatsiki serviert ergab das eine leckere Mahlzeit.

Die Zubereitung des Essens in der Actifry war von der technischen Seite problemlos. Vorbereitete Speisen einfüllen, Deckel zu und los geht es. Auch das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Die Bällchen waren gut durch und gleichmäßig gegart, das Gemüse war noch knackig. Abzuwägen gilt es jedoch die benötigte Zeit im Vergleich zum konventionellen Kochen und dafür gibt es zwei Ansätze.

a) Ich rechne die reine Zeit, in der ich als Koch aktiv werden muss. Die Vorbereitung kann man vernachlässigen, die ist in beiden Fällen dieselbe. Bei der Actifry muss ich die Hackbällchen einfüllen (eine Minute), sie heraus nehmen (10 Sekunden), Gemüse einfüllen (noch eine Minute) und wieder herausnehmen (nochmal 10 Sekunden) - ergibt rund zweieinhalb Minuten, da kann auch die Zubereitung am Herd nicht mithalten und während das Essen in der Actifry rotiert kann ich die Spülmaschine ausräumen, eine Email schreiben etc.

b) Ich kann aber auch die Zeit von Beginn der Zubereitung bis zum Ende der Zubereitung rechnen. Da schneidet die Actifry mit zweimal 10 bis 15 Minuten schlechter ab, denn auf einem konventionellen Herd kann jeder auch nur durchschnittlich begabte Heimkoch auf zwei Platten Gemüse und Hackbällchen in rund 10 bis 15 Minuten auf den Tisch bringen.

Welche Zeitrechnung oder Zeitaufteilung jedem persönlich sympathischer ist, muss jeder selbst entscheiden. Wir haben das Argument der Vollständigkeit halber hier aufgeführt, denn Zeit ist bei der Actifry ein durchaus entscheidender Faktor.

* Wir sind derzeit am Überlegen, ob die Zugabe von ein paar cl Wasser hier hilfreich ist. Nach unserer Theorie würde frei in der Actifry befindliches Wasser schneller verdunsten als das im Gemüse enthaltene Wasser. Ist die Luft in der Actifry aber erstmal mit Feuchtigkeit gesättigt, sollte der Flüssigkeitsschwund im gegarten Gemüse weniger schnell sinken. Meine Güte, der Testplan wird eher länger als kürzer… ;)

Frühere Artikel aus der Purzelpfund.de-ActiFry-Testreihe:
ActiFry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
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Appendix zur Appendix-Diät

Verfasst am 3. April 2008 in Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

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Nun sollte man doch meinen können, das mit dem endgültigen Exitus meines lästigen Wurmfortsatzes vor vier Wochen das Drama “Blinddarm” seinen schnellen dauerhaften Endpunkt gefunden hätte. So dachte zumindest ich, der ich meinem Appendix nicht die Macht zugetraut hätte, mich noch aus dem Jenseits, seinem neuen Leben als Pathologie-Präparat, zu quälen.

Und doch, er konnte es. Sonntagabend kamen sie, die Schmerzen , langsam an und abschwellend wie die “La Ola”-Welle in der Allianz Arena. Einziger Unterschied: Um einen mit meinen Schmerzen korrespondierenden Wellenkamm zu bilden, müssten die Fußballfans beim Aufspringen das Planendach des Schlauchboot-Stadions erreichen. Nach fünf Stunden Nicht-Schlaf dann nachts um drei Uhr der Entschluss in die Klinik zu fahren. Am Quartalsletzten konnte ich ja zumindest noch von meiner Praxisgebühr vom Blinddarm zehren. Das hatte schon fast was Amerikanisches: Get three emergencies for the price of one!”

stethoskop.jpgDie Aufnahmeprozedur wurde zum größten Teil von einer jungen Chirurgin durchgeführt, die man offensichtlich genau hierfür aus dem Bett geworfen hatte. Mit zerzaustem Haupthaar und den Blick in die Ferne (ihres Bettes?) gerichtet hörte sie sich die Schilderung der Symptome an, studierte die Ergebnisse der Ultraschalluntersuchung und des Bluttests und wies mich dann “zur Beobachtung” der Station zu, auf der ich schon Anfang März meine Tage verbracht hatte. Während der gesamten Zeit maträtierte sie unablässig einen unschuldigen Kaugummi, entsprechende Schmatzgeräusche inklusive.

Gegen halb sechs morgens schob mich die Schwester schließlich in mein neues Zimmer, wo mein Zimmernachbar, ein drahtiger Mittsiebziger bereits wie ein Wal prustend Waschorgien feierte. Er ließ es sich nicht nehmen, Tina und mir zur Begrüßung die Spuren seiner ebenfalls vier Wochen zurückliegenden Hautkrebs-OP vorzuführen und mich über seine in zwei Stunden erfolgende Neu-Operation zu informieren. Schlafdefizit zu diesem Zeitpunkt: 7 Stunden.

Bin dann gegen 5.50 Uhr eingedöst bis etwa 6. 10 Uhr: Türe auf, Licht an, zwei Schwestern im Doppelpack: “Guten Morgen die Herren, na Herr XY schon fertig für die OP? Herr Purzelpfund, was machen die Schmerzen?” Wieder eingedöst gegen 6.20, immer wieder aufgeschreckt von meinem munter rumorenden Nachbarn, der sich nach Beendigung der Plantscherei in sein schickes OP-Hemdchen warf. Als ich irgendwann auf sein Brabbeln mit einem halb geöffneten Auge reagierte, lächelte mich ein blanker Seniorenhintern aus einem Meter Entfernung an.

Um 6.45 Uhr endlich eingeschlafen bis immerhin 7.07 Uhr. Türe, Schritte, Stimmen, eine davon bekannt: Visite. Mein Nachbar versichert der jungen Stationsärztin eifrig, schon fix und fertig für die OP zu sein. Scheinbar würde er sein Bett am liebsten gleich und höchstpersönlich in den Operationssaal rollen.

Meine Begrüßung nehme ich eher dösend denn wach wahr, nur ein Wort bleibt irgendwie hängen: “Abführmittel” Egal, das Bett ist so kuschelig und warm und ich bin gerade so schön am ein….. ABFÜHRMITTEL!?!?! Ich bin hellwach, doch die Ärztin ist schon weg. Stattdessen freut sich mein Zimmernachbar, dass ich nun wach bin und er mir erzählen kann, was ich noch nicht über sein Leben weiß. Dummerweise ist er ohrenscheinlich auch noch schwerhörig, denn Antworten werden stets mit einem aufmunternden “Hä?” kommentiert. Und seine Sprechlautstärke lässt in mir die Frage aufkeimen, wozu der gute Mann das Telefon auf seinem Nachttischchen stehen hat. Mit dem Organ könnte er einfach aus unserem Zimmerfenster im 10 Stock sprechen, seine Frau könnte ihn zu Hause bestens verstehen.

Um 7.39 und 32 Sekunden verschwindet seine winkende Hand aus der Zimmertüre und ich sinke in die Kissen. “Süßer Schlaf, ich komme.”

(Fortsetzung folgt) ;-)

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