Abnehmen in Eigenregie
Da die beiden Initiatoren von Purzelpfund.de sich an der Weight Watchers-Philosophier orientieren, zeigt sich in den Artikeln von Purzelpfund natürlich oft eine gewisse Lastigkeit hin zu WW-Perspektiven. Trotzdem ist der Redaktion natürlich bewusst, dass es für jeden eine eigene “richtige” Methode gibt, seine überschüssigen Pfunde loszuwerden und wir wollen Erfahrungsberichten von Leuten, die auf Ihre ganz private Weise abgenommen haben, gerne auch ein Forum bieten. Unsere heutige Gastautorin Brisy hat die wohl schnörkelloseste aber keinesfalls leichteste Variante gewählt: Sie hat einfach abgenommen unterstützt von einem festen Willen.
Hier ist ihr Bericht:
Für das Abnehmen habe ich meine eigene Strategie entwickelt, da ich Dinge wie Punkte oder Kalorien zählen zu umständlich finde. Dafür würde mir die nötige Disziplin fehlen. Eine Diät kam für mich nicht in Frage, da ich sehr schlecht auf Dinge verzichten kann, die ich gerne mag. Essen ist für mich niemals nur pure Nahrungsaufnahme, sondern immer auch Genuss. Ich höre dabei auf meinen Appetit, wenn ich auf Süßes Hunger habe esse ich Süßes, wenn ich Herzhaftes möchte gibt es eben Herzhaftes.
Es kann auch passieren, dass ich abends plötzlich Appetit auf Zwiebeln habe, die landen dann schon mal auf dem Mettwurstbrot. (Aber keine Sorge, Dinge wie Sahnetorte mit saurem Hering gibt es natürlich nicht). Einseitige Diäten sind meiner Ansicht nach sowieso nicht zu empfehlen, da sie auf wichtige Nährstoffe verzichten. Der Körper braucht eben auch Fett und Kohlenhydrate. Und von Dingen wie Pulverchen oder Tabletten halte ich einfach nichts, ich denke, das Abnehmen muss mit der normalen Nahrung funktionieren. Es ist eine reine Willenssache. Man braucht ja auch keine Mittelchen um zuzunehmen. (Dies gilt natürlich nur, solange es sich nicht um krankheitsbedingte Zunahmen handelt.) Daher blieb mir gar nichts anderes übrig, als mir selbst etwas auszudenken, um schlanker zu werden.
Ich bin weiblich, 44 Jahre alt und wog damals 72 Kilo bei einer Größe von 160 Zentimetern. Über viele Jahre waren ca. 56 Kilo mein Standartgewicht, was ich in rund 2 Jahren auf eben diese 72 Kilo erhöht habe. Heute verstehe ich kaum noch, wie es dazu kommen konnte. Ich habe einfach maßlos gegessen, da musste schon manchmal eine Tafel Schokolade nach dem Abendbrot dran glauben. Beim Mittagessen ebenso, ich habe immer noch eine zweite oder dritte Portion genommen, bis ich so satt war, dass nichts mehr hineinpasste. So richtig unglücklich war ich mit meiner Figur eigentlich nicht, ich habe mir stets gesagt, andere sind noch viel dicker.
Ich denke, bei solchen Dingen wie dem Willen zum Abnehmen gibt es immer einen auslösenden Moment, den Klick sozusagen, der im Kopf einen Schalter umlegt. Bei mir war dies ein Foto aus dem Urlaub, das habe ich mir angesehen und mir wurde ganz anders. Ich dachte, “Das bin ICH doch nicht. So dick kann ich doch gar nicht sein.” Es war so ganz anders, als wenn ich in den Spiegel geschaut habe. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen, aber so war es. Auf dem Foto habe ich es erstmals bewusst wahr genommen und beschlossen, dass es so nicht weiter gehen kann.
Ich habe dann angefangen, einfach weniger von allem zu essen. Beim Mittagessen eben keinen Nachschlag mehr, nur noch ein Stück Kuchen (nicht, dass ich jeden Tag Kuchen essen würde, eben wenn es welchen gab), abends nur noch eine Scheibe Brot. Jetzt werden einige sagen, da hätte ich auch gleich FdH machen können, aber das wäre wieder mit akribischer Zählerei verbunden gewesen und das ist einfach nicht mein Ding.
Auch Süßigkeiten habe ich mir nicht ganz verboten, ich habe nur noch einen Riegel Schokolade gegessen zum Beispiel, oder statt einer halben Tüte Chips nur noch eine Handvoll. Weiterhin habe ich mich daran gewöhnt Wasser zu trinken, was ich vorher nie getan habe. Dazu musste ich mich am Anfang zwingen, weil ich es nie mochte. Ich habe vorher nur Dinge wie Limonade und Säfte getrunken. Die Säfte trinke ich immer noch, da ich nicht viel Obst esse, aber den Limonadenkonsum habe ich eingeschränkt. Darauf ganz verzichten kann und will ich allerdings nicht.
Am Anfang des Abnehmens habe ich den Fettkonsum stark eingeschränkt, das würde ich heutzutage nicht mehr machen, aber damals wusste ich noch nicht, dass es auch funktioniert, wenn man die normale Menge Fett zu sich nimmt. Meinen geliebten Tee am Morgen habe ich statt mit Zucker und Sahne mit Süßstoff und Kondensmilch getrunken. Auch das mache ich heute nicht mehr, mit den beiden erstgenannten Zutaten schmeckt er einfach besser. Dadurch, dass ich insgesamt weniger gegessen habe, hat sich mein Magen langsam aber sicher an kleinere Mengen gewöhnt. Ich kann heute gar nicht mehr die gleichen Mengen essen wie früher, es passt schlichtweg nicht hinein. Im Restaurant bestelle ich mittlerweile nur noch Kinderportionen, die für mich völlig ausreichend sind um satt zu werden.
Ebenso wie ich auf meinen Appetit höre, höre ich auch auf mein Hungergefühl. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass ich nachts Schafskäse esse. Das passiert zwar selten, eigentlich bin ich ab ca. 19:30 satt, aber wenn es vorkommt, dann gebe ich dem Hungergefühl auch nach. Meiner Ansicht nach, und das wird von Ernährungsexperten teilweise auch vertreten, ist es völlig unerheblich, wann man seine Nahrung zu sich nimmt, entscheidend ist einzig und allein die Menge und Zusammensetzung des Essens. Das ganze Geheimnis des Ab- oder auch Zunehmens ist die Kalorienbilanz. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbrennt hat eine positive Bilanz und er nimmt zu. Wer weniger Kalorien zu sich nimmt als er verbrennt hat eine negative Kalorienbilanz und er nimmt ab.
Auf diese Weise habe ich in circa einem Jahr 23 Kilo abgenommen. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass eine Abnahme von rund 2 Kilo pro Monat von sehr vielen Ernährungsexperten empfohlen wird. Das kann ich nur bestätigen, ich hatte nie mit dem berühmten Jojoeffekt zu kämpfen. Auch für die Haut ist langsames Abnehmen viel besser, sie kann sich leichter dem sinkenden Gewicht anpassen.

Mein Gewicht schwankt nun zwischen 49 und 51 Kilo und ich wiege mich nur sehr selten. Ich merke es an den Hosen, wenn ich zunehme, dann esse ich am nächsten Tag eben etwas weniger oder lasse das Abendbrot ausfallen und esse nur einen Joghurt oder ähnliches. Dann passt es wieder. Ich habe überhaupt keine Probleme mein Gewicht zu halten, wie gesagt, seit ungefähr 4 Jahren. Es ist schon ein unglaublich gutes Gefühl, wenn man wieder Kleidung in Größe 36 kaufen kann statt in Größe 44. Und auch das Selbstbewusstsein ist ein ganz anderes. Nicht mehr das Gefühl zu haben ein Moppelchen zu sein macht schon eine Menge aus. Es ist insgesamt ein viel besseres Lebensgefühl, und ich denke, dass die Aussicht darauf für Jeden, der mit den Pfunden zu kämpfen hat, Motivation genug sein, sollte um ihnen den Kampf anzusagen.
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Diese “Kindersärge” haben mich dann auch immer wieder vor mittelgroße Probleme gestellt, vor allem als es irgendwann darum ging, Rugbyboots in Größe 46 aufzutreiben. Ich habe wohl jeden Sportschuhladen auf der Reiseroute von Edinburgh, Pitlochry, Inverness, Fort William, Aberdeen und schließlich London aufgesucht, um ein passendes Paar zu ergattern. Am vorletzten Tag, keine 24 Stunden vor meiner Abreise wurde die Suche in einem Londoner Vorvorort von Erfolg gekrönt.
Kinder sind anfällig, wenn es um “schlechte” Ernährung geht, denn Fast Food und Süßes ziehen die Kleinen geradezu magisch an. Kein Wunder, schmeckt ja auch alles irgendwie lecker. Doch bedauerlicherweise steht der Nährwert in keinem Verhältnis zur aufgenommenen Kalorienmenge, so dass auch die Statistiker (z.B.
Nein, um es gleich ganz deutlich zu machen, das ist nicht meine Badewanne. Die Lage wirkt zwar recht romantisch, aber spätestens heute nachmittag wäre ich wohl bei meinem Badewannennickerchen erfroren, hätte selbiges an der frischen Luft stattgefunden.
Heute soll es um ein T-Shirt gehen, nein genau genommen sogar um zwei T-Shirts. Eines ist hier rechts abgebildet. Es handelt sich dabei um ein Souvenir-T-Shirt der schottischen Rockband 
