Zusatzstoffe sind museumsreif

Verfasst am 28. Mai 2008 in Allgemein von Redaktion

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chemie.jpgAuch wenn es unser Thema eigentlich nur am Rande tangiert, so finden wir doch, dass es eine Erwähnung bei Purzelpfund.de verdient. Unsere Ernährung ist zu einem großen Teil von vorproduzierten Lebensmitteln geprägt. Dabei geht es fast immer darum, dass das Produkt einerseits einen möglichst breiten Geschmack trifft, diesen Geschmack möglichst konstant hält und das Produkt natürlich nicht gleich nach zwei Tagen verschimmelt im Regal steht.

Erreicht werden diese Ziele nicht selten durch die Zugabe vieler Pülverchen und Essenzen, künstliche und naturidentische Aromen, Geschmacksverstärker und was das Zauberkabinett der Lebensmittelchemiker noch so an Gadgets bereithält.

Nun stehen diese Beimischungen ja schon länger unter dem latenten Verdacht, nicht gerade Gesundheitsförderer zu sein. Kein Wunder also, dass sich Lebensmittelhersteller, die auf solche Beigaben in ihren Produkten verzichten, auch von dieser Praxis distanzieren wollen. Der Tiefkühlgerichte-Hersteller Frosta verwendet laut eigenem “Reinheitsgebot” völlig auf Geschmacksverstärker, Aromen, Farbstoffe, Emulgatoren- und Stabilisatorenzusätze
und chemisch modifizierte Stärken.

Und Frosta geht inzwischen noch einen Schritt weiter. Das Unternehmen gründete die “Hamburger Lebensmittelstiftung”, welche wiederum zusammen mit mehreren Partnern, darunter auch die Saftkellerei Walther, gestern in Hamburg das Deutsche Zusatzstoffmuseum eröffnet. Hier die offizielle Zielsetzung des Museums:

In der EU können tausende von Zusätzen wie Aromastoffe, Enzyme, Farbstoffe und Geschmacksverstärker zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Viele von ihnen müssen nicht einmal deklariert werden. Selbst bei Bioprodukten sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt. Ohne diese Zusätze gäbe es viele Lebensmittel gar nicht, andere wären deutlich teurer.

Das Deutsche Zusatzstoffmuseum erklärt, warum das so ist. Es zeigt, wo nicht deklarierte Zusätze enthalten sein können, wie sie manchmal verschleiert werden und welche Möglichkeiten bestehen, auf derartige Zusätze zu verzichten.

Neben den vielen Exponaten sollen den Besuchern auch mittels entsprechender Vergleichsproben die Geschmacksnerven sensibilisiert werden. Für die wissenschaftliche Entwicklung des Museums zeichnen die Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Georg Schwedt und Udo Pollmer verantwortlich.

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Eintrittspreise
Erwachsene: 3,50 EUR
Kinder unter 18: 1,50 EUR
Schulklassen: pro Person: 1,00 EUR

Adresse:
Deutsches Zusatzstoffmuseum Bankstr. 28,
Anfahrt über „Auf der Brandshofer Schleuse“
Großmarkt, Tor Ost
20099 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 32027757
info@zusatzstoffmuseum.de

Links:
Website des Museums
Artikel im Saftblog
Artikel im Frosta-Blog

Bildnachweis: Pressefotos Deutsches Zusatzstoffmuseum

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