Hula - Steppen - Joggen

Verfasst am 4. Juli 2008 in Erfahrungsberichte, Allgemein von Redaktion

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Fast zwei Monate ist es inzwischen her, dass die Wii Fit bei uns eingezogen ist. Und bis heute nutzen wir sie regelmäßig, Tina noch etwas regelmäßiger als ich. Mein “Lieblingsbereich” bei der Wii Fit sind die Aerobic-Spiele oder -übungen. Zum einen sind das die Übungen, die mich fordern und ins Schwqitzen bringen, zum anderen bieten diese Spiele “Langzeitvarianten”, bei denen man nicht alle zwei Minuten die nervige Moderation zum Übungsneustart durchklicken muss.

Im Vergleich zu den Muskelübungen, Yoga oder den Balancespielen sind die Aerobic Übungen etwas dürftig ausgefallen, denn mit Hula Hoop, Step Aerobic, Joggen und Step Boxen ist die Auswahl schon erschöpft. Nun gut, es gibt zu allen Spielen Zusatzvarianten, aber während bei den Balancespielen die “Profi”-Version innerhalb des Spiels wählbar ist, wurden bei den Aerobic-Übungen eigene Spiele draus gemacht um zumindest auf drei mal drei Menüpunkte zu kommen und so den Bildschirm zu füllen.

Hula Hoop:
Der Spieler steht auf dem Balanceboard und lässt die Hüften kreisen - je schneller, desto besser. für jede Umdrehung des Rings gibt es einen Punkt. Gelegentlich bekommt man einen zusätzlichen Ring zugeworfen, den man durch Neigen des Körpers einfangen muss. Gelingt dies, gibt es ab sofort einen Punkt pro Ring pro Umdrehung.

Auch wenn das Spiel in seiner “Anfänger-Variante” recht kurz ist, so kommt man ganz schön ins Schwitzen und außer Puste, wenn man es auf einen Highscore anlegt. Eine Ausdauervariante wie bei den anderen Aerobic-Übungen wäre schön gewesen.

Super Hula Hoop:

Das Grundprinzip ist dasselbe wie beim einfachen Hula Hoop. Allerdings wird dieses Mal auf Zeit und in vorgegebene Richtung gekreiselt. Erst geht es eineinhalb Minuten rechts herum, dann eineinhalb Minuten links herum. Und auch jetzt heißt es Ringe fangen und weiter wirbeln.

Wer wie ich seit dem Kindergarten keinen Hula Hoop-Reifen mehr in der Hand - geschweige denn um die Hüften - hatte, der wird erstaunt Muskelpartien entdecken, von deren Existenz er bis dato noch keine Ahnung hatte. Auch hier hoher Schwitzfaktor auf der Highscorejagd.

Step Aerobic:
Auf dem Bildschirm steht eine Reihe von Miis und klatscht rhythmisch in die Hände, während in der Bildmitte ein Bildlaufband mit den vorgegebenen Schrittkombinationen angezeigt wird. Rechts links rauf, links rechts runten, rechts links rauf … Je genauer man den Zeitpunkt des Schrittes trifft und man so im Rhythmus bleibt, desto höher die Punktausbeute. In dieser Version der Übung sind drei Schrittkombis möglich rückwärts runter vorwärts rauf / rechts hinunter links hinauf / und links hinunter rechts hinauf (immer vom Board aus gesehen). 90 Sekunden dauert der Spass, der am Anfang rechte Knoten in den unteren Extremitäten verursachen kann.

Power Step:
Das Spiel ist dieselbe wie bei normalen Steppen nur kommen drei Schrittkombis dazu, nämlich ein Luftkick, und je ein Rechts- / Links-Seitwärtsschritt. Und natürlich ist das Tempo deutlich höher, ja wird zum Ende zu sogar nochmal deutlich angezogen. Dieses Spiel gehört inzwischen zu meinem Standardrepertoire.

Dauer-Step:
Für die Ausdauer-Freunde hat Nintendo eine Langzeit-Version eingepackt. Hier wählt der Spieler zu Beginn die Dauer des Trainingsprogramms und die Taktgeschwindigkeit aus. Der Takt wird dann über die Tonausgabe der Wiimote ausgegeben, so dass der Langzeitsportler parallel seine Lieblingssoap oder die Nachrichten im TV ansehen kann.

Joggen
Man kann darüber streiten, ob Joggen vor dem Fernseher wirklich der Weisheit letzter Schluss ist. In unserer Wohnlage mit nur einer winzigen Grünanlage in unmittelbarer Reichweite ist es zumindest eine zusätzliche Option - insbesondere wenn besagte Grünanlage nach Einbruch der Dämmerung von allerhand…. Gesindel bevölkert wird.

Dann also Joggen mit der Wii und das geht so. Balanceboard beiseite räumen, Wiimote in die Hosentasche und los geht es. Beim auf der Stelle joggen wirkt die Wiimote quasi als Schrittzähler und Taktmesser und gibt diese Informationen an die Wii weiter. Im Grundmodus läuft der Spieler hinter seinem Trainer über eine idyllische Insellandschaft. Auch beim Joggen gibt es mehrere Modi, die hier aber gesammelt beschrieben werden sollen.

Im normalen Modus geht es mit dem Trainer über verschieden lange Strecken von Start bis Ziel. Beim Partner-Joggen kann ein zweiter Spieler mitjoggen, es werden allerdings nur die Leistungsparameter des ersten Spielers gespeichert.

Das “Freie Joggen” ist die Dauervariante, bei der man 30 oder 60 Minuten Joggen kann - auch hier bietet die Wii dem fleißigen Sportler an, doch nebenbei auf das Fernsehprogramm zu wechseln.

Rhythmus-Boxen
Dieses Spiel ist eine kleine Herausforderung für Ausdauer und Koordination gleichermaßen. Reduzierte Step-Aerobic mit Punchingball-Training, hierauf lässt es sich im wesentlichen reduzieren. Ein Mii-Trainer gibt eine Schritt-/Schlagsequenz vor, die der Spieler nachzumachen hat. In der “Einsteiger”-Variante ein ganz nettes Spiel, der Profi-Modus, in dem man zusätzlich auch noch Schlägen des Sandsacks ausweichen muss, überfordert mich regelmäßig ;-) .

Im Gegensatz zu den Balancespielen, bei denen es ja schon die eine oder andere “Lieblosigkeit” zu beklagen gab, sind die Aerobic-Spiele recht gut gemacht und erfüllen Ihren Zweck, den Spieler ins Schwitzen zu bringen. Zu Kritisieren ist hier dafür, dass die reale Spielanzahl von vier künstlich auf neun aufgebläht wurde. Ich bin sicher man hätte noch das eine oder andere Spiel erfinden können, das hier auch hineingepasst hätte. So sieht das etwas nach schelcht verschleierter Faulheit aus - ähnlich wie ein Schüler, der gegen Ende seines “Drei-Seiten-Aufsatzes” immer gröÖÖÖSSER schreibt, umd das Seiten-Soll noch zu erfüllen.

Mein persönlicher Wii-Fit Workout besteht meist aus ein paar Balancespielen zum Auftakt um dann mit mehreren Durchgängen im Power-Step auf Touren zu kommen. Dann wird eine Runde gejoggt und zum Abschluss und Auskühlen gibt es dann noch etwas Rhythmus-Boxen.

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Vorlaute Wii Fit

Verfasst am 21. Juni 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Es ist nun rund eineinhalb Monate her, seit das Wii Fit - Balanceboard bei uns eingezogen ist. Weil die letzten zwei Wochen einfach ein bissl viel bei uns los war, habe ich das Board ein wenig vernachlässigt, aber gestern habe ich mir weider eine Stunde gegönnt, und als ich nach einer Netto-Stunde zum Duschen gegangen bin, war ich mir sicher, einThema für einen Wii Fit-Beitrag gefunden zu haben.

Wenn man das Balanceboard zum ersten Mal aktiviert, dann ist man noch ganz amüsiert, dass dieses Board als Animation in der Benutzerführung auftaucht und quasi das Programm “moderiert” und einen einweist. Da das Programm der Wii Fit allerdings, na sagen wir mal “narrensicher” programmiert ist, erübrigen sich die cleveren Hinweise spätestens beim zweiten Mal.

Nun ist es aber scheinbar so, dass das Balanceboard rein genetisch offensichtlich ein Vielsprecher ist und noch dazu gerne zum Scherzen aufgelegt ist - von seinem missionarischen Eifer und seinem Kontrollzwang einmal abgesehen.

Der Rededrang des Balanceboards ist wirklich anstrengend, insbesondere da das Board keinen uneendlichen Sprachschatz besitzt. Selbst wenn man einfach nur mal kurz eines von den kurzweiligen Balancespielen spielen will, muss man sich erst einmal durch einen Redeschwall des Boards klicken, dass einen - insbesondere wenn mehrere Spieler auf der Wii registriert sind -mit allerlei Belanglosigkeiten belästigt, bevor man überhaupt erst beim Spiel angekommen ist.

“Hast Du etwas von Tom gehört? Tom hat schon länger nicht mehr trainiert.” In diesem oder einem ähnlichen Wortlaut verpetzte mich das vorlaute Ding erst vor kurzem bei meiner Frau. Im Mittelalter hätte man dem vorlauten Kasten die nicht vorhandenen Zunge ohne viel Federlesens herausgeschnitten.

Aber vielleicht ist das jetzt alles viel zu vage beschrieben? Begeben wir uns mal eben ins Wohnzimmer. Augenblick ich schalte die Wii ein, jetzt das Balanceboard. Soo, mit der Fernbedienung starte ich Wii Fit, wähle mein Mii aus. und da ist sie schon, die Begrüßung deren Abarbeitung am “Weiter”-Button schon locker die ersten 1000 Kalorien verbrennt.

“Hallo Guten Abend, stehen die Sternchen schon am Himmel” schwafelt die Wii auf mich ein. Sternchen? Keine Ahnung - Gehupt wird draußen wie blöd. Die Türkei ist im Halbfinale. Weiter…

“Meine Güte, Du warst aber lange nicht mehr hier. Aber keine Angst, natürlich kenne ich Dich noch….. Elke! Hihihi, das war nur Spass….” Tätäääää, ein Schenkelklopfer made in Japan. was kann mehr zum Trainieren motivieren. Weiter…

Eine Standardfrage ist unter anderem die oben zitierte - mit wechselnden Hauptpersonen. Jeder, der irgendwann mal auf dem Board stand und nicht zum täglichen Training bei uns in der Wohnung aufschlägt, wird von der Spürnase der Wii Fit gnadenlos verfolgt. Wo ist….??? Weiter…

“Du hast schon länger nicht mehr trainiert, versuche jeden Tag mindestens 30 Minuten zu trainieren” redet mir das animierte Board mit piepsiger Stimme ins Gewissen. “WÜRDE ich ja gerne, wenn Du mich ließest”, grummle ich, zücke die Fernbedienung und drücke Weiter…

“Willst Du Dir einen meiner Fitnesstipps anhören?”, fragt mich das Beraterboard. Nein, ich will nicht, und das sage ich ihr auch jedes Mal, aber sie gibt die Hoffnung einfach nicht auf und mault nach “Irgendwann solltest Du dir einmal Zeit für meine Tipps nehmen.” Ach ja, sollte ich? Weiter…

Die erste Schweißperle steht auf der Stirn, als ich glücklich das erste Auswahlmenü erreiche. Die Entscheidung steht an - Körpertest oder gleich trainieren. Da es sich bei dem Test überwiegend um Balancetests handelt, ist es nicht die dümmste Entscheidung, den TEst zu BEginn einer Trainigssession zu machen, wenn die Muskeln noch nicht müde sind. Also “Körpertest”.

“Hallo, willkommen zum Körpertest. Vor zwei Wochen hast Du eimal gesagt, du hättest nicht abgenommen, weil Du zuviel gegessen hättest. Ich hoffe, das ist nicht mehr vorgekommen.” Wie bitte, was geht das Dich an? Würde ich nicht schon draufstehen, dann würde ich das Board jetzt treten.

Dann die Waage, der BMI-Pfeil schießt nach oben - zwar um Welten besser als damals, als wir die Abnehm-Tour begonnen haben, aber immer noch unterirdisch. “Oh oh, du bist viel zu schwer”, brabbelt die Wii, als ob ich das nicht selber wüsste. “Du solltest versuchen, Dich gesund und ausgewogen zu Ernähren!” “Schlaumeier”, fluche ich inzwischen laut vor mich hin - “was tun wir denn seit über einem Jahr.” W E I T E R . . .

Weil ich mich so aufrege, geht der “Stillstehtest natürlich total in die Binsen. “Der Stillstehtest war wohl nicht so Dein Fall”, frotzelt das Board. “Du solltest diese und jeden Muskelgruppen trainieren. “Dann lass mich das doch wenigstens endlich tun…” Weiter…

Lassen wir es bei diesem kurzen exemplarischen Exkurs bewenden. Die Wii Fit ist als Gerät wirklich ein tolles Ding - aber mit dem quasselnden Board, da haben es die Entwickler eindeutig übertrieben. Ganz abgesehen davon, dass man irgendwann wirklich alle Ernährungsratschläge und Witzlein kennt, nein, der Schmarrn kostet auch noch Zeit. Wenn man eine Stunde netto trainieren will, muss man eineinhalb Stunden einplanen, nicht zuletzt wegen der langen Moderationen. Klar kostet auch das Klicken und Auswählen der Übungen Zeit, aber auf das kann man eben nicht verzichten. Auf das Gebabbel des Boards kann man verzichten.

Nein halt - man kann nicht darauf verzichten. Zumindest gibt es keine Option im Wii Fit Menü, die es dem Nutzer erlaubt, das ganze Boardgeschwafel abzukürzen oder ganz wegzulassen. Ein ehrenwertes Projekt für die Entwickler und die nächste Wii Fit-Generation

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Abnehmen mit dicker Lippe?

Verfasst am 8. Juni 2008 in Erfahrungsberichte, Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

Wer als beleibte Person durchs Leben wandelt, der ist sich meist bewusst, dass er zumindest einem Teil seiner Umwelt dazu dient, die spitze Zunge zu wetzen, frei nach dem Motto “Guck mal - für den ist es in T-Shirt, für uns ein Fünf-Mann-Zelt!” Lästereien sind an der Tagesordnung, und solange sie dem Betroffenen nicht zu Gehör kommen, agieren viele nach dem Motto “Was kratzt es eine deutsche Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt?”

Manch einer nimmt diese Schüsse aus der Umwelt nicht wahr, andere wollen sie nicht wahrnehmen. Mit einem “Sooo dick bin ich auch wieder nicht und außerdem ist Lästern sooo mies” lässt sich schnell eine Autosuggestion der moralischen Überlegenheit aufbauen. Bei vielen hält diese Fassade bestens Tag für Tag mindestens so gut wie Drei-Wetter Taft.

Hat man dann einmal angefangen, den Speck auf den Rippen los zu werden, bietet man den “Bösen” im wahrsten Sinne des Wortes weniger Trefferfläche und sobald man in einem Bereich angekommen ist, für den es noch Kleider außerhalb der Zeltfabrik oder der XXL-Abteilungen gibt, hört das Phänomen ganz auf.

Nun bin ich selber nicht gerade schüchtern und auch mein Mundwerk gehört sicher nicht zu meinen langsamsten Organen. Das war schon immer so - Erbteil beider Elternteile! Und so habe ich auch zu Zeiten meiner 160 Kilo gerne mal einen flotten Spruch zum Thema Rettungsringe abgelassen. “Wenn einer das darf, dann ich - ich weiß schließlich wovon ich rede”, habe ich diese vorlauten Kommentare meist bei mir entschuldigt. Und außerdem waren “die anderen” eh immer viel runder als ich.

Umso entsetzter bin ich, dass ich mich inzwsischen selbst wieder immer öfter bei lästerlichen Gedanken ertappe, über die die jeweilige Zielpersonen sicher nicht allzu erfreut wäre. Nun gut, inzwischen sind die meisten von denen wirklich runder als ich, aber ich bin nicht unbedingt sparsamer in Sachen blöde Sprüche geworden. Zwar nie in aller Öffentlichkeit, aber doch unter vier Augen. Doch eines hat sich bei mir zumindest geändert: Waren “die Dicken” für mich in der Tat überspitzt ausgedrückt die “Freak-Show”, ohne zu realisieren, dass ich der Lead-Tänzer der Freak-Show hätte sein können, sind sie heute eher das Ziel meines Verständnisses, teilweise auch Mtleids. Die flapsigen Kommentare sind aber dennoch geblieben, nur meine Perspektive hat sich verschoben.

Seit wir selbst abnehmen und unsere Ernährung umgestellt haben, beobachten wir beide, Tina und ich, andere Menschen sehr genau beim Einkaufen und versuchen zum Teil auch aus der Figur aufs Einkaufsverhalten zu schließen. So wie heute beim Einkaufen in einem Augsburger Einkaufscenter als eine Dame um die 30 - Alter nicht Kilo; fürs Gewicht hätte man ohne Übertreiben zu wollen, das Alter gut und gerne vervierfachen können. Wir stehen zeitgleich mit der Dame vor dem Wurstregal und während wir Geflügelprodukte in den Wagen legen, zieht die Dame neben uns erstmal einen großen Schwung Salami aus der Kühltheke.

“Oh, Salami für die Dame”, denke ich mir und weiß ganz genau, wo ihre letzten drei Salamiringe hingekommen sind und bis heute liegen. Wenn mir heute so ein Kommentar entgleitet, dann schwingen da mehrere Aspekte mit. 1) ich weiß wovon ich rede ( ;-) hatten wir das nicht schon mal? ) - 2) die Überraschung und zum Teil das Entsetzen, wenn ich Leute so einkaufen sehe, wie ich es früher auch getan habe: Fett und Zucker, mehr braucht es nicht zum Glücklichsein - 3) die Versuchung ist inzwischen immer da, einfach hinzugehen und zu sagen “He, leg das wieder zurück, das ist nicht gut für Dich”.

Zum Glück kommt diese Versuchung gegen meine Vernunft nicht an, denn meine Zähne sind mir lieb und teuer.

 

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Immer schön ausbalancieren

Verfasst am 27. Mai 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Allgemein von Redaktion

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Wii fit wir inzwischen sind? Nun ja, Tina ist fleißig am Trainieren, aber Tom hat die letzten Tage eher die Renovierung seines Büros betrieben als auf der Wii zu trainieren. (Drum ist auch der Blog ein wenig ins Hintertreffen geraten.) Man könnte sagen die Work-Life-Balance war ein wenig in Richtung “Work” verschoben. Doch mit dem Stichwort Balance wären wir schon beim Thema.

Wii Fit bietet Übungen aus vier Bereichen an, einer davon nennt sich “Balancespiele. Wir wollen Euch heute die Balancespiele, die zum Teil erst im Laufe fortgesetzten Trainings freigeschaltet werden vorstellen und eine kurze Bewertung abgeben:

Kopfball:: So kurz vor der EM steht im Trainingslager der deutschen Nationalelf sicher auch Kopfballtraining auf dem Programm. Nun vielleicht absolvieren die Jungs ja auch die eine oder andere Runde auf dem Balanceboard. Denn hier gilt es die dem eigenen Mii entgegengetretenen Bälle beiseite zu köpfen und anderen Gegenständen (z.B. Fußballschuhen) elegant auszuweichen.

Anfänger und Fortgeschrittene sind die zwei Niveauoptionen bei “Kopfball”.

Witzige Idee, eventuell noch etwas ausbaufähig - Note 2-

Ski-Slalom:: Das Pummel-Mii steckt in einem windschnittigen Skianzug und stürzt sich todesmutig den Abhang hinunter. Gewichtsverlagerungen auf dem Balanceboard sollen das Mii nun zwischen den Torstangen hindurchmanövrieren. Nach einer fehlerfreien Fahrt ins Ziel zu kommen, ist schwerer als man denkt.

Den Slalom gibt es in zwei Schwierigkeitsgraden, die Fortgeschrittenenstrecke ist länger und etwas anspruchsvoller.

Nicht ganz leicht und recht kurzweilig - Note 2.

skisprung.jpgSki-Sprung:: Die Adler, sie fliegen auch auf der Wii. Während des Anlaufs gilt es möglichst ausbalanciert die Spur hinunter zu sausen. Zum Absprung muss man recht zackig, allerdings ohne zu springen, aus der Hocke aufstehen und dann wieder die Balance halten, bis das Skisprung-Mii sicher gelandet ist.

Mehrere Schwierigkeitsgrade gibt es hier nicht, obschon es sich sicher angeboten hätte - etwa ein Level mit Seitenwind o.ä..

Lustige Adaption der beliebten Wintersportart - Note 2.

Seiltanz:: Auf einem zwischen zwei Hochhäusern gespannten Seil spielt sich dieses Spiel ab. Der Inhalt ist schnell erklärt: Es gilt möglichst schnell über das Seil zu balancieren! Unfairerweise wartet auf halber Strecke ein bissiges Monster, das es zu überspringen gilt.

Seiltanz ist in drei Schierigkeiten spielbar. Für Fortgeschrittene wartet das Spiel mit Seitenwind und zwei zusätzlichen Monstern auf.

Beim ersten und zweiten Mal ganz nett… - Note 3-

bal1.jpgKugelballett:: Hinter dem Kugelballett verbirgt sich eine Mischung aus Billiard und Minigolf - nur ohne Schläger. Während eine Uhr gnadenlos rückwärts tickt, werden die Kugeln mittels Gewichtsverlagerung des Spielers in die Löcher gesteuert.

Rollt eine Kugel über den Rand hinaus, heißt es neu anfangen. Werden alle eingelocht, gibt es einen Bonus aufs Zeitkonto und es geht im nächsten Level weiter.

Acht Level gibt es pro Schwierigkeitsstufe, im Fortgeschrittenenmodus gibt es am Rand keine schützende Schwelle mehr, die die Kugeln vom Absturz bewahren könnte.

Sehr unterhaltsames Balancespiel, mehr Level wären jedoch schön gewesen- Note 1-

Flußkugel:: Eine an sich witzige Idee, geht hier im wahrsten Sinne des Wortes baden. Das Mii muss möglichst schnell in einer Seifenblase durch einen Canyon gesteuert werden ohne die Blase an den Felswänden oder den Stacheln mißgünstiger Bienen zu beschädigen.

Es gibt einen zweiten Schwierigkeitsgrad, dieser besteht jedoch aus exakt derselben Strecke, lediglich die Zahl der Bienchen ist erhöht. Das Spiel verliert schnell seinen Reiz

Eine tolle Chance vertan - Note 4

Pinguin-Picknick:: Wer noch keine Idee für das nächste Faschingskostüm hat, dem sei dieses Spiel ans Herz gelegt. Wenn der Mii im Pinguinkostüm auftaucht, ist der erste Lacher garantiert. Als Pinguin gilt es sodann auf einer Eisscholle übermütige Fische zu jagen, indem man die Eisscholle nach rechts oder links neigt. Verschieden große Fische bringen unterschiedliche Punktzahlen.

Kein zweiter Level - schade.

Lustig animiertes Spielchen - Note 2-

Snowboard-Slalom:: Man drehe das Board um 90 Grad - voila - fertig ist das Snowboard. Für mich persönlich ist der Snowboard-Slalom der Experten-Level des Ski-Slaloms, denn mit dem Snowboard komme ich nicht klar. Schuss fahren, das kann ich, aber zwischen den Stangen durch, abwechselnd rechts und links - Pustekuchen.

Das dritte Wintersportspiel, anspruchsvoll, aber im Prinzip nichts Neues - Note 3

Zen-Meditation:: Das verstehe nun wer will. Beamtenmikado (”Wer sich rührt, fliegt raus!”) ala Wii. Das Mii sitzt vor einer Kerze, die bei der geringsten Erschütterung ausgeht. Also darf man sich nicht bewegen. Sowas kommt raus, wenn der Programmierer zu faul oder zu einfallslos ist.

Gott sei Dank kein zweiter Schwierigkeitsgrad - Note 6.

Einige der Balancespiele sind wirklich nett gemacht und hübsch animiert. Bei anderen aht man das Gefühl, hier musste es schnell gehen, so dass der letzte Pfiff oder eine Variation im Fortgeschrittenenmodus fehlt. Und was die Zen-Meditation betifft, habe ich mich ja schon eindeutig genug geäußert.

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Wiir trainieren uns jetzt Wii fit

Verfasst am 8. Mai 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Allgemein von Redaktion

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Seit Weihnachten steht bei den Purzelpfundlern eine Wii von Nintendo im Wohnzimmer und bis vor wenigen Tagen hat uns das zur Ausgangsausstattung gehörende “Wii Sports” als Spiel ausgereicht. Tennis, Baseball, Bowling, Boxen und Golf haben uns voll ausgefüllt, für Spielspass mit Freunden und auch sonst allerhand Kurzweil gesorgt.

wii_box.jpgDiese Woche nun hatten 50 Prozent der Purzelpfund.de-Redaktion Geburtstag und gleich zwei Gratulanten erinnerten sich der Wii und schenkten Wii-Spiele: “Big Brain Academy” und die “RTL Winter Games”. Beides sind tolle Spiele, aber eigentlich haben wir beide auf etwas ganz anderes hingefiebert. Schon seit ein paar Wochen haben wir uns vorgenommen, zu testen, ob das neue “Wii Fit” uns wirklich fit machen wird. Wir haben uns also eine Wii Fit besorgt, mit dem festen Vorsatz auch das Gerät einem gründlichen Fitness-Test zu unterziehen.

Heute also kam das (die, der ???) “Wii Fit” bei uns an. Ich habe zunächst einmal das Balanceboard ausgepackt, die beiliegenden Batterien eingebaut und dann das Board mit der Wii synchronisiert. Hätte ich mir das Board zu diesem Zeitpunkt genau angeschaut, dann wären mir später fatale Verrenkungen erspart geblieben. - ich hätte dann nämlich bemerkt, dass ich es vor lauter Enthusiasmus verkehrt herum aufgestellt hatte.

Wie auch mit anderem Wii-Zubehör funktioniert der Anschluss des Balancebretts ganz ohne Probleme. Aufstellen, Synchronisationsknopf an Board und Wii drücken - fertig. Dann noch die CD einlegen und es kann loslegen. Was ich allerdings nicht erwartet hatte, war die Art der Begrüßung, die das Spiel für einen bereithält - oder sind animierte und sprechende Balanceboards das Normalste auf der Welt, ohne dass ich es gemerkt hätte?

Und neugierig ist das Ding auch noch - jetzt will es auch noch mein Alter und meine Größe wissen und weiß nichts besseres damit anzufangen, als mir meinen BMI auszurechnen. *Hmpf* Als ob ich nicht selber wüsste, dass nur Satelliten höher fliegen. Vielen Dank! Aber immerhin bin ich zum “Wii Fit-Basis Test” zugelassen worden. Jetzt werde ich es dem Board aber mal zeigen, wii fit ich bin (Sorry, DAS Wortspiel musste sein!).

Aber hee, ist das der ganze Basis Test? Ich muss ruhig und ausbalanciert stehenbleiben.wiifit.jpg Ein kleiner roter Punkt zuckt auf dem Bildschirm hin und her, scheinbar stehe ich nicht völlig ausbalanciert. Na wird schon nicht so schlimm sein. Aus dem Testergebnis, meinem Alter und meinem BMI errechnet mir die Konsole jetzt noch mein “Wii-Fit-Alter”….

Halt Moooment, das kann nicht Dein Ernst sein, dummer Elektronikkasten. Ich bin topfit. Ich kann… offensichtlich grade mal so sicher stehen wie ein 41-Jähriger.

:oO: SHOCKING….

Zum Glück weiß die Wii Rat, wie ich meine desolate Situation schnellstens verbessern kann - durch hartes Training. Am besten, ich setze mir ein Ziel, schlägt das quasselnde Animierboard vor. “Also gut”, denke ich und gebe ein “Zwei Kilo in zwei Wochen”. “Ist das nicht ein wenig optimistisch”, fragt mich die Konsole besorgt zurück. “Schnauze!” denke ich und drücke mich ins Traingsmenü.

Vier Trainigsmodule stehen mir zur Verfügung: Yoga, Muskelübungen, Aerobic und Balanceübungen. Für die ersten beiden Bereiche darf ich mir jetzt einen Wunschtrainer aussuchen. Männlein oder Weiblein. Ich entscheide mich für die virtuelle Dame in ihrem hellblauen Sportdress. Eine sportlich-schlanke Dame vor Augen deprimiert nicht gleich so wie ein durchtrainierter Geschlechtsgenosse, der einem die Übungen vorhampelt.

wii_steppen.jpg
Ich beginne… mit Step-Aerobic. Bisher habe ich in dieser Disziplin vor allem im Lästern eine gute Figur gemacht, wenn im TV irgendwelche Sydney Rome-Klone auf Trainigs-Steps marschierten. Heute bin ich selber fällig. Im Rhytmus bitte und immer den Anweisungen auf dem Schirm folgen. Zwei Minuten später habe ich den ersten Knoten in den Beinen und den ersten Schweißtropfen auf der Stirn. Die Trainerin motiviert, auch wenn mein Ergebnis wohl unterirdisch schlecht war.

Dann doch lieber Joggen. Dafür darf sich das Balance-Board ausruhen, die Wii-Fernbedienung landet in der Hosentasche. Ich jogge auf der Stelle, mein Mii trabt seinem Trainingspartner durch einen grünen Park hinterher. Rund drei Minuten dauert die Runde für Anfänger, wenn ich besser werde, werden auch längere Strecken freigeschaltet.

Überhaupt bietet das Training immer neue Überraschungen. Erzielt man gute Ergebnisse, werden die Übungen, in denen man sich verbessert hat “upgegraded”. Entweder wir die Ausdauer gefordert (mehr Wiederholungen) oder es wird eine neue Variante / Strecke freigegeben. Dazu kommt, dass man die mit der Wii-Fit tainierten Minuten in seinem “Schweinchen Fit” (kein Witz, das Ding heißt wirklich so!) sparen kann. Und diese gesparten Minuten kann man dann immer wieder in neue Übungen und Spiele eintauschen.

wii_trainer.jpgDie Bereiche Yoga und Muskelübungen sind als klassisches Training gestaltet. Der Trainer macht vor, der Spieler macht nach, mit steigender Intensität. Der Bereich Aerobic ist schon spielerischer gestaltet. Hier kommen auch die bekannten Miis, also die animierten Ebenbilder der Spieler ins Bild, wenn es Hula Hoop, Step-Aerobic oder Joggen heißt. Vor allem spielerischen Charakter haben die Balancespiele bei denen es darum geht, Fußbälle zu köpfen, Skislalom zu fahren, Ski zu springen, Seil zu tanzen oder eine Seifenblase durch einen engen Canyon zu steuern.

Vorsatz:
Da ich es wissen will ob und wie (stark) sich die Wii Fit auf meine / unsere Fitness auswirkt habe ich folgenden Vorsatz gefasst. Ich werde in der nächsten Zeit täglich mindestens 30 Minuten, wenn möglich eine Stunde auf der Wii Fit trainieren. Da beim Wechseln zwischen den Übungen und den Erklärungen neuer Übungen auch immer Zeit drauf geht, ist eine Netto-Zeit von 30 Minuten eher realistisch. Außerdem sind wir hier im Hause ja zu zweit ;)

Die Ergebnisse meiner Anstrengungen werde ich hier in Screenshots zwei bis dreimal pro Woche berichten. Außerdem werde ich neu freigeschaltetet Disziplinen vorstellen und bewerten.

Bildnachweis: Nintendo Europe, Purzelpfund.de

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Abnehmen in Eigenregie

Verfasst am 20. April 2008 in Erfahrungsberichte, Motivation, Allgemein von Brisy

Da die beiden Initiatoren von Purzelpfund.de sich an der Weight Watchers-Philosophier orientieren, zeigt sich in den Artikeln von Purzelpfund natürlich oft eine gewisse Lastigkeit hin zu WW-Perspektiven. Trotzdem ist der Redaktion natürlich bewusst, dass es für jeden eine eigene “richtige” Methode gibt, seine überschüssigen Pfunde loszuwerden und wir wollen Erfahrungsberichten von Leuten, die auf Ihre ganz private Weise abgenommen haben, gerne auch ein Forum bieten. Unsere heutige Gastautorin Brisy hat die wohl schnörkelloseste aber keinesfalls leichteste Variante gewählt: Sie hat einfach abgenommen unterstützt von einem festen Willen.

Hier ist ihr Bericht:

Für das Abnehmen habe ich meine eigene Strategie entwickelt, da ich Dinge wie Punkte oder Kalorien zählen zu umständlich finde. Dafür würde mir die nötige Disziplin fehlen. Eine Diät kam für mich nicht in Frage, da ich sehr schlecht auf Dinge verzichten kann, die ich gerne mag. Essen ist für mich niemals nur pure Nahrungsaufnahme, sondern immer auch Genuss. Ich höre dabei auf meinen Appetit, wenn ich auf Süßes Hunger habe esse ich Süßes, wenn ich Herzhaftes möchte gibt es eben Herzhaftes. diaet_size1.jpgEs kann auch passieren, dass ich abends plötzlich Appetit auf Zwiebeln habe, die landen dann schon mal auf dem Mettwurstbrot. (Aber keine Sorge, Dinge wie Sahnetorte mit saurem Hering gibt es natürlich nicht). Einseitige Diäten sind meiner Ansicht nach sowieso nicht zu empfehlen, da sie auf wichtige Nährstoffe verzichten. Der Körper braucht eben auch Fett und Kohlenhydrate. Und von Dingen wie Pulverchen oder Tabletten halte ich einfach nichts, ich denke, das Abnehmen muss mit der normalen Nahrung funktionieren. Es ist eine reine Willenssache. Man braucht ja auch keine Mittelchen um zuzunehmen. (Dies gilt natürlich nur, solange es sich nicht um krankheitsbedingte Zunahmen handelt.) Daher blieb mir gar nichts anderes übrig, als mir selbst etwas auszudenken, um schlanker zu werden.

Ich bin weiblich, 44 Jahre alt und wog damals 72 Kilo bei einer Größe von 160 Zentimetern. Über viele Jahre waren ca. 56 Kilo mein Standartgewicht, was ich in rund 2 Jahren auf eben diese 72 Kilo erhöht habe. Heute verstehe ich kaum noch, wie es dazu kommen konnte. Ich habe einfach maßlos gegessen, da musste schon manchmal eine Tafel Schokolade nach dem Abendbrot dran glauben. Beim Mittagessen ebenso, ich habe immer noch eine zweite oder dritte Portion genommen, bis ich so satt war, dass nichts mehr hineinpasste. So richtig unglücklich war ich mit meiner Figur eigentlich nicht, ich habe mir stets gesagt, andere sind noch viel dicker.

Ich denke, bei solchen Dingen wie dem Willen zum Abnehmen gibt es immer einen auslösenden Moment, den Klick sozusagen, der im Kopf einen Schalter umlegt. Bei mir war dies ein Foto aus dem Urlaub, das habe ich mir angesehen und mir wurde ganz anders. Ich dachte, “Das bin ICH doch nicht. So dick kann ich doch gar nicht sein.” Es war so ganz anders, als wenn ich in den Spiegel geschaut habe. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen, aber so war es. Auf dem Foto habe ich es erstmals bewusst wahr genommen und beschlossen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Ich habe dann angefangen, einfach weniger von allem zu essen. Beim Mittagessen eben keinen Nachschlag mehr, nur noch ein Stück Kuchen (nicht, dass ich jeden Tag Kuchen essen würde, eben wenn es welchen gab), abends nur noch eine Scheibe Brot. Jetzt werden einige sagen, da hätte ich auch gleich FdH machen können, aber das wäre wieder mit akribischer Zählerei verbunden gewesen und das ist einfach nicht mein Ding. obst_saft.jpgAuch Süßigkeiten habe ich mir nicht ganz verboten, ich habe nur noch einen Riegel Schokolade gegessen zum Beispiel, oder statt einer halben Tüte Chips nur noch eine Handvoll. Weiterhin habe ich mich daran gewöhnt Wasser zu trinken, was ich vorher nie getan habe. Dazu musste ich mich am Anfang zwingen, weil ich es nie mochte. Ich habe vorher nur Dinge wie Limonade und Säfte getrunken. Die Säfte trinke ich immer noch, da ich nicht viel Obst esse, aber den Limonadenkonsum habe ich eingeschränkt. Darauf ganz verzichten kann und will ich allerdings nicht.

Am Anfang des Abnehmens habe ich den Fettkonsum stark eingeschränkt, das würde ich heutzutage nicht mehr machen, aber damals wusste ich noch nicht, dass es auch funktioniert, wenn man die normale Menge Fett zu sich nimmt. Meinen geliebten Tee am Morgen habe ich statt mit Zucker und Sahne mit Süßstoff und Kondensmilch getrunken. Auch das mache ich heute nicht mehr, mit den beiden erstgenannten Zutaten schmeckt er einfach besser. Dadurch, dass ich insgesamt weniger gegessen habe, hat sich mein Magen langsam aber sicher an kleinere Mengen gewöhnt. Ich kann heute gar nicht mehr die gleichen Mengen essen wie früher, es passt schlichtweg nicht hinein. Im Restaurant bestelle ich mittlerweile nur noch Kinderportionen, die für mich völlig ausreichend sind um satt zu werden.

Ebenso wie ich auf meinen Appetit höre, höre ich auch auf mein Hungergefühl. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass ich nachts Schafskäse esse. Das passiert zwar selten, eigentlich bin ich ab ca. 19:30 satt, aber wenn es vorkommt, dann gebe ich dem Hungergefühl auch nach. Meiner Ansicht nach, und das wird von Ernährungsexperten teilweise auch vertreten, ist es völlig unerheblich, wann man seine Nahrung zu sich nimmt, entscheidend ist einzig und allein die Menge und Zusammensetzung des Essens. Das ganze Geheimnis des Ab- oder auch Zunehmens ist die Kalorienbilanz. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbrennt hat eine positive Bilanz und er nimmt zu. Wer weniger Kalorien zu sich nimmt als er verbrennt hat eine negative Kalorienbilanz und er nimmt ab.

Auf diese Weise habe ich in circa einem Jahr 23 Kilo abgenommen. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass eine Abnahme von rund 2 Kilo pro Monat von sehr vielen Ernährungsexperten empfohlen wird. Das kann ich nur bestätigen, ich hatte nie mit dem berühmten Jojoeffekt zu kämpfen. Auch für die Haut ist langsames Abnehmen viel besser, sie kann sich leichter dem sinkenden Gewicht anpassen.

salat.jpg

Mein Gewicht schwankt nun zwischen 49 und 51 Kilo und ich wiege mich nur sehr selten. Ich merke es an den Hosen, wenn ich zunehme, dann esse ich am nächsten Tag eben etwas weniger oder lasse das Abendbrot ausfallen und esse nur einen Joghurt oder ähnliches. Dann passt es wieder. Ich habe überhaupt keine Probleme mein Gewicht zu halten, wie gesagt, seit ungefähr 4 Jahren. Es ist schon ein unglaublich gutes Gefühl, wenn man wieder Kleidung in Größe 36 kaufen kann statt in Größe 44. Und auch das Selbstbewusstsein ist ein ganz anderes. Nicht mehr das Gefühl zu haben ein Moppelchen zu sein macht schon eine Menge aus. Es ist insgesamt ein viel besseres Lebensgefühl, und ich denke, dass die Aussicht darauf für Jeden, der mit den Pfunden zu kämpfen hat, Motivation genug sein, sollte um ihnen den Kampf anzusagen.

 

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Acrifry-Test: Noch etwas Geflügel gefällig? … oder Schwein? … oder Spinat?

Verfasst am 17. April 2008 in Erfahrungsberichte, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Unser Actrifry-Test steht kurz vor dem Abschlussbericht, doch zuvor sollen heute noch über zwei geflügelige Tests berichtet werden, die wir in den letzten Tagen durchgeführt haben. Geflügel als relativ fettarmes Fleisch steht bei uns ohnehin häufiger auf dem Speiseplan also war es für uns interessant zu erfahren, was die Actifry damit anstellt. Und ganz zum Schluss noch ein schweinisch leckerer Versuch…. ;-)

Putennuggets:
nuggets3.jpgRelativ zu Beginn unserer Testreihe hatten wir Chicken-Nuggets aus der Supermarkttiefkühltruhe getestet, die erstaunlich saftig wurden, aber durch den Rotor der Actifry einige Schürfwunden erlitten. Nun wollten wir herausfinden, ob das auch mit selbst gemachten und panierten Nuggets so passieren würde. Also schnell ein Putenfilet gewürfelt, in Mehl, Ei und Semmelbröseln gewendet und mit einem Esslöffel Öl in die Actifry.

15 bis 20 Minuten ließ die Actifry die Putenwürfel kreiseln und wenden, bevor wir den erste Testnugget entnahmen. Auch er hatte leichte Blessuren erlitten, bei weitem aber keine so großen Verluste erlitten wie seinerzeit die Nugget-Kollegen aus der Tiefkühlfabrik. Die Panade war knusprig das Fleisch durch und saftig, wenn auch nicht ganz so saftig wie die Nuggets beim ersten Versuch, doch das war eher auf unseren Schlendrian zurückzuführen als auf die Arbeit der Actifry. Serviert haben wir die Nuggets mit Gemüse aus dem Wok und Reis.

Chicken Wings / -drumsticks:
wings2.jpgKlassisches Fingerfood, auch auf Partys gerne gereicht sind Flügel und Beine vom Hühnchen, lecker mariniert und gegrillt. Problem: die fertig erhältlichen Wings und Drumsticks sind zusätzlich zur fetten Haut auch meist recht ölig eingelegt, so dass der an sich leichte Geflügel-Snack so schnell ad absurdum geführt wird.

Wir haben uns im Supermarkt je ein Päckchen frische und unmarinierte Hühnerflügel und -beine besorgt, diese zu Hause kurz abgewaschen, abgetupft und dann in die Actifry gelegt. 5 Minuten haben wir die Flügel “vorwärmen” lassen und in der Zwischenzeit eine Marinade aus Zucker, Salz, Paprika, Pfeffer und weißem Balsamico (oder jede andere variante nach persönlichem Geschmack) angerührt - ohne Öl wohlgemerkt! Diese Marinade haben wir dann über die kreiselnden Hühnerteile gegeben und das ganze weiter brutzeln lassen.

wings1.jpgObwohl da insgesamt rund ein Kilo Fleisch und Knochen am Rotieren war, hat der Dreharm der Actifry das problemlos bewältigt. Die Garzeit habe ich vor allem optisch, also nach dem Aussehen des Gargutes bestimmt, insgesamt waren es rund 50 Minuten.

Wie das Ergebnis ausgesehen hat, das können wir Euch zeigen, wie es geschmeckt hat leider nicht - wir können Euch nur vorschwärmen ;). Nein, Spass beiseite - die Wings und Beine waren wirklich lecker, nicht trocken und mit der marinade ein echter Traum.

Zubereitungen wie diese sind es, die in unseren Augen die Actifry interessant und attraktiv machen. Kurze Vorbereitungszeit, wenig Aufwand mit der Zubereitung und ein ansprechendes Ergebnis überzeugen. Und in diesem Falle macht die Actifry aus unserer Sicht auch keinen wesentlichen Zeitverlust im Vergleich zur Zubereitung auf dem Grill.

Schweinefilet mit Bärlauch
Vor ein paar Tagen hatten wir frischen Bärlauch zu Hause und cih war gerade dabei daraus eine leckere Sauce zu zaubern, als mir eine Idee kam. Ich habe den Bärlauch mit etwas Flüssigkeit zu einer Art Pesto püriert, ein Schweinefliet in Medaillons geschnitten und diese dann in die Actifry gelegt. Zwei Esslöffel von dem Bärlauchpesto drüber und los gings….. Was soll ich sagen, das Ergebnis hat mich selbst überrascht. Die Flüssigkeit aus dem Pesto verdampft und so legt sich eine dünne Schicht gehackter Bärlauch um die Medaillons. Lecker!

Spinat-Nuggets
Leider habe ich hier nicht dran gedacht ein Foto anzufertigen, es wäre sehenswert gewesen. Bei der Suche nach einer geeigneten Mahlzeit, bin ich heute im Gefrierschank auf ein Paket Spinat-Nuggets von ALDI gestoßen. Nuggets in die Actifry, einschalten und abwarten, hieß die Devise. Nunja, das Ergebnis war beeindruckend, wenn auch nicht im positiven Sinne. Dadurch, dass die Füllung der Nuggets, also der Spinat eher weich, ja sogar fast flüssig ist, boten die Nuggets dem Rotor keinen wirklichen Widerstand und so formte sich in meiner Abwesenheit ein unansehnlicher grün-brauner Klumpen, der vom Actifry-Rotor munter im Kreise gerollt wurde. Die Moral von der Geschicht’: Actifry und Spinat Nuggets mögen sich nicht!

Frühere Artikel aus der Purzelpfund.de-ActiFry-Testreihe:
ActiFry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
Toll eine Friteuse als Leihgabe
Saftige aber bröselige Nuggets
Noch mehr Kartoffeln
Eine Bolognese aus der Friteuse
Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki
Ein paar kurze Schmankerl

Links:
TEFAL
Initiative Gesund Geniessen
Prof Hademar Bankhofer über die Actifry
Die Tefal ActiFry bei Amazon

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Kohlsuppe bis zum Erbrechen

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Vor einigen Tagen gab es hier auf Purzelpfund einen Beitrag über die Bier-Diät, der mich an einen meiner früheren Abspeckversuche erinnerte - und von denen gab es durchaus einige. Brigitte-Diät, Trennkost, FDH, Herzdiät und all die vielen anderen Bauchweg-Super-Wunderkuren die man jede Woche in irgendeinem bunten Blättchen lesen kann. Wir, das heißt ich zusammen mit meiner Mutter haben sie allesamt ausprobiert und irgendwann wieder demoralisiert aufgegeben. An alle kann ich mich heute problemlos zurückerinnern, nur eine,die löst auch heute noch ein flaues Gefühl im Magen und zitternde Nasenflügel aus: die Kohlsuppendiät.

Damals war diese so genannte Kur noch ein Geheimtipp, das nur von eingeweihten Kohlsuppenesserinnen persönlich weitergereicht zu Eingeweihter weitergereicht wurde wie weiland das heilige Druidenwissen auch per mündlicher Überlieferung erhalten blieb. Das Rezept für die Wundersuppe hatten wir beide also von meiner Tante auf einem oft kopierten Handzettel bekommen, die Eintrittskarte in die Welt der Schlanken lag also quasi vor uns.

kohl.jpg

Voll motiviert starteten wir am nächsten Tag zum Einkaufen. Wer in unseren Wagen blickte, musste meinen, wir hätten ein ganzes Karnickelrudel zu versorgen, so türmten sich kiloweise Weißkraut, Tomaten, Karotten, Paprikaschoten, Zwiebeln und was das Rezept uns sonst noch alles auftrug im Wagen. Ich werde nie Papas traurigen, ja fast verzweifelten Blick vergessen, als er bei unserer Ankunft zu Hause zwischen all dem Grünzeug auch nicht das geringste Fitzelchen Leberkäse oder einen Zipfel einer Debreciner entdecken konnte.

Zuhause machten wir uns dann an das Schnippeln der Gemüseberge - und ich entdeckte das wahre Geheimnis hinter gemüseorientierter Ernährung. Durch das Putzen, waschen und schnippeln bekommt der Körper soviel Bewegung, dass er mehr verbrennt, als er durch das kalorienarme Gemüse zu sich nimmt. Man müsste also einen Big Mac nur lange genug und fein genug schnippeln, dann könnte man den auch mit einer negativen Kalorienbilanz futtern.

Gefühlte Stunden später war der größte Topf (Modell “Gulaschkanone”), den Mutters Küche zu bieten hatte vollgestopft mit Grünzeug. Soweit so gut, wenigstens hatten wir während des Gemüseschneidens schon mal keine Zeit zum Naschen gehabt - und sollte sich doch einmal etwas ins Kröpfchen statt ins Töpfchen verirrt haben, so war es im schlimmsten Fall ein Stückchen Karotte - also nicht weiter tragisch. Allen Anweisungen des Rezepts hatten wir peinlichst genau eingehalten, nun war es also Zeit, dem Topf Feuer unter dem Hintern zu machen.

Etwa eine halbe Stunde später war unser Zaubertrank dann endlich fertig. Voll freudiger Erwartung ob des kommenden Gaumenschmauses füllten wir uns zwei große Teller bis zum Rand und setzten uns an den Tisch. Die Suppe schmeckte … ähem … sehr “gesund” doch nach ein paar Löffeln hatten wir uns den faden Geschmack des Gebräus gewöhnt - schließlich versprach dieses Wundermittel Entschlackung und Schlankheit. Also immer rein damit, ganz egal ob Salz und Pfeffer mit jedem Teller aufs neue die Schlacht gegen die Geschmacklosigkeit verloren.

Am ersten Tag schaufelten wir, von Papa mißtrauisch beäugt, anweisungsgemäß so viel wie möglich des gesunden Elixiers in uns hinein, jeder Löffel ein Schritt auf dem Weg zur künftigen Traumfigur. Und auch am zweiten Tag hielten wir wacker durch, nur die Portionen ließen wir ein wenig schrumpfen. Schließlich wussten wir ja inzwischen wie die Suppe schmeckte. Und auch die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Tellern Suppe wurde immer größer. Toll wie die sättigte. Und toll auch, dass man mittlerweile auch im Dunkeln den Weg zum Suppentopf finden konnte - man musste nur der Nase nachgehen. Über die geringeren Essmengen und -intervalle machten wir uns keine Gedanken. Motto: Wir wollen ja schließlich abnehmen und da ist es ja gut wenn man nicht so viel ißt….

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Am dritten Tag fielen dann die ersten Mahlzeiten aus. Zum Teil lag das wohl daran, dass wir soooo satt waren, andererseits war auch das Auffinden des Topfes massiv erschwert worden, weil irgendein unbekannter Saboteur die Suppe auf den winterlich weißen Balkon verbannt hatte. Erschnuppern unmöglich. Dafür war es auf dem Balkon plötzlich unerklärlich ruhig. Das Vogelhäuschen, oberhalb des Suppentopf-Standplatzes gelegen, war sonst um die Vormittagszeit ein Hort der Lebensfreude, wo Vögel lustig zwitscherten und um Körner kämpften. Heute war es still, kein einziger Vogel auf unserem Balkon.

Die Suppe sättigte übrigens weiterhin hervorragend. Ab dem vierten Tag reichte ein Anheben des Deckels, ein Blick, ein schneller Atemzug um festzustellen “Ich bin satt, ich habe keinen Hunger, ich brauche einen Schnaps!” Und während der Schnaps die Übelkeitsattacke bekämpfte kam Papa um die Ecke, mit einem Paket voll dampfendem Leberkäse….

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Actifry-Test: Ein paar kurze Schmankerl

Verfasst am 14. April 2008 in Erfahrungsberichte, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Mittlerweile steht die von TEFAL überlassene Actifry schon fast vier Wochen bei uns und wir nutzen jede sich bietende Gelegenheit zum Test des Geräts, heute wollen wir ein paar Experimente vorstellen, die mehr spontan denn geplant durchgeführt wurden, aber natürlich haben wir diese Tests auch dokumentiert und wollen nicht versäumen, diese hier vorzustellen.

popcorn.jpgPopcorn
Beim Fernsehen kam vor einigen Tagen die Idee auf, Popcorn zu machen. Nahezu zeitgleich tauchte die Idee auf, die Actifry dafür einzusetzen.

Popcorn-Mais liegt im Küchenschrank, Zucker und Öl sind ebenfalls zur Hand. Wir haben also eine Handvoll Popcorn-Mais in die Actifry gegeben, Zucker und einen Schuss Öl dazu. Nach dem Einschalten der Actifry haben wir dann gespannt wie ein Flitzebogen auf das erste Poppen gewartet, lange gewartet. Nach zehn Minuten hatten wir eine heiße Öl-Zucker-Mais-Mischung, nur gepoppt hat da gar nix.

Wir vermuten, dass die Actifry einfach nicht die nötige Hitze aufbringt, um den Mais poppen zu lassen. Unsere Fernsehpopcorn haben wir dann ganz konventionell im Topf zubereitet.

Käsespätzle
Meinen “Mit-Schwaben” wird es wohl die Zehennägel aufrollen, wenn sie von unserem nächsten Test lesen. kaesspaetzle.jpgIch esse liebend gerne Käsespätzle und wenn ich abends keine Lust aufs große Kochen habe, dann dürfen auch mal die fertigen Spätzle auf den Teller. Und da sind wir auch schon bei unserem Test: Spätzle und geriebenen Käse in die Actifry und einschalten…. Der Käse schmilzt sehr schnell und wird vom Rotor gleichmäßig unterheben. Und hätte ich in meiner Gier auch noch einen kurzen Blick in das Actifry-Rezeptheft geworfen, dann hätte ich mich auch nicht gewundert, dass die Spätzle selbst etwas trocken geworden sind.

Doch da im Rezeptheft steht schwarz auf weiß der Tipp etwas Flüssigkeit mit in die Actifry zu geben - wohl um ein Austrocknen der Spätzle zu verhindern. Ich hab’s nicht gesehen, außerdem hatte ich Kohldampf und so musste ich mit trockenen Spätzle vorlieb nehmen.

Diese Fähigkeit Käsespätzle zuzubereiten ist sicher kein Argument, das bei irgendjemand den Ausschlag zum Kauf des Geräts geben wird. Die Actifry ist ein wenig schneller als alternative Methoden und man muss den Käse nicht selber unter die Spätzle heben. Unter dem Strich ergeben sich ein paar Minuten Zeitersparnis bei einer Speisenzubereitung, die auch anders nicht viel mehr Mühe bereiten würde.

ruehrei.jpgRührei mit Schinken
Ein weiterer Test aus der Rubrik “Faulheit siegt” ist das Rührei mit Schinken, dasebenfalls im Actifry Rezeptheft angepriesen wird. Ei, Sahne und Schinken verrühren, würzen und in die Actifry geben. Aös erstes fällt auf, dass der in Streifen geschnittene Schinken - selbst wenn er gleichmäßig in der Actifry verteilt wurde - spätestens nach einer Umdrehung des Rotors eben vor diesem aufgestaut wird.

Die Eimasse stockt recht gleichmäßig, ein Teil haftet am Rand des heißen Gefäßes an, was aber dank der Anti-Haft-Beschichtung kein Problem darstellt. Nach etwa acht Minuten ist das Rührei fertig und kann serviert werden, lediglich die Ansammlung an Schinkenstreifen muss zu gleichen Teilen auf die Portionen verteilt werden.

Auch hier sei die Anmerkung erlaubt, dass die Rühreizubereitung zwar eine ganz nette Erweiterung des Funktionsspektrums ist, ein Kaufgrund ist es aber allemal nur, wenn man nicht in der Lage ist, ein Rührei in der Pfanne zuzubereiten - was in diesem Falle wohl sogar die schneller Variante sein dürfte.

Frühere Artikel aus der Purzelpfund.de-ActiFry-Testreihe:
ActiFry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
Toll eine Friteuse als Leihgabe
Saftige aber bröselige Nuggets
Noch mehr Kartoffeln
Eine Bolognese aus der Friteuse
Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki

Links:
TEFAL
Initiative Gesund Geniessen
Prof Hademar Bankhofer über die Actifry
Die Tefal ActiFry bei Amazon

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Actifry-Test: Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki

Verfasst am 4. April 2008 in Erfahrungsberichte, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Das Krankenhaus liegt hinter mir, ich darf wieder was “G’scheits” essen und so haben wir heute mal wieder die Actifry in Betrieb genommen - dieses Mal sollte Sie ihre Eignung für Fleisch und Gemüse unter Beweis stellen, denn es standen Hackbällchen mit Gemüse und Tsatsiki auf dem Speiseplan.

meatballs2.jpgDoch bevor die Actifry in Aktion treten durfte, stand erstmal für uns Arbeit auf dem Dienstplan. Aus Putenhack, Salz, Pfeffer, scharfem Senf, Paprika- und Knoblauchpulver und Semmelbröseln entstanden kleine, rund 3 Zentimeter dicke Hackbällchen. Außerdem mussten Zwiebeln, Paprika, Cocktailtomaten und Auberginen, geschält oder gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten werden.

Die Hackbällchen haben wir in die Actifry gelegt, einen Teelöffel Öl zugegeben und die Maschine eingeschaltet. Die hat die kleinen Bällchen munter im Kreis gekugelt, ein Hackfleischmassaker gab es entgegen erster Überlegungen nicht. Die Bällchen blieben beim im Kreis Rollen ganz. 10 bis 15 Minuten brauchen Bällchen der angegebenen Größe, abhängig vom jeweils gewünschten Bräunungs- und Knuspergrad.

Die fertigen Hackbällchen haben wir herausgenommen und kurz ruhen lassen. Im Anschluss haben wir das geschnippelte Gemüse ebenfalls mit einen Teelöffel Öl in die Actifry gegeben und auch etwas zehn Minuten Karussel fahren lassen. Beim Gemüse schadet es jedoch nicht, öfter mal zu stoppen und zu probieren. Da der Garvorgang mittels Heißluft das Wasser aus dem Gemüse zieht, sollte man ab und zu prüfen, ob es nicht zu trocken wird.*

Zum Schluß haben wir den Rotor aus der Actifry entfernt, Hackbällchen und Gemüse zusammen hineingegeben und für ein paar Minuten auf gleiche Temperatur gebracht. meatballs.jpgMit Tsatsiki serviert ergab das eine leckere Mahlzeit.

Die Zubereitung des Essens in der Actifry war von der technischen Seite problemlos. Vorbereitete Speisen einfüllen, Deckel zu und los geht es. Auch das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Die Bällchen waren gut durch und gleichmäßig gegart, das Gemüse war noch knackig. Abzuwägen gilt es jedoch die benötigte Zeit im Vergleich zum konventionellen Kochen und dafür gibt es zwei Ansätze.

a) Ich rechne die reine Zeit, in der ich als Koch aktiv werden muss. Die Vorbereitung kann man vernachlässigen, die ist in beiden Fällen dieselbe. Bei der Actifry muss ich die Hackbällchen einfüllen (eine Minute), sie heraus nehmen (10 Sekunden), Gemüse einfüllen (noch eine Minute) und wieder herausnehmen (nochmal 10 Sekunden) - ergibt rund zweieinhalb Minuten, da kann auch die Zubereitung am Herd nicht mithalten und während das Essen in der Actifry rotiert kann ich die Spülmaschine ausräumen, eine Email schreiben etc.

b) Ich kann aber auch die Zeit von Beginn der Zubereitung bis zum Ende der Zubereitung rechnen. Da schneidet die Actifry mit zweimal 10 bis 15 Minuten schlechter ab, denn auf einem konventionellen Herd kann jeder auch nur durchschnittlich begabte Heimkoch auf zwei Platten Gemüse und Hackbällchen in rund 10 bis 15 Minuten auf den Tisch bringen.

Welche Zeitrechnung oder Zeitaufteilung jedem persönlich sympathischer ist, muss jeder selbst entscheiden. Wir haben das Argument der Vollständigkeit halber hier aufgeführt, denn Zeit ist bei der Actifry ein durchaus entscheidender Faktor.

* Wir sind derzeit am Überlegen, ob die Zugabe von ein paar cl Wasser hier hilfreich ist. Nach unserer Theorie würde frei in der Actifry befindliches Wasser schneller verdunsten als das im Gemüse enthaltene Wasser. Ist die Luft in der Actifry aber erstmal mit Feuchtigkeit gesättigt, sollte der Flüssigkeitsschwund im gegarten Gemüse weniger schnell sinken. Meine Güte, der Testplan wird eher länger als kürzer… ;)

Frühere Artikel aus der Purzelpfund.de-ActiFry-Testreihe:
ActiFry - Test: Schnippeln, brutzeln, schmatzen
Toll eine Friteuse als Leihgabe
Saftige aber bröselige Nuggets
Noch mehr Kartoffeln
Eine Bolognese aus der Friteuse

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