Ampelkennzeichnung: Umfrage macht Seehofer Druck
Der oberste Verbraucherschützer der Nation, Bundesminister Horst Seehofer (CSU) hat schon bei diversen Gelegenheiten klar gemacht, dass er von einer farbigen Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln nichts hält. Stattdessen setzt der Minister auf das von der Industrie und ihren Lobbyisten bevorzugte, für den Verbraucher aber völlig undurchschaubare System mit den Nährwertangaben pro Portion (siehe hierzu Spiegel online).
Dass die Hersteller die Größe ihrer Produktportionen selbst bestimmen und damit ein Produkt scheinbar unbedenklich rechnen können, ficht den Unionspolitiker nicht an. Und weil er sich seiner Sache sicher fühlte, beauftragte Seehofer eine Umfrage. Doch der Schuss ging nach hinten los. Eine deutliche Mehrheit der befragten Bürger favorisierte die farbliche Kennzeichnung von Lebensmitteln nach dem britischen Vorbild. Doch auch das ist Seehofer und seinen Ministerialen offensichtlich egal.
“Wir arbeiten an keinem Farbsystem”, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Müller (CSU). “Wir bleiben bei dem mit der Wirtschaft entwickelten System.”
Spiegel-Artikel zur Ampel-Umfrage
Die Foodwatch-Petition für die Ampel-Kennzeichnung unterschreiben
WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'd00570b8.wp_ads_banners' doesn't exist]
SELECT * FROM wp_ads_banners WHERE 1 AND ( banner_active = 'Y' ) AND ( (banner_maxviews = 0) OR (banner_views < banner_maxviews) ) AND ( banner_zones LIKE '%#content#%' )
WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'd00570b8.wp_ads_banners' doesn't exist]
UPDATE wp_ads_banners SET banner_views = banner_views + 1 WHERE banner_id = ''
















Der Nachteil für den Verbraucher: Jeder Hersteller wählt seine eigene Portionsgröße und kann so sein Produkt ganz problemlos als fettarm und zuckerfrei darstellen. Das Extrembeispiel hatte ich heute auf dem Frühstückstisch: Die Packung leichte Schinkenwurst aus der “go light” Produktreihe (u.a. bei Kaufland) hätte mit seinen 99 Kalorien und nur drei Prozent Fett die Schummelei gar nicht nötig gehabt - und dennoch ist auf dem Packung die Portionsgröße mit einer Scheibe (= 6 Gramm) angegeben.
So werden unter anderem die neuen Vollkorn - “Special K Pro Vita” beworben, die zwar nur zwei Prozent Fett enthalten, doch da ist ja auch noch der Zucker. 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm Cornflakes sind doch eine recht deftige Quote. Und hatten wir nicht vorhin über Portionsgrößen gesprochen? Bei Kelloggs ist die normale Portionsgröße 30 Gramm plus 125 Milliliter Milch. Wer einzig und allein Cerealien frühstückt, wird wohl kaum mit diesem Portiönchen gesättigt in den Tag starten. Auf dem Bild haben wir für einen besseren Eindruck 30 Gramm Rice Crispies neben einem Teelöffel platziert.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fordert eine Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel, wie sie Großbritannien bereits Anwendung findet. Die Ampel soll laut einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale die nötige Orientierung über gesunde Lebensmittel geben und den Kunden in die Lage versetzen, eine gesündere Kaufentscheidung zu fällen.
Kinder sind anfällig, wenn es um “schlechte” Ernährung geht, denn Fast Food und Süßes ziehen die Kleinen geradezu magisch an. Kein Wunder, schmeckt ja auch alles irgendwie lecker. Doch bedauerlicherweise steht der Nährwert in keinem Verhältnis zur aufgenommenen Kalorienmenge, so dass auch die Statistiker (z.B.
Kein Scherz, wer nach Neuseeland auswandern möchte, sollte sich vor Antritt der Reise vergewissern, dass sein BMI kein Übergewicht verheißt. Sonst kann es ganz schnell geschehen, dass es ihm wie Richie und Rowan Trezise geht. Das walisische Ehepaar wollte nach Neuseeland auswandern, weil Richie als Spezialist für Unterseekabel bei der neuseeländischen Telekom angeheuert hatte. Doch bei der Einreise kam der Schock: “Sie sind zu dick, kehrt marsch” hieß singemäß die Willkommensbotschaft, die Neuseeland für das Ehepaar bereit hielt. Richie speckte ab und durfte einreisen, doch seine Frau hat den magischen BMI-Grenzwert bisher noch nicht erreicht. Schafft sie es bis Weihnachten nicht, wollen die Trezises dem Land den Rücken kehren, 