Bewegung in der Augsburger Puppenkiste

Verfasst am 26. April 2009 in Sport, Allgemein von Redaktion

Puppenkiste

Eine Sonderausstellung bringt Bewegung in “Die Kiste“, das Museum der Augsburger Puppenkiste. Unter dem Titel “Auf geht´s: Bewegt Euch! -Sport, Bewegung und Tanz im Puppentheater” zeigt die Sonderausstellung unzählige nationale und internationale Leihgaben rund um das Thema Sport und Bewegung. Dabei sind Gewichtheber, Radfahrer, Balletttänzer, Turner und noch viele andere eindrucksvolle Exponate.

Auf einem Museums-Trimm-Dich-Pfad dürfen sich auch die Ausstellungsbesucher bewegen und die Kalorien purzeln lassen. Vorgeturnt wird dabei - natürlich - von Marionetten.

Also, auf geht’s - bewegt Euch!

Links:
Website der Sonderausstellung

 

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Probetraining, das dritte: Easy Sports

Verfasst am 26. März 2009 in Erfahrungsberichte, Sport, Allgemein von Redaktion

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es-logo.jpgUnsere Aktion “Purzelpfund wird fit - Abnehmen durch Sport” geht in die dritte Runde. Probetraining Nummer drei stand am Montag auf dem Terminkalender, dieses Mal wieder bei einer größeren Kette. Easy Sports hat die zwei Augsburger Studios der ehemaligen Fitness Company übernommen. Eines wurde zwischenzeitlich geschlossen, das andere, in einem außerhalb des Stadtkerns gelegenen Viertel befindliche Studio führt Easy Sports weiter.

Um 10 Uhr hatte und wurde an der Rezeption / Saftbar freundlich begrüßt. Ich erhielt eine Tageskarte und den Weg zu den Umkleiden beschrieben. Das Studio ist in der Grundfläche relativ klein, erstreckt sich aber über fünf Stockwerke. Im Erdgeschoß und im ersten Stock sind Kursräume untergebracht, im dritten Stock findet man Umkleiden, Dusche und Sauna, darüber liegt der zweistöckige Geräteraum.

Die Umkleide ist sehr sauber, geräumig und mit dunklen, optisch etwas abgenutzten Holzspinden ausgestattet, die sich mit der Chipkarte verschließen lassen. Ein großer Spiegel, mehrere Haartrockner gehören ebenfalls zur Ausstattung des Umkleideraums. Ein Duschraum und mehrere Toiletten grenzen an die Umkleide an.

Frisch umgezogen gings dann hinauf in den vierten Stock. Ein Trainer mit breitem Kreuz und einem Bizeps wie aus dem Bilderbuch begrüßte mich und ließ sich erst einmal über meine Motivlage und meine Trainingswünsche aufklären. Auf Grundlage meiner Angaben umriß der Coach einen groben Trainingsplan, der in seiner Aufteilung dem bei McFit ausgedruckten Plan ähnelte. Aufwärmen, Krafttraining und zum Schluss ausgiebiges Ausdauertraining zum Fettabbau / Konditionsaufbau. Allerdings gab es hier noch fachkundiger Erläuterungen des “warum” und “wieso” und einen kurzen Überblick über die Mechanismen des Fettabbautrainings.

Nach einer kleinen Führung durch das Studio durfte ich mich 15 Minuten auf dem Trimmrad warmstrampeln, bevor mir der “Folterknecht” im roten T-Shirt ( ;) ) seine Geräte zeigte. Insgesamt bekam ich vier Übungen vorgeführt und ausführlich erklärt, bevor ich mich selbst schinden durfte. Oberkörper, Schulter und Oberschenkel durften sich in zwei Zyklen á 15 verausgaben. Zum Abschluss des Probetrainings ging es nochmals aufs Trimmrad und auf den Crosstrainer.

Während der Geräteübungen war der Trainer stets in der Nähe und achtete auf einer korrekte Ausführung der Übungen und auch als ich auf Fahrrad und Crosstrainer schwitzte, ließ er sich immer wieder bei mir blicken und erkundigte sich nach meinem Befinden.

Preislich bewegt sich das Easy Sports-Studio am obersten Rande des Preisniveaus der bisher getesteten Studios. 16,95 Euro kostet das Training bei McFit, 24,95 € bei Bodyfeeling Fitness. Easy Sports bietet eine gesplittete Preisstruktur mit ermäßigten Trainingspreisen von monatlich 23,96 € für Trainierende, die den Zeitraum von 8 bis 12 Uhr nutzen.

Wer frei über seine Trainingszeiten entscheiden möchte, der darf den erhöhten Beitrag von 35,96 € (12-Monatsvertrag) bzw. 31,96 € (24-Monatsvertrag) auf den Tisch des Hauses legen. Und wer den Gesamtbetrag auf einmal auf den Tisch legt, der bekommt nochmals 10 Prozent Rabatt. Außerdem können eine Getränkepauschale von 99 Cent / Woche oder die Solariumsbenutzung für 1,99 € / Woche dazu gebucht werden.

Im Vergleich der bisherigen Studios habe ich mich bei Easy Sports definitiv am wohlsten gefühlt. Der Trainer wirkte kompetent, das Studio vermittelte eine angenehme Atmosphäre und liegt in einer annehmbaren Entfernung, die “fahrradkompatibel” ist.

Mal sehen, was meine Vergleiche noch so bringen. Das nächste Training kommt bestimmt.

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Probetraining, das zweite: Bodyfeeling Fitness

Verfasst am 20. März 2009 in Erfahrungsberichte, Sport, Allgemein von Redaktion

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Heute war es soweit, das zweite Probetraining in einem Augsburger Fitness-Studio stand an. Mittels Email hatte ich angefragt, ob man denn zu einem unverbindlichen Probetraining vorbeikommen könnte und die Antwort war ebenso knapp wie eindeutig: “Tasche packen, vorbeikommen!” Und heute habe ich das dann wahrgemacht.

Die Lage des Studios ist leider nicht ganz so verkehrsgünstig wie bei der in der Stadtmitte befindlichen McFit-Muckibude. Am östlichen Stadtrand ist das Studio von Bodyfeeling Fitness das buchstäblich letzte Haus vor dem freien Feld. Mit dem Auto von zu Hause sind das je nach Verkehr 5 bis 15 Minuten, mit dem Radl 20 bis 30 Minuten. Egal für elche Anreise man sich entscheidet, Parkplätze für Zwei- und Vierräder gibt es rund um das Haus genug.

Hinter der Glastüre liegt die Rezeption / Bar an der ich dann auch gleich von Chefin Bine empfangen wurde. Mit einem Spindschlüssel ausgestattet wurde ich erst mal zum Umziehen geschickt. Auch hier die üblichen Metalspinde - hier in blau und orange - und Holzbänke, dahinter der Duschraum.

Zurück an der Rezeption erläutert mir Bine den Ablauf des Probetrainings. “Wir gehen heute in den Kardiobereich - Laufband, Crosstrainer und Ergometer. Das Erklären der Kraftgeräte erfordert immer etwas mehr Zeit, das machen wir dann, wenn jemand Mitglied wird”. Da war bei McFit mehr geboten - Aufwärmen, Geräteführung und -test, und Ausdauer - dafür sieht es hier gemütlicher aus. Nun gut, mag man fragen, muss ein Fitnessstudio gemütlich sein?

Die Geräte selbst sind ja nicht wirklich “gemütlich” (in keinem Studio) aber warme Farben an den Wänden und ein paar Grünpflanzen schaffen eine im Vergleich zur klinischen Sterilität von McFit angenehme Atmosphäre. Dazu gibt es auch eine kleine Sitzecke, eine Kinderspielecke und zwei Kickertische für alle, die auch ihre Handgelenke wirbeln lassen wollen.

Das Bodyfeeling Fitness hatte auf mich auch schon auf der Website einen “familiären” Eindruck hinterlassen und dieser Eindruck bestätigt sich vor Ort. Die Betreuung ist freundlich, man fühlt sich sofort willkommen und noch etwas fällt auf. Lag das Durchschnittsalter der Trainierenden bei McFit deutlich unter 30 Jahren, trifft man hier ein auch altersmäßig bunt gemischtes Publikum an. Einige der Herren auf den Crosstrainern sind deutlich über 70 Jahre alt. Wenn ich in dem Alter mal noch so fit bin…

Die Geräte an denen ich trainiere sind optisch alle einwandfrei. Dafür gibt es von allen Geräten anscheinend verschiedene Generationen - normal, moderner und High Tech.

Ich darf zunächst munter auf dem Laufband ausschreiten. 4 km/h stellt mir Bine als Tempo ein, ich fühle mich unterfordert, meine normale Gehgeschwindigkeit liegt höher. Also erhöhe ich auf 6,5 km/h und marschiere los. 15 Minuten soll ich mich an das Laufband gewöhnen. Beim Verlassen des Laufbandes ist mir ein wenig schwindlig - normal wie Bine meint.

Dann geht es für zehn Minuten auf den Crosstrainer, nicht ohne die Warnung es langsam angehen zu lassen. Zum Schluss drehe ich nochmal 20 Minuten auf dem Trimmrad bis ich am Ende dieser Probestunde 320 Kalorien verbrannt habe. An der Bar gönne ich mir einen erstaunlich leckeren und kalorienfreien Erdbeer-Limette Mineraldrink, bevor ich das Probetraining beende.

Bodyfeeling Fitness liegt nicht so günstig und ist nicht so perfekt und mit der Wasserwaage ausgerichtet. Dafür hat man irgendwie das Gefühl zu Hause zu trainieren, und das ist auch etwas wert. Bei einem 12 Monatsvertrag, werden für dieses Studio 25 Euro fällig, 8 Euro mehr als beim Konkurrenten McFit. Alles zusammen vergebe ich auch hier 7 Punkte, allerdings mit einer deutlicheren Tendenz nach oben, wegen des heimeligen Gefühls.

Am Montag ist der Termin für das dritte Probetraining, dieses Mal bei easysports. Ich werde Euch berichten.

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Ab auf die Matte

Verfasst am 18. März 2009 in Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

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ft7.jpgUnsere Wii Fit ist seit bald 9 Monaten ein treuer Gast in unserem Wohnzimmer, aber sie hat auch einen kleinen Nachteil. Erstens ist es in erster Linie eine Art Trainingsgerät, bei dem der spielerische Charakter eher kleiner ist, auch wenn die einzelnen Übungen durchaus cartoonhaft animiert sind. Wettkampfspiele oder Übungen, die man zu zweit spielen kann sind bei der Wii Fit Mangelware.

Drum haben wir uns ein wenig umgesehen und sind dabei auf ein Spiel gestoßen, das es schon für den Gamecube gab und auch für die Wii vertrieben wir. Family Trainer heißt das gute Stück und stammt aus dem Hause Bandai Namco bzw. Atari. Das Konzept ist ähnlich wie bei der Wii Fit, indem über eine externe Steuerung - bei Wii Fit das Balanceboard - Körperbewegungen in das Spiel übertragen werden.

Beim Family Trainer erfüllt diesen Zweck eine Kontaktmatte, die die Bewegungen der Spieler registriert. Der Vorteil der Matte: Sie ist weniger empfindlich als das Balanceboard, das sich ja bekanntlich Hüpfen oder andere “härtere” Kontakte verbittet. ft1.jpgMit der Matte, die über die Gamecube-Controller-Anschlüsse mit der Wii verbunden wird, wird außerdem die Spiele-DVD geliefert, auf der 16 verschiedene Spiele zu finden sind, von denen ich hier drei als Beispiele anführen will:

Brennholz ist eine Art Hürdensprint, bei dem es über querliegende Baumstämme zu springen gilt.

Beim Steinhüpfer muss der Spieler möglichst schnell über eine Reihe schwankender Steinstelen springen.

Seilspringen, der Name ist Programm. Es gilt dem immer schneller werdenden Seil auszuweichen und möglichst oft zu springen.

Wir hatten das Spiel zunächst aus einer Videothek ausgeliehen und einen Abend ausgiebig getestet. Soll heißen, wir sind beide nach einer Stunde nach Luft japsend und gut schwitzend erst mal auf den Boden gesunken. ft4.jpgDer Entschluss, den Family Trainer anzuschaffen, fiel dann recht schnell und seit einer Woche ist er bei uns eingezogen und ergänzt sich ganz prächtig mit der Wii Fit. Letztere ist eher für das “ernsthafte” Training nach Feierabend zuständig, der Family Trainer sorgt für den Spielspass zum Austoben und ist im Zweifelsfalle auch gut geeignet, einen Spieleabend mit Freunden unterhaltsam anzureichern.

Preislich ist der Family Trainer kein Schnäppchen, 69,99 muss man bei Amazon berappen. Dabei ist es überaus ratsam, sich bei Ebay und anderen Händlern umzusehen, da dieser Artikel bei Amazon seltsamerweise regelmäßig Lieferzeiten von 4 bis 6 Monaten aufweist.

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Probetraining, das erste: McFit

Verfasst am 14. März 2009 in Erfahrungsberichte, Sport, Allgemein von Redaktion

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Die Suche nach dem “idealen” Fitnessstudio geht in die erste Runde. Freitagmorgen, 9 Uhr, fahre ich auf den Parkplatz eines Augsburger Möbelhauses. Im obersten Stock des alten Industriebaus liegt eine von zwei Augsburger McFit-Filialen. Übers Internet habe ich einen Termin für ein Probetraining vereinbart.

Das erste Trainingsprogram gibt es schon vor dem Betreten des Studios. “Dritter Stock” klingt nicht hoch, doch wenn die Stockwerke Fabrikhallenhöhe haben, dann ärgert man sich doch ein wenig, wenn man oben angekommen feststellt, dass es auch einen Aufzug gegeben hätte. Aber gut, man ist ja zum Schwitzen hergekommen.

An der Empfangstheke begrüsst mich Trainerin Bianca freundlich. Hinter den Drehkreuzen erstreckt sich ein riesiges Studio, in dem schon viele Besucher fleißig ackern. Ich erhalte ein Vorhängeschloss für meinen Spind und werde zum Umziehen geschickt. Die große Einheitsumkleide mit ihren blauen Bänken und Spinden wirkt ein wenig spartanisch aber zweckmäßig. Ein Gemeinschaftsduschraum mit drei Brausen an der Wand liegt direkt nebenan. Alles wirkt sauber.

Nach dem Umziehen geht es zurück zum Empfang und zu Bianca. Die kleine rotblonde Trainerin führt mich und meinen Trainingspartner zum “McFit Terminal”, einem Computer, an dem sich jeder Sportler seinen individuellen Trainingsplan erstellen kann. Unter Biancas Anleitung beantworten wir die Fragen des Computers und lassen uns unseren Trainingsplan ausdrucken, bevor es für 10 Minuten zum Aufwärmen aufs Liegefahrrad geht. Die Starteinstellung liegt bei 20 Watt - lächerlich. Bei 100 Watt spüre ich ein wenig Widerstand, muss mich anstrengen - los geht’s

Hinter den Liegefahrrädern stampft eine kleine Armee von Frühsportlern auf dem Laufband, vor uns sausen Skateboarder über den Bildschirm des Studio-TV. Auch hier ist alles blitzeblank, wahrscheinlich dank der Servicekraft, die unauffällig immer wieder durch den Raum huscht - die Dame scheint außer Bianca die einzige anwesende Mitarbeiterin in dem riesigen Studio zu sein.

Bianca gibt uns in den nächsten 45 Minuten eine gründliche Einweisung in die Geräte, die uns in unserem Einsteigerprogramm begleiten sollen. Die Namen der Geräte habe ich mir nicht alle gemerkt, aber in der Rückschau kann ich sagen, dass zumindest jede mir bekannte Muskelgruppe in dieser Dreiviertelstunde zum Zuge kommt. Fragen beantwortet Bianca immer sofort geduldig und freundlich.

Den Abschluss der Trainerrunde bildet ein gemeinsames Stretching, danach verabschiedet sich Bianca, allerdings nicht ohne uns noch freizustellen, Das Studio noch weiter ausgiebig zu testen, sei es durch eine weitere Geräterunde oder etwas Ausdauertraining. Ich schwinge mich auf das “Radl” und kurble 30 Minuten bei 100 Watt Widerstand herunter, bevor ich den Weg zurück zu Umkleide nehme.

Urteil:
Das Studio liegt in Fahrrad- / Laufentfernung, hat einen kostenlosen Parkplatz. Die Geräteausstattung wirkt hochwertig und die meisten Geräte sind mindestens fünfmal vorhanden. Das Studio und die Umkleide sind sehr sauber, das Personal freundlich und zuvorkommend.

Was mir weniger gut gefällt, ist die Gemeinschaftsdusche “Modell Sparta Camping”. Ebenfalls mangelhaft wirkt auf mich der Laserdrucker des McFit-Terminals, der unmittelbar neben Trainingsgeräten wahre Staubschwaden ausspuckt. Und Laserdruckerstäube sind nicht als besonders gesundheitsförderlich bekannt. Auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten würde ich McFit 7 Punkte geben.

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Hilfe, welches ist das ideale Studio?

Verfasst am 2. März 2009 in Sport, Allgemein von Redaktion

Fußball war nie meine Sportart und so nutzte ich schon zu Schulzeiten jede Gelegenheit, dieser Quälerei zu entgehen. Die einfachste und legalste Möglichkeit war zu Beginn der Sportstunde bei der Frage “Jemand für den Kraftraum?” schnell die Hand zu heben. studio.jpgUnsere Schule hatte einen für die damalige Zeit topmodern eingerichteten Kraftraum mit insgesamt sieben verschiedenen Foltergeräten, die aber Gott sei Dank bequeme Sitze hatten, auf denen sich die Sportstunde (meist ohne Aufsicht) abbummeln ließ. Von Zeit zu Zeit, wenn die Langweile gar zu groß wurde, erwiesen wir den Geräten sogar die seltene Ehre, sie zu ihrem eigentlichen Zweck zu benutzen.

Seit wir unser Abnehmprojekt gestartet haben und ich auch immer wieder durch die themenverwandten Blogs, Websites und Foren surfe, spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, zusätzlich zu unseren gemeinsamen Fahrradausflügen und meinem wöchentlichen Tischtennis etwas für die Fitness zu tun, sprich in ein Fitnessstudio zu gehen.

Nun ist das keine Entscheidung, die von einem Tag auf den anderen gefällt werden kann. Bei Mitgliedschaften zwischen einem halben Jahr und drei Jahren und Gebühren zwischen 9 und 60 Euro monatlich, will das genau überlegt werden. Was bekomme ich für die Investition, gefällt mir das Studio, wie ist die Betreuung? Ich habe nun während der letzten Tage via Internet Augsburger Fitnessstudios gegoogelt, und werde Euch mal die Auswahl vorstellen. Über Tipps und Ratschläge, die zu einer Entscheidungsfindung beitragen, freue ich mich natürlich.

Easy Sport
es-logo.jpgMein erster Gedanke zum Thema Fitness rankte sich um die Studios der “Fitness Company”, doch als ich begann mich ausgiebiger zu infomieren, muste ich feststellen, dass die “Fitness Company” mittlerweile unter “Fitness First” firmiert. Noch mehr irritierte mich, dass die beiden ehemaligen Augsburger Studios der Company auf der neuen Fitness First-Website nicht mehr zu finden waren. Ein Hinweis von Freunden führte mich zur Kette “Easy Sports” unter deren Dach die ehemaligen Augsburger Fitness Company Studios heute arbeiten.

Neben den Standard-Trainingsprogrammen bietet Easy Sport auch ein spezielles, betreutes Ernährungs- und Bewegungsprogramm an, das von einer Vielzahl gesetzlicher Krankenkassen bezuschusst wird. Das Studio wirkt freundlich, bietet ein Probetrainings an und auch die Preise scheinen auf den ersten Blick akzeptabel - 5,99 Euro sind hier pro Woche zu berappen. Allerdings sind die Preise auf der Website auf Trainingszeiten zwischen 8 und 12 Uhr bezogen. Was der Spass außerhalb dieser Zeiten kostet, steht leider nicht auf der Website.

Laut Easy Sport wird vor Trainingsbeginn mit Neulingen ein Fitnesscheck gemacht, auf dessen Basis ein individueller Trainingsplan erstellt wird. Für sportliche Eltern gibt es auch noch eine Kinderbetreuung.

McFit:
Die zweite große Kette, die mit zwei Studios in Augsburg vertreten ist. Die namentliche Nähe zum König des Fast Foods kommt wohl nicht von ungefähr, wie die Website von McFit andeutet. Offensichtlich gibt es hier “Fast Fitness” zum Selbstabholerpreis.

16,90 Euro kostet das Training bei McFit monatlich, die Studios haben rund um die Uhr geöffnet, wobei die Trainer nur in der Kernzeit von 8 bis 22 Uhr anwesend sind. Am multimedialen “McFit-Terminal” kann man sich einen Trainingsplan erstellen, Geräte und Übungen erklären lassen sowie Ernährungsfragen stellen. Via Internet kann man direkt einen Termin für ein Probetraiing vereinbaren.

Flex-Fitnesslogoflex.gif
Ganz in der Nähe, genauer 10 Minuten zu Fuß entfernt, liegt das Studio von Flex-Fitness. Keine Kette, sondern ein lokaler Unternehmer. Ich bin schon oft an diesem Studio vorbeigelaufen und habe die Sportler durch das Schaufenster schwitzen sehen - aus meiner Sicht ein leichter Abtörner. Wenn ich mich plage, will ich eigentlich nicht, dass ein Passant die Schweißperlen auf meiner Stirn zählen kann.

Das Studio erstellt ebenfalls einen individuellen Trainingsplan, bietet Kinderbetreuung, buntes Kursprogramm und die Möglichkeit eines Probetrainings. An einer Saftbar kann man sich nach oder während des Trainings erholen. Die Öffnungszeiten sind akzeptabel, unter der Woche von 8 bis 22 Uhr, am Wochenende von 9 bis 18 Uhr.

QuickFit24
logo3.gifIm Mensagebäude der ehemaligen juristischen Fakultät ist Quickfit24 zu Hause. Der Name verrät es, Quickfit24 bietet Training rund um die Uhr. In den Abendstunden gibt es ein Kursprogramm, mit Spin Circle, TaeBo, Wirbelsäulengymnastik, Hip Hop etc. Das Studio bietet nach Vertragslaufzeiten gestaffelte Tarife an, bei einem 12-Monatsvertrag liegen die monatlichen Kosten bei 16,95 Euro, also im Bereich von McFit. Was mich persönlich momentan etwas abtörnt, sind die Bilder auf der Website, die mich an die “Klischee-Muckibude” erinnern.

Everybody Fitness
Sauna, Aerobic und Geräte stehen bei Everybody Fitness auf dem Programm. Das Studio am Stadtrand hat großzügige 700 Quadratmeter und wirkt nach den Bildern auf der Website recht ansprechend. Pro Monat werden bei einem 12-Monatsvertrag 39,90 Euro fällig, für Neukunden gilt zusätzliche eine einmalige Servicegebühr in Höhe von gesamt 99,- Euro (29,- Aufnahmegebühr + 70,- Thekengutschrift für Getränke oder Solarium). Zu den relativ hohen Gebühren muss der Sportler also auch noch Theke und Solarium mitfinanzieren, selbst wenn er die Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen will.

Bodyfeeling Fitness
Familiäre Trainingsatmosphäre vermittelt die etwas antiquierte Website von Bodyfeeling Fitness, einem Studio am östlichen Stadtrand von Augsburg. Für 24,95 Euro im Monat (12 Monatsvertrag) zuzüglich einer einmaligen “Startgebühr” von 30 Euro kann man hier Schweiß in Strömen vergießen. Das Team wirkt sympathisch, die Trainingsräume hell und freundlich und natürlich gibt es auch bei Bodyfeeling Fitness ein umfangreiches Kurs-Programm.

* * * *

Soweit also die Vorauswahl, die ich bisher getroffen habe. Zwei der Studios stehen, wie aus dem Text ersichtlich ist, schon fast auf der “Abschussliste” - es sei denn, es würde sich jemand melden, der mich vom Gegenteil überzeugen könnte. Bei den übrigen werde ich in den nächsten Tagen / Wochen Probetrainingstermine vereinbaren. Aber natürlich würde ich mich freuen, wenn mir jemand noch Tipps geben könnte, worauf man noch achten könnte, welche Kriterien einen Ausschlag geben sollten.

 

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Vom Energiebereich zum Ausdauerbereich

Verfasst am 27. Oktober 2008 in Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

Es hat endlich geklappt, ich habe unser Testgerät in einem ersten Lauf getestet. Un dich muss eines gleich vorausschicken, ich wurde positiv überrascht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Gerät, hätte ich mich nicht gewundert, wenn sich die Eindrücke fortgesetzt hätten, doch dazu später mehr.

Das Samsung F110 miCoach wird mit einer Menge Zubehör geliefert, das ich hier jetzt kurz vorstellen möchte:

Das Handy… ist neben seiner offensichtlichen Telefonfunktion auch die zentrale Bedieneinheit des Lauftrainers im Einsatz. Hier laufen die Daten der Zubehörelemente zusammen und werden von hier später auf den PC übertragen.

handy_set.jpgDie CD… liefert das Samsung eigene Synchronisations-Programm “PC Studio” sowie den “adidas miCoach Synchronizer”. Beide Programme lassen sich problemlos installieren und sind auch für Anfänger leicht zu bedienen.

Das Headset… hat zwei einzelne Bügel-Ohrhörer, die bei mir nicht dauerhaft anzubringen waren. Das Headset dient außerdem als Antenne für das im Handy eingebaute UKW-Radio. etwas ungünstig ist der Anschluss über ein zusätzliches Adapterkabel. So können zwar externe Headsets mit einem Standard-Klinkenstecker angeschlossen werden, dafür hat man dann aber ein relativ langes Kabel zwischen Ohren und Oberarm herumbaumeln.

Der Brustgurt… misst die Herzfrequenz des Sportlers und überträgt die Daten an das Handy. Der Gurt wirkt hochwertig und reicht auch um einen starken Brustkorb herum.

Der Schrittzähler… wird in die Schuhbändel eingebunden und funkt von dort die Schrittzahl zum Handy, zumindest theoretisch.

Die Tasche
… verwahrt das Handy während des Laufens. Bedauerlicherweise ist die Tasche recht knapp geschnitten, so dass die Verstauung des Handys etwas unkommod werden kann.

Die Handbücher… sind eigentlich winzige Büchlein, die Kurzsichtige und Menschen mit großen Händen auf eine schwere Prüfung stellen. Ein quadratisches Format mit wenigen Zentimetern Seitenlänge ist zwar ein netter Designgag, aber alles andere als sinnvoll.

Die Technik:
Das F110 hat mich einige Tage auf eine schwere Probe gestellt. Ich habe das Handy ja als Testgerät erhalten und es auch in scheinbar fabrikneuem Zustand erhalten. Das hatte ich bei einem Testgerät nun nicht unbedingt erwartet, aber auf allen Displays klebten Schutzfolien, die Verpackung hatte keine Knicke oder Schrammen und die Original-Siegel waren intakt. Und was macht man(n), wenn er ein neues technisches Spielzeug in Händen hält?

Genau! Er probiert es aus. Und so habe auch ich schon recht bald die einzelnen Komponenten zusammengesucht und versucht einen “Testlauf” zu machen. Den Brustgurt hat das F110 gleich erkannt und registriert, alles easy. Dann der Schrittzähler. Wie in der Beschreibung erklärt, habe ich diesen an meine Schuhe gefrickelt und bin dann in meinem Wohnzimmer ein paar Schritte gejoggt. “Schrittzähler nicht gefunden” teilte mir das Gerät lapidar mit. Hmm? vielleicht war das Handy zuweit entfernt vom Schrittzähler, also befestigte ich das Handytäschchen knapp über dem Ellbogen.

“Schrittzähler nicht gefunden”. Muss der Schrittzähler vielleicht irgendwo synchronisiert werden? Zigmal habe ich mich durch die miCoach Menüs geklickt, nichts. Bedienungsanleitung und diverse Fundstellen im Internet schworen Stein und Bein, dass sich Schrittzähler und Handy gleichsam blind finden würden.

Mein letzter Geistesblitz hieß Batterie. Bei fabrikneuen Geräten gibt es ja oft so einen winzigen Isolationsstreifen aus Kunststofffolie, der ein Entleeren der Batterie verhindert. Auch hier Fehlanzeige - die Batterie war richtig eingelegt und keine Fitzelchen Kunststoff bremste den Kontakt.

Tja und wenn ich an dieser Stelle nur einen Zentimeter logisch weitergedacht hätte, dann hätte ich mein Problem rund eine Woche schneller gelöst. Nur hätte ich nie vermutet, dass in einem neuen Gerät eine leere Batterie liegen könnte. Ich habe also noch diverse Synchronisations-Versuche unternommen, bevor ich in letzter Verzweiflung ein paar Euros in eine Austauschbatterie investierte. Und siehe da: “Schrittzähler gefunden”! Ich war erleichtert.

mic_website.jpg

Der Trainingsplan
Bevor man allerdings begleitet vom mobilen miCoach auf die Strecke gehen kann, muss man sich noch einige Minuten am PC beschäftigen. Schließlich braucht man einen Trainingsplan, auf dessen Basis einen das F110 “coachen” kann. Für einen Trainingsplan benötigt man einen Account auf der in Zusammenarbeit mit Adidas betriebenen Portalwebsite miCoach.com . Außerdem sollten die auf der CD mitgelieferten Software-Applikationen installiert werden.

Auf miCoach.com kann man sich nun relativ einfach mittels weniger Mausklicks den passenden vorgefertigten Trainingsplan aussuchen oder sich einen komplett eigenen Trainingsplan erstellen. Dabei werden Größe, Gewicht und Alter des Trainierenden sowie die im Training zu erreichende Herzfrequenz berücksichtigt und in den Trainingsplan integriert. Mit ein paar weiteren Mausklicks wird der Trainingsplan auf das F110 übertragen, man ist quasi startklar.

Die Vorbereitung
Bevor es losgehen kann muss man sich natürlich vorbereiten. Dazu gehört beim modernen Handyjogger, dass er sich die passende Laufmusik aufs Handy lädt und sich natürlich ordnungsgemäß verkabelt. Als erstes sollte man den Brustgurt anlegen und dessen Elektroden der besseren Leitfähigkeit wegen befeuchten. Dann muss der Schrittzähler in die Schuhbändel verwurstelt werden - eine alternative Befestigungsmöglichkeit für Träger von Schuhen mit Klettverschlüssen gibt es nicht.

Dann gilt es noch die Oberarmtasche anzulegen und das mit dem Headset verbundene Handy in die Tasche zu stecken - jedoch nicht ohne nicht noch vorher über die Handytastatur den Trainingsplan aufzurufen und zu starten.

Der Lauf
Wer hier schon länger liest, der weiß, dass ich kein Freund des Laufens bin. Zum einen finde ich es relativ langweilig, zum anderen geht mir recht bald der Schnaufer aus, weil ich nicht weiß, wie man sich beim Laufen richtig verausgabt. Meine bisherigen Versuche, vom Schulsport und der Bundeswehr mal ganz abgesehen, waren recht demoralisierende Erlebnisse. Aus diesem Grund habe ich meinen ersten Trainingslauf auch vor die Wii Fit verlegt, denn da kann ich jederzeit ohne Gesichtsverlust des Lauf abbrechen und im Falle von technischen Problemen mit meinem neuen Hilfsmittel steht der PC im Nachbarzimmer.

Während meine Musik zu dudeln beginnt, fange ich an, auf der Stelle zu laufen. Nicht zu schnell, nicht zu langsam. Eine Frauenstimme fordert mich auf, “in die Ausdauerzone” zu beschleunigen. Ich erhöhe das Tempo bis mir die Stimme mitteilt, ich hätte die Ausdauerzone erreicht und möchte das Tempo doch bitte für die nächsten vier Minuten halten. Zwischendurch gibt mir die Stimme über den bisherigen Trainingsverlauf einschließlich der verbrannten Kalorien.

Natürlich teste ich, was das Handy unternimmt, wenn man es mit der Herzfrequenz übertreibt, und so lege ich einen kurzen Sprint auf der Stelle hin, die Herzfrequenz übersteigt den für dieses Training angesetzten Wert deutlich. Es dauert nicht lange bis das Handy mich mahnend auffordert, zu bremsen und in die “Ausdauerzone” zurückzukehren.

Dieses erste Training dauert knapp 30 Minuten und ist von einem steten Wechsel zwischen Energiezone (HF 125 - 138) und Ausdauerzone (HF 138 - 152) bestimmt. Auch wenn mir das Wasser die Stirn herabläuft, ich habe die 30 Minuten gut überstanden und auch wenn ich “nur” auf der Stelle gelaufen bin, bin ich doch ganz froh, die 30 Minuten gut überstanden zu haben.

mic_screen2.jpg

Die Bilanz
Nach einer kurzen, erfrischenden Dusche, hänge ich das Handy wieder an den PC und lade meine Trainingsbilanz auf den Rechner. 30 Minuten Training haben laut Auswertung 533 Kalorien das Leben gekostet. 69 Prozent der Zeit habe ich meine Herzfrequenz im geforderten Bereich gehalten - die zwei Ausreißer auf der Grafik ganz links und gegen Mitte zu sind 1) dem Mißlungenen Versuch, das Handy im Laufen in seine Tasche zu stopfen geschuldet und 2) dem Anruf eines Freundes. Beide Male musste ich kurz “anhalten”.

Die Schrittfrequenz lag laut Handy bei 159 Schritten pro Minuten, was mir persönlich etwas hoch erscheint (ich habe aber leider nicht mitgezählt) - genauso wie 40 zurückgelegte Meter etwas wenig scheinen. Aber vielleicht hat mich das Handy ja einfach beim “auf-der-Stelle-laufen” ertappt. Aus anderen Daten lässt sich aber zumindest eine ungefähr zurückgelegte Distanz von 4 Kilometern errechnen. Auch hier kann ich mir keine Beurteilung anmaßen.

Ich gebe aber zu, dass ich von der Funktion als Trainingscomputer sehr angetan bin, mehr angetan, als von den sonstigen “inneren Werten” dieses Geräts. Die Überwachung der Herzfrequenz und die Vorgabe des Tempos einschließlich der grafischen Aufbereitung der Trainingsdaten wirkt auf mich sehr professionell und überzeugend.

Nicht optimal finde ich dagegen die Oberarmtasche für das Gerät. Das Handy gibt während des Laufs die aktuellen Daten des Laufes in einer farbigen Grafik auf dem Display aus - die man leider nicht sehen kann, da das Handy ja in der undurchsichtigen Tasche steckt. Eine Armegelenksbefestigung mit transparentem Sichtfenster wäre unter Umständen eine sinnvolle Änderung des Konzepts.

 

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Fingernagel ade
oder “Wie fest müssen Batteriefachdeckel sitzen?”

Verfasst am 21. Oktober 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Produkttest, Allgemein von Redaktion

Vor ein paar Wochen haben wir über ein Handy berichtet, das dem (angehenden) Jogger Hilfestellung bei der Aufstellung und Ableistung seines Trainingsplanes leisten kann und soll. Das Gerät kommt aus dem Hause Samsung, trägt die Typenbezeichnung F110 myCoach und wir hatten angekündigt dieses Gerät testen zu wollen. Schließlich ist das ja mal eine Handyfunktion, die Übergewichtigen einen Mehrwert bei einem Handy bietet und zum zweiten, waren wir skeptisch, ob sowas funktioniert.

Ganz so skeptisch war man bei adidas offensichtlich nicht, denn die Firma betreibt das Online-Portal miCoach.com, das mit dem Samsung-Handy quasi kooperiert. Also haben wir uns bemüht ein solches Handy aufzutreiben und haben uns gefreut wie zwei kleine Schnitzel, als und jemand ganz unkompliziert ein solches Gerät für einen Testzeitraum von vier Wochen zur Verfügung gestellt hat.

Nun sind schon drei Wochen der First herum und ich habe bisher noch keinen einzigen Lauf gemacht - das muss ich jetzt alles in einer Woche auf die Reihe bekommen. Dafür benutze ich das Handy alleine seit drei Wochen und werde deshalb meinen Testbericht zumindest zweiteilen. Heute gibt es “Das Handy” als das was es neben seiner Coachingfunktion noch ist - ein Telefon.

Optik: Das F110 ist ein so genanntes Slider-Handy, das heißt, man legt die Tastatur durch Auseinanderschieben von oberer und unterer Hälfte frei. Das Gerät ist 4,5 Zentimeter breit, 1,4 Zentimeter dick und zusammengeschoben gerade mal 10,1 Zentimeter lang - passt also sowohl in Hosen-, Jacken und Handtasche.

Das Gerätegehäuse ist aus anthrazitfarbenem Kunststoff, im oberen Drittel mit einem weißen Mittelstreifen abgesetzt. In der Gehäuserückseite des Geräts findet man das Batteriefach und die eingebaute Digitalkamera. Die Oberfläche der Rückseite ist geriffelt und wirkt bei Berührung als ob ein Gummiüberzug über dem Material läge - vermutlich für besseren “Grip” mit vom Sport nass geschwitzten Pfoten.

Seitlich links liegen Tasten für die Lautstärkeregelung und die Anschlussbuchse für Ladegerät, PC-Synchronisation und Kopfhörer. Gegenüber auf der rechten Seite liegt der Auslöser für die Digicam. In geschlossenem Zustand ist automatisch die Tastensperre für die sieben oben liegenden Tasten sowie das Steuerfeld aktiviert. Neben den Menüsteuertasten gibt es hier zwei Direktstarter für das miCoach-Programm und den mp3-Player, die Löschtaste sowie die Tasten für die Rufannahme und Rufbeendigung. Das F110 ist sicher kein Designklassiker mit hochwertigem Look, aber durchaus ein Handy, mit dem man sich sehen lassen kann.

Handhabung: Meine erste Auseinandersetzung mit dem F100 hatte ich ungefähr zwei Minuten nach dem Öffnen des Pakets. Ich wollte meine Simkarte einlegen und zu diesem Zwecke den Batteriefachdeckel abnehmen. Wir haben fast eine halbe Stunde gerungen, das F110 und ich, bevor ich mit Hilfe eines in den Schlitz zwischen Deckel und Gehäuse geschobenen Fingernagels das Problem lösen konnte. Und nicht nur das Problem sondern gleich auch den Fingernagel. Allerdings scheint das kein Problem speziell meines Testgeräts zu sein, wie folgender Auszug aus einem Testbericht bei ciao.de verrät:

Der Deckel geht nämlich einmal geschlossen nur mit viel Geschick und etwas Kraft wieder auf. Für Leute die häufig die Karte wechsen völlig ungeeignet. Aber zu denen gehöre ich nicht.

Das Gerät selbst liegt eigentlich relativ gut in der Hand - solange diese Hand nicht allzu groß ist. Ich habe ziemlich große Hände und komme gelegentlich in Situationen, in denen mit das Handy zu “fitzelig” ist. Die Tastatur kann ich passabel bedienen, wobei auch hier große Finger definitiv ein potenzielles Problem darstellen.

Mit dem Aufschieben des Handys löst sich die Tastensperre, es kann gewählt werden. Die Menüs werden über die beiden unter dem Display liegenden Tasten bedient. Ein selbsterklärendes System, wie man es aus vielen Geräten kennt.

handymenu.jpgWas ich wirklich schrecklich finde, sind die Menüs des F110. Grafisch einfallslose blaue Icons vor schwarzem Hintergrund, da wäre bei einem Farbdisplay doch sicher mehr drin. Und “mehr drin” beschreibt auch die Digitalkamera ganz angemessen. Zwei Megapixel liegen hinter dem heutigen Standard zurück, auch fehlen im Vergleich zu meinem Standardhandy Samsung i550 Funktionen wie Autofokus oder ein Kameralicht / Blitz - man muss jedoch berücksichtigen, dass es das Handy schon ein Weilchen auf dem Markt gibt.

Schlimm ist auch der Telefonspeicher, der sich mit Outlook synchronisieren lassen soll. Zwar habe ich alle meine Telefonnummern aus Outlook aufs Handy übertragen können, doch aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grunde hat das Handy beim einen Eintrag den Vornamen, beim nächsten Eintrag den Nachnamen für die alphabetische Sortierung ausgewählt.

Und die Suchfunktion läuft leider nur für den (vemeintlichen) Nachnamen, so dass es auch nicht hilft, einfach den vollen Namen einzugeben. Letzten Endes muss man jeden einzelnen, verdrehten Eintrag editieren. Auch schafft das Gerät die Synchronisierung von Aufgaben und Kalendereinträgen aus einem unerfindlichen Grund nicht - auch das offensichtlich ein Standardproblem, wie der oben zitierte Testbericht verrät.

Ein Gigabyte Speicher hat das F110 schon eingebaut, Platz für Musik aus dem handyeigenen mp3-Spieler. Allerdings, und das ist wieder schade, ist dieses eine Gigabyte das absolute Maximum, einen Slot für Speicherkarten hat das F110 nicht. Auf dem Handy ist auch schon eine gewisse Zahl von “Liedern” zur Sportmotivation vorinstalliert. Diese Stücke sind allerdings aus meiner persönlichen Warte kein besonderer Ohrenschmaus, sondern erinnern mehr an die GEMA-freien Synthesizerklänge aus billigen Reise-DVDs - weshalb ich erstmal eine Auswahl eigener mp3s installiert habe.

Mit Hilfe des mitgelieferten Headsets, das als Antenne fungiert, kann man das Handy auch als Radio nutzen. Der Klang von Handy und mp3-Spieler über Headset ist relativ gut, ohne Headset laesst die mp3-Qualität doch sehr zu wünschen übrig (Radio funktioniert ohne Headset nicht). Das Headset selbst besteht aus zwei separaten Bügel Ohrhörern, die sich zumindest an meinen Ohren nicht dauerhaft befestigen lassen, weshalb ich für den Praxistest auf eigene Kopfhörer umsteigen werde.

Fazit: Das F110 an sich ist ein solides und einfaches Sliderhandy, mehr nicht. Es sieht nett aus und man kann damit telefonieren, womit die Grundbedingungen an ein solches Gerät erfüllt wären. Leider weist es im Bereich Standardzubehör (Speicherslot, Digitalkamera, Headset) und Softwarefunktionen (Outlooksynchronisation) deutliche Schwächen auf. Ohne seine Sport- / Coaching-Funktion käme das Telefon wohl kaum in die engere Wahl für eine Kaufentscheidung. Doch über diese Funktion berichten wir demnächst.

 

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Laufcoach Handy

Verfasst am 5. September 2008 in Sport, Allgemein von Redaktion

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Dass man mit einem Mobiltelefon telefonieren kann, ist in den letzten Jahren mehr und mehr zur Nebensache geworden. Musik hören, Fotografieren, Fernsehen, Emails verschicken ist inzwischen schon Standard, nur Kaffee kochen können die kleinen fiependen Dinger bis heute noch nicht.

samsung2.jpgDafür erobern sich die Handys jetzt ein neues Arbeitsfeld. Einen Personal Trainer können sich nur wenige leisten, ein Handy hat jeder in der Tasche und so wartet das Samsung SGH-F110 als Fitness-Coach auf. Natürlich kann auch dieser Winzling WAP und SMS und Radio und MP3 und Internet, doch seine Kernkompetenz liegt auf einem anderen Gebiet, der Lieferumfang des Geräts lässt es vermuten. Da heißt es in einer bei Ebay gefundenen Produktbeschreibung unter anderem… ” Oberarmtasche für das Handy, Pulsmessgerät, Schrittzähler”.

“Fit dank Handy” scheint also das neue Konzept zu sein - und weil die Kernkompetenz in Sachen Fitness beisher nicht unbedingt bei Mobilfunkherstellern lag, hat sich Samsung einen Partner ins Boot geholt, dessen Sportlichkeit keiner in Zweifel ziehen wird. Zusammen mit Adidas betreibt Samsung das Online Portal “miCoach”. Auf der Website können Laufsportler oder solche, die es werden wollen, einen Trainingsplan erstellen.

Während des Laufens analysieren Schrittzähler und Pulsmesser die Leistung des Trainierenden und der Handy-Coach gibt Anweisungen und Tipps. nach dem Training werden die gesammelten Daten wie Laufdauer, Geschwindigkeit und Herzrate ins eigene Profil geladen und dort ausgewertet. Fort- oder Rückschritte werden so übersichtlich protokolliert und geben über die eigene Leistung Aufschluss.

Soweit also die Theorie - ob und wie das wirklich wie beschrieben funktioniert, können wir weder bestätigen noch dementieren. Wir haben aber einfach mal bei Samsung angefragt, ob man uns ein Testgerät zur Verfügung stellen würde. Schließlich wäre das ja auch ein Thema, das für Euch, also die Leserschaft interessant ist. Apropos interessant - interessant ist natürlich auch der Preis des Handy-Trainers: Bei Ebay gibt es das Gerät neu und simlockfrei ohne Vertrag ab rund 160 Euro, bei Amazon legt man 206 Euro auf den Tisch (ebenfalls ohne Vertrag). Mit Vertrag ist das Gerät beispielsweise bei TalkPlus ab 0 Euro zu bekommen. Bei manchen Tarifen gibt es sogar noch eine Erstattung.

Nicht verhehlen wollen wir, dass ein Blick auf die User Rezensionen bei Amazon nicht nur eitle Freude und Lobeshymnen aufzeigt. Da schreibt ein “Tim aus Hamburg”, der von den Fitnessfunktionen des Geräts sehr begeistert ist…

Das Handy ist eben ein einfaches Handy auf dem Stand von vor ein paar Jahren mit einem genialen zusätzlichen Feature, das super funktioniert und einem zum Laufen motiviert und animiert.

.. und ein Mag Alexander Geiger kommentiert…

Wer ein gutes und funktionelles Handy sucht, ist mit dutzenden Konkurrenten von Sony und Nokia besser (und billiger)dran. Will man beim täglichen Laufen Musik hören und ein feedback über seinen Trainingszustand haben, so ist man mit einer Pulsuhr und einen ipod um Welten besser dran.

Letzten Endes ist das Bild ausgewogen - zwei Begeisterte und zwei weniger Überzeugte halten sich die Waage.

Wie schon erwähnt, werden wir versuchen, dieses Gerät zu einem ausführlichen Testlauf zu bekommen….

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Donauradweg - Etappe 2 von 2
Von Deggendorf nach Passau

Verfasst am 20. August 2008 in Erfahrungsberichte, Sport, Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

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ppparber.jpgNachdem wir auch den mehrere Kilometer langen Schlussanstieg unserer ersten Etappe zwar unter Fluchen aber doch noch fahrend überstanden hatten, gab es zur Belohnung ein kleines Balkon-Barbecue mit Steaks und kühlem Radler bei meinem Onkel, der sich freundlicherweise als Etappenzielort zur Verfügung gestellt hatte.

Geschlafen haben wir in dieser Nacht hervorragend, woran das wohl gelegen haben mag. Vorsorglich hatten wir Martinas Rippe - eine nette Prellung wie sich in Augsburg beim Arzt herausstellte - mit einer Schmerztablette ruhiggestellt. Am nächsten Tag hatten wir eine Radlpause eingeplant und erhielten dafür eine “Tour de Bayerischer Wald” mit einem schönen Spaziergang rund um den Arbersee, einem Biergartenbesuch beim Lindner-Bräu in Kötzting und abends einem Besuch bei einem Schnitzelrestaurant. Irgendwo mussten ja die Kalorien für Etappe zwei herkommen.

Der Einstieg in Etappe zwei war quasi die späte Belohnung für die Antrengungen zwei Tage zuvor, denn um zur Donau und damit zum Donauradweg zurückzukehren, durften wir den Anstieg, den wir mit über den Boden schleifender Zunge hinaufgekeucht waren, nun entspannt hinunterrollen. In der Nacht hatte es geregnet und der Himmel zeigte sich zunächst wolkenverhangen, so dass die Temperaturen eher radlerfreundlich waren als bei strahlendem Sonnenschein. Bei einem Discounter versorgten wir uns noch mit einem Isodrink, bevor wir uns endgültig von Deggendorf verabschiedeten.

Und spätestens jetzt merkten wir, was das Hauptproblem auf dieser knapp 60 Kilometer langen Etappe werden sollte. Nicht die Kondition, nicht das Wetter und auch nicht Martinas Rippe. pppnat.jpgVielmehr machte sich allmählich ein Körperteil bemerkbar, der auf der ersten Etappe brav und ohne Murren seinen Dienst versehen hatte - der Hintern.

Erstmals realisierte ich dieses Problem, als einige Kilometer nach Deggendorf auf dem Donauradweg die Sonne die Wolken durchbrach und den Weg in goldenes Sonnenlicht tauchte. Sonne bedeutet Sonnenbrand, also wäre es sinnvoll, sich mit Sonnencreme einzuschmieren. Das aber wiederum hätte Absteigen erfordert. Aber schon jetzt schob ich das Absteigen so lange wie möglich hinaus, um nur nicht aus dem Sattel gehen zu müssen.

Dabei war gar nicht das Absteigen das Problem, sondern der Wiederaufstieg und das Zurückfinden in die am wenigsten drückende Fahrposition. Sobald man dann wieder einige Minuten im Sattel saß, hatte man sich auch wieder eingewöhnt.

Die erste Teiletappe war mit dem erreichen der Benediktinerabtei Niederaltaich (Bild oben) abgeschlossen, wir verzichteten allerdings zugunsten eines längeren Aufenthalts in Passau auf eine Besichtigung. Zwischen Altwässern und der Donau hindurch radelten wir auf Vilshofen zu. Wenige Kilometer vor Vilshofen machten wir direkt am Donauufer Rast, und sahen bei Wurstsemmeln und Isodrinks den Frachkähnen zu, die donauaufwärts schipperten.

pppschleuse1.jpgNach Vilshofen schlängelte sich der Weg mal entlang des Donauufers, dann wieder führte er für zwei Kilometer antlang der Landstraße, bevor die Markierungen wieder auf gekieste Feldwege wiesen. Bei einer zweiten Rast beobachteten wir aus dem kühlenden Schatten eines Baumes einen Donaufährmann bei der Arbeit, bevor wir schließlich die letzte Teiletappe nach Passau in Angriff nahmen.

Kurz vor Erreichen der Dreiflüssestadt unterquerten wir noch die imposante Autobahnbrücke die auf riesigen Betonpfeilern das Donautal überspannt. Mit dem Passieren des Ortsschilds von Passau fiel dann auch sämtliche Spannung von uns ab, das Ziel war erreicht.

Erreicht, naja, fast. Wie in den meisten Städten ist es vom Ortsschild zum Zentrum noch ein Stückchen und das zog sich dann die letzten vier, fünf Kilometer recht zäh hin. Zum Glück gab es noch einiges zu sehen wie etwa die große Donauschleuse oder das gigantische Backsteinkraftwerk, über dessen Staumauer der Donauradweg in die Innenstadt führt.

pppboot.jpgAm Bahnhof haben wir dann als erstes die Fahrräder geparkt, das Gepäck in Schließfächer verstaut und dann ging es zu Fuß auf Erkundungstour durch die Stadt. Erster Programmpunkt: eine Dreiflüsse-Rundfahrt mit dem Schiff. Bessere Blicke auf Passau kann man kaum erhaschen und ich hätte es wohl auch noch mehr genossen, wären da nicht die Holzbänke gewesen. Ich bin ja sonst nicht so zart besaitet, aber damals hätte ich so ein dickes, weiches Kissen unter meinem Allerwertesten wirklich begrüßt.

Weiterer Pflichtprogrammpunkt war der Passauer Dom mit der größten Kirchenorgel der Welt. Leider gab es keine akustische Kostprobe dieses beeindruckenden Instruments. Den Abschluss unseres Rundgangs bildete ein Biergartenbesuch, der allerdings ein wenig hektisch endete, da die Abfahrt unseres Zuges näher rückte und wir ja unsere Drahtesel wieder beladen mussten. Mit dem Bayern-Nacht-Ticket ging es schließlich für 19 Euro zuzüglich Fahrradmitnahmegebühr zurück nach Augsburg, wo ich die letzte Etappe vom Bahnhof nach Hause ausschließlich stehend radelnd absolvierte.

Gesamtbilanz: Insgesamt standen am Ende 157 gefahrene Kilometer zu Buche, was einem Schnitt von fast 80 Kilometern an jedem der beiden Radltage entspricht. Abgesehen von Martinas Sturz und den Problemen mit unseren Sätteln (vor der nächsten großen Tour kaufen wir neue Sättel !!!) gab es keine Schwierigkeiten, weder konditionell noch technisch. Nunja, das Ende der ersten Etappe war für unsere erste Langstreckentoru ein wenig grenzwerrtig, aber auch das haben wir geschafft. Hilfreich war vor allem ein kleines Radwanderführer zum Donauradweg . mit genauen Karten des Donauradwegs und Tipps für Besichtigungen und Aktivitäten entlang der Strecke.

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