Dicke Kinder, blinde Eltern

Verfasst am 9. Januar 2008 in Presse, In den Medien, Forschung, Allgemein von Redaktion

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Eltern nehmen das (Über-) Gewicht Ihrer Kinder nicht wahr. So lautet der Schluss, den Wissenschaftler der Universität von Michigan aus einer GEsundheitsstudie ziehen, in deren Rahmen 2000 Familien befragt wurden. Auf eine allgemeine Frage nach dem Gewicht der Kinder antworteten viele “Soweit ganz o.k.!” oder Ähnliches. Als die Eltern dann Zahlenmaterial vorlegen sollten, stellte sich heraus, dass 25 Prozent der Kinder übergewichtig oder adipös waren.

Was den Leiter der Studie Dr. Matthew M. Davis allerdings erstaunte, war, dass 40 Prozent der betroffenen Eltern sich der Tatsache eiin übergewichtiges Kind zu haben gar nicht bewusst waren. “Wenn Eltern nicht wahrnehmen, dass ihre Kinder zuviel wiegen, wie sollen wir dann realistischerweise von den Eltern erwarten, etwas zu ändern?”

(Quelle: N.Y. Times)

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Das beliebteste Weihnachtsgericht

Verfasst am 23. Dezember 2007 in Presse, In den Medien, Forschung, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

…Deutschlands sind laut einer aktuellen Umfrage der Frauenzeitschrift bella Würstchen mit Kartoffelsalat. In über einem Drittel der deutschen Haushalte steht der schlichte aber deftige Schmaus an Heiligabend auf dem Esstisch, so das Ergebnis der Studie. Immerhin 19 Prozent favorisieren den Gänsebraten, 17 Prozent fahren geschmacklich auf Ente ab und immerhin 15 Prozent der deutschen Hausfrauen servieren Roastbeef zum Weihnachtsfest.

Mit elf Prozent für Lachs und gerade mal zwei Prozent für Karpfen blau bilden die Fischgerichte eindeutig das Schlusslicht der Weihnachtsgaumenfreuden. Egal welches Gerichte jedoch morgen oder an den kommenden Feiertagen auf den Tisch kommt - der Purzelpfund.de-Tipp lautet. GENIESSEN und das Kalorien / Punkte-Zählen guten Gewissens um zwei Tage verschieben. Weihnachten ist schließlich nur einmal im Jahr.

:xmas2_wink:

 

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Mythos Süßstoffe - Mastfutter für den Menschen?

Verfasst am 2. Dezember 2007 in Getränke, Forschung, Gesundheit, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

ferkel.jpgEine Kommentardiskussion in den letzten Tage hier im Blog hat den Ausschlag gegeben, mich ein wenig mit einem kontrovers diskutierten Thema auseinanderzusetzen - den Süßstoffen und Ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus.

Süßstoff - Sauerei

Das erste Argument, das einem bei der Recherche zum Thema “Süßstoffe” immer wieder begegnet ist sinngemäß “Süßstoffe machen dick, warum werden die wohl sonst in der Schweinemast eingesetzt?” Daher also der verzückte Ausruf “süße Schweinchen”, wann immer Kinder der kleinen Steckdosen - Schnauzen angesichtig werden?

Wie dem auch sei, “der Sauerei muss auf den Grund gegangen werden”, dachte ich mir und rief bei einem Schweinemastbetrieb an. Die Unabhängige Erzeuger Gemeinschaft für Qualitätsschlachttiere Hohenlohe-Franken, mit Sitz bei Niederstetten hat im Jahr 2006 ingesamt 205.818 Mastschweine verkauft. Wer sollte mir also besser Auskunft geben können, als Willi Grün, Geschäftsführer der UEG. “Süßstoffe werden in der Tat verwendet, aber keinesfalls in der Mast. Süßstoffe kommen zusammen mit Molasse während eines kurzen Zeitraumes der Ferkelzucht zum Einsatz, nämlich dann, wenn es darum geht Ferkeln das Festfutter statt der Muttermilch schmackhaft zu machen.”

Gut der Züchter sagt also “Keine Süßstoffe in der Mast” - was aber sagt die Wissenschaft zu dem Thema. Wir haben beim “Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik” der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig angerufen und mit dem Institutsleiter Professor Dr. Manfred Coenen gesprochen. Der bestätigt die Aussage des Züchters im vollen Umfang: “Süßstoffe werden allenfalls in der frühen Phase der Ferkelzucht zur Umstellung auf Festfutter eingesetzt. Dabei geht es nur um die Wahrnehmung von Geschmack und Aroma.” Nun gut, und in der Mast wird kein Süßstoff eingesetzt? “Nein,” sagt Prof Coenen, “dazu besteht in der Schweinemast überhaupt kein Anlass, die Tiere fressen auch von selber das Futter, das sie bekommen. Und da wo etwas ‘Antrieb’ hilfreich wäre, bei Milchrindern nämlich, würde es nicht funktionieren.” Und warum überhaupt Süßstoff und nicht Zucker? Aufgrund der um ein vielhundertfaches höheren Süßkraft des Süßstoffes braucht man im Verhältnis nur winzige Mengen Süßstoff um den gewünschten Süßegrad zu erreichen.

suessstoff.jpg

Süßstoffe für den Menschen

Wie aber wirken sich die Süßstoffe auf uns Menschen aus? Diese Frage wird in Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Jede Seite versucht dabei die eigene Position mit entsprechenden wissenschaftlichen Forschungsarbeiten aber auch Halbwahrheiten des Hörensagens (siehe Schweinemast) zu untermauern.

Süßsstoffe finden sich in reiner Form in den Süßstofftabletten und Pulvern, in vielen zuckerfreien Limonaden und Erfrischungsgetränken, in kalorienarmen Süßspeisen, Kaugummis und vielen anderen Lebensmitteln - mal offener, mal eher unter “ferner liefen” auf der Zutatenliste eines Produkts.

Ein Punkt, der immer wieder in den verschiedensten Quellen angeführt wird ist die Behauptung, dass Süßstoffe Heißhunger auslösen würden und somit eher zu einer Gewichtszunahme denn zu einer Abnahme führen würden. Demzufolge soll der menschliche Organismus angeregt durch den süßen Geschmack des Süßstoffs Insulin ausschütten. Da die Süßstoffe de facto jedoch keinen Zucker liefern, solle es laut dieser These aus den 70er Jahren zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels und damit zu Heißhungergefühlen kommen. Dieser postulierte Effekt wird als „cephalischer Insulinreflex” bezeichnet, wissenschaftlich handelt es sich hierbei aber lediglich um eine unbewiesene These. Vielmehr legen neuere Studien nahe, dass Süßstoffe keinen Einfluss auf den Insulinspiegel haben. In Heft 4 der “Ernährungsumschau” (1993) kommen Wissenschaftler der “Europäischen Gesellschaft August Bier für Ökologie und Medizin e.V.” und der Medizinischem Hochschule Hannover zu folgendem Ergebnis:

Die Plasmainsulin- und Blutglucosekonzentrationen verlassen sowohl nach Gabe der vier verschiedenen wäßrigen Süßstofflösungen als auch nach Gabe von Wasser zu keinem der festgelegten Zeitpunkte die angegebenen Normbereiche (s. Probanden und Methoden). Die Süßstoffe verhalten sich damit hinsichtlich der Beeinflussung des Plasmainsulin- und Blutglucosespiegels vergleichbar mit Wasser (Tab. 1 u. 2). Hingegen bewirkt eine Saccharoselösung im Vergleich zu Süßstoffen und Wasser eine signifikante Zunahme der Plasmainsulin-und Blutglucosewerte, die erwartungsgemäß im Zeitraum zwischen 10 und 30
min den Normbereich überschreiten

Außerdem basiert die “Heißhunger-These” auf der Voraussetzung, dass süßstoffhaltige Lebensmittel völlig isoliert eingenommen werden, so dass sich durch das Fehlen von Zucker / Kohlehydraten besagtes Hungergefühl entwickeln kann. Dies läuft jedoch der Lebensrealität zuwider, da Süßstoffe meist in Verbindung mit anderen Lebensmitteln eingenommen werden (gesüßte Kuchen, Getränke zum Essen etc.), so dass alleine auf dieser Basis ein völliges Fehlen von Kohlehydraten und das Aufkommen dieses Hungergefühls eher unwahrscheinlich ist.

Aspartam

Ein Süßstoff sticht in der Diskussion unter allen anderen hervor. Während “Süßstoffe” per se angeblich dick machen und Schweinemastmittel sind, gilt Aspartam auch bei vielen Forschern als potenziell krebserregend. Das Problem dabei ist, dass zu jeder Studie, die eine mögliche Schädlichkeit dokumentiert alsbald eine Gegenstudie existiert, die das genaue Gegenteil beweist. Letztlich ist es bisher keiner Seite gelungen, einen unstrittigen Beweis für Schädlichkeit oder Unbedenklichkeit zu führen. Wer immer etwas glauben will, wird eine passende Studie dazu finden. Außerdem scheinen bei den Aspartam-Studien mit karzinogenen Ergebnissen an Ratten die Dosierungen im Verhältnis weit über den für den Menschen empfohlenen Dosen gelegen zu haben, zumindest ist das ein Argument, das die Pro-Süßstoff-Fraktion gegen diese Studien anführt.

stevia.jpg

Stevia

Seit einiger Zeit geistert ein mysteriöser Stoff namens “Stevia” durchs Internet. Zahlreiche Internetläden bieten Steviaprodukte an, auch hier in Deutschland. Hinter Stevia verbirgt sich eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler namens Stevia rebaudiana. Als deutsche Namen sind Süßkraut, Süßblatt oder auch Honigkraut gebräuchlich. Die Pflanze ist in Südamerika und Asien beheimatet, wo sie unter anderem als natürliches Süßungsmittel eingesetzt wird. Die Zulassung als Lebensmittel in der EU wurde 1997 wegen nicht ausreichender Studien und möglicher Risiken abgelehnt weshalb Stevia in der EU und der Schweiz nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Das Inverkehrbringen als Lebensmittel ist untersagt.

Fazit:

Befürworter und Gegner von Süßstoffen stecken in einem Dilemma. Die einen wollen die Schädlichkeit beweisen, die andere die Unbedenklichkeit. Von Haus aus tun sich da die Befürworter der Unbedenklichkeit schwerer, denn wie will man “Ungefährlichkeit” beweisen. Wie lange darf nichts passieren, dass ein Stoff als unbedenklich gilt? 10 Jahre, 50 Jahre, 100 Jahre? Würde sich noch irgendein Forscher die Arbeit machen, wenn erst jede neue Technologie und jeder Stoff ein oder mehrere Jahrzehnte auf ihre Unbedenklichkeit getestet werden müssen?

Doch wie soll man sich als Verbraucher verhalten? Gibt es eine allein selig machende Verhaltensweise? “Natürlich,” werden Kritiker sagen, “keine Süßstoffe verwenden!” Doch gerade das ist für Menschen mit dem berühmten “süßen Zahn” oft sehr schwer, insbesondere, wenn sie versuchen, Ihren Körperumfang zu reduzieren. Süßstoffe helfen nunmal, den Zuckerkalorien ein Schnäppchen zu schlagen und trotzdem “süß” schmecken zu können. Wer früher gerne Cola getrunken hat, ist heute sicher froh, wenn er im Rahmen seiner Diät auf Cola light / zero zurückgreifen kann. Und dick machen Süßstoffe ebenso wenig, wie Schweine damit gemästet werden.

Letzten Endes muss jeder selber wissen, wie er sich verhält. Unsere Links geben einen kleinen Einstieg in die Meinungsbildung, die Schlüsse muss jeder selber ziehen. Eines sei unseren Lesern aber noch mit auf den Weg gegeben. Es wird oft argumentiert “Zuviel Süßstoff” sei ungesund. “Zuviel” ist von jedem Lebensmittel ungesund, das ist die Aussage des Wortes “zuviel”. Insofern ist diese Aussage über Süßstoffe ebenso eine Binsenweisheit wie “Auf Regen folgt Sonne”. Ein verantwortlicher Umgang mit Süßstoffen kann also nicht schaden, genauso wie ein Verzicht auf Süßstoffe nicht schaden wird. Die derzeit verfügbaren wissenschaftlichen Studien vertreten die Ansicht, dass Süßstoffe, einschließlich des umstrittenen Aspartams ohne Bedenken konsumiert werden können. Sollten sich die Wissenschaftler einer anderens Sichtweise besinnen, werden wir sicher darauf zurückkommen.

Studien

Wir haben einige Studien zu Süßstoffen und Aspartam herausgegriffen, um sie hier vorzustellen. Wie bei vielen Themen ist es hier auch wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass auch die jeweiligen Interessensverbände Studien finanzieren, um Ihre Positionen zu untermauern. Das gilt für die Interessensvertreter der Süßstoffindustrie und der Diätmittelhersteller ebenso wie die Hersteller des konventionellen Zuckers. Inwieweit die jeweiligen Studien “neutraler” Forschung entspringen, ist nicht immer leicht festzustellen.

1) Eine Studie des interuniversitären Kollegs Graz vom Oktober 2007 untersuchte den Einfluss von Süßstoffen auf den menschlichen Blutzuckerspiegel. Das Ergebnis:

The data showed no significant changes in the blood glucose concentration. Neither the application of sugar (F(4;60) = 1.645; p = .175) nor the consumption of an artificial sweetener (F(2.068;31.023) = 1.551; p > .05) caused significant fluctuations in the blood sugar levels. Over a time frame of 60 minutes in the control group a significant decrease of the blood sugar concentration was found (F(2.457;36.849) = 4.005; p = .020) as a physiological reaction during lunch digestion.

2) Eine Zusammenfassung aktueller Forschungsergebnisse zum Thema Aspartam präsentierte 2007 in der “Critical Reviews in Toxicology” die Burdock Group (Consultants der Lebensmittel- / Diätmittelindustrie). Zitat:

Acute, subacute and chronic toxicity studies with aspartame, and its decomposition products, conducted in mice, rats, hamsters and dogs have consistently found no adverse effect of aspartame with doses up to at least 4000 mg/kg bw/day. Critical review of all carcinogenicity studies conducted on aspartame found no credible evidence that aspartame is carcinogenic. The data from the extensive investigations into the possibility of neurotoxic effects of aspartame, in general, do not support the hypothesis that aspartame in the human diet will affect nervous system function, learning or behavior.

3) Das Cesare Maltoni Cancer Research Center in Bologna veröffentlichte eine Studie zur möglichen krebsauslösenden Wirkung von Aspartam. Hier heißt es:

The results of this carcinogenicity bioassay confirm and reinforce the first experimental demonstration of APM’s multipotential carcinogenicity at a dose level close to the acceptable daily intake for humans. Furthermore, the study demonstrates that when life-span exposure to APM begins during fetal life, its carcinogenic effects are increased.

4) Keine exakten endgültigen Ergebnisse zu den Einflüssen von Aspartam auf das menschliche Gehirn bringt eine Studie der Universitäten Pretoria und Limpopo in Südafrika.

The aim of this study was to discuss the direct and indirect cellular effects of aspartame on the brain, and we propose that excessive aspartame ingestion might be involved in the pathogenesis of certain mental disorders (DSM-IV-TR 2000) and also in compromised learning and emotional functioning

5) In der Onlineausgabe des Ärzteblatts wurde auf eine Studie verwiesen, derzufolge Geschmacksrezeptoren im Darm die Geschmacksrichtung “süß” erkennen könnten, womit eine erhöhte Ausschüttung von Insulin nach Süßstoffgenuss sowie ein daraus resultierender Heißhunger erklärt werden könnte. Folgt man den dort angegebenen Links zur Studie selbst und zur National Academy of Sciences, findet man heraus, dass die Wissenschaftler dort lediglich eine Wahrnehmbarkeit von Glukose bestätigen, nicht jedoch von Süßstoffen oder gar der Geschmacksrichtung “süß”.

Mehr Informationen

Zum Abschluss haben wir hier eine lange Liste an Links zum Thema zusammen gestellt. Diese decken, wie auch die Liste der Studien, beide Positionen zum Thema “Süßstoffe” ab, es ist also dem Leser selbst überlassen, aus unterschiedlichen Winkeln einen Blick auf die Fakten und Thesen zu werfen und sich schließlich eine Meinung zu bilden.

Weiterführende Links:

Süßstoffe allgemein:
- Süßstoffe bei Wikipedia
- Süßstoffbewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (2003)
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung zu Süßstoffen (2007)
- Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg zum Thema “Lebensmittelzusatzstoffe und Süßstoffe” (2007)
- Diabetes-Informationsdienst über Süßstoffe (2007)
- Ökotest über Süßstoffe
- Focus Artikel “Süßstoffe regen den Appetit nicht an”
- www.gesundheit.de über Süßstoffe
- www.lebegesund.de über Süßstoffe
- “Lightprodukte und Süßstoffe” auf Fitness.com
- ARD zum Thema “Neue Süßstoffe”
- Interview auf www.fitforfun.de - Sind Süßstoffe unbedenklich?
- www.innovations-report.de über Süßstoffe (2001)
- “Machen Süßstoffe hungrig” auf www.suessstoff-verband.de
- Infos über Stevia
- U.S. Food and Drug Administration zum Thema Süßstoffe (2006)

Aspartam:
- Aspartam bei Wikipedia
- die European Food Safety Authority zu Aspartam
- Das europäische Informationszentrum für Lebensmittel zu Aspartam
- www.medizinauskunft.de über Aspartam
- www.zentrum-der-gesundheit.de über Aspartam
- politblog.de über Aspartam
- Der Stern über Aspartam
- Das Ärzteblatt über Aspartam
- taz-Artikel über Aspartam
- Janet Star Hull über Aspartam auf www.sweetpoison.com

 

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Diät für Fifi -
Was kann der Mensch tun

Verfasst am 15. November 2007 in Presse, In den Medien, Diäten, Forschung, Allgemein von Redaktion

An dem Ausspruch “So ein Tier ist auch nur ein Mensch” ist mehr dran, als manch Einer glauben mag. Ob nun Hund oder Katze oder andere auch andere Haustiere sind auf uns Menschen geprägt und zugleich von uns abhängig. Vom Menschen bekommen sie Ihr Futter und auch Ihre Bewegungsdosis eingeteilt. Und wenn ein Tier nun mehr Futter als Bewegung bekommt, dann geht es ihm wie dem Menschen in derselben Situation - es wird dick und rund.

hund.jpgWie für den Menschen, ist Übergewicht für Tiere auch nicht gesund. Und so kommt es, dass Tierärzte auch mal eine strenge Diät anordnen müssen. Die Augsburger Allgemeine hat heute ein Interview mit der Professorin Ellen Kienzle vom Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik an der Ludwig-Maximilians Universität München veröffentlicht. Die Wissenschaftlerin kennt die Ursachen für tierisches Übergewicht ganz genau:

Effektiv ist in weniger als 10 Prozent der Fälle eine Krankheit die Ursache dafür, dass Tiere dick werden. Meistens fressen sie einfach zu viel und bewegen sich zu wenig. Und daran sind meistens die Besitzer schuld

Wie auch bei sich selbst verdrängt der Tierhalter gerne das Übergewicht seiner Lieblinge - für Kienzle grenzt das jedoch an Tierquälerei. Zu groß sei die Gefahr von Krankheiten. Übergewichtige Hunde hätten eine bis zu 20 Prozent niedrigere Lebenserwartung als normalgewichtige Hunde. Zu erkennen sei Übergewicht jedoch leicht, betont die Professorin.

Hat das Tier Normalgewicht, lassen sich die Rippen leicht mit den Fingern tasten. Man erkennt eine Taille. Die ist bei Übergewicht […] vor leuter Bauch nicht mehr zu erkennen. Die Rippen sind schwer zu tasten, da sie unter einer dicken Speckschicht verborgen sind.

Und was ist nun das Geheimnis eines schlanken Tieres? Ganz genau, sie haben es erraten. Wie bei uns lautet die Zauberformel “Regelmäßige Bewegung + maßvolles Essen”. Soll das Tier Abnehmen, kann auch unter Absprache mit dem Tierarzt ein so genanntes Reduktionsfutter serviert werden. Nulldiäten sind für Tiere allerdings genauso ungesund wie für uns Zweibeiner.

Und noch etwas haben die Tiere mit uns Menschen gemeinsam: Wenn alle Stricke reißen, dann kann man immer noch zur Ernährungsberatung gehen: An der LMU gibt es werktags von 10 bis 12 Uhr die Ernährungssprechstunde bei Dr. Petra Kölle.

Tja, so ein Tier ist halt auch nur ein Mensch ;)

 

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Nützliche Links Kalorienrechner

Verfasst am 12. November 2007 in Forschung, Gesundheit, Links, Allgemein von Redaktion

kalorechner.jpgNachdem wir die Blogger von amapur.de heute schon einmal sanft getadelt haben ;) , wollen wir sie jetzt auch noch mal für ein tolles Feature Ihrer Website loben, das es ab heute in unsere Rubrik “Nützliche Links” geschafft hat - der Kalorienrechner.

Nicht wenige Pfundpurzler versuchen ihrer Leibesfülle Herr zu werden, indem sie Kalorien abzählen. Interessant ist aber doch gerade dann auch die wirklich eingesparte Kalorienzahl, sprich die Differenz zwischen dem eigentlichen Kalorienbedarf und den zugeführten Kalorien, denn genau hier versteckt sich ja die Gewichtsabnahme.

Diese Werte kann man selbst berechnen - sofern man über eine überdurchschnittlich Begabung für mathematische Gedankengänge verfügt. Man kann aber auch ganz einfach auf der amapur-Website sein Geschlecht, Alter, Gewicht, und Körpergröße sowie die Intensität der täglichen Bewegung in den Kalorienrechner eingeben und das Ergebnis ablesen.

Und wem das zu einfach ist, hier bei Wikipedia gibt es die Formeln um das ganze im Kopf auszurechnen ;) .

 

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Tolle Idee: Trotzdem kein Workout-Einkaufswagen

Verfasst am 12. November 2007 in Internet, In den Medien, Forschung, Allgemein von Redaktion

trimtrolley.jpgBloggen ist eine faszinierende Technik und Tätigkeit. Man liest etwas, das einen fasziniert und von dem man denkt “Das könnte für meine Leser interessant sein”. Doch leider hält das Internet so seine versteckten Tücken bereit und manchmal übersieht man eine entscheidende Kleinigkeit. Davor ist wohl niemand sicher, auch wir nicht. Diese Woche hat es die Blogger vom Amapur-Blog erwischt:

Unter dem Titel “Shopping und Fitness” wurde das über eine Entwicklung aus England berichtet. Unter Bezugnahme auf einen Bericht der BBC wurde der “Fitness-Trolley” vorgestellt, ein Einkaufswagen, der durch ein zusätzliches, in seiner Intensität verstellbares Bremsrad zum Fitnessgerät umgewandelt wurde. Shoppen zum Kalorien verbrennen klingt wie ein Traum: Wenn ich die Schokolade nur lange genug durch den Supermarkt fahre, dann darf ich sie auch gleich aufessen ;)

Im Amapur Blog konnte man den Eindruck gewinnen, die ersten Wagen würden gerade ausgeliefert, doch die Lektüre des als Quelle herangezogenen BBC-Artikels machte uns stutzig. Dieser war datiert vom 28. April 2004, also alles andere als aktuell, und es wurde nur von einem Prototyp-Trolley gesprochen. Die Herstellerfirma des Trolleys “Wanzl” hat Ihren Sitz einige Kilometer vor der Heimatstadt von Purzelpfund.de, und so lag es nahe, mal nachzufragen. Hier die Ergebnisse:

1) Den Fitness-Trolley wurde 2004 vorgestellt.
2) Entwickelt wurde der Einkaufswagen für die englische Supermarktkette Tesco und deren Wohltätigkeitsaktion “Race for life”
3) Es gibt nur einen einzigen Prototypen, der im Werk in England steht.
4) Eine Weiterentwicklung wurde nicht vorangetrieben.

Eigentlich schade, denn in den Augen von Purzelpfund.de war der Fitness Trolley zumindest mal wieder eine kreative Idee auf der Suche nach mehr Bewegung und Fitness im Alltag.

 

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Sind wir wirklich faule Säcke

Verfasst am 25. Oktober 2007 in In den Medien, Forschung, Sport, Allgemein von Redaktion

Die gestern zitierte Forsa-Studie für TKK und F.A.Z.-Institut hat es inzwischen auch in die Tagespresse geschafft. Im Forum der Augsburger Allgemeinen wird unter den Lesern über das Thema diskutiert.

Hier geht es zum AZ-Forum.

 

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Ein Land der faulen Säcke…

Verfasst am 24. Oktober 2007 in In den Medien, Forschung, Sport, Allgemein von Redaktion

… ist Deutschland, wenn man den Ergebnissen eine von Techiker Krankenkasse und F.A.Z.-Institut in Auftrag gegebenen Forsa-Studie folgt: In Deutschland regieren die Couch-Potatoes: Zwei von drei Bundesbürgern verbringen ihre Freizeit am liebsten auf dem heimischen Sofa. Nur jeder Fünfte walking2.jpgtreibt regelmäßig Sport, und bei der Wahl zwischen Fahrstuhl und Treppe entscheiden sich viele für die bequemere Alternative. Im Job sieht es nicht anders aus: Jeder zweite Berufstätige sitzt den ganzen Tag am Computer. Die Folge: Schon heute sitzt sich jeder dritte Deutsche krank – Tendenz steigend.

“Unsere Studie zeigt, wie krank der Bewegungsmangel die Menschen macht. Während zum Beispiel jeder zweite Antisportler unter Rückenschmerzen leidet, sind nur halb so viele Aktive betroffen. Auch Herzinfarkt, Diabetes, Übergewicht und Depressionen sind für die Inaktiven eine deutlich größere Gefahr”, sagt Karin Gangl, die die Studie beim F.A.Z.-Institut betreut hat.

Beunruhigend ist der Blick in die Zukunft: Kinder sitzen heute durchschnittlich zweieinhalb Stunden vor Fernseher oder Computer und bewegen sich nur noch halb so viel wie Gleichaltrige vor einigen Jahren. Und das bleibt nicht folgenlos. Wie die Studie zeigt, werden in jungen Jahren die Weichen gestellt – für ein Leben gesund in Bewegung oder krank vor dem Fernseher. Fast neun von zehn Erwachsenen, die in ihrer Kindheit keinen Sport getrieben haben, bewegen sich auch heute nicht regelmäßig. Dagegen haben zwei Drittel derjenigen, die als Kinder viel auf dem Sportplatz waren, auch heute noch Spaß an Bewegung. Die Hälfte von ihnen kann sich sogar “ein Leben ohne Sport nicht vorstellen.

Die gesamte Studie zum Download gibt es hier.

 

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Kohle für Kilos

Verfasst am 9. Oktober 2007 in In den Medien, Forschung, Allgemein von Redaktion

Mitte August berichtete Purzelpfund.de über den Bürgermeister der italienischen Stadt Varallo, der ein “Bauchgeld” für abnehmende Mitbürger ausgesetzt hatte. Jetzt hat Bürgermeister Gianluca Buonanno sogar die Wissenschaft hinter sich.

euro.jpgIn der Septemberausgabe des Journal of Occupational and Environmental Medicine wurde eine Studie veröffentlicht, nach der es sich für Unternehmer lohnen kann, Übergewichtige Mitarbeiter mittels finanzieller Anreize zum Abnehmen und Gewichthalten zu bewegen.

Insgesamt wurden 200 übergewichtige Mitarbeiter verschiedener Colleges in North Carolina in die Studie einbezogen und in drei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe erhielt keine Anreize während die zweite Gruppe 7 Dollar und die dritte Gruppe 14 Dollar für jedes verlorene Prozent des Ausgangsgewichts ausbezahlt bekamen. Unterstützung beim Abnehmen selbst gab es nicht.

Nach drei Monaten hatte Gruppe eins im Schnitt zwei Pfund verloren, Gruppe zwei drei Pfund und Gruppe 3 fünf Pfund.

Derzeit werden die Ergebnisse einer einjährigen Folgestudie ausgewertet, in der ein internetgestützter Abnehm-Assistent finanziellen Anreizen gegenübergestellt wurde.

Einige US-Unternehmen scheinen das Konzept auch schon umzusetzen, der Artikel der CBS News berichtet von einer Fabrikarbeiterin die durch die “Verlockungen des Geldes” 50 Pfund abgenommen hat - außerdem gibt es jährlich einen zusätzlichen Urlaubstag, wenn das Gewicht gehalten wird.

 

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Ornish und Weight Watchers punkten fürs Herz

Verfasst am 8. Oktober 2007 in In den Medien, Ornish, Weight Watchers, Diäten, Gesundheit, Forschung, Allgemein von Redaktion

Wenn wir schon mal auf Focus.de stöbern, dann doch gleich gründlich. Und so ist uns auch noch folgende Meldung aufgefallen - dieses Mal kommt sie von Forschern der Universität Massachusetts. Die Wissenschaftler dort haben verschiedene Diäten auf ihre positiven Auswirkungen auf die Herzgesundheit getestet.
herz.jpg

Als Grundlage zogen die Forscher den sogenannten Alternate Healthy Eating Index (AHEI) der Harvard School of Public Health heran, der auf den wichtigsten Ernährungsempfehlungen basiert. Dazu gehören Aspekte wie der bevorzugte Verzehr von Vollkornprodukten, viel Gemüse, ungesättigten Fettsäuren, der Anteil an Fett an der Gesamtkalorienmenge und viel Abwechslung auf dem Speisezettel. Studien haben bestätigt, dass die Lebenserwartung von Menschen, die sich nach dem AHEI-Prinzip ernähren, tatsächlich erheblich steigt.

“Sieger” der Studie war die in unseren Breiten relativ unbekannte Ornish-Diät (vegetarisch, extrem fettarm) mit 64,5 von 70 erreichbaren Punkten, dicht gefolgt von der kohlehydratreichen Weight Watchers-Diät mit 57,7 Punkten. Die rote Laterne im Vergleich bekam die oft als ungesund in der Kritik stehende Atkins-Methode.


Den ganzen Artikel auf Focus.de lesen.

 

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