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Seit Weihnachten steht bei den Purzelpfundlern eine Wii von Nintendo im Wohnzimmer und bis vor wenigen Tagen hat uns das zur Ausgangsausstattung gehörende “Wii Sports” als Spiel ausgereicht. Tennis, Baseball, Bowling, Boxen und Golf haben uns voll ausgefüllt, für Spielspass mit Freunden und auch sonst allerhand Kurzweil gesorgt.
Diese Woche nun hatten 50 Prozent der Purzelpfund.de-Redaktion Geburtstag und gleich zwei Gratulanten erinnerten sich der Wii und schenkten Wii-Spiele: “Big Brain Academy” und die “RTL Winter Games”. Beides sind tolle Spiele, aber eigentlich haben wir beide auf etwas ganz anderes hingefiebert. Schon seit ein paar Wochen haben wir uns vorgenommen, zu testen, ob das neue “Wii Fit” uns wirklich fit machen wird. Wir haben uns also eine Wii Fit besorgt, mit dem festen Vorsatz auch das Gerät einem gründlichen Fitness-Test zu unterziehen.
Heute also kam das (die, der ???) “Wii Fit” bei uns an. Ich habe zunächst einmal das Balanceboard ausgepackt, die beiliegenden Batterien eingebaut und dann das Board mit der Wii synchronisiert. Hätte ich mir das Board zu diesem Zeitpunkt genau angeschaut, dann wären mir später fatale Verrenkungen erspart geblieben. - ich hätte dann nämlich bemerkt, dass ich es vor lauter Enthusiasmus verkehrt herum aufgestellt hatte.
Wie auch mit anderem Wii-Zubehör funktioniert der Anschluss des Balancebretts ganz ohne Probleme. Aufstellen, Synchronisationsknopf an Board und Wii drücken - fertig. Dann noch die CD einlegen und es kann loslegen. Was ich allerdings nicht erwartet hatte, war die Art der Begrüßung, die das Spiel für einen bereithält - oder sind animierte und sprechende Balanceboards das Normalste auf der Welt, ohne dass ich es gemerkt hätte?
Und neugierig ist das Ding auch noch - jetzt will es auch noch mein Alter und meine Größe wissen und weiß nichts besseres damit anzufangen, als mir meinen BMI auszurechnen. *Hmpf* Als ob ich nicht selber wüsste, dass nur Satelliten höher fliegen. Vielen Dank! Aber immerhin bin ich zum “Wii Fit-Basis Test” zugelassen worden. Jetzt werde ich es dem Board aber mal zeigen, wii fit ich bin (Sorry, DAS Wortspiel musste sein!).
Aber hee, ist das der ganze Basis Test? Ich muss ruhig und ausbalanciert stehenbleiben.
Ein kleiner roter Punkt zuckt auf dem Bildschirm hin und her, scheinbar stehe ich nicht völlig ausbalanciert. Na wird schon nicht so schlimm sein. Aus dem Testergebnis, meinem Alter und meinem BMI errechnet mir die Konsole jetzt noch mein “Wii-Fit-Alter”….
Halt Moooment, das kann nicht Dein Ernst sein, dummer Elektronikkasten. Ich bin topfit. Ich kann… offensichtlich grade mal so sicher stehen wie ein 41-Jähriger.
SHOCKING….
Zum Glück weiß die Wii Rat, wie ich meine desolate Situation schnellstens verbessern kann - durch hartes Training. Am besten, ich setze mir ein Ziel, schlägt das quasselnde Animierboard vor. “Also gut”, denke ich und gebe ein “Zwei Kilo in zwei Wochen”. “Ist das nicht ein wenig optimistisch”, fragt mich die Konsole besorgt zurück. “Schnauze!” denke ich und drücke mich ins Traingsmenü.
Vier Trainigsmodule stehen mir zur Verfügung: Yoga, Muskelübungen, Aerobic und Balanceübungen. Für die ersten beiden Bereiche darf ich mir jetzt einen Wunschtrainer aussuchen. Männlein oder Weiblein. Ich entscheide mich für die virtuelle Dame in ihrem hellblauen Sportdress. Eine sportlich-schlanke Dame vor Augen deprimiert nicht gleich so wie ein durchtrainierter Geschlechtsgenosse, der einem die Übungen vorhampelt.

Ich beginne… mit Step-Aerobic. Bisher habe ich in dieser Disziplin vor allem im Lästern eine gute Figur gemacht, wenn im TV irgendwelche Sydney Rome-Klone auf Trainigs-Steps marschierten. Heute bin ich selber fällig. Im Rhytmus bitte und immer den Anweisungen auf dem Schirm folgen. Zwei Minuten später habe ich den ersten Knoten in den Beinen und den ersten Schweißtropfen auf der Stirn. Die Trainerin motiviert, auch wenn mein Ergebnis wohl unterirdisch schlecht war.
Dann doch lieber Joggen. Dafür darf sich das Balance-Board ausruhen, die Wii-Fernbedienung landet in der Hosentasche. Ich jogge auf der Stelle, mein Mii trabt seinem Trainingspartner durch einen grünen Park hinterher. Rund drei Minuten dauert die Runde für Anfänger, wenn ich besser werde, werden auch längere Strecken freigeschaltet.
Überhaupt bietet das Training immer neue Überraschungen. Erzielt man gute Ergebnisse, werden die Übungen, in denen man sich verbessert hat “upgegraded”. Entweder wir die Ausdauer gefordert (mehr Wiederholungen) oder es wird eine neue Variante / Strecke freigegeben. Dazu kommt, dass man die mit der Wii-Fit tainierten Minuten in seinem “Schweinchen Fit” (kein Witz, das Ding heißt wirklich so!) sparen kann. Und diese gesparten Minuten kann man dann immer wieder in neue Übungen und Spiele eintauschen.
Die Bereiche Yoga und Muskelübungen sind als klassisches Training gestaltet. Der Trainer macht vor, der Spieler macht nach, mit steigender Intensität. Der Bereich Aerobic ist schon spielerischer gestaltet. Hier kommen auch die bekannten Miis, also die animierten Ebenbilder der Spieler ins Bild, wenn es Hula Hoop, Step-Aerobic oder Joggen heißt. Vor allem spielerischen Charakter haben die Balancespiele bei denen es darum geht, Fußbälle zu köpfen, Skislalom zu fahren, Ski zu springen, Seil zu tanzen oder eine Seifenblase durch einen engen Canyon zu steuern.
Vorsatz:
Da ich es wissen will ob und wie (stark) sich die Wii Fit auf meine / unsere Fitness auswirkt habe ich folgenden Vorsatz gefasst. Ich werde in der nächsten Zeit täglich mindestens 30 Minuten, wenn möglich eine Stunde auf der Wii Fit trainieren. Da beim Wechseln zwischen den Übungen und den Erklärungen neuer Übungen auch immer Zeit drauf geht, ist eine Netto-Zeit von 30 Minuten eher realistisch. Außerdem sind wir hier im Hause ja zu zweit
Die Ergebnisse meiner Anstrengungen werde ich hier in Screenshots zwei bis dreimal pro Woche berichten. Außerdem werde ich neu freigeschaltetet Disziplinen vorstellen und bewerten.
Bildnachweis: Nintendo Europe, Purzelpfund.de
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