Frosta führt die Ampel ein

Verfasst am 5. Juni 2009 in Politik, Allgemein von Redaktion

Als erster deutscher Lebensmittelhersteller will der Tiefkühlspezialist Frosta seine Produkte mit der Nährwert-Ampel versehen. Ab August werden vier Gerichte testweise mit den ampelfarbenen Hinweisen bedruckt. Kunden können sich dann beim Kauf von Bami Goreng, Hähnchen Geschnetzeltes, Wok Mango-Curry und Wildlachs Blattspinat in Butterblätterteig direkt über den Anteil von Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker, Salz und Kalorien informieren

Links:
Meldung auf dem Frosta-Blog
Meldung auf Bild-online.de
pdf-Pressemitteilung von Frosta

 

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Kein Atemschutz über BMI 30?

Verfasst am 8. Februar 2009 in Presse, In den Medien, Politik, Gesundheit, Allgemein von Redaktion

fwm1.jpgAufruhr bei den Feuerwehren. Seit Jahren entscheidet ein knüppelharter, körperlicher Belastungstest über die Tauglichkeit für den Feuerwehrdienst unter Atemschutz. Egal ob kräftig oder schmächtig, wer den Parcours ohne Zusammenzuklappen bewältigte hatte ausreichend unter Beweis gestellt, dass er in der Lage war die Belastungen des Einsatzes durchzustehen.

In einem neuen Tandard der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung soll nun ein maximaler BMI von 30 für den Gebrauch von Atemschutzgeräten vorgeschrieben werden, sehr zum Entsetzen gerade der Freiwilligen Feuerwehren. Denn der BMI ist nicht unbedingt repräsentativ. Ein trainierter, muskulöser Athlet kann ohne Schwierigkeiten einen BMI über 30 erreichen, trotzdem aber fit sein. Und ein schlanker Mensch muss nicht notwendigerweise die Konstitution mitbringen, um unter Atemschutz arbeiten zu können:

Wer sehr groß oder korpulent sei, habe ohnehin Schwierigkeiten, die Atemschutzstrecke zurückzulegen, sagt Karl Miller, der Vorsitzende des Feuerwehr-Vereins Ziemetshausen. Ein Einsatz mit Atemschutz sei sehr anstrengend. „Ohne Kondition geht das nicht“, sagt der Krumbacher Kommandant Wolfgang Hiller. Mit der Neuregelung werde die körperliche Fitness zementiert. „Es geht ganz klar um den Gesundheitsaspekt.“ Das ist auch Karl Miller klar. Aber: „Man sollte froh sein, wenn man genügend Leute hat.“

Sollte die Richtlinie durchgesetzt werden, fürchten gerade die freiwilligen Feuerwehren um Ihre Einsatzfähigkeit, sollten bisher als “fit” eingestufte Wehrmänner durchs Raster fallen.

Der BMI als Fitnessmesser? Klar gibt der Body Mass Index eine ungefähre Richtung vor, gibt Hinweise auf die körperliche Verfassung - 100%ig verlässlich ist der BMI aber in dieser Hinsicht nicht. Die besten Hinweise auf die körperliche Fitness gibt immer noch der regelmäßig durchgeführte Fitnesstest. Und ganz im Vertrauen: Ich lasse mich lieber von einem übergewichtigen aber fitten Feuerwehrmann retten als von keinem!

Quelle: Augsburger Allgemeine

 

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Zahlen gegen die Ampel
Lobbyist Horst kommt ins Straucheln

Verfasst am 20. Oktober 2008 in Politik, Allgemein von Redaktion

Die Ampel-Kennzeichnung wird noch immer heiß diskutiert und von der Lobby der Lebensmittelindustrie weiter scharf bekämpft. Zu simplifizierend sei die Kennzeichnung mittels Farben, so Mathias Horst vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde.

Über Zahlen könne der Kunde viel genauer und schneller infromiert werden, so Horst. Wie genau und schnell das wirklich geht, bekam Mathias Horst bei einem Interview mit dem ZDF Magazin “Frontal 21″ am eigenen Leib zu spüren.

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Links:
Aktuelle Pressemitteilung von Foodwatch zur Ampelkennzeichnung

 

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Feldzug gegen Fettsucht
Keine Fast Food-Lokale für L.A. Süd

Verfasst am 19. August 2008 in Fast Food, Politik, Gesundheit, Allgemein von Redaktion

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Einen neuen Ansatz in der Bekämpfung von Fettleibigkeit haben die Behörden in Los Angeles entdeckt. Sie ordneten ein einjähriges Moratorium für Neueröffnungen von Fast Food Restaurants im überwiegend armen Süden der Millionenmetropole an.

Hintergrund des neuen Vorstoßes sei nicht, bestimmte Vorlieben auszumerzen sondern zu einem vielfältigen Speiseplan zu ermuntern und den Bewohnern mehr Wahlmöglichkeiten zu geben, so Stadträtin Jan Perry. Es sei schwer, sich für eine gesunde Ernährung zu entscheiden, wenn das nächste Lebensmittelgeschäft fünf Meilen entfernt sei, der 1$-Cheeseburger aber gleich um die Ecke erhältlich sei, so Perry.

fastfood2.jpgUnterstützung bekommt die Stadtverwaltung vom früheren Pulitzerpreis-Gewinner Jonathan Gold, der die Fast Food-Ketten mit Quallenschwärmen vergleicht, die, wo sie auftreten, jegliches anderes Leben unterdrücken.

“Food deserts” werden die Regionen der Stadt bezeichnet, in denen es wenig Zugang zu frischen Lebensmitteln gibt. Hier soll nun die Stadtplanung helfen mit genauen Vorgaben, welche Art von Unternehmen in den betroffenen Regionen zugelassen werden. Dabei ist man sich bei der Stadverwaltung im Klaren, dass es mit dem Moratorium alleine nicht getan ist. Jan Perry:

Jeder, der glaubt, Fast Food sei der Ursprung jedes Ernährungs-Übels, ist selbstverständlich naiv. Auch andere Aspekte des modernen Lebens tragen zu Fettleibigkeit bei. Die Menschen fahren mehr als sie laufen, Kinder spielen mehr Videospiele als Ball und das alltägliche Leben quillt über mit Gelegenheiten für einen schnellen Happen.

Doch nicht alle sind mit den neuen Regeln einverstanden, insbesondere nicht die, die das Gefühl haben durch das Raster zu fallen. Sue Morre verkauft Hotdogs, allerdings nicht die klassischen Schlabberwürstchen im Wabbelbrot sondern qualitativ hochwertige Würstchen von edlen Weiderindern mit frischen hochwertigen Zutaten.

Doch die neue Regelung untersagt Restaurantbetriebe mit einer eingeschränkten Speisenauswahl, zum Vor-Ort-Essen oder Mitnehmen, mit im Voraus zubereiteten oder aufgewärmten und in Wegwerfbehältern oder Papier eingepackten Speisen, oder ohne Bestellung am Tisch. Welche Kriterien letztlich Anwendung finden ist Sache der Verwaltung. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sues Hot Dogs auch darunter fallen ist groß.

Ob der in Los Angeles eingeschlagene Weg zielführend ist, wir wissen es nicht. Wir sind da eher pessimistisch. Letztlich entscheidet doch immer noch der Geldbeutel, so dass auch in Zukunft ein möglicherweise weiter entfernter billiger Burgerbrater gegen den dann näher gelegenen aber teureren Gemüsehändler “gewinnt”.

Links:
Der ganze Artikel in der New York Times

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Schwarzenegger verbietet Transfette

Verfasst am 28. Juli 2008 in Politik, Allgemein von Redaktion

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arnie.jpgArnold Schwarzenegger macht seinem Image als Kämpfer für Umwelt und Gesundheit wieder alle Ehre. Diese Woche unterzeichnete der Gouvernator ein Gesetz, das die gesundheitlich bedenklichen Transfette aus kalifornischen Küchen verbannen soll.

Dem Gesetz zufolge müssen kalifonische Küchen ab dem 1. Januar 2010 auf alle Zutaten verzichten, die mehr als ein halbes Gramm Transfett pro Portion aufweisen. Bäcker haben ein Jahr länger Zeit, da die Umstellung bei Backwaren anspruchsvoller zu sein scheint. Verstöße sollen mit Bußgeldern bis zu 1000 Dollar geahndet werden.

“California is a leader in promoting health and nutrition, and I am pleased to continue that tradition,” Schwarzenegger said in a statement Friday. “We are taking a strong step toward creating a healthier future for California.”

Ganz anders sieht die Situation in Deutschland aus. Verbraucherschutzminister Seehofer sieht derzeit keinen Grund, Maßnahmen zu ergreifen, teilte eine Sprecherin seines Hauses mit.

Links:
Artikel im San Francisco Chronicle
Artikel auf Focus Online

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Die Ampel für den Geldbeutel

Verfasst am 22. Juli 2008 in Tipps, Politik, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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Seit Monaten wogt die Diskussion um die richtige Kennzeichnung von Lebensmitteln hin und her. “Wie kann der Kunde versteckte Fett- und Zuckerfallen gut erkennen?” ist das Anliegen von Verbrauchern und Verbraucherschützern. Auf der anderen Seite stehen die Hersteller von Lebensmitteln, die mittels zurechtgestutzer Portionen ihre Produkte gerne schönrechnen und aus Fett- und Zuckerbomben so glatte Gesundbrunnen entstehen lassen.

ampel1.jpgSeit langem treten Verbraucherschützer für eine Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln ein, die klar kennzeichnet wo im Regal die wahren Dickmacher zu finden sind. Weil aber der Kampf zwischen Ministerien, Lobbyisten und den Verbraucherorganisationen noch im Gange ist und eine endgültige Regelung noch nicht abzusehen ist, hat man bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen jetzt reagiert und ein Projekt ins Leben gerufen, mit dessen Hilfe jeder selbst seine “Ampel” mit zum Einkaufen nehmen kann.

“Ampelcheck” heißt das Projekt, das mit seiner eigenen Website www.ampelcheck.de im Internet vertreten ist. Per Download können sich dort interessierte ein PDF mit der Ampelcheck-Karte herunterladen. Diese Karte im Scheckkartenformat kann auf einem Farbdrucker ausgedruckt werden und dann als Orientierungshilfe beim Einkauf hergenommen werden.

Die „Checkkarte“ listet für Lebensmittel und Getränke auf, welcher Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker, und Salz als niedrig, mittel und hoch einzustufen sind. Kunden können die Werte, einheitlich berechnet für 100 Gramm, aus der Nährwerttabelle mit den Angaben auf der Packung vergleichen.

Zur besseren Orientierung sind die Mengenangaben mit den Ampelfarben grün, gelb und rot unterlegt. Rot warnt vor einem hohen Nährstoffgehalt und mahnt zu einem sparsamen Verzehr, gelb signalisiert einen Genuss in Maßen und der dritte Button gibt grünes Licht für reichliches Essen. Allerdings funktioniert der Ampelcheck nur bei Lebensmitteln, bei denen die Werte für Fett, Zucker und Salz auf den Packungen angeben sind.

ampel2.jpgZusätzlich gibt es auf www.ampelcheck.de natürlich ausführliche Informationen rund um das Thema Ampelkennzeichnung, es gibt eine Produktliste für die die Ampelkennzeichnung schon abrufbar ist. Die Datenbank dieser Produktliste kann von Besuchern der Seite um Ihr jeweiliges “Lieblingslebensmittel” ergänzt werden; einfach Produktname und Nährwerte eingeben, abschicken, fertig.

Für alle, die nur ganz kurz mal ein Produkt analysieren wollen, für die ist ein “Ampelrechner” in die Seite integriert, der dem Nutzer anhand der eingegebenen Nährwerte den “Ampelcode” anzeigt. Und wer es ganz genau wissen will, der erfährt auf der Ampelcheck-Seite auch noch einiges über beliebte Formulierungen auf Verpackungen (und ihre Bedeutungen) und die kleinen aber wirkungsvollen Tricks, mit denen die Lebensmittelhersteller ihre Produkte ganz unbedenklich erscheinen lassen - Stcihwort Portionsgröße.

Ampelcheck ist eine wirklich tolle Idee und bekommt eine dicke Empfehlung von Purzelpfund.de.

Links & Downloads:
Die Pressemeldung der VZ NRW
Die Ampelcheck-Website (auch unter nützliche Links zu finden)
Der Flyer zum Ampelcheck
Die Ampelcheck-Karte zum Download und selber Ausdrucken

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Bayern führt staatliche Ernährungsberatung wieder ein

Verfasst am 7. Juli 2008 in Politik, Gesundheit, Allgemein von Redaktion

Edmund Stoiber, ja genau der Mann mit dem Problembären, hat vor einigen Jahren die bayerische Bürokratie entrümpelt. Nunja,m zumindest hat er die eine oder andere staatliche Leistung für Bürger abgeschafft, ein paar Euros eingespart und sich so für seinen Altenteil in Brüssel qualifiziert, wo er jetzt der europäische Bürokratie zuleibe rückt.

Eine der Institutionen, die dem Stoiberschen Kahlschlag zum Opfer fiel, war die staatliche Ernährungsberatung. Nun, da sie der Edi nicht mehr zwiebeln kann, führen seine aufmüpfigen CSU-ler die Beratung heimlich still und leise wieder ein. Jetzt heißt das Kind “staatliche Ernährungsbildung” und wurde relativ “holterdipolter” durch den Agrarausschuss des bayerischen Landtags gepeitscht - denn dummerweise war die SPD-Abgeordnete Heidi Lück den CSU-Damen mit einem ähnlich lautenden Antrag zuvorgekommen.

Weil aber das Ziel dasselbe war und darüber ja weitgehend Einigkeit herrschte, konnten die CSU-Mitglieder im zuständigen Ausschuss, von einigen kleinen Änderungen abgesehen, dem Vorschlag schließlich zustimmen.

 

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Bundesregierung will Übergewicht bekämpfen

Verfasst am 25. Juni 2008 in Politik, Gesundheit, Allgemein von Redaktion

Laut einer Meldung der Berliner Zeitung hat die Bundesregierung Länder und Kommunen aufgefordert, sich an ihrem Programm gegen Übergewicht und bessere Ernährung zu beteiligen.

Nachdem das Bundeskabinett den “Nationalen Aktionsplans Ernährung” gebilligt hatte betonten Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Mittwoch in Berlin die Bedeutung einer Teilnahme der Ländern mit ihrer Zuständigkeit für Schulen, aber auch Kommunen und Einrichtungen wie Sportvereine.

Der Bund habe mit seinem Plan gegen Übergewicht nicht vor zu diskriminieren und auch nicht mit Verboten vorzugehen. Man wolle «Deutschland in Form» bringen. Ein Zeichen, dass man bei der Regierung nicht mit einem erdrutschartigen Erfolg rechnet zeigt die Laufzeit des Programms bis zum Jahr 2020.

Hintergrund des Plans, so Seehofer und Schmidt, sei die Tatsache dass ein großer Anteil der Gesundheitsausgaben (bis zu 70 Milliarden Euro) durch auf falsche Ernährung und zu wenig Bewegung bedingt sei. Außerdem sind in Deutschland über 60 Prozent der Männer und rund 50 Prozent der Frauen der Frauen zwischen 18 und 80 übergewichtig

Widerstand kam aus der Opposition, berichtet die Berliner Zeitung weiter:

Die Grünen-Fraktion hält den Aktionsplan für untauglich. «Es werden hauptsächlich Alibi-Maßnahmen vorgeschoben», sagte Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn der dpa. «Übergewichtige Kinder werden so nicht erreicht.» Höhn fordert ein Werbeverbot für Süßigkeiten im Fernsehen vor 20 Uhr sowie eine Ampel-Kennzeichnung von Lebensmitteln, bei der die Farben Rot, Gelb oder Grün zeigen, wie hoch der Anteil von Fett, Zucker oder Salz ist. Der FDP-Verbraucherpolitiker Hans-Michael Goldmann lehnt ein Werbeverbot dagegen ab. Die Deutsche Kinderhilfe kritisierte, bloße Appelle an die Bevölkerung reichten nicht. Der Verband fordert Ernährung als Pflichtfach in der Schule.

 

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Kritik an Adipositas-Unterstützung der Krankenkassen

Verfasst am 13. Juni 2008 in Presse, In den Medien, Politik, Allgemein von Redaktion

Adipöse Leibesfülle ist nunmal nicht der gesündeste Zustand, soweit sind sich zumeist noch alle einig. Doch wenn sich ein Übergewichtiger nun mit der Bitte an die Krankenkasse wendet, Ihn bei seinen Bestrebungen für ein “leichteres Leben” zu unterstützen, stehen die Betroffenen oft alleine auf weiter Flur. Abnehmen ist oftmals ein nicht ganz billiges Privatvergnügen, das kritisiert nun auch Prof. Stephan Bischoff von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM):

In Deutschland seien Behandlung und Prävention aber bis heute nicht erstattungsfähig. Die Ernährungsprogramme der Kassen seien vor allem Mittel zur Eigenwerbung, kritisierte der Wissenschaftler von der Universität Hohenheim zum Auftakt eines dreitägigen Kongresses von Ernährungsmedizinern. «Die Kassen sind nicht daran interessiert, etwas an der Ursache zu tun», sagte Bischoff. […] Die Kassen sind nicht daran interessiert, etwas an der Ursache zu tun

Die ganze dpa-Meldung lesen.

 

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Die Ampel in der Mensa

Verfasst am 2. Juni 2008 in Politik, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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ampel.jpgWo Verbraucherschutzminister Seehofer sich noch windet, machen die Verantwortlichen der Unimensa in Regensburg jetzt Nägel mit Köpfen. Sie haben am heutigen Montag die Ampelkennzeichnung für die Gerichte der Mensa eingeführt. Purzelpfund.de hat mit dem Küchenchef der Mensa Alexander Schuster telefoniert.

Purzelpfund.de: Herr Schuster, sie sind ja schneller als der Verbraucherschutzminister. Weshalb haben Sie denn heute die Ampelkennzeichnung in Ihrer Mensa eingeführt?

A. Schuster: Wir wollten dem gestiegenen Ernährungsbewusstsein mit unserer Kennzeichnung Rechnung tragen und unseren Kunden einfach diesen zusätzlichen Service bieten.

Purzelpfund.de: Einzu eins lässt sich die Ampelkennzeichnung wie für Lebensmittel gefordert für Kantinen-/Mensaessen nicht umsetzen. Wie haben Sie das Problem gelöst?

A. Schuster: Unsere Kunden können sich ihre Mahlzeit ja aus verschiedenen Komponenten zusammenstellen. Wir haben für diese einzelnen Komponenten den Kalorien- und Fettgehalt berechnet und kennzeichnen diesen mit farbigen Punkten entsprechend dem Ampelsystem, was natürlich einen erheblichen Mehraufwand für uns bedeutet. JEde Rezeptänderung oder jede Zutatenänderung bei einem zugelieferten Produkt heißt für uns “neu berechnen”.

Purzelpfund.de: Wie kommt das neue System denn bei den Kunden also den Studenten an?

A. Schuster: Wir haben heute schon sehr positives Feedback bekommen, die Studenten reagieren auf die Kennzeichnung. Ein Mädchen hat sich bewusst umentschieden, weil sie heute abend noch in den Biergarten gehen will. Natürlich gibt es am ersten Tag noch viele Fragen, aber die Studenten informieren sich bei uns.

Purzelpfund.de: Und wie hält es der Privatmann Schuster mit der Ampelkennzeichnung?

A. Schuster: Prinzipiell bin ich zuallererst für ausgewogene Ernährung, wenn möglich aus regionalen Produkten, das ist immer das Beste. Grundsätzlich ist diue Idee gut, aber die beste Kennzeichnung bringt nichts, wenn man sie sich durch beliebige Portionsgrößen schönrechnen kann.

Purzelpfund.de:Vielen Dank für dieses kurze Gespräch!

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