Teures Fliegen dank Übergewicht?

Verfasst am 17. April 2009 in Internet, Presse, In den Medien, Allgemein von Redaktion

ryanair_kl.jpg Michael o’Leary, der irische Ryanair-Chef, war schon immer kreativ, wenn es darum ging, das Geld seiner Kunden flugs in die eigene Tasche zu bugsieren. Die vermeintliche Billigfluglinie sorgte mit immer neuen Zusatzgebühren dafür, dass Ryanair schon lange keine echte Alternative mehr ist.

Vor einigen Wochen fielen die Medien über eine flapsige Bemerkung her, man könne doch eine Toilettengebühr für die Benutzung der Bordtoilette erheben. Großer Tumult bei den Kunden und den Medien ließ die Marketing-Strategen einen Wettbewerb starteten, für den Kunden die kreativste und wirksamste neue Zusatzgebühr erfinden sollte. Nicht wirklich kreativ, dafür umso beliebter ist wenige Tage vor Ende des Wettbewerbs eine Zusatzgebühr für Menschen, die zuviel auf den Rippen haben. 40 Prozent der Einsender hätten sich für eine solche Gebühr ausgesprochen, so die britische Zeitung Sun.

Ganz abgesehen, dass wir die Idee für recht bescheuert halten, fragen wir uns, wie so etwas praktisch umgesetzt werden sollte. Muss das Gewicht und die Größe bei der Buchung angegeben werden? Und wird das Ganze dann am Flughafen nochmal nachgeprüft? Wieviel Zeit muss man künftig früher kommen, um die Wiegeprozedur zu absolvieren? Bekommen Untergewichtige einen Nachlass auf den Flugpreis? Was passiert, wenn jemand zwischen Buchung und Flug abnimmt- bekommt der dann einen Nachlass? Und Schwangere, müssen die auch nachzahlen? Fragen über Fragen.

Insgesamt halten wir die Einführung einer solchen Gebühr für relativ unwahrscheinlich. Adipositas ist weltweit als Krankheit anerkannt und Menschen aufgrund einer Krankheit zu diskriminieren - nichts anderes wäre ein solcher Aufpreis in unseren Augen - dürfte recht schnell mit dem europäischen Anti-Diskriminierungsgesetz kollidieren.

Mal sehen, was Herr o’Leary noch so aus dem Hut zaubert.

Link: Artikel in der Sun

 

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Frühstücken hält schlank

Verfasst am 15. April 2009 in In den Medien, Forschung, Allgemein von Redaktion

Weniger essen, heißt schlanker sein, so die landläufige Meinung. Umso besser, wenn man eine ganze Mahlzeit einsparen kann. Ach und warum dann nicht gleich das Frühstück weglassen - spart Kalorien und man kann auch noch länger schlafen. Denkste, sagt die Wissenschaft! Wer regelmäßig frühstückt, ist im Schnitt schlanker als die Frühstück-Weglasser, haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden.

BR-Morgen-Moderator Tillmann Schöberl hat sich mit dem Münchner Ernährungsmediziner Prof. Dr. Volker Schusdziarra über diese Studie und andere Ernährungsfragen und -Irrtümer unterhalten. Was hat es beispielsweise mit der Volksweisheit “Frühstücken wie ein König….” auf sich?

Link: Hier geht es zum Audioarchiv des BR

 

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Schlank ins Grab - Gefährliche Abnehmpillen

Verfasst am 3. April 2009 in Medikamente, Presse, In den Medien, Allgemein von Redaktion

Warum quälen sich nur so viele Menschen mit Punkte- oder Kalorienzählen um abzunehmen? Warum treiben so viele Menschen Sport um Fett ab- und Muskeln aufzubauen? Warum stellen viele Menschen Ihre Ernährung um, verzichten auf Fett und Zucker um dauerhaft ihre Fgur zu bewahren? Warum, wenn es doch so einfach gehen kann….

Pillenschachtel auf, Pille schlucken und die Pfunde purzeln quasi von selbst. Von solchen Wundermitteln träumen nicht wenige Menschen mit Gewichtsproblemen und immer neue Werbeanzeigen suggerieren, dass man mit Pillen problemlos Abspecken kann. Dass die Pillenschluckerei aber höchst gefährlich ist, blenden viele aus. Lieber Pillen schlucken, als am eigenen Verhalten etwas zu ändern. Und die Dinger sind ja so leicht zu bekommen dank Internet.

In einem Artikel hat die Süddeutsche Zeitung sich die Schlankheit aus dem Netz vorgeknöpft. Das Ergebnis kann keinen ernsthaft erstaunen:

“Es ist ein Spiel mit Leben und Tod”, sagt auch Silke Schwartau, die Leiterin der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Hamburg. Immer wieder werden schwerste Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen durch die in allen Farben und Formen erhältlichen Pillen und Pülverchen bekannt, die eigentlich nur zu einer guten Figur verhelfen sollen.

“Natürlich” und “rein pflanzlich” lauten die Zauberworte, die Vertrauen schaffen sollen. Doch wer kann schon überprüfen, was wirklich in der drin ist.

Viele von ihnen werden zwar als “natürlich” und “pflanzlich” feilgeboten, enthalten aber knallharte, pharmazeutisch aktive Wirkstoffe - mit heftigen Nebenwirkungen wie Herzrasen, Unruhe, Schweißausbrüchen oder Niedergeschlagenheit.

Die Kapseln haben hübsche Namen wie Lida Dai oder Thermogenesis, aber sie machen eher krank als schlank. Die Stiftung Warentest etwa hat sich 16 Produkte genauer angeguckt. Ihr Fazit: Fast alle Mittel sind gesundheitsgefährdend. In vielen fand sie das Aufputschmittel Ephedrin, das abhängig macht, zusammen mit Koffein.

Lebensgefährlich sind auch die Mittelchen, die den Kreislauf nach oben treiben um Kalorien zu verbrennen. Manchmal verbrennt dabei nicht nur die eine oder andere Kalorie:

Das in Pillen aus Russland viel verwendete Dinitrophenol fördert die Fettverbrennung. Allerdings verhindert es zugleich, dass der Körper aus dem Fett Energie gewinnt. Weil der Organismus so quasi ausgehungert wird, versucht er mit letzter Kraft, Energie zu bekommen, indem er Wärme erzeugt - mit fatalen Folgen für die inneren Organe.

Wegen Dinitrophenol gab es im Jahr 2007 den ersten deutschen Diätpillen- Prozess. Vor dem Amtsgericht Hannover musste sich eine 21-Jährige wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Sie hatte ihrer 19 Jahre alten Freundin den verbotenen Schlankmacher aus Russland besorgt. Die Freundin starb, ihre Körpertemperatur war auf mehr als 41 Grad gestiegen. Sie habe von innen “gekocht”, sagte einer der rechtsmedizinischen Gutachter.

Link: Hier geht es zum Artikel der Süddeutschen Zeitung

 

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Foodwatch verleiht “Goldenen Windbeutel” als Negativpreis

Verfasst am 26. Februar 2009 in Internet, In den Medien, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

Verheißungsvolle Versprechungen finden sich auf vielen Lebensmitteln. Das eine ist extra leicht, das andere ideal für Kinder und das dritte Produkt verspricht hochwertige Zutaten.

Die Verbraucherschutzorganisation “Foodwatch” vergibt 2009 erstmals den “Goldenen Windbeutel” als Negativpreis für die dreisteste Werbelüge.

Eine 5-köpfige Jury (u.a. Sarah Wiener, Tobias Schlegel) hat aus einer Reihe von Produkten die fünf “Finalisten” ausgewählt. Die letze Wahl hat nun der Verbraucher auf der Foodwatch-Website.

Zur Wahl stehen…

- Actimel von Danone

- Bahlsen Gourmet-Genießerkuchen von Bahlsen

- Biene Maja von Bauer

- Frucht-Tiger von Eckes-Granini

- Bertolli Pesto Verde von Unilever

 

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Nochmal der Schweinehund

Verfasst am 23. Februar 2009 in Internet, In den Medien, Allgemein von Redaktion

Da isser nochmal, der viel gehasste Schweinehund. Bei Freunden habe ich beim Stöbern im CD-Regal die musikalische Aufarbeitung des Schweinehund-Motivs entdeckt. Annett Louisan hat sich mit dem hartnäckigen Vierbeiner beschäftigt und ihm ein amüsantes, musikalisches Denkmal geschaffen. Und so singt Annett …

Mein innerer Schweinehund
er hat ein Halsband aus Schokolade
aber keine Leine
er hat ein ziemlich dickes Fell
und kurze Beine
er geht niemals Gassi, er schläft wo er frisst
dort scheißt er auf alles, was anstrengend ist
die Sonne lacht aus seinem Schlund
er wuchert mit jedem Pfund
mein innerer Schweinehund

Er schiebt vor jedem guten Vorsatz
eisern Wache
er wedelt mit dem Schwanz
nur für Willenschwache
er knurrt, bellt und beißt, beschützt sein Revier
den Platz auf dem Sofa, die Chips und das Bier
und er fiel auch niemals auf den Mund
er ist auf jeden fall Kerngesund
mein innerer Schweinehund

Und reinhören kann man bei Annett Louisan auf der Website.

Link: Website von Annett Louisan

 

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Schwere Welt - Übergewicht breitet sich aus

Verfasst am 21. Februar 2009 in TV, In den Medien, Allgemein von Redaktion

Zappen bildet, vor allem wenn man sich beim Zappen innerhalb der öffentlich-rechtlichen TV-Sender bewegt. Das 3sat-Format “nano” befasste sich diese Woche mit dem Thema Ernährung und Diäten. Einer der Beiträge befasste sich mit dem sich weltweit ausbreitenden Übergewicht, anschaulich dargestellt anhand einer farblich abgesetzten Weltkarte. …und irgendwie schockierend!

Link zur 3sat-Mediathek

 

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Das Werbemärchen von Fitness

Verfasst am 12. Februar 2009 in Presse, In den Medien, Allgemein von Redaktion

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Manchmal muss man auch ganz offensichtliches erst wissenschaftlich beweisen. Jeder von uns kennt die schreienden TV-Werbespots für Fitnessgeräte aller Art. Rückenmuskeln, Bauchmuskeln, Beinmuskeln - hantel.jpgsie alle kann man mit diesen Foltermaschinen binnen weniger Wochen, ach was sage ich, Tage auf das Format eines Mister Universum zu bringen.

Amerikanischen Wissenschaftlern waren diese Werbeversprechen ein eigenes Forschungsprojekt wert. Sportphysiologe Dr. Carl Foster von der University of Wisconsin hatte sich über Jahre über die Werbeversprechen solcher Spots amüsiert, jetzt ging er daran sie zu entzaubern. Foster besorgte sich eine Handvoll untrainierte,mänliche Probanden, die über einen sechswöchigen Zeitraum je nach Zufallslos Kardiotraining oder Gewichtheben betrieben oder einfach ihr Gewicht hielten.

Zu Beginn und Ende der Testphase wurden die Probanden fotografiert und die Bilder ohne Gesichter einer Jury zur Bewertung vorgelegt. Außerdem durften die Probanden sich selbst ebenfalls beurteilen.

Das Ergebnis kann nicht verwundern: Männliche Probanden und Juroren bewerteten die Körper auf den Fotos grundsätzlich besser als die weiblichen Bewerter dies taten. Das entscheidende und keineswegs überraschende Ergebnis der Studie war jedoch, dass sich zum einen die subjektiven Eindrücke, die die Probanden auf die Juroren machten, nur unwesentlich veränderten, ebenso wie gan objektive Parameter wie Körperfettanteil, Hüftumfang, Bizeps- oder Oberschenkelumfang.

Link zum Artikel der New York Times

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Eine reife Leistung

Verfasst am 9. Februar 2009 in Internet, In den Medien, Allgemein von Redaktion

Manchmal muss ich wirklich staunen, was die Kollegen in den PR-Agenturen so als berichtenswert betrachten und in Form von Pressemitteilungen an die Agenturen und Redaktionen verschicken. Noch erstaunlicher ist allerdings, wieviel solcher “Nullmeldungen” tatsächlich aufgegriffen werden und wirklich in der Öffentlichkeit landen.

Manchmal machen die Journalisten auch deutlich, was sie von PR dieser Art so halten. So wie die von Redakteure von www.n-tv.de zum Beispiel, denen eine dpa-Agenturmeldung über die ehemalige Weltklassereiterin Ann Kathrin Linsenhoff ins Haus flatterte. Da textete man für die Überschrift…

Achtung: Nullmeldung!
Linsenhoff “war ein Fettkloß”

Wesentlicher Inhalt der Nachricht: Frau Linsenhoff hat im Rahmen einer Trennkost-Diät 16 Kilo abgenommen. Nicht mehr und nicht weniger. Respekt, Frau Linsenhoff für diese Leistung und ein extra “Respekt” für Ihren PR-Berater, der diese Belanglosigkeit der dpa untergejubelt hat.

Achja, der zuständige Redakteur hat noch einen kleinen Schuss Ironie mit hineingepackt, als er die Bildunterschrift zu Frau Linsehoffs Porträt verfasste:

Ann Kathrin Linsenhoff hat abgenommen und ist sehr, sehr, sehr, sehr stolz darauf.

Quelle: www.n-tv.de

 

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Kein Atemschutz über BMI 30?

Verfasst am 8. Februar 2009 in Presse, In den Medien, Politik, Gesundheit, Allgemein von Redaktion

fwm1.jpgAufruhr bei den Feuerwehren. Seit Jahren entscheidet ein knüppelharter, körperlicher Belastungstest über die Tauglichkeit für den Feuerwehrdienst unter Atemschutz. Egal ob kräftig oder schmächtig, wer den Parcours ohne Zusammenzuklappen bewältigte hatte ausreichend unter Beweis gestellt, dass er in der Lage war die Belastungen des Einsatzes durchzustehen.

In einem neuen Tandard der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung soll nun ein maximaler BMI von 30 für den Gebrauch von Atemschutzgeräten vorgeschrieben werden, sehr zum Entsetzen gerade der Freiwilligen Feuerwehren. Denn der BMI ist nicht unbedingt repräsentativ. Ein trainierter, muskulöser Athlet kann ohne Schwierigkeiten einen BMI über 30 erreichen, trotzdem aber fit sein. Und ein schlanker Mensch muss nicht notwendigerweise die Konstitution mitbringen, um unter Atemschutz arbeiten zu können:

Wer sehr groß oder korpulent sei, habe ohnehin Schwierigkeiten, die Atemschutzstrecke zurückzulegen, sagt Karl Miller, der Vorsitzende des Feuerwehr-Vereins Ziemetshausen. Ein Einsatz mit Atemschutz sei sehr anstrengend. „Ohne Kondition geht das nicht“, sagt der Krumbacher Kommandant Wolfgang Hiller. Mit der Neuregelung werde die körperliche Fitness zementiert. „Es geht ganz klar um den Gesundheitsaspekt.“ Das ist auch Karl Miller klar. Aber: „Man sollte froh sein, wenn man genügend Leute hat.“

Sollte die Richtlinie durchgesetzt werden, fürchten gerade die freiwilligen Feuerwehren um Ihre Einsatzfähigkeit, sollten bisher als “fit” eingestufte Wehrmänner durchs Raster fallen.

Der BMI als Fitnessmesser? Klar gibt der Body Mass Index eine ungefähre Richtung vor, gibt Hinweise auf die körperliche Verfassung - 100%ig verlässlich ist der BMI aber in dieser Hinsicht nicht. Die besten Hinweise auf die körperliche Fitness gibt immer noch der regelmäßig durchgeführte Fitnesstest. Und ganz im Vertrauen: Ich lasse mich lieber von einem übergewichtigen aber fitten Feuerwehrmann retten als von keinem!

Quelle: Augsburger Allgemeine

 

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Handvoll oder Bauchvoll - die Portionsfrage

Verfasst am 29. Januar 2009 in TV, In den Medien, Allgemein von Redaktion

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist seit Wochen und Monaten ein Streitpunkt. Einmal geht es um die Nährwerte ein anderes Mal um die Portionen. Gerade bei den Portionen herrscht große Uneinigkeit, der Domnostein-Hersteller definiert zwei Stück als eine Portion, der Erdnuss-Flips-Macher 25 Gramm. Einigkeit besteht nur bei den Verbrauchern - die sind sich nämlich einig, dass die Portionsangaben der Hersteller bar jeder Realität sind und durch die zurechtgeschrumpften Werte eher für Verschleierung denn für Aufklärung sorgen.

Der hessische Rundfunk hat sich in seiner Sendung “m€x” mit dem Thema auseinandergesetzt und verscht von den Hersteller Auflärung zu erhalten. Den Kurzinhalt der Sendung gibt es auf der Website von m€x.

 

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