Erlesene Ernährung aus dem Brockhaus

Verfasst am 10. Mai 2008 in Lexika, Buchrezensionen, Allgemein von Redaktion

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Seit wir uns hier auf Purzelpfund.de intensiver mit dem Thema “Ernährung” auseinandersetzen sind wir schon mehrmals in die Situation gekommen, dass wir uns gesagt haben “Hmm, ein Lexikon zu diesem Thema wäre jetzt wirklich eine feine Sache.” Nichts gegen Wikipedia - alles zu seiner Zeit - aber ein Teil von uns ist halt doch noch dem gedruckten Buche verhaftet geblieben, schon alleine aufgrund der Tatsache, das shier nicht jeder x-Beliebige dran herum editieren kann.

brockhaus08.jpgGut, wir wollten also ein Nachschlagewerk und haben uns im Netz auf die Suche begeben. Bei Amazon.de haben wir “Lexikon” und “Ernährung” als Suchbegriffe eingegeben. Die Suchmaschine spuckte allerhand Treffer aus, zwei Bücher blieben in der engeren Wahl: Ein Lexikon von Doktor Oetker und der Brockhaus “Ernährung”. Den Ausschlag gaben schließlich zwei Punkte.

1) Will ich ein Nachschlagewerk zum Thema Ernährung, das von einem der Big Player im deutschen Ernährungsmarkt stammt oder lieber eines, das von einer unabhängigen Lexikonredaktion recherchiert wurde?

und

2) Ich wollte immer schon mal einen echten Brockhaus haben ;-) .

Wir haben uns also den Brockhaus nach Hause schicken lassen. Das erstemal kam ich ins Staunen, als ich das schwere Paket zum ersten Mal in Händen hielt. Tja, geballtes Wissen gibt es nicht in 100-Gramm-Dosen. Das was da aus dem Paket rutschte war schon ein mächtiger Wälzer sit seinem in braun und orange gehaltenen Einband. Schon dieses “Buchgefühl” war fantastisch, wenn jetzt noch der Inhalt passte….

Achja, der Inhalt. Auf 702 Seiten wird alles behandelt, was zwischen “Aale” und “Zytostatika” im weitesten Sinne mit Ernährung zu tun hat. 3500 Stichwörter, verrät der Klappentext, sind im Inneren des Buches aufgeführt. Ich habe mir, und das sage ich ganz ehrlich, nicht die Mühe gemacht das auch nachzuzählen, aber es sind wirklich verdammt viele Stichworte aus nicht ganz sovielen Themenbereichen. Eine willkürlich aufgeschlagene Seite - in diesem Falle die Seite 452 - bietet uns beispielsweise Artikel zu den Themen Methanol - Methionin - Mett - Miesmuscheln - Migräne - Mikroalgen - Mikroben - Mikronährstoffe - Mikroorganismen und Mikrowellenherd an.

Was man sich an Themen rund um Ernährung vorstellen kann - sei es nun medizinisch, kulinarisch, technisch oder wissenschaftlich-, der Ernährungsbrockhaus kennt zumindest alle die, mit denen ich ihn und seine Autoren auf die Probe stellen wollte. Aber zu meinem Bedauern (oder doch meiner Freude) hat dieses Rennen eindeutig der Brockhaus gewonnen

Wo es sich anbietet, findet der Leser im Ernährungsbrockhaus nicht nur die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Themen. Im Anschluss an den Artikel sind oftmals auch Lesetipps mit Angaben zu weiterführender Literatur angegeben. Im Falle der “Migräne” gibt es auf der betreffenden Seite neben dem Artikel und den Lesetipps auch noch einen zusätzlichen Kasten mit “Tipps bei Migräne”. Der Leser wird also nicht nur mit theoretischer Information gefüttert, sondern es werden ihm auch zu vielen Themen leicht verständliche, praktische Hinweise.

Gut und sinnvoll ausgewählte Bilder und Grafiken lockern die Informationsflut angenehm auf und sind zusätzliches Anschauungsmaterial. Und dann sind da noch die “großen” Themen, also die Stichworte die mit einem “normalen” Lexikonartikel einfach nicht ausreichend erklärt wären. So gibt es etwa einen vierseitigen Text rund um das Lebensmittelrecht, das Thema Krebsvorsorge oder auch das Stichwort Fleischverbrauch. Allesamt sehr angenehm zu lesen, mit viel Wissen gespickt. 21 solcher Sonderartikel hat die Brockhaus-Redaktion in das Buch gepackt.

Das Schriftbild und die Gestaltung des Buches verdienen ebenfalls Lob. Übersichtlich und klar sturkturiert ohne langweilig oder nüchtern zu wirken sind die Seiten des Brockhauses - nicht zuletzt auch aufgrund der (meist, siehe Magengeschwür!) schönen Aufnahmen. Ich selbst habe mich seit Ankunft des Lexikons schon öfter dabei ertappt, dass ich nach dem Nachschlagen einfach am nächsten Artikel weitergelesen habe, einfach weil die Thematik “Ernährung” so spannend ist.

Entstanden ist das Buch in einer Kooperation des Brockhaus-Verlags mit Experten der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter deren fachlicher Leitung die Artikel recherchiert und schließlich veröffentlicht wurden.

Uns persönlich als Purzelpfund.de-Redaktion gefällt der Brockhaus Ernährung trotz eines Preises von rund 50 Euro sehr gut, eine Anschaffung, die sich aus unserer persönlichen Sicht voll gelohnt hat. Neben dem Duden steht bei Purzelpfund.de neuerdings auch der Brockhaus “Ernährung” ganz vorne im Regal.

Bildnachweis:
brockhaus.de


Produktwebsite von “Brockhaus”


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