100 Kalorien vorgezählt

Verfasst am 31. März 2009 in Süßigkeiten, Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Tom

milka.jpgEin Weg, den viele auf dem Weg zum verringerten Gewicht beschreiten, ist das Kalorienzählen. Ein fester Kalorienwert als Tagesdosis, Lebensmittel werden abgewogen, Kalorien entsprechend berechnet. Wie bei jedem Abnehmunternehmen sind Süßigkeiten dabei nur schwer in den Ernährungsplan einzufügen. Schlecht für Süßigkeitenhersteller, gut für die Figur.

Die schwere Aufgabe für die Marketingcracks ist nun, auch den figurbewussten Abspecker von Zeit zu Zeit zum Naschen zu verführen. Diese Verführung fällt umso leichter, je besser man dem Abnehmer klar macht, dass ein kleiner Fehltritt keine im wahrsten Sinne des Wortes schwer wiegenden Folgen haben wird. Wie wäre es denn, wenn man dem Genießer vorgepackte 100-Kalorien-Portionen anbietet? Bei Milka sieht man die Lösung in Form der “100 Calorie Packs”.

Wir haben das rechts abgebildete Milka-Päckchen in einem Supermarkt in Strasbourg entdeckt und natürlich mitgenommen. Sechs kleine Beutelchen á 100 Kalorien sind in der Pappschachtel, darin Crunch-Kügelchen mit Milka-Überzug. Ganz lecker, aber wenig spektakulär. In Teig eingebackene Luftbläschen mit Schokolade drumherum halt. Wenn man dann noch den Genusswert, dem Kaufpreis gegenüberstellt, dann bleibt - man mag es schon erraten - kein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis.

 

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Ab auf die Matte

Verfasst am 18. März 2009 in Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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ft7.jpgUnsere Wii Fit ist seit bald 9 Monaten ein treuer Gast in unserem Wohnzimmer, aber sie hat auch einen kleinen Nachteil. Erstens ist es in erster Linie eine Art Trainingsgerät, bei dem der spielerische Charakter eher kleiner ist, auch wenn die einzelnen Übungen durchaus cartoonhaft animiert sind. Wettkampfspiele oder Übungen, die man zu zweit spielen kann sind bei der Wii Fit Mangelware.

Drum haben wir uns ein wenig umgesehen und sind dabei auf ein Spiel gestoßen, das es schon für den Gamecube gab und auch für die Wii vertrieben wir. Family Trainer heißt das gute Stück und stammt aus dem Hause Bandai Namco bzw. Atari. Das Konzept ist ähnlich wie bei der Wii Fit, indem über eine externe Steuerung - bei Wii Fit das Balanceboard - Körperbewegungen in das Spiel übertragen werden.

Beim Family Trainer erfüllt diesen Zweck eine Kontaktmatte, die die Bewegungen der Spieler registriert. Der Vorteil der Matte: Sie ist weniger empfindlich als das Balanceboard, das sich ja bekanntlich Hüpfen oder andere “härtere” Kontakte verbittet. ft1.jpgMit der Matte, die über die Gamecube-Controller-Anschlüsse mit der Wii verbunden wird, wird außerdem die Spiele-DVD geliefert, auf der 16 verschiedene Spiele zu finden sind, von denen ich hier drei als Beispiele anführen will:

Brennholz ist eine Art Hürdensprint, bei dem es über querliegende Baumstämme zu springen gilt.

Beim Steinhüpfer muss der Spieler möglichst schnell über eine Reihe schwankender Steinstelen springen.

Seilspringen, der Name ist Programm. Es gilt dem immer schneller werdenden Seil auszuweichen und möglichst oft zu springen.

Wir hatten das Spiel zunächst aus einer Videothek ausgeliehen und einen Abend ausgiebig getestet. Soll heißen, wir sind beide nach einer Stunde nach Luft japsend und gut schwitzend erst mal auf den Boden gesunken. ft4.jpgDer Entschluss, den Family Trainer anzuschaffen, fiel dann recht schnell und seit einer Woche ist er bei uns eingezogen und ergänzt sich ganz prächtig mit der Wii Fit. Letztere ist eher für das “ernsthafte” Training nach Feierabend zuständig, der Family Trainer sorgt für den Spielspass zum Austoben und ist im Zweifelsfalle auch gut geeignet, einen Spieleabend mit Freunden unterhaltsam anzureichern.

Preislich ist der Family Trainer kein Schnäppchen, 69,99 muss man bei Amazon berappen. Dabei ist es überaus ratsam, sich bei Ebay und anderen Händlern umzusehen, da dieser Artikel bei Amazon seltsamerweise regelmäßig Lieferzeiten von 4 bis 6 Monaten aufweist.

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Gemüseverarbeitung: Hobeln statt schnippeln

Verfasst am 27. Januar 2009 in Erfahrungsberichte, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Als wir vor zwei Jahren begannen unsere Ernährung umzustellen, landete als Folge immer öfter Gemüse auf dem Teller. Gemüse, das im Vorfeld natürlich irgendwie verarbeitet werden musste. Und so brachten wir als Konsequenz in den ersten fünf Monaten des Abnahmeprojekts deutlich mehr Zeit in der Küche zu als zuvor.

Auf der Augsburger Dult, einem zweimal jährlich stattfindenden Markt, gab es dann die Lösung für unser Problem - einen Börner V-Hobel. Ich selbst kannte das Gerät schon aus meiner Jugend, meine Eltern hatten jahrelang mit so einem knallorangen Hobel das Gemüse geschnitzelt. Schon bei früheren Dultbesuchen hatte ich für den Kauf eines solchen Geräts plädiert, war aber an Martinas Skepsis abgeprallt. Doch dieses Mal war die Burg sturmreif geschossen, der Kauf des Hobels eine reine Formsache. Und seitdem ist die Gemüseverarbeitung eine reine Freude.

bh_hobel.jpg
Wenn wir nun mit anderen das Thema “Ernährungsumstellung” diskutieren - egal ob in Martinas Weight Watchers-Gruppe, in Internetforen oder anderswo - die Gemüseverarbeitung ist einer der Punkte, der immer wieder als großer Abtörner angeführt wird. Und weil wir glauben, dass auch andere “Abnehmer” für die Hilfe des Hobels dankbar wären, stellen wir ihn heute hier vor. Es gibt in unserer Wohnung kaum ein Gerät, von dem wir ehrlich so überzeugt sind, wie von diesem Hobel.

Hergestellt wird dieses Wunderding von einer Firma namens Börner, die versteckt im kleinen Dörfchen Niederkail östlich von Bitburg ansässig ist. Im normalen Handel sind die V-Hobel in ihren verschiedenen Versionen nicht zu kriegen, Börner vertreibt ausschließlich übers Internet und über seine Vertreter auf den diversen Märkten im ganzen Bundesgebiet.

Geheimnis des V-Hobels sind seine v-förmig angeordneten Klingen, die aus irgendeinem magischen Grunde nicht stumpf werden. Der Hobel meiner Eltern ist an Kunststoff-Materialermüdung eingegangen, da haben die Klingen noch munter geschnitten. Durch variable Klingeneinsätze können eine Vielzahl an Schnitten realisiert werden. Der Klingenschutz dient zugleich als Einsatz für mitteldicke Scheiben, ein weiterer Einsatz kann je nach eingesetzter Seite dünne oder dicke Scheiben erzeugen.

bh_zucch2.jpg

Kartoffeln selber zu Pommes Frites schneiden ist mit dem Klingeneinsatz für breite Streifen ein Kinderspiel. Mit zwei, drei Messerschnitten in das zu schnippelnde Gemüse werden große Würfel draus.

bh_kart.jpg

Als vierter mitgelieferter Einsatz gibt es schmale Dopppelklingen für wunderbare Gemüsejulienne, so wie wir sie für dieses Bild aus Zucchini zubereitet haben.

bh_zucch1.jpg

Und wenn man dann, wie oben schon erwähnt, das zu schneidende Gemüse noch kurz einschneidet, erhält man wunderbare Würfelchen, so wie es der hier abgebildeten Gemüsezwiebel ergangen ist.

bh_zwiebel3.jpg

Wem das noch nicht fein genug ist, für den gibt es bei den Markthändlern und im Internet als Zubehör noch einen Einsatz mit noch feineren Klingen. Und dass man zusätzlich zu den Gemüsewürfeln nicht auch noch seine Finger häckselt, wird das Gemüse vor dem Schneiden in den mitgelieferten Halter eingespannt.

Nach Gebrauch wird der Hobel samt Klingen und Fruchthalter platzsparend in seiner Kunsstoffhalterung verstaut. Dass man sich beim Hantieren abseits des Gemüseschneidens nicht die Finger an den wirklich sehr scharfen Messern verletzt, dient einer der Einsätze als Klingen- und Fingerschutz.

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Was der Börner V-Hobel leisten kann, haben wir versucht, in einem kleinen Duell Messer gegen Hobel darzustellen. Martina, die recht geübt mit dem Messer hantiert und ich, der ich den Hobel bedienen kann, werden beide 500 Gramm Kartoffeln zu Pommes verarbeiten, eine Zucchini in Scheiben schneiden und eine große Gemüsezwiebeln in kleine, feine Würfel schneiden.

Wir beginnen mit den Kartoffeln, schon in den ersten 20 Sekunden habe ich drei Kartoffeln gestiftelt, Martina gerade den ersten vollendet. Nach etwas mehr als 90 Sekunden sind meine 500 Gramm Erdäpfel in Pommesgröße geschnitten und nach einem schnellen Messerwechsel muss die Zucchini dran glauben. Keine 15 Sekunden später liegt auch die Zucchini geschnitten auf dem Teller. Jetzt noch die Zwiebel. Sie wird in den Halter gedrückt, mit einem Messer längs eingeschnitten. Jetzt muss noch einmal der Messereinsatz gewechselt werden und dann gleitet auch die Zwiebel über den Hobel. Nochmal 15 Sekunden später liegen feinste Zwiebelwürfelchen vor mir.

Insgesamt habe ich mit den Messerwechseln weniger als drei Minuten zum Schnippeln der drei Gemüsesorten gebraucht. Martina braucht rund fünf Minuten, nicht ganz doppelt so lange - wobei man nochmals erwähnen muss, dass Martina sehr routiniert das Küchenmesser schwingt. Der Ottonormalkoch dürfte also gut und gerne etwas länger beschäftigt sein.

Fazit:
Wir stehen voll und ganz hinter unserem Börner Hobel. So schnell und einfach wie mit diesem Gerät lässt sich Gemüse sonst kaum verarbeiten. Die Edelstahlversion V10 ist mit 88 Euro sicher kein Schnäppchen, für Sparfüchse gibt es aber die nahezu identische Version V4 aus Kunststoff für 25 Euro. Letzten Endes ist die Machart auch nur sekundär - beide Modelle sind unverwüstlich und die Klingen, das entscheidende Element, sind in beiden Hobeln identisch.

Verschiedene Varianten des V-Hobels:
Börner V-Hobel V3
Börner V-Hobel V4
Börner V-Hobel V6
Börner V-Hobel V10

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Sandwich-Time dank Mayonnaise mit 3 % Fett

Verfasst am 10. Januar 2009 in Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

Wir haben beide eine Affinität zu den britischen Inseln. Ich habe ein Jahr in Irland studiert, Tina war zwei Jahre lang als Au-pair in England, wir haben Freunde in England, Wales und Irland. Es mag eine logische Folge sein, dass wir mit der Zeit auch eine Vorliebe für die eine oder andere kulinarische Spezialität - ja, die gibt es durchaus - entwickelt haben.

SandwichGanz großes Kino ist für mich die englische Sandwichkultur und auch hier greife ich gerne auf die Brot-Füllung-Brot-Technik zurück, vor allem wenn es mal wieder schneller gehen muss. Der Kitt, der ein Sandwich zusammenhält ist allerdings nicht selten ein kräftiger Klacks Mayonnaise, so dass auch ein an sich mager mit Pute, Salat, Paprika und Mais belegtes Sandwich sich binnen eines Sekundenbruchteils in eine Kalorienbombe verwandelt.

Mit Beginn der Abnahmeprogramms hat sich auch der Sanwichkonsum zunächst quasi auf Null reduziert und erst mit dem Entdecken der ersten Light-Mayos wieder ein wenig entspannt. Zunächst haben wir “Miracel Whip Balance” (10 % Fett) entdeckt, dann gab es eine 4,9%ige “Miracel Whip so leicht” Joghurt-Salatcreme, die uns aber geschmacklich weniger entgegen kam und schließlich tauchte die Thomy legére in den Supermärkten auf - mit ebenfalls 4,9 Prozent Fett.

Bei einem Ausflug nach Österreich haben wir nun vor Kurzem eine neu, noch leichtere Mayonnaise entdeckt. Kuner heißt die Marke aus dem Konzernverbund von Unilever, die mit ihrer “Mayonnaise extra leicht” nur noch drei Prozent Fett auf den Tisch bringt und dabei wirklich gut schmeckt. mit 76 kcal pro 100 Gramm und den drei Prozent Fett ergibt sich für die gesamte 350 ml Flasche ein Punktewert, der deutlich im einstelligen Bereich liegt. Die Konsequenz: ein einzelner Klacks fürs Sandwich ist punktetechnisch nicht relevant, ausgenommen, man plant ein größeres Sandwich-Buffet.

Der Nachteil an der Kuner Mayonnaise, man bekommt sie wirklich nur in Österreich, wie eine Nachfrage bei Unilever ergeben hat. Gut, dass wir Purzelpfundler quasi unsere privaten Shoppinghelfer haben. Gruß nach Soizbuag!

 

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Vom Energiebereich zum Ausdauerbereich

Verfasst am 27. Oktober 2008 in Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

Es hat endlich geklappt, ich habe unser Testgerät in einem ersten Lauf getestet. Un dich muss eines gleich vorausschicken, ich wurde positiv überrascht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Gerät, hätte ich mich nicht gewundert, wenn sich die Eindrücke fortgesetzt hätten, doch dazu später mehr.

Das Samsung F110 miCoach wird mit einer Menge Zubehör geliefert, das ich hier jetzt kurz vorstellen möchte:

Das Handy… ist neben seiner offensichtlichen Telefonfunktion auch die zentrale Bedieneinheit des Lauftrainers im Einsatz. Hier laufen die Daten der Zubehörelemente zusammen und werden von hier später auf den PC übertragen.

handy_set.jpgDie CD… liefert das Samsung eigene Synchronisations-Programm “PC Studio” sowie den “adidas miCoach Synchronizer”. Beide Programme lassen sich problemlos installieren und sind auch für Anfänger leicht zu bedienen.

Das Headset… hat zwei einzelne Bügel-Ohrhörer, die bei mir nicht dauerhaft anzubringen waren. Das Headset dient außerdem als Antenne für das im Handy eingebaute UKW-Radio. etwas ungünstig ist der Anschluss über ein zusätzliches Adapterkabel. So können zwar externe Headsets mit einem Standard-Klinkenstecker angeschlossen werden, dafür hat man dann aber ein relativ langes Kabel zwischen Ohren und Oberarm herumbaumeln.

Der Brustgurt… misst die Herzfrequenz des Sportlers und überträgt die Daten an das Handy. Der Gurt wirkt hochwertig und reicht auch um einen starken Brustkorb herum.

Der Schrittzähler… wird in die Schuhbändel eingebunden und funkt von dort die Schrittzahl zum Handy, zumindest theoretisch.

Die Tasche
… verwahrt das Handy während des Laufens. Bedauerlicherweise ist die Tasche recht knapp geschnitten, so dass die Verstauung des Handys etwas unkommod werden kann.

Die Handbücher… sind eigentlich winzige Büchlein, die Kurzsichtige und Menschen mit großen Händen auf eine schwere Prüfung stellen. Ein quadratisches Format mit wenigen Zentimetern Seitenlänge ist zwar ein netter Designgag, aber alles andere als sinnvoll.

Die Technik:
Das F110 hat mich einige Tage auf eine schwere Probe gestellt. Ich habe das Handy ja als Testgerät erhalten und es auch in scheinbar fabrikneuem Zustand erhalten. Das hatte ich bei einem Testgerät nun nicht unbedingt erwartet, aber auf allen Displays klebten Schutzfolien, die Verpackung hatte keine Knicke oder Schrammen und die Original-Siegel waren intakt. Und was macht man(n), wenn er ein neues technisches Spielzeug in Händen hält?

Genau! Er probiert es aus. Und so habe auch ich schon recht bald die einzelnen Komponenten zusammengesucht und versucht einen “Testlauf” zu machen. Den Brustgurt hat das F110 gleich erkannt und registriert, alles easy. Dann der Schrittzähler. Wie in der Beschreibung erklärt, habe ich diesen an meine Schuhe gefrickelt und bin dann in meinem Wohnzimmer ein paar Schritte gejoggt. “Schrittzähler nicht gefunden” teilte mir das Gerät lapidar mit. Hmm? vielleicht war das Handy zuweit entfernt vom Schrittzähler, also befestigte ich das Handytäschchen knapp über dem Ellbogen.

“Schrittzähler nicht gefunden”. Muss der Schrittzähler vielleicht irgendwo synchronisiert werden? Zigmal habe ich mich durch die miCoach Menüs geklickt, nichts. Bedienungsanleitung und diverse Fundstellen im Internet schworen Stein und Bein, dass sich Schrittzähler und Handy gleichsam blind finden würden.

Mein letzter Geistesblitz hieß Batterie. Bei fabrikneuen Geräten gibt es ja oft so einen winzigen Isolationsstreifen aus Kunststofffolie, der ein Entleeren der Batterie verhindert. Auch hier Fehlanzeige - die Batterie war richtig eingelegt und keine Fitzelchen Kunststoff bremste den Kontakt.

Tja und wenn ich an dieser Stelle nur einen Zentimeter logisch weitergedacht hätte, dann hätte ich mein Problem rund eine Woche schneller gelöst. Nur hätte ich nie vermutet, dass in einem neuen Gerät eine leere Batterie liegen könnte. Ich habe also noch diverse Synchronisations-Versuche unternommen, bevor ich in letzter Verzweiflung ein paar Euros in eine Austauschbatterie investierte. Und siehe da: “Schrittzähler gefunden”! Ich war erleichtert.

mic_website.jpg

Der Trainingsplan
Bevor man allerdings begleitet vom mobilen miCoach auf die Strecke gehen kann, muss man sich noch einige Minuten am PC beschäftigen. Schließlich braucht man einen Trainingsplan, auf dessen Basis einen das F110 “coachen” kann. Für einen Trainingsplan benötigt man einen Account auf der in Zusammenarbeit mit Adidas betriebenen Portalwebsite miCoach.com . Außerdem sollten die auf der CD mitgelieferten Software-Applikationen installiert werden.

Auf miCoach.com kann man sich nun relativ einfach mittels weniger Mausklicks den passenden vorgefertigten Trainingsplan aussuchen oder sich einen komplett eigenen Trainingsplan erstellen. Dabei werden Größe, Gewicht und Alter des Trainierenden sowie die im Training zu erreichende Herzfrequenz berücksichtigt und in den Trainingsplan integriert. Mit ein paar weiteren Mausklicks wird der Trainingsplan auf das F110 übertragen, man ist quasi startklar.

Die Vorbereitung
Bevor es losgehen kann muss man sich natürlich vorbereiten. Dazu gehört beim modernen Handyjogger, dass er sich die passende Laufmusik aufs Handy lädt und sich natürlich ordnungsgemäß verkabelt. Als erstes sollte man den Brustgurt anlegen und dessen Elektroden der besseren Leitfähigkeit wegen befeuchten. Dann muss der Schrittzähler in die Schuhbändel verwurstelt werden - eine alternative Befestigungsmöglichkeit für Träger von Schuhen mit Klettverschlüssen gibt es nicht.

Dann gilt es noch die Oberarmtasche anzulegen und das mit dem Headset verbundene Handy in die Tasche zu stecken - jedoch nicht ohne nicht noch vorher über die Handytastatur den Trainingsplan aufzurufen und zu starten.

Der Lauf
Wer hier schon länger liest, der weiß, dass ich kein Freund des Laufens bin. Zum einen finde ich es relativ langweilig, zum anderen geht mir recht bald der Schnaufer aus, weil ich nicht weiß, wie man sich beim Laufen richtig verausgabt. Meine bisherigen Versuche, vom Schulsport und der Bundeswehr mal ganz abgesehen, waren recht demoralisierende Erlebnisse. Aus diesem Grund habe ich meinen ersten Trainingslauf auch vor die Wii Fit verlegt, denn da kann ich jederzeit ohne Gesichtsverlust des Lauf abbrechen und im Falle von technischen Problemen mit meinem neuen Hilfsmittel steht der PC im Nachbarzimmer.

Während meine Musik zu dudeln beginnt, fange ich an, auf der Stelle zu laufen. Nicht zu schnell, nicht zu langsam. Eine Frauenstimme fordert mich auf, “in die Ausdauerzone” zu beschleunigen. Ich erhöhe das Tempo bis mir die Stimme mitteilt, ich hätte die Ausdauerzone erreicht und möchte das Tempo doch bitte für die nächsten vier Minuten halten. Zwischendurch gibt mir die Stimme über den bisherigen Trainingsverlauf einschließlich der verbrannten Kalorien.

Natürlich teste ich, was das Handy unternimmt, wenn man es mit der Herzfrequenz übertreibt, und so lege ich einen kurzen Sprint auf der Stelle hin, die Herzfrequenz übersteigt den für dieses Training angesetzten Wert deutlich. Es dauert nicht lange bis das Handy mich mahnend auffordert, zu bremsen und in die “Ausdauerzone” zurückzukehren.

Dieses erste Training dauert knapp 30 Minuten und ist von einem steten Wechsel zwischen Energiezone (HF 125 - 138) und Ausdauerzone (HF 138 - 152) bestimmt. Auch wenn mir das Wasser die Stirn herabläuft, ich habe die 30 Minuten gut überstanden und auch wenn ich “nur” auf der Stelle gelaufen bin, bin ich doch ganz froh, die 30 Minuten gut überstanden zu haben.

mic_screen2.jpg

Die Bilanz
Nach einer kurzen, erfrischenden Dusche, hänge ich das Handy wieder an den PC und lade meine Trainingsbilanz auf den Rechner. 30 Minuten Training haben laut Auswertung 533 Kalorien das Leben gekostet. 69 Prozent der Zeit habe ich meine Herzfrequenz im geforderten Bereich gehalten - die zwei Ausreißer auf der Grafik ganz links und gegen Mitte zu sind 1) dem Mißlungenen Versuch, das Handy im Laufen in seine Tasche zu stopfen geschuldet und 2) dem Anruf eines Freundes. Beide Male musste ich kurz “anhalten”.

Die Schrittfrequenz lag laut Handy bei 159 Schritten pro Minuten, was mir persönlich etwas hoch erscheint (ich habe aber leider nicht mitgezählt) - genauso wie 40 zurückgelegte Meter etwas wenig scheinen. Aber vielleicht hat mich das Handy ja einfach beim “auf-der-Stelle-laufen” ertappt. Aus anderen Daten lässt sich aber zumindest eine ungefähr zurückgelegte Distanz von 4 Kilometern errechnen. Auch hier kann ich mir keine Beurteilung anmaßen.

Ich gebe aber zu, dass ich von der Funktion als Trainingscomputer sehr angetan bin, mehr angetan, als von den sonstigen “inneren Werten” dieses Geräts. Die Überwachung der Herzfrequenz und die Vorgabe des Tempos einschließlich der grafischen Aufbereitung der Trainingsdaten wirkt auf mich sehr professionell und überzeugend.

Nicht optimal finde ich dagegen die Oberarmtasche für das Gerät. Das Handy gibt während des Laufs die aktuellen Daten des Laufes in einer farbigen Grafik auf dem Display aus - die man leider nicht sehen kann, da das Handy ja in der undurchsichtigen Tasche steckt. Eine Armegelenksbefestigung mit transparentem Sichtfenster wäre unter Umständen eine sinnvolle Änderung des Konzepts.

 

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Fingernagel ade
oder “Wie fest müssen Batteriefachdeckel sitzen?”

Verfasst am 21. Oktober 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

Vor ein paar Wochen haben wir über ein Handy berichtet, das dem (angehenden) Jogger Hilfestellung bei der Aufstellung und Ableistung seines Trainingsplanes leisten kann und soll. Das Gerät kommt aus dem Hause Samsung, trägt die Typenbezeichnung F110 myCoach und wir hatten angekündigt dieses Gerät testen zu wollen. Schließlich ist das ja mal eine Handyfunktion, die Übergewichtigen einen Mehrwert bei einem Handy bietet und zum zweiten, waren wir skeptisch, ob sowas funktioniert.

Ganz so skeptisch war man bei adidas offensichtlich nicht, denn die Firma betreibt das Online-Portal miCoach.com, das mit dem Samsung-Handy quasi kooperiert. Also haben wir uns bemüht ein solches Handy aufzutreiben und haben uns gefreut wie zwei kleine Schnitzel, als und jemand ganz unkompliziert ein solches Gerät für einen Testzeitraum von vier Wochen zur Verfügung gestellt hat.

Nun sind schon drei Wochen der First herum und ich habe bisher noch keinen einzigen Lauf gemacht - das muss ich jetzt alles in einer Woche auf die Reihe bekommen. Dafür benutze ich das Handy alleine seit drei Wochen und werde deshalb meinen Testbericht zumindest zweiteilen. Heute gibt es “Das Handy” als das was es neben seiner Coachingfunktion noch ist - ein Telefon.

Optik: Das F110 ist ein so genanntes Slider-Handy, das heißt, man legt die Tastatur durch Auseinanderschieben von oberer und unterer Hälfte frei. Das Gerät ist 4,5 Zentimeter breit, 1,4 Zentimeter dick und zusammengeschoben gerade mal 10,1 Zentimeter lang - passt also sowohl in Hosen-, Jacken und Handtasche.

Das Gerätegehäuse ist aus anthrazitfarbenem Kunststoff, im oberen Drittel mit einem weißen Mittelstreifen abgesetzt. In der Gehäuserückseite des Geräts findet man das Batteriefach und die eingebaute Digitalkamera. Die Oberfläche der Rückseite ist geriffelt und wirkt bei Berührung als ob ein Gummiüberzug über dem Material läge - vermutlich für besseren “Grip” mit vom Sport nass geschwitzten Pfoten.

Seitlich links liegen Tasten für die Lautstärkeregelung und die Anschlussbuchse für Ladegerät, PC-Synchronisation und Kopfhörer. Gegenüber auf der rechten Seite liegt der Auslöser für die Digicam. In geschlossenem Zustand ist automatisch die Tastensperre für die sieben oben liegenden Tasten sowie das Steuerfeld aktiviert. Neben den Menüsteuertasten gibt es hier zwei Direktstarter für das miCoach-Programm und den mp3-Player, die Löschtaste sowie die Tasten für die Rufannahme und Rufbeendigung. Das F110 ist sicher kein Designklassiker mit hochwertigem Look, aber durchaus ein Handy, mit dem man sich sehen lassen kann.

Handhabung: Meine erste Auseinandersetzung mit dem F100 hatte ich ungefähr zwei Minuten nach dem Öffnen des Pakets. Ich wollte meine Simkarte einlegen und zu diesem Zwecke den Batteriefachdeckel abnehmen. Wir haben fast eine halbe Stunde gerungen, das F110 und ich, bevor ich mit Hilfe eines in den Schlitz zwischen Deckel und Gehäuse geschobenen Fingernagels das Problem lösen konnte. Und nicht nur das Problem sondern gleich auch den Fingernagel. Allerdings scheint das kein Problem speziell meines Testgeräts zu sein, wie folgender Auszug aus einem Testbericht bei ciao.de verrät:

Der Deckel geht nämlich einmal geschlossen nur mit viel Geschick und etwas Kraft wieder auf. Für Leute die häufig die Karte wechsen völlig ungeeignet. Aber zu denen gehöre ich nicht.

Das Gerät selbst liegt eigentlich relativ gut in der Hand - solange diese Hand nicht allzu groß ist. Ich habe ziemlich große Hände und komme gelegentlich in Situationen, in denen mit das Handy zu “fitzelig” ist. Die Tastatur kann ich passabel bedienen, wobei auch hier große Finger definitiv ein potenzielles Problem darstellen.

Mit dem Aufschieben des Handys löst sich die Tastensperre, es kann gewählt werden. Die Menüs werden über die beiden unter dem Display liegenden Tasten bedient. Ein selbsterklärendes System, wie man es aus vielen Geräten kennt.

handymenu.jpgWas ich wirklich schrecklich finde, sind die Menüs des F110. Grafisch einfallslose blaue Icons vor schwarzem Hintergrund, da wäre bei einem Farbdisplay doch sicher mehr drin. Und “mehr drin” beschreibt auch die Digitalkamera ganz angemessen. Zwei Megapixel liegen hinter dem heutigen Standard zurück, auch fehlen im Vergleich zu meinem Standardhandy Samsung i550 Funktionen wie Autofokus oder ein Kameralicht / Blitz - man muss jedoch berücksichtigen, dass es das Handy schon ein Weilchen auf dem Markt gibt.

Schlimm ist auch der Telefonspeicher, der sich mit Outlook synchronisieren lassen soll. Zwar habe ich alle meine Telefonnummern aus Outlook aufs Handy übertragen können, doch aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grunde hat das Handy beim einen Eintrag den Vornamen, beim nächsten Eintrag den Nachnamen für die alphabetische Sortierung ausgewählt.

Und die Suchfunktion läuft leider nur für den (vemeintlichen) Nachnamen, so dass es auch nicht hilft, einfach den vollen Namen einzugeben. Letzten Endes muss man jeden einzelnen, verdrehten Eintrag editieren. Auch schafft das Gerät die Synchronisierung von Aufgaben und Kalendereinträgen aus einem unerfindlichen Grund nicht - auch das offensichtlich ein Standardproblem, wie der oben zitierte Testbericht verrät.

Ein Gigabyte Speicher hat das F110 schon eingebaut, Platz für Musik aus dem handyeigenen mp3-Spieler. Allerdings, und das ist wieder schade, ist dieses eine Gigabyte das absolute Maximum, einen Slot für Speicherkarten hat das F110 nicht. Auf dem Handy ist auch schon eine gewisse Zahl von “Liedern” zur Sportmotivation vorinstalliert. Diese Stücke sind allerdings aus meiner persönlichen Warte kein besonderer Ohrenschmaus, sondern erinnern mehr an die GEMA-freien Synthesizerklänge aus billigen Reise-DVDs - weshalb ich erstmal eine Auswahl eigener mp3s installiert habe.

Mit Hilfe des mitgelieferten Headsets, das als Antenne fungiert, kann man das Handy auch als Radio nutzen. Der Klang von Handy und mp3-Spieler über Headset ist relativ gut, ohne Headset laesst die mp3-Qualität doch sehr zu wünschen übrig (Radio funktioniert ohne Headset nicht). Das Headset selbst besteht aus zwei separaten Bügel Ohrhörern, die sich zumindest an meinen Ohren nicht dauerhaft befestigen lassen, weshalb ich für den Praxistest auf eigene Kopfhörer umsteigen werde.

Fazit: Das F110 an sich ist ein solides und einfaches Sliderhandy, mehr nicht. Es sieht nett aus und man kann damit telefonieren, womit die Grundbedingungen an ein solches Gerät erfüllt wären. Leider weist es im Bereich Standardzubehör (Speicherslot, Digitalkamera, Headset) und Softwarefunktionen (Outlooksynchronisation) deutliche Schwächen auf. Ohne seine Sport- / Coaching-Funktion käme das Telefon wohl kaum in die engere Wahl für eine Kaufentscheidung. Doch über diese Funktion berichten wir demnächst.

 

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Kein sahniges Geheimnis…

Verfasst am 20. September 2008 in Milchprodukte, Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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Herzhaftes hat in Bezug auf eine leichte Ernährung meist den entscheidenden Nachteil, dass es relativ fettig zur Sache geht. Da müssen wir jetzt noch gar nicht von einer knusprig glänzenden Schweinshaxe oder ähnlichem reden. phila2.jpgJeder der regelmäßig Wurst oder Käse einkauft und ab und an einen Blick auf die Nährwerte wirft, der weiß was gemeint ist.

Mittlerweile können Abnehmwillige jedoch auf ein immer größeres Spektrum an fettarmen Lebensmitteln zurückgreifen, ohne dass der Geschmack auf der Strecke bleiben muss. Von wegen “Fett muss sein, Fett ist ein Geschmacksträger!”, da haben inzwischen einige Hersteller, darunter auch der Metzger Pointner das Gegenteil bewiesen.

Vor kurzem hat Kraft unter dem Markennamen “Philadelphia” etwas Neues auf den Markt geworfen. Philadelphia stand ja bisher vor allem für rechteckige Plastikbecher mit Frischkäse in unzähligen Variationen und Fett stufen. Auch beim neuen Produkt spielt Frischkäse eine entscheidende Rolle als Grundmasse für vier neue Brotaufstriche. “Philadelphia Gourmet” heißt das Produkt, das es in den Geschmacksrichtungen “Geflügel und Gartengemüse” , “Mediterranes Gemüse”, “Thunfisch & Paprika” und “Gurke & Knoblauch” gibt.

Grundlage ist auch hier jeweils Frischkäse, dazu kommen Gemüse, Gewürze und in zwei Fällen Fisch oder Hühnchen. Im Falle des phila1.jpgabgebildeten Aufstrichs “Geflügel und Gartengemüse” gehören neben dem Frischkäse auch noch Hühnerfilet sowie Karotten, Zuckermais, Paprika, Zwiebeln und Lauchzwiebeln zu den Zutaten.

Der gelbliche Brotaufstrich ist in seiner Konsistenz eher fest, jedoch gut auf einem Brot verstreichbar. Sowohl die Hühnerstückchen wie auch die Gemüsesorten waren beim Purzelpfund-Test von “Philadelphia-Gourmet” in ausreichender Größe und Menge vorhanden und auch optisch und geschmacklich erkennbar ist. Ein Aufruck auf dem Deckel der Packung verkündet, dass das Produkt frei von Konservierungsstoffen sei. Dafür finden sich allerhand andere Zutaten aus der Kreativschmiede der Lebensmittelchemie, wie etwa modifizierte Stärke, Carrageen und andere Verdickungsmittel.

Uns persönlich schmeckt vor allem der “Hühner-Gourmet”, die anderen Sorten haben uns nicht vom Hocker gerissen, aber da Geschmäcker ja verschieden sind, wollen wir hier kein Plusminus-Urteil fällen. Mit seinen 7,3 Prozent Fett liegt der “Hühner-Gourmet” nur knapp hinter dem Tzatziki-Verschnitt “Gurke & Knoblauch”. Die Sorten mediterranes Gemüse und “Thunfisch & Paprika” schlagen mit 8 und 10,5 Prozent Fett zu Buche.

Was uns allerdings am Philadelphia Gourmet nicht so sehr gefällt, ist der Preis. 125 Gramm Brotaufstrich fasst eines der Becherchen, der Preis von rund 1,59 Euro ist da nicht wirklich preisgünstig.

Links: Website Philadelphia Gourmet

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Neu im Kühlregal -
Auch Dr. Oetker hat jetzt 0,1 %

Verfasst am 10. August 2008 in Milchprodukte, Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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droetker_light.jpg Pudding ist beim Abspecken so eine Sache. Naturgemäß bringt Pudding gleich zwei unangenehme Eigenschaften mit sich: Pudding ist alles andere als zuckerarm und ganz ohne Fett geht das ganze auch nicht ab.

Als einer der ersten Hersteller hatte Optiwell seine Pruduktreihe mit einem 0,1-prozentigen Pudding in den Geschmacksrichtungen Vanille und Schokolade erweitert. Bei uns Purzelpfundlern hatten die Optiwell-Produkte bisher Platzhirschstatus im Kühlschrank, da es kaum vergleichbare Produkte in Sachen Qualität, Geschmack und Nährwerten gab. Bis jetzt.

Seit einigen Wochen bewirbt Dr. Oetker - das ist der nette Onkel, bei dem Qualität das bessere Rezept sein soll - seine neuen “light Puddings”, die es abenfalls in den Geschmacksirchtungen Schoko und Vanille im Kühlregal zu finden gibt. Logisch, dass wir uns bei einem der letzten Einkäufe mit den beiden Neulingen aus Bielefeld eingedeckt haben.

Rein optisch kommen die Oetker-Produkte besser rüber in ihren frischen hellblau-grünen 150-Gramm-Pappbechern. Das Produkt selber, der Pudding unterscheidet sich indes deutlich von seinem Campina-Konkurrenten. Die Konsistenz der Puddings ist weniger fest und cremig als bei den Optiwell-Puddings sondern spürbar lockerer und flüssiger.

Geschmacklich fiel uns vor allem auf, dass beide Sorten bei den neuen Oetker-Puddings weniger süß sind als ihre Wettbewerber, was sich durch einen Blick auf die Nährwerttabelle erklärt. Der Schokoladenpudding von Oetker besticht durch einen deutlich intensiveren Schokoladengeschmack als der Pudding aus dem Hause Campina.

Wenig Unterschied herrscht in Punkto Nährwerte. Gerade mal eine Kalorie pro 100 Gramm hat der “Neue” von Doktor Oetker weniger als der Optiwell-Pudding, der Kohlenhydratanteil ist bei Oetker allerdings um fast ein Prozent niedriger als beim Optiwell 0,1%-Pudding. Diese Unterschiede haben zumindest für Anhänger der Weight-Watchers-Philosophie keine Konsequenzen. Beide Produkte müssen mit 1,5 Pünktchen pro Becher gezählt werden.

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Auch Vinzenz Murr nimmt’s leicht

Verfasst am 24. Juni 2008 in Fleisch & Wurst, Produkttest, Lebensmittel, Allgemein von Redaktion

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vmurr.jpgWohl selten hat eine Erfindung eine Branche so aufgerüttelt, wie die des Josef Pointner aus Mindelheim. Jahrelang hatte man das schützende Mantra “Wurst ohne Fett gibt es nicht” vor sich hergertagen bis ein ambitionierter Handwerksmeister das Gegenteil bewies und zum Helden der figurbewussten deutschen Geniesser wurde.

Wer bis dahin Wurst und wenig Fett kombinieren wollte, musste auf Putenprodukte ausweichen. Aufgeschnittenes Putenfleisch in Scheiben ist dann meiste fettarm aber staubtrocken. Putenwurst, die saftig ist und schmeckt, ist in Bezug auf den Fettanteil selbst oft jenseits von Gut und Böse, also nicht wirklich eine Ersparnis.

Seit die Pointner Erfindung Anfang 2007 erstmals Furore machte ist “leicht” auch in der Metzgerei eingezogen. Die Münchner Großmetzgerei Vinzenz Murr hat jetzt auch entdeckt, dass Abnehmer auch Abnehmer sein können und eine entsprechende Kampagne gestartet. In deren Mittelpunkt steht eine Nährwerttabelle, auf der Kalorien und Fettanteil des Vinzenz Murr-Sortiments verzeichnet sind.

Zwar ist der größteTeil konventionelle Ware, aber für Leute, die auf die Figur achten ist alleine die Auszeichnung mit Nährwerten schon ein Fortschritt. Doch auch Vinzenz Murr wartet mit speziellen Leichtprodukten auf, wie etwas einer mageren Schinkenwurst. Der Knüller sind jedoch die “Schinkenknacker” - rote Würste, die kalt, gekocht oder gebrutzelt genossen werden können und die sich prächtig für Currywürste eignen. Drei Prozent Fett haben dieses Schinkenknacker, sind geschmacklich top und in Verbindung mit unseren fettarmen Actifry-Pommes gibt es jetz endlich wieder mal “Fleischwurst Bombay mit Kartoffelstäbchen nach belgischer Art” ;-)

Links: Vinzenz Murr

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Vorlaute Wii Fit

Verfasst am 21. Juni 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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Es ist nun rund eineinhalb Monate her, seit das Wii Fit - Balanceboard bei uns eingezogen ist. Weil die letzten zwei Wochen einfach ein bissl viel bei uns los war, habe ich das Board ein wenig vernachlässigt, aber gestern habe ich mir weider eine Stunde gegönnt, und als ich nach einer Netto-Stunde zum Duschen gegangen bin, war ich mir sicher, einThema für einen Wii Fit-Beitrag gefunden zu haben.

Wenn man das Balanceboard zum ersten Mal aktiviert, dann ist man noch ganz amüsiert, dass dieses Board als Animation in der Benutzerführung auftaucht und quasi das Programm “moderiert” und einen einweist. Da das Programm der Wii Fit allerdings, na sagen wir mal “narrensicher” programmiert ist, erübrigen sich die cleveren Hinweise spätestens beim zweiten Mal.

Nun ist es aber scheinbar so, dass das Balanceboard rein genetisch offensichtlich ein Vielsprecher ist und noch dazu gerne zum Scherzen aufgelegt ist - von seinem missionarischen Eifer und seinem Kontrollzwang einmal abgesehen.

Der Rededrang des Balanceboards ist wirklich anstrengend, insbesondere da das Board keinen uneendlichen Sprachschatz besitzt. Selbst wenn man einfach nur mal kurz eines von den kurzweiligen Balancespielen spielen will, muss man sich erst einmal durch einen Redeschwall des Boards klicken, dass einen - insbesondere wenn mehrere Spieler auf der Wii registriert sind -mit allerlei Belanglosigkeiten belästigt, bevor man überhaupt erst beim Spiel angekommen ist.

“Hast Du etwas von Tom gehört? Tom hat schon länger nicht mehr trainiert.” In diesem oder einem ähnlichen Wortlaut verpetzte mich das vorlaute Ding erst vor kurzem bei meiner Frau. Im Mittelalter hätte man dem vorlauten Kasten die nicht vorhandenen Zunge ohne viel Federlesens herausgeschnitten.

Aber vielleicht ist das jetzt alles viel zu vage beschrieben? Begeben wir uns mal eben ins Wohnzimmer. Augenblick ich schalte die Wii ein, jetzt das Balanceboard. Soo, mit der Fernbedienung starte ich Wii Fit, wähle mein Mii aus. und da ist sie schon, die Begrüßung deren Abarbeitung am “Weiter”-Button schon locker die ersten 1000 Kalorien verbrennt.

“Hallo Guten Abend, stehen die Sternchen schon am Himmel” schwafelt die Wii auf mich ein. Sternchen? Keine Ahnung - Gehupt wird draußen wie blöd. Die Türkei ist im Halbfinale. Weiter…

“Meine Güte, Du warst aber lange nicht mehr hier. Aber keine Angst, natürlich kenne ich Dich noch….. Elke! Hihihi, das war nur Spass….” Tätäääää, ein Schenkelklopfer made in Japan. was kann mehr zum Trainieren motivieren. Weiter…

Eine Standardfrage ist unter anderem die oben zitierte - mit wechselnden Hauptpersonen. Jeder, der irgendwann mal auf dem Board stand und nicht zum täglichen Training bei uns in der Wohnung aufschlägt, wird von der Spürnase der Wii Fit gnadenlos verfolgt. Wo ist….??? Weiter…

“Du hast schon länger nicht mehr trainiert, versuche jeden Tag mindestens 30 Minuten zu trainieren” redet mir das animierte Board mit piepsiger Stimme ins Gewissen. “WÜRDE ich ja gerne, wenn Du mich ließest”, grummle ich, zücke die Fernbedienung und drücke Weiter…

“Willst Du Dir einen meiner Fitnesstipps anhören?”, fragt mich das Beraterboard. Nein, ich will nicht, und das sage ich ihr auch jedes Mal, aber sie gibt die Hoffnung einfach nicht auf und mault nach “Irgendwann solltest Du dir einmal Zeit für meine Tipps nehmen.” Ach ja, sollte ich? Weiter…

Die erste Schweißperle steht auf der Stirn, als ich glücklich das erste Auswahlmenü erreiche. Die Entscheidung steht an - Körpertest oder gleich trainieren. Da es sich bei dem Test überwiegend um Balancetests handelt, ist es nicht die dümmste Entscheidung, den TEst zu BEginn einer Trainigssession zu machen, wenn die Muskeln noch nicht müde sind. Also “Körpertest”.

“Hallo, willkommen zum Körpertest. Vor zwei Wochen hast Du eimal gesagt, du hättest nicht abgenommen, weil Du zuviel gegessen hättest. Ich hoffe, das ist nicht mehr vorgekommen.” Wie bitte, was geht das Dich an? Würde ich nicht schon draufstehen, dann würde ich das Board jetzt treten.

Dann die Waage, der BMI-Pfeil schießt nach oben - zwar um Welten besser als damals, als wir die Abnehm-Tour begonnen haben, aber immer noch unterirdisch. “Oh oh, du bist viel zu schwer”, brabbelt die Wii, als ob ich das nicht selber wüsste. “Du solltest versuchen, Dich gesund und ausgewogen zu Ernähren!” “Schlaumeier”, fluche ich inzwischen laut vor mich hin - “was tun wir denn seit über einem Jahr.” W E I T E R . . .

Weil ich mich so aufrege, geht der “Stillstehtest natürlich total in die Binsen. “Der Stillstehtest war wohl nicht so Dein Fall”, frotzelt das Board. “Du solltest diese und jeden Muskelgruppen trainieren. “Dann lass mich das doch wenigstens endlich tun…” Weiter…

Lassen wir es bei diesem kurzen exemplarischen Exkurs bewenden. Die Wii Fit ist als Gerät wirklich ein tolles Ding - aber mit dem quasselnden Board, da haben es die Entwickler eindeutig übertrieben. Ganz abgesehen davon, dass man irgendwann wirklich alle Ernährungsratschläge und Witzlein kennt, nein, der Schmarrn kostet auch noch Zeit. Wenn man eine Stunde netto trainieren will, muss man eineinhalb Stunden einplanen, nicht zuletzt wegen der langen Moderationen. Klar kostet auch das Klicken und Auswählen der Übungen Zeit, aber auf das kann man eben nicht verzichten. Auf das Gebabbel des Boards kann man verzichten.

Nein halt - man kann nicht darauf verzichten. Zumindest gibt es keine Option im Wii Fit Menü, die es dem Nutzer erlaubt, das ganze Boardgeschwafel abzukürzen oder ganz wegzulassen. Ein ehrenwertes Projekt für die Entwickler und die nächste Wii Fit-Generation

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