Erlesene Ernährung aus dem Brockhaus
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Seit wir uns hier auf Purzelpfund.de intensiver mit dem Thema “Ernährung” auseinandersetzen sind wir schon mehrmals in die Situation gekommen, dass wir uns gesagt haben “Hmm, ein Lexikon zu diesem Thema wäre jetzt wirklich eine feine Sache.” Nichts gegen Wikipedia - alles zu seiner Zeit - aber ein Teil von uns ist halt doch noch dem gedruckten Buche verhaftet geblieben, schon alleine aufgrund der Tatsache, das shier nicht jeder x-Beliebige dran herum editieren kann.
Gut, wir wollten also ein Nachschlagewerk und haben uns im Netz auf die Suche begeben. Bei Amazon.de haben wir “Lexikon” und “Ernährung” als Suchbegriffe eingegeben. Die Suchmaschine spuckte allerhand Treffer aus, zwei Bücher blieben in der engeren Wahl: Ein Lexikon von Doktor Oetker und der Brockhaus “Ernährung”. Den Ausschlag gaben schließlich zwei Punkte.
1) Will ich ein Nachschlagewerk zum Thema Ernährung, das von einem der Big Player im deutschen Ernährungsmarkt stammt oder lieber eines, das von einer unabhängigen Lexikonredaktion recherchiert wurde?
und
2) Ich wollte immer schon mal einen echten Brockhaus haben
.
Wir haben uns also den Brockhaus nach Hause schicken lassen. Das erstemal kam ich ins Staunen, als ich das schwere Paket zum ersten Mal in Händen hielt. Tja, geballtes Wissen gibt es nicht in 100-Gramm-Dosen. Das was da aus dem Paket rutschte war schon ein mächtiger Wälzer sit seinem in braun und orange gehaltenen Einband. Schon dieses “Buchgefühl” war fantastisch, wenn jetzt noch der Inhalt passte….
Achja, der Inhalt. Auf 702 Seiten wird alles behandelt, was zwischen “Aale” und “Zytostatika” im weitesten Sinne mit Ernährung zu tun hat. 3500 Stichwörter, verrät der Klappentext, sind im Inneren des Buches aufgeführt. Ich habe mir, und das sage ich ganz ehrlich, nicht die Mühe gemacht das auch nachzuzählen, aber es sind wirklich verdammt viele Stichworte aus nicht ganz sovielen Themenbereichen. Eine willkürlich aufgeschlagene Seite - in diesem Falle die Seite 452 - bietet uns beispielsweise Artikel zu den Themen Methanol - Methionin - Mett - Miesmuscheln - Migräne - Mikroalgen - Mikroben - Mikronährstoffe - Mikroorganismen und Mikrowellenherd an.
Was man sich an Themen rund um Ernährung vorstellen kann - sei es nun medizinisch, kulinarisch, technisch oder wissenschaftlich-, der Ernährungsbrockhaus kennt zumindest alle die, mit denen ich ihn und seine Autoren auf die Probe stellen wollte. Aber zu meinem Bedauern (oder doch meiner Freude) hat dieses Rennen eindeutig der Brockhaus gewonnen
Wo es sich anbietet, findet der Leser im Ernährungsbrockhaus nicht nur die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Themen. Im Anschluss an den Artikel sind oftmals auch Lesetipps mit Angaben zu weiterführender Literatur angegeben. Im Falle der “Migräne” gibt es auf der betreffenden Seite neben dem Artikel und den Lesetipps auch noch einen zusätzlichen Kasten mit “Tipps bei Migräne”. Der Leser wird also nicht nur mit theoretischer Information gefüttert, sondern es werden ihm auch zu vielen Themen leicht verständliche, praktische Hinweise.
Gut und sinnvoll ausgewählte Bilder und Grafiken lockern die Informationsflut angenehm auf und sind zusätzliches Anschauungsmaterial. Und dann sind da noch die “großen” Themen, also die Stichworte die mit einem “normalen” Lexikonartikel einfach nicht ausreichend erklärt wären. So gibt es etwa einen vierseitigen Text rund um das Lebensmittelrecht, das Thema Krebsvorsorge oder auch das Stichwort Fleischverbrauch. Allesamt sehr angenehm zu lesen, mit viel Wissen gespickt. 21 solcher Sonderartikel hat die Brockhaus-Redaktion in das Buch gepackt.
Das Schriftbild und die Gestaltung des Buches verdienen ebenfalls Lob. Übersichtlich und klar sturkturiert ohne langweilig oder nüchtern zu wirken sind die Seiten des Brockhauses - nicht zuletzt auch aufgrund der (meist, siehe Magengeschwür!) schönen Aufnahmen. Ich selbst habe mich seit Ankunft des Lexikons schon öfter dabei ertappt, dass ich nach dem Nachschlagen einfach am nächsten Artikel weitergelesen habe, einfach weil die Thematik “Ernährung” so spannend ist.
Entstanden ist das Buch in einer Kooperation des Brockhaus-Verlags mit Experten der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter deren fachlicher Leitung die Artikel recherchiert und schließlich veröffentlicht wurden.
Uns persönlich als Purzelpfund.de-Redaktion gefällt der Brockhaus Ernährung trotz eines Preises von rund 50 Euro sehr gut, eine Anschaffung, die sich aus unserer persönlichen Sicht voll gelohnt hat. Neben dem Duden steht bei Purzelpfund.de neuerdings auch der Brockhaus “Ernährung” ganz vorne im Regal.
Bildnachweis: brockhaus.de
Produktwebsite von “Brockhaus”
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Das Buch “Gewicht im Griff” ist indes kein Neuwerk. Schon 2004 erschien eine Auflage unter dem Titel “Gewicht im Griff” und nahezu identischer Covergestaltung - allerdings herausgegeben von der Stiftung Warentest. Das Autorenteam blieb auch unter der Regie der Verbaucherzentrale dasselbe. Auffällig ist allerdings, dass die ältere Ausgabe bei Amazon immer noch 14,90 Euro kostet, während das neue Werk für lediglich 12,90 Euro zu haben ist.
Wobei “bekannt” im Hinblick auf die Aroniabeere eher das falsche Wort ist, denn die Apfelbeere ist in Deutschland bisher eher ein Geheimtipp und fristet derzeit (noch) ein eher stiefmütterliches Dasein. Sowohl die Existenz der Beere an sich,wie auch ihre die Gesundheit fördernden Inhaltsstoffe sind noch weitestgehend unbekannt, auch wenn sich schon einige Unternehmer der Aronia angenommen haben und die fruchtige Hausapotheke gekonnt vermarkten. Doch mit der geringen Bekanntheit könnte bald Schluss sein: Sigrid Grün und Jan Neidhardt haben mit Ihrem Büchlein “Aronia - Unentdeckte Heilpflanze” den ersten Schritt gemacht, um der kleinen, blau-violetten Beere zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Auf 72 Seiten gehen die Germanistin und Tochter einer Heilpraktikerin und eines Obstbauspezialisten und der Biologe und Ethnobotaniker der Herkunft und dem Wesen der Aronia auf den Grund.
Leser, die schon heute Zugang zu frischen Aroniabeeren haben, finden gegen Ende des Buches einige Rezepte,mit deren Hilfe er die eigene Ernte in leckeres Kompott, Konfitüre, Eis, Likör oder Wein verwandeln kann. Sämtliche Rezepte, betonen die Autoren, wurden vor der Veröffentlichung gründlichen Geschmackstest unterzogen.
Nun geistert ein neuer Burger-Diäter durch die Medien. Maik Metze ist Call Center-Angestellter und liebt das Essen von McDonalds über alles. Über die Zeit hat sich Maik eine kleine Plauze angefressen, der er mittels insgesamt 15 Diäten (u.a. Kohlsuppen-Diät) erfolglos (bei Kohlsuppe kein Wunder!) beizukommen versucht. Immer wieder zieht es ihn zu McDonalds, und plötzlich ist sie da, die Idee. Essen bei McDonalds und dabei abnehmen, das wäre es doch. Gesagt, getan. Maik Metze isst täglich bei McDonalds, sechs Monate lang, nimmt 35 Kilo ab - und schreibt ein Buch darüber. “Die Burger-Diät” ist am 12. November im zsr Verlag erschienen.
Der Name Allen Carr dürfte allen, die mit offenen Augen durch Gesundheitsabteilungen der Buchhandlungen gehen, ein Begriff sein. Schlagzeilen machte der Engländer 1992 mit seinem Buch “Easy Way to stop smoking” (Deutscher Titel: Endlich Nichtraucher!) die Methode veröffentlichte, mit der er selbst (angeblich) schon im Jahr 1983 das Rauchen aufgegeben hatte. Dabei sollten die Leser durch eine Art positiver Gehirnwäsche, so Carr selbst, zum Weglegen der Glimmstängel bewegt werden.
Allen Carr geht von der These aus, dass der Mensch von einem “Schöpfer” erschaffen wurde, und dass dieser “Schöpfer” auch eine “Bedienungsanleitung” für die richtige Ernährung seines Geschöpfes hinterlassen hat. Der Mensch müsse sich nur auf die Natur besinnen und die Gehirnwäsche, der wir alle durch Eltern und Werbung unterliegen, überwinden, um zu erkennen, dass es nur eine richtige Art der Ernährung für den Menschen gibt, nämlich das, was uns die Natur vorgibt. Der Gorilla dient hier als als Vorbild - Gorillas ernähren sich von Blättern und Früchten und strotzen trotz fleischloser Ernährung vor Kraft und Gesundheit. Folglich ist die vom Schöpfer für den Menschen empfohlene Ernährung vergleichbar mit der eines Gorillas.