Wii es mir gefällt

Verfasst am 31. Mai 2008 in Produkttest, Tagebücher, Tinas Tagebuch (WW), Allgemein von Tina

Hallo liebes Tagebuch,

ja, es gibt mich noch, und heute habe ich tatsächlich mal wieder Zeit und Lust etwas zu schreiben.

Über die letzten 6 Monate, in denen ich hadernd und zeternd zwischen Freßfesten und Frustattacken gefangen war, möchte ich, zumindest vorerst, lieber den Mantel des Schweigens decken.

Tom hat ja schon über unseren neuesten Mitbewohner, das Wii Balance Board berichtet, und hier kommen meine ganz persönlichen Erfahrungen damit.

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass ich keine große Video-, Computer- oder Konsolenspielerin bin, ich hatte es noch nie mit solchen “elektronischen Games”, wenn schon ein Spiel, dann auf dem Spielbrett mit richtigen Mitspielern. Daher war ich der Wii gegenüber Anfangs skeptisch, was sich aber bald änderte, als ich “die Jungs” beim Bowling reihenweise von der Bahn fegte. Wii Sports finde ich super, es macht Riesenspass mit Freunden abends eben nicht nur auf dem Sofa zu sitzen, sondern Reihum im sportlichen Wettkampf mit- und gegeneinander anzutreten. Und ein paar zusätzliche Bewegungspunkte zu meinem gewohnten Sportprogramm (Aquajogging, Schwimmen, Radfahren) können ja nie schaden. Zugegebenermaßen sind die typischen Konsolenspiele, die es ja auch für die Wii gibt, immer noch nicht mein Ding, aber es gibt ja Wii Sports.

Seit etwa 3 Wochen testen wir nun das Balance Board und auch hier war ich Anfangs eher skeptisch und zurückhaltend. Die erste große Überraschung kam, als ich mich registrierte und Körpergröße und Geburtsdatum eingeben sollte. Das Balance Board hat nämlich eine eingebaute Waage und errechnet kurzerhand den BMI des kleinen Alter Ego - und schwupps ging mein süßes kleines Mii, das ich mit einer moderat pummeligen (schmeichelhaften) Figur ausgestattet hatte, auf wie ein kleiner Hefekuchen. “Zu Hoch” schallte es mir aus dem Lautsprecher der Fernbedienung entgegen und ich überlege für einen Augenblick ernsthaft mich nochmal zu registrieren und bei Größe einfach zwei Meter einzugeben, um auf diese Weise den BMI auf ein normales Mass zu bringen, und wenigstens meinem Mii eine schlanke Figur zu verschaffen. Nachdem ich mich von dem ersten Schock erholt hatte, gewöhnte ich mich rasch an mein “Moppel-Mii” und jetzt kann ich es kaum erwarten, bis man die reelle Abnahme auch an meinem kleinen Zwilling sehen kann.

Das Wii Fit Programm legt für jeden registrierten Benutzer einen Datensatz mit den Kategorien Gewicht, BMI und Trainingszeit an, so dass man jederzeit seine Fortschritte grafisch dargestellt betrachten kann. Man kann sich ein Ziel in einem bestimmten Zeitraum setzen, z.B. dass man in der nächsten Woche 1 kg abnehmen möchte, und wird beim Erreichen des Ziels auch entsprechend von der Wii gelobt. Um die persönlichen Daten vor dem Zugriff anderer zu schützen kann jeder Benutzer eine PIN eingeben.

Wenn der ganze “Verwaltungskram” erledigt ist, hat man die Möglichkeit, entweder einen Körpertest zu absolvieren, oder gleich mit dem Training anzufangen. Beim Körpertest geht es hauptsächlich um die Balance, das heißt die Wii stellt fest, ob der Körperschwerpunkt in der Mitte liegt und wie stark er schwankt. Danach gibt es noch mehrere Balance- und Agilitätstests, von denen die Wii jedesmal zwei Stück willkürlich auswählt. Aus den Ergebnissen dieser Tests wird dann das Wii Fit Alter errechnet.

Nun hat man die Wahl zwischen Yoga, Muskelübungen, Aerobic und Balancespielen. Da ich Frühaufsteherin bin, habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen vor dem Duschen eine halbe Stunde (netto) mit der Wii zu trainieren. Zum Aufwärmen mache ich Step-Aerobic, danach einige Yoga und Muskelübungen und zum Schluss jogge ich noch eine Runde durch mein Wohnzimmer. Außer das die Übungen mir einen Riesenspass machen komme ich dabei auch ganz schön ins Schwitzen und ich hoffe sehr, dass sich die ganze Bewegung morgen auf der Waage bei den Weight Watchers auszahlen wird.

Bei aller Euphorie ist mir natürlich schon klar, dass man mit einem “Videospiel” keinen “richtigen” Sport ersetzen kann - es besteht da auch überhaupt keine Gefahr, weil ich inzwischen meine anderen Aktivitäten (Aquajogging, Radfahren, Schwimmen) so lieb gewonnen habe, dass ich sie nicht aufgeben würde - aber ich denke für die Stunden, die normalerweise bewegungsmäßig ungenutzt verstreichen würden ist die Wii Fit wirklich eine gelungene Ergänzung zur täglichen Fitness.

 

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