Neue Wurstsorten von “viel Leicht”
Wir waren schon relativ ungeduldig, nachdem die Südbayerischen Wurstwerke (Edeka) für Ende Mai die Markteinführung von neuen Sorten der “vielLeicht” Wurstsorten mit drei Prozent Fett zugesagt hatten. Es hat etwas länger gedauert, doch letzte Woche kam mit dem Edeka-Prospekt die Ankündigung der neuen Produkte für diesen Montag.
Was soll ich sagen - wir waren am Montag bei unserem E-center und haben zugeschlagen. Einmal das neue Sortiment rauf und runter und dann gab es eine ausgiebige Brotzeit, zu der wir auch gleich unseren Nachbarn eingeladen haben - quasi als neutralen Testgaumen. Denn natürlich wollten wir auf jeden Fall das Ergebnis unseres Test an Euch weitergeben.
Neu gibt es von “viel Leicht” einen Wurstsalat, eine Edelsalami, eine Leberwurst, Rostbratwürstel und Wiener Würstchen - und wir haben alles probiert, so dass wir jetzt fair und objektiv unser Urteil abgeben können. Wie auch die schon seit Januar auf dem Markt befindlichen Sorten der “vielLeicht”-Produktreihe sind auch die neuen Produkte frei von Geschmacksverstärkern, Laktose und Gluten.
Wurstsalat
“Ich bin versucht, die Wurstscheiben abzuwaschen und mein eigenes Dressing zu machen” lautete Tinas harsches Urteil über den schon tafelfertig angemachten Wurstsalat (300g, 2,5 % Fett, 5 WW-Pünktchen). Neben der aufgeschittenen Lyoner schwimmen auch noch Zweibeln und Gurken im relativ sauren Dressing. Einen Eigengeschmack der Wurst festzustellen war angesichts des Dressings, mit dem sich die Lyoner geradezu vollgesogen hatte, kaum möglich.
Einheitliches Urteil: Essbar, aber einfach eine Lyoner wäre das sinnvollere Produkt gewesen.
Edelsalami
Laut Zutatenliste wurde für die Edelsalami (80 g, 133 kcal, 2,5 % Fett, WW-Pünktchen) gekochter Reis verarbeitet - zu spüren ist das jedoch nicht. Auch hier fiel das Urteil nicht so enthusiastisch aus, wie erwartet. Laut Tina, der Edelsalami-Beauftragten in der Purzelpfund-Redaktion wurde im Vergleich zum Pointner-Original-Rezept die Würzung verändert, die vor Ihren Geschmacksknospen keine Gnade mehr fand - eine rein subjektive Abwertung also.
Streichleberwurst
Bei der Leberwurst (100g, 93 kcal, 2,5% Fett, 2 Pünktchen) gingen die Meinungen auseinander: Während der Nachbar und Tina sich mangels hervorstechendem Geschmack nur wenig begeistert zeigten, war Tom hin und weg. Nach ewigen Zeiten endlich wieder eine Leberwurst - da macht es auch nichts aus, dass die Wurst aufgrund des fehlenden Fetts etwas trockener und bröseliger ist als herkömmliche Leberwurst, Hauptsache sie schmeckt.
Rostbratwürstel
Sieben Rostbratwürstel (250 g, 95 kcal, 2,5 % Fett, 4,5 Pünktchen) kommen in einer Packung. Die Konsistenz ist fester als normale Bratwürste, und auch was die Saftigkeit betrifft, müssen die vielLeicht Würste zurückstecken. Rein geschmacklich müssen sich die leichten Bratwürste aber nicht vor der fettigen Konkurrenz verstecken.
Wiener Würstchen
Die Wienerle (250g, 87 kcal, 2,5 % Fett, 4,5 Pünktchen) sind für uns der Hauptgewinn unter den neuen Sorten. Wenn man es nicht weiß, merkt man nicht, dass es sich hier um “leichte” Würste handelt. Knackig und mit viel Geschmack sind sie würdige Vertreter ihrer herkömmlichen Verwandten. Einfach gigantisch. Zusammen mit den Weißwürsten wird es jetzt sicher öfter mal wieder ein Topf mit Würstchen auf dem Herd stehen.
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Wohl selten hat eine Erfindung eine Branche so aufgerüttelt, wie die des Josef Pointner aus Mindelheim. Jahrelang hatte man das schützende Mantra “Wurst ohne Fett gibt es nicht” vor sich hergertagen bis ein ambitionierter Handwerksmeister das Gegenteil bewies und zum Helden der figurbewussten deutschen Geniesser wurde.
Wo Verbraucherschutzminister Seehofer sich noch windet, machen die Verantwortlichen der Unimensa in Regensburg jetzt Nägel mit Köpfen. Sie haben am heutigen Montag die Ampelkennzeichnung für die Gerichte der Mensa eingeführt. Purzelpfund.de hat mit dem Küchenchef der Mensa Alexander Schuster telefoniert.
Für den Otto-Normal-Gemüseesser stellt sich nun natürlich die Frage, wie man aus den roten, grünen, gelben, schwarzen, orangen und andersfarbigen Vitaminbomben das meiste herausholen kann - gesundheitstechnisch natürlich. Roh oder gekocht, und wenn ja, wie gekocht? Die 
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Der Nachteil für den Verbraucher: Jeder Hersteller wählt seine eigene Portionsgröße und kann so sein Produkt ganz problemlos als fettarm und zuckerfrei darstellen. Das Extrembeispiel hatte ich heute auf dem Frühstückstisch: Die Packung leichte Schinkenwurst aus der “go light” Produktreihe (u.a. bei Kaufland) hätte mit seinen 99 Kalorien und nur drei Prozent Fett die Schummelei gar nicht nötig gehabt - und dennoch ist auf dem Packung die Portionsgröße mit einer Scheibe (= 6 Gramm) angegeben.
So werden unter anderem die neuen Vollkorn - “Special K Pro Vita” beworben, die zwar nur zwei Prozent Fett enthalten, doch da ist ja auch noch der Zucker. 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm Cornflakes sind doch eine recht deftige Quote. Und hatten wir nicht vorhin über Portionsgrößen gesprochen? Bei Kelloggs ist die normale Portionsgröße 30 Gramm plus 125 Milliliter Milch. Wer einzig und allein Cerealien frühstückt, wird wohl kaum mit diesem Portiönchen gesättigt in den Tag starten. Auf dem Bild haben wir für einen besseren Eindruck 30 Gramm Rice Crispies neben einem Teelöffel platziert.










Außerdem wollten wir wissen, wann es denn mit einer Erweiterung des Sortiments zu rechnen sei, schließlich kennen wir ja die reichhaltige Produktauswahl des “VielLeicht”-Erfinders Josef Pointner.