Auch Vinzenz Murr nimmt’s leicht

Verfasst am 24. Juni 2008 in Fleisch & Wurst, Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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vmurr.jpgWohl selten hat eine Erfindung eine Branche so aufgerüttelt, wie die des Josef Pointner aus Mindelheim. Jahrelang hatte man das schützende Mantra “Wurst ohne Fett gibt es nicht” vor sich hergertagen bis ein ambitionierter Handwerksmeister das Gegenteil bewies und zum Helden der figurbewussten deutschen Geniesser wurde.

Wer bis dahin Wurst und wenig Fett kombinieren wollte, musste auf Putenprodukte ausweichen. Aufgeschnittenes Putenfleisch in Scheiben ist dann meiste fettarm aber staubtrocken. Putenwurst, die saftig ist und schmeckt, ist in Bezug auf den Fettanteil selbst oft jenseits von Gut und Böse, also nicht wirklich eine Ersparnis.

Seit die Pointner Erfindung Anfang 2007 erstmals Furore machte ist “leicht” auch in der Metzgerei eingezogen. Die Münchner Großmetzgerei Vinzenz Murr hat jetzt auch entdeckt, dass Abnehmer auch Abnehmer sein können und eine entsprechende Kampagne gestartet. In deren Mittelpunkt steht eine Nährwerttabelle, auf der Kalorien und Fettanteil des Vinzenz Murr-Sortiments verzeichnet sind.

Zwar ist der größteTeil konventionelle Ware, aber für Leute, die auf die Figur achten ist alleine die Auszeichnung mit Nährwerten schon ein Fortschritt. Doch auch Vinzenz Murr wartet mit speziellen Leichtprodukten auf, wie etwas einer mageren Schinkenwurst. Der Knüller sind jedoch die “Schinkenknacker” - rote Würste, die kalt, gekocht oder gebrutzelt genossen werden können und die sich prächtig für Currywürste eignen. Drei Prozent Fett haben dieses Schinkenknacker, sind geschmacklich top und in Verbindung mit unseren fettarmen Actifry-Pommes gibt es jetz endlich wieder mal “Fleischwurst Bombay mit Kartoffelstäbchen nach belgischer Art” ;-)

Links: Vinzenz Murr

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Neue Wurstsorten von “viel Leicht”

Verfasst am 18. Juni 2008 in Fleisch & Wurst, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

Wir waren schon relativ ungeduldig, nachdem die Südbayerischen Wurstwerke (Edeka) für Ende Mai die Markteinführung von neuen Sorten der “vielLeicht” Wurstsorten mit drei Prozent Fett zugesagt hatten. Es hat etwas länger gedauert, doch letzte Woche kam mit dem Edeka-Prospekt die Ankündigung der neuen Produkte für diesen Montag.

Was soll ich sagen - wir waren am Montag bei unserem E-center und haben zugeschlagen. Einmal das neue Sortiment rauf und runter und dann gab es eine ausgiebige Brotzeit, zu der wir auch gleich unseren Nachbarn eingeladen haben - quasi als neutralen Testgaumen. Denn natürlich wollten wir auf jeden Fall das Ergebnis unseres Test an Euch weitergeben.

Neu gibt es von “viel Leicht” einen Wurstsalat, eine Edelsalami, eine Leberwurst, Rostbratwürstel und Wiener Würstchen - und wir haben alles probiert, so dass wir jetzt fair und objektiv unser Urteil abgeben können. Wie auch die schon seit Januar auf dem Markt befindlichen Sorten der “vielLeicht”-Produktreihe sind auch die neuen Produkte frei von Geschmacksverstärkern, Laktose und Gluten.

Wurstsalat
“Ich bin versucht, die Wurstscheiben abzuwaschen und mein eigenes Dressing zu machen” lautete Tinas harsches Urteil über den schon tafelfertig angemachten Wurstsalat (300g, 2,5 % Fett, 5 WW-Pünktchen). Neben der aufgeschittenen Lyoner schwimmen auch noch Zweibeln und Gurken im relativ sauren Dressing. Einen Eigengeschmack der Wurst festzustellen war angesichts des Dressings, mit dem sich die Lyoner geradezu vollgesogen hatte, kaum möglich.
Einheitliches Urteil: Essbar, aber einfach eine Lyoner wäre das sinnvollere Produkt gewesen.

Edelsalami
Laut Zutatenliste wurde für die Edelsalami (80 g, 133 kcal, 2,5 % Fett, WW-Pünktchen) gekochter Reis verarbeitet - zu spüren ist das jedoch nicht. Auch hier fiel das Urteil nicht so enthusiastisch aus, wie erwartet. Laut Tina, der Edelsalami-Beauftragten in der Purzelpfund-Redaktion wurde im Vergleich zum Pointner-Original-Rezept die Würzung verändert, die vor Ihren Geschmacksknospen keine Gnade mehr fand - eine rein subjektive Abwertung also.

Streichleberwurst
Bei der Leberwurst (100g, 93 kcal, 2,5% Fett, 2 Pünktchen) gingen die Meinungen auseinander: Während der Nachbar und Tina sich mangels hervorstechendem Geschmack nur wenig begeistert zeigten, war Tom hin und weg. Nach ewigen Zeiten endlich wieder eine Leberwurst - da macht es auch nichts aus, dass die Wurst aufgrund des fehlenden Fetts etwas trockener und bröseliger ist als herkömmliche Leberwurst, Hauptsache sie schmeckt.

Rostbratwürstel
Sieben Rostbratwürstel (250 g, 95 kcal, 2,5 % Fett, 4,5 Pünktchen) kommen in einer Packung. Die Konsistenz ist fester als normale Bratwürste, und auch was die Saftigkeit betrifft, müssen die vielLeicht Würste zurückstecken. Rein geschmacklich müssen sich die leichten Bratwürste aber nicht vor der fettigen Konkurrenz verstecken.

Wiener Würstchen
Die Wienerle (250g, 87 kcal, 2,5 % Fett, 4,5 Pünktchen) sind für uns der Hauptgewinn unter den neuen Sorten. Wenn man es nicht weiß, merkt man nicht, dass es sich hier um “leichte” Würste handelt. Knackig und mit viel Geschmack sind sie würdige Vertreter ihrer herkömmlichen Verwandten. Einfach gigantisch. Zusammen mit den Weißwürsten wird es jetzt sicher öfter mal wieder ein Topf mit Würstchen auf dem Herd stehen.

 

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Die Ampel in der Mensa

Verfasst am 2. Juni 2008 in Politik, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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ampel.jpgWo Verbraucherschutzminister Seehofer sich noch windet, machen die Verantwortlichen der Unimensa in Regensburg jetzt Nägel mit Köpfen. Sie haben am heutigen Montag die Ampelkennzeichnung für die Gerichte der Mensa eingeführt. Purzelpfund.de hat mit dem Küchenchef der Mensa Alexander Schuster telefoniert.

Purzelpfund.de: Herr Schuster, sie sind ja schneller als der Verbraucherschutzminister. Weshalb haben Sie denn heute die Ampelkennzeichnung in Ihrer Mensa eingeführt?

A. Schuster: Wir wollten dem gestiegenen Ernährungsbewusstsein mit unserer Kennzeichnung Rechnung tragen und unseren Kunden einfach diesen zusätzlichen Service bieten.

Purzelpfund.de: Einzu eins lässt sich die Ampelkennzeichnung wie für Lebensmittel gefordert für Kantinen-/Mensaessen nicht umsetzen. Wie haben Sie das Problem gelöst?

A. Schuster: Unsere Kunden können sich ihre Mahlzeit ja aus verschiedenen Komponenten zusammenstellen. Wir haben für diese einzelnen Komponenten den Kalorien- und Fettgehalt berechnet und kennzeichnen diesen mit farbigen Punkten entsprechend dem Ampelsystem, was natürlich einen erheblichen Mehraufwand für uns bedeutet. JEde Rezeptänderung oder jede Zutatenänderung bei einem zugelieferten Produkt heißt für uns “neu berechnen”.

Purzelpfund.de: Wie kommt das neue System denn bei den Kunden also den Studenten an?

A. Schuster: Wir haben heute schon sehr positives Feedback bekommen, die Studenten reagieren auf die Kennzeichnung. Ein Mädchen hat sich bewusst umentschieden, weil sie heute abend noch in den Biergarten gehen will. Natürlich gibt es am ersten Tag noch viele Fragen, aber die Studenten informieren sich bei uns.

Purzelpfund.de: Und wie hält es der Privatmann Schuster mit der Ampelkennzeichnung?

A. Schuster: Prinzipiell bin ich zuallererst für ausgewogene Ernährung, wenn möglich aus regionalen Produkten, das ist immer das Beste. Grundsätzlich ist diue Idee gut, aber die beste Kennzeichnung bringt nichts, wenn man sie sich durch beliebige Portionsgrößen schönrechnen kann.

Purzelpfund.de:Vielen Dank für dieses kurze Gespräch!

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Roh oder gekocht - die Gemüs’chenfrage

Verfasst am 24. Mai 2008 in Gemüse, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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Oft als Hasenfutter oder Grünzeug gescholten hat Gemüse doch auch den Ruf des Gesundmachers. Geringeres Herzinfarktrisiko, weniger Diabetes, für die Augen ist Gemüse ebenso gut wie es auch gegen Krebs helfen soll. Das Gesundheitsgeheimnis der verschiedenen Gemüsesorten sind immer dieselben: die sekundären Pflanzenstoffe, die Vitamine und andere enthaltene Nährstoffe bilden die Mini-Gemüse-Apotheke.

gemuese.jpgFür den Otto-Normal-Gemüseesser stellt sich nun natürlich die Frage, wie man aus den roten, grünen, gelben, schwarzen, orangen und andersfarbigen Vitaminbomben das meiste herausholen kann - gesundheitstechnisch natürlich. Roh oder gekocht, und wenn ja, wie gekocht? Die New York Times hat das Thema aufgegriffen.

Wider Erwarten ist die Rohkostvariante nicht immer die erste Wahl, so zumindest die Schlussfolgerung eines Artikels, der in der kommenden Ausgabe des “British Journal of Nutrition” erscheinen wird. Dort stellen Forscher eine Studie aus Deutschland vor, in der 198 strikt Rohkost essende Deutsche untersucht wurden. War die Versorgung mit Vitamin A und Beta Carotin noch im “grünen Bereich”, so zeigten die Probanden etwa eine Unterversorgung an Lykopin, einem Antioxidans, das in Tomaten oder anderen roten Gemüsen vorkommt. Der Lycopinanteil im Gemüse steigt beim Erhitzen deutlich an - wer also gekochte Tomaten verzehrt, bekommt mehr Radikalenfänger als der Rohkostfan.

Unglücklicherweise gibt es kein Patentlösung, da jedes Gemüse anders behandelt werden will. Und oftmals sitzen wir als Verbraucher ja nur am Ende einer langen Verarbeitungskette, die von den Nährstoffen nur wenig zurücklassen. Wasserlösliche Vitamine wie C und B oder Polyphenyle bleiben so oft auf der Strecke.

For instance, studies show that after six months, frozen cherries have lost as much as 50 percent of anthocyanins, the healthful compounds found in the pigment of red and blue fruits and vegetables. Fresh spinach loses 64 percent of its vitamin C after cooking. Canned peas and carrots lose 85 percent to 95 percent of their vitamin C, according to data compiled by the University of California, Davis.

Andererseits zerstört das Kochen auch die dicken Zellwände und gibt so den “inneren Werten” höhere Chancen nach auße zu wirken -womit wir wieder bei den Tomaten und ihrem Lykopin wären.

Wie zweispältig das Zubereitungsverhältnis zu unserem Gemüse sein kann, zeigen diese, von der N.Y. Times zitierten Varianten:

In January, a report […] concluded that over all, boiling was better for carrots, zucchini and broccoli than steaming, frying or serving them raw. Frying was by far the worst..

Still, there were tradeoffs. Boiling carrots, for instance, significantly increased measurable carotenoid levels, but resulted in the complete loss of polyphenols compared with raw carrots.

Und noch einen wichtigen Tipp haben die Forscher für den ambitionierten Gemüseesser: Die Zugabe von Gewürzen oder Salz kann den Geschmack verbessern und die Häufigkeit des eigenen Gemüsekonsums erhöhen. Unsereins reibt sich bei diesem Vorschlag vielleicht überrascht die Augen und fragt sich spontan, was die Studie wohl gekostet hat. Wer jedoch schon mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, in einem durchschnittlichen amerikanischen oder britischen Haushalt zubereitetes Gemüse vorgesetzt zu bekommen, der weiß, dass dieser Tipp einen fast unschätzbren Wert besitzt.

Den letzten Endes entscheidet nur ein Faktor über die ideale Zubereitungsmethode: Unser Geschmack.

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Eine Portion Dreistigkeit

Verfasst am 18. Mai 2008 in Politik, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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Seit Monaten läuft die Nation hinauf und hinab die Diskussion nach der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Da gibt es die Fraktion der Ampelfreunde - zumeist aus der Ecke der Verbraucher und Verbraucherschützer - dann gibt es die “Vier-Plus-Eins”-Variante befürwortet von der Lebensmittelindustrie und und und. Besonders beliebt bei den Lebensmittel-Lobbyisten ist die immer häufiger auftauchende Angabe von Nährwerten in Portionen.

wurst.jpgDer Nachteil für den Verbraucher: Jeder Hersteller wählt seine eigene Portionsgröße und kann so sein Produkt ganz problemlos als fettarm und zuckerfrei darstellen. Das Extrembeispiel hatte ich heute auf dem Frühstückstisch: Die Packung leichte Schinkenwurst aus der “go light” Produktreihe (u.a. bei Kaufland) hätte mit seinen 99 Kalorien und nur drei Prozent Fett die Schummelei gar nicht nötig gehabt - und dennoch ist auf dem Packung die Portionsgröße mit einer Scheibe (= 6 Gramm) angegeben.

Auch Liebhaber von Getreideprodukten, neudeutsch auch als Frühstückscerealien bekannt, werden hinters Licht geführt und über die vermeintliche Gesundheit der Produkte getäuscht. Der bekannteste Hersteller von Flakes, Crispies und Pops hat nun eine Website mit dem Titel www.diaet-frei.de ins Leben gerufen. “Hört auf zu hungern, fangt an zu essen” heißt es da unter anderem auf de Seite die die “Special K”-Cornflakes als Alternative zu einer Diät propagiert. Kein Zweifel, man kann Cornflakes in eine ausgewogene Ernährung einbauen, aber die Schlankmacher, als die sie verheißen werden, sind sie nicht.

kellogs.jpgSo werden unter anderem die neuen Vollkorn - “Special K Pro Vita” beworben, die zwar nur zwei Prozent Fett enthalten, doch da ist ja auch noch der Zucker. 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm Cornflakes sind doch eine recht deftige Quote. Und hatten wir nicht vorhin über Portionsgrößen gesprochen? Bei Kelloggs ist die normale Portionsgröße 30 Gramm plus 125 Milliliter Milch. Wer einzig und allein Cerealien frühstückt, wird wohl kaum mit diesem Portiönchen gesättigt in den Tag starten. Auf dem Bild haben wir für einen besseren Eindruck 30 Gramm Rice Crispies neben einem Teelöffel platziert.

Warum aber gibt der Hersteller Kelloggs 30 Gramm als vollwertige Portion an? Ein Blick auf die Nährwertangaben hilft weiter.

kellogs2.jpg

Mit der beständigen Verkleinerung der Portionen verringert man auch ganz geschickt den Anteil von Kalorien, Fett und Zucker an der empfohlenen Gesamttagesmenge. Wobei es schon relativ schockierend ist, dass man mit 30 Gramm der Vollkorn-”Special K” schon rund zehn Prozent seines Tagesbedarfs am Super-Dickmacher Zucker zu sich nimmt.

Deutlich wird aber an diesen Beispielen, warum die Industrie soviel Wert darauf legt, uns Verbrauchern die Nährwerte in selbst erfundenen, wenn auch völlig unrealistischen Portionsgrößen unterzujubeln. Mit dieser Methode ist es vermutlich sogar möglich, uns die fettigsten Kartoffelchips als echte Schlankmacher zu verkaufen.

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Ampelkennzeichnung: Umfrage macht Seehofer Druck

Verfasst am 9. Mai 2008 in Politik, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

Der oberste Verbraucherschützer der Nation, Bundesminister Horst Seehofer (CSU) hat schon bei diversen Gelegenheiten klar gemacht, dass er von einer farbigen Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln nichts hält. Stattdessen setzt der Minister auf das von der Industrie und ihren Lobbyisten bevorzugte, für den Verbraucher aber völlig undurchschaubare System mit den Nährwertangaben pro Portion (siehe hierzu Spiegel online).

Dass die Hersteller die Größe ihrer Produktportionen selbst bestimmen und damit ein Produkt scheinbar unbedenklich rechnen können, ficht den Unionspolitiker nicht an. Und weil er sich seiner Sache sicher fühlte, beauftragte Seehofer eine Umfrage. Doch der Schuss ging nach hinten los. Eine deutliche Mehrheit der befragten Bürger favorisierte die farbliche Kennzeichnung von Lebensmitteln nach dem britischen Vorbild. Doch auch das ist Seehofer und seinen Ministerialen offensichtlich egal.

“Wir arbeiten an keinem Farbsystem”, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Müller (CSU). “Wir bleiben bei dem mit der Wirtschaft entwickelten System.”

Spiegel-Artikel zur Ampel-Umfrage

Die Foodwatch-Petition für die Ampel-Kennzeichnung unterschreiben

 

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Mehr Pummel-Piktogramme bei McDonalds & Co.

Verfasst am 5. Mai 2008 in Fast Food, Lachend Abnehmen, Allgemein von Redaktion

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Ist es Zufall, dass die Toilettentüren eines Augsburger McDonalds-Restaurants von pummeligen Männlein-Weiblein-Piktogrammen geziert werden? Oder steckt dahinter psychologisches Kalkül der Fast-Food-Industrie? Diese Frage haben wir vor kurzem in einem kleinen Artikel aufgeworfen.

Dieses Wochenende haben wir Purzelpfundler Freunde im Raum Ulm besucht und die Gelegenheit genutzt, bei ein paar Fast Food-Unternehmen einen Blick auf die Klotürchen zu werfen. Zum Vergleich nochmal vorne weg ein normal proportioniertes Klofräulein, fotografiert an einer öffentlichen Bedürfnisanstalt in Weißenhorn.

toil_weisho.jpg

Eine schlanke, junge Dame die da den Eingang ziert. Aber wie sieht es denn bei McDonalds in Ulm aus? Direkt am Bahnhof der Donaustadt liegt ein rege frequentiertes Lokal der amerikanischen Burgerbrater. Im Keller sind die Toiletten, bewacht von einer Klofrau, die etwas eigentümlich geguckt hat, als wir mit dem Handy die beiden Piktogramme fotografiert haben. Hier das Ergebnis:


picto_mcd_ulm.jpgpicto_mcd2_ulm.jpg

Beide sind im Verhältnis deutlich breiter als die Norm, wobei das Damen Piktogramm noch das Glück hat, mit dünnen Beinen gesegnet zu sein. Der männliche Gegenpart scheint fußtechnisch mit einem Elefanten verwandt zu sein.

Am anderen Ende der Ulmer Fußgängerzone, im Schatten des Münsters liegt eine kleine Subways-Filiale und - ja klar - auch die haben eine Toilette. Auch hier muss man ins Kellergeschoß hinabsteigen, um sein Geschäft zu erledigen und auch hier weißen kleine Figürchen den Weg auf den richtigen Lokus.


picto_sub_ulm.jpgpicto_sub2_ulm.jpg

Diese beiden Herrschaften kannten wir schon, denn genau diese beiden Bildchen zieren die Toilettentüren des Augsburger McDonalds, der Auslöser unserer “Forschungen” war. Also auch bei Subways, der Sandwichkette, die Wert auf das Wort “gesund” legt, pummeln Piktogramme vor sich hin.

Abschluss unserer Untersuchungen an diesem Wochenende war dann eine McDonalds-Filiale in Senden, südlich von Ulm. Wenigstens blieb uns hier das Treppensteigen erspart, nicht aber die Erkenntnis, dass man nach Burger und Cola auf der Suche nach Erleichterung rundlichen Formen folgen sollte.

picto_mcd_senden.jpg

Also auch hier ein bekanntes “Gesicht. Wir müssen also feststellen, dass sich in 100 Prozent der bisher besuchten Fast-Food-Lokale, überdurchschnittlich dicke Piktogramme auf den Klotüren tummelten. Ob sich dahinter nun ein psychologischer “Plan” der Macs und Kings und Co. verbirgt, können wir (noch) nicht sagen, auffällig ist es aber allemal.

Natürlich wollen wir diesen Trend weiter verfolgen - doch dazu brauchen wir Material, soll heißen Fotos von Piktogrammen aus Fast Food-Restaurants. Wer also auf einen Burger bei einem Burgerbrater vorbeischaut, der möchte doch bitte seine Handy-Kamera zücken und uns ein schönes Foto schießen und dieses sodann unter Angabe des Ortes an info[at]purzelpfund.de senden. Danke schon im Voraus.

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Pipi-Psycho-Piktogramme bei McDonalds

Verfasst am 18. April 2008 in Fast Food, Lachend Abnehmen, Allgemein von Redaktion

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Liebe Damen, wann waren Sie das letzte Mal bei McDonalds? Wann waren Sie das letzte Mal auf einer öffentlichen Toilette? Und wann waren Sie das letzte Mal bei McDonalds auf der Toilette? Ist Ihnen dabei irgendetwas aufgefallen? Nicht? Nun gut, dann versuchen wir es mal mit einer kleinen visuellen Hilfe…

mcdonalds1.jpg

Was sehen Sie? Richtig, drei weibliche Piktogramme, allesamt von Toiletten an verschiedenen Orten dieser Welt fotografiert. Und all diese Piktodamen haben eine eindeutig normalgewichtige Figur, würde ich sagen - zumindest bewegen sich alle in einem normalen BMI-Bereich.

Möglicherweise entspricht die durchschnitliche McDonalds-Kundin nicht diesem BMI-Durchschnitt. Vielleicht liegen den Hauspsychologen der Burgerbrater Gutachten vor, nach denen Ihre weibliche Klientel eher einen BMI jenseits der magischen “25″ aufweist. Das wäre aber doch schlecht fürs Geschäft, wenn man die Kunden auch noch mit der Nase drauf stoßen würde, dass sie von der Norm abweichen.

Apropos Nase - die befindet sich ja bei durchschnittlich großen Frauen (und Männern) knapp unter der Höhe, auf der auf Toilettentüren die Männlein-Weiblein-Piktogramme zu finden sind, auch bei McDonalds. Doch da lädt nicht die ranke, schlanke Dame zur Blasenentleerung, aber sehen sie selbst….

mcdonalds3.jpg

Wohlgemerkt - dieses Foto wurde heute bei einem McDonalds-Besuch (Ja, ich weiß, aber ich konnte der Werbung für den neuen “M”-Burger nicht widerstehen…) mit meinem Handy aufgenommen und wurde, von einer kleinen Randbeschneidung abgesehen, nicht modifiziert. Nicht gestaucht, nicht gedehnt - keine Bearbeitung. Ehrenwort!!!

Ist es wirklich so, dass McDonalds den BigMacs unter den Kundinnen suggerieren will, dass alles noch in bester Ordnung ist, frei nach dem Motto “Schau, selbst unser Klo-Piktogramm ist mollig!”? Ist es Zufall oder Strategie? Wir wissen es nicht, aber wir sind sicher, dass wir in den nächsten Tagen noch einige McKlos besuchen werden - aus rein wissenschaftlichen Gründen, versteht sich!

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Kohlsuppe bis zum Erbrechen

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Vor einigen Tagen gab es hier auf Purzelpfund einen Beitrag über die Bier-Diät, der mich an einen meiner früheren Abspeckversuche erinnerte - und von denen gab es durchaus einige. Brigitte-Diät, Trennkost, FDH, Herzdiät und all die vielen anderen Bauchweg-Super-Wunderkuren die man jede Woche in irgendeinem bunten Blättchen lesen kann. Wir, das heißt ich zusammen mit meiner Mutter haben sie allesamt ausprobiert und irgendwann wieder demoralisiert aufgegeben. An alle kann ich mich heute problemlos zurückerinnern, nur eine,die löst auch heute noch ein flaues Gefühl im Magen und zitternde Nasenflügel aus: die Kohlsuppendiät.

Damals war diese so genannte Kur noch ein Geheimtipp, das nur von eingeweihten Kohlsuppenesserinnen persönlich weitergereicht zu Eingeweihter weitergereicht wurde wie weiland das heilige Druidenwissen auch per mündlicher Überlieferung erhalten blieb. Das Rezept für die Wundersuppe hatten wir beide also von meiner Tante auf einem oft kopierten Handzettel bekommen, die Eintrittskarte in die Welt der Schlanken lag also quasi vor uns.

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Voll motiviert starteten wir am nächsten Tag zum Einkaufen. Wer in unseren Wagen blickte, musste meinen, wir hätten ein ganzes Karnickelrudel zu versorgen, so türmten sich kiloweise Weißkraut, Tomaten, Karotten, Paprikaschoten, Zwiebeln und was das Rezept uns sonst noch alles auftrug im Wagen. Ich werde nie Papas traurigen, ja fast verzweifelten Blick vergessen, als er bei unserer Ankunft zu Hause zwischen all dem Grünzeug auch nicht das geringste Fitzelchen Leberkäse oder einen Zipfel einer Debreciner entdecken konnte.

Zuhause machten wir uns dann an das Schnippeln der Gemüseberge - und ich entdeckte das wahre Geheimnis hinter gemüseorientierter Ernährung. Durch das Putzen, waschen und schnippeln bekommt der Körper soviel Bewegung, dass er mehr verbrennt, als er durch das kalorienarme Gemüse zu sich nimmt. Man müsste also einen Big Mac nur lange genug und fein genug schnippeln, dann könnte man den auch mit einer negativen Kalorienbilanz futtern.

Gefühlte Stunden später war der größte Topf (Modell “Gulaschkanone”), den Mutters Küche zu bieten hatte vollgestopft mit Grünzeug. Soweit so gut, wenigstens hatten wir während des Gemüseschneidens schon mal keine Zeit zum Naschen gehabt - und sollte sich doch einmal etwas ins Kröpfchen statt ins Töpfchen verirrt haben, so war es im schlimmsten Fall ein Stückchen Karotte - also nicht weiter tragisch. Allen Anweisungen des Rezepts hatten wir peinlichst genau eingehalten, nun war es also Zeit, dem Topf Feuer unter dem Hintern zu machen.

Etwa eine halbe Stunde später war unser Zaubertrank dann endlich fertig. Voll freudiger Erwartung ob des kommenden Gaumenschmauses füllten wir uns zwei große Teller bis zum Rand und setzten uns an den Tisch. Die Suppe schmeckte … ähem … sehr “gesund” doch nach ein paar Löffeln hatten wir uns den faden Geschmack des Gebräus gewöhnt - schließlich versprach dieses Wundermittel Entschlackung und Schlankheit. Also immer rein damit, ganz egal ob Salz und Pfeffer mit jedem Teller aufs neue die Schlacht gegen die Geschmacklosigkeit verloren.

Am ersten Tag schaufelten wir, von Papa mißtrauisch beäugt, anweisungsgemäß so viel wie möglich des gesunden Elixiers in uns hinein, jeder Löffel ein Schritt auf dem Weg zur künftigen Traumfigur. Und auch am zweiten Tag hielten wir wacker durch, nur die Portionen ließen wir ein wenig schrumpfen. Schließlich wussten wir ja inzwischen wie die Suppe schmeckte. Und auch die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Tellern Suppe wurde immer größer. Toll wie die sättigte. Und toll auch, dass man mittlerweile auch im Dunkeln den Weg zum Suppentopf finden konnte - man musste nur der Nase nachgehen. Über die geringeren Essmengen und -intervalle machten wir uns keine Gedanken. Motto: Wir wollen ja schließlich abnehmen und da ist es ja gut wenn man nicht so viel ißt….

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Am dritten Tag fielen dann die ersten Mahlzeiten aus. Zum Teil lag das wohl daran, dass wir soooo satt waren, andererseits war auch das Auffinden des Topfes massiv erschwert worden, weil irgendein unbekannter Saboteur die Suppe auf den winterlich weißen Balkon verbannt hatte. Erschnuppern unmöglich. Dafür war es auf dem Balkon plötzlich unerklärlich ruhig. Das Vogelhäuschen, oberhalb des Suppentopf-Standplatzes gelegen, war sonst um die Vormittagszeit ein Hort der Lebensfreude, wo Vögel lustig zwitscherten und um Körner kämpften. Heute war es still, kein einziger Vogel auf unserem Balkon.

Die Suppe sättigte übrigens weiterhin hervorragend. Ab dem vierten Tag reichte ein Anheben des Deckels, ein Blick, ein schneller Atemzug um festzustellen “Ich bin satt, ich habe keinen Hunger, ich brauche einen Schnaps!” Und während der Schnaps die Übelkeitsattacke bekämpfte kam Papa um die Ecke, mit einem Paket voll dampfendem Leberkäse….

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“VielLeicht” ab April deutschlandweit
Sortimentserweiterung Ende Mai

Verfasst am 8. April 2008 in Fleisch & Wurst, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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Gute Nachrichten für Freunde fettarmen Wurstgenusses kommen aus der Pressestelle von Edeka. Wie versprochen hatten wir dort nachgefragt, ob und wann es denn die “Viel Leicht”-Wurstspezialitäten deutschlandweit zu kaufen gäbe. pressefoto_edeka.jpgAußerdem wollten wir wissen, wann es denn mit einer Erweiterung des Sortiments zu rechnen sei, schließlich kennen wir ja die reichhaltige Produktauswahl des “VielLeicht”-Erfinders Josef Pointner.

Heute kam die Antwort aus der Pressestelle von EDEKA, die wir hier gerne abdrucken:

[…] In den meisten EDEKA- Regionen sind die “VielLeicht”- Wurstwaren schon seit einiger Zeit zu erhalten. Ein deutschlandweiter Vertrieb erfolgt ab KW 16, sodass Sie das “VielLeicht”-Sortiment in ganz Deutschland ab Mitte April in den EDEKA- Märkten kaufen können.

Es freut uns, Ihnen auch mitteilen zu können, dass ab Ende Mai unsere Produktpalette der “VielLeicht”- Wurstwaren erweitert wird. Wiener Würstchen, Edelsalami, bayerischer Wurstsalat (verzehrfertig, fein) und Rostbratwürstl zur Grillsaison werden das “VielLeicht”- Sortiment ergänzen. […]

Bildnachweis: Pressefoto EDEKA

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