Wiider mal ein Eintrag ins Tagebuch

Verfasst am 13. Mai 2008 in Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Tom

Es wird mal wieder Zeit für einen Tagebucheintrag, nachdem ich festgestellt habe, dass ich da schon wieder eine Weile untätig geblieben bin. Was gibt es zu berichten? Nunja, gewichtsmäßig pendel ich immer noch um die “Nach-Blinddarm-Werte” herum, aber offensichtlich hat die wieder verstärkte körperliche Betätigung (Radfahren, Wii Fit, Büroumbau *g*) dazu geführt, dass die Muskeln etwas mehr und das Fett etwas weniger wurden - vielleicht wäre eine Körperanalysewaage mal was Interessantes.

Zumindest bekomme ich trotzderzeit stagnierender Abnahme immer wieder zu hören “Möööönsch, schon wieder abgenommen” - und die Leute lassen sich das nicht nehmen, selbst wenn ich beteure, dass sich nix getan hat. Meine Kleidung scheint meine Theorie zu untermauern - auch wenn das GEwicht leicht nach oben ausschlägt, die Klamotten fühlen sich nicht enger an.

Stichwort Radfahren: Gestern haben wir mal wieder kräftiger in die Pedale getreten. Eigentlich wollten wir “eine kurze Runde” fahren, was bei uns in etwas einer Stunde entspricht. Nunja, es wurden zwei draus und alles in allem rund 34 Kilometer. Wir haben Augsburg Richtung Nordwesten verlassen, sind durch den Wald bis Horgau geradelt und auf dem Radweg der ehemaligen Weldenbahn wieder zurück. Ein Durchschnitt von 17 km/h ist eigentlich ganz o.k. für uns Hobbyradler und auch die Ausdauer hat sich gehalten.

Nach den zwei Stunden hat uns zwar die südliche Körperregion ein wenig geschmerzt, Kraft war aber noch reichlich da. Hätten wir nicht Besuch erwartet, wäre die Runde wohl größer ausgefallen. Nunja, die Kondition muss schon noch besser werden, denn in Sachen Radeln haben wir Großes vor - aber das ist eine andere Geschichte und soll ein Andermal erzählt werden ;-) .

wiifit2.jpgDas andere Sportfeld ist die Wii Fit, auf der ich zur Zeit fleißig trainiere. Bis jetzt finde ich es ein interessantes Gerät für zu Hause, das mich regelmäßig ins Schwitzen bringt. Was ich bisher als kleinen Nachteil empfinde, ist die Tatsache, dass die Übungen immer recht kurz im zeitlichen Sinne sind, so dass man für eine Netto-Trainingszeit von einer Stunde gut und gern eineinhalb Stunden investieren muss, um das Klicken und Auswählen zwischen den Übungen ebenfalls einzuplanen.

Und die Berechnung des Wii Fit-Alters…. nunja, man kann darüber streiten, wie aussagekräftig das Ganze ist. Wer den Körpertest ausgeruht und am Anfang des Trainings macht, der kann ganz passable Werte erzielen. Wer jedoch ausgepumpt die Gleichgewichtsübungen erledigen will, der kann auch mal - im wahrsten Sinne des Wortes - ganz alt aussehen.

Momentan macht es auf jeden Fall Spass und es kostet wenig Überwindung, sich abends nochmal vor die Glotze zu stellen und ein paar Übungen zu machen. Wenn ich von mir ausgehe auf jeden Fall deutlich weniger Überwindung als der Gang ins Fitnessstudio :D

Bis bald
Tom

 

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oooooh, ooooh Vitalite

Heute gibt es einen kurzen aber unterhaltsamen Feiertagsbeitrag - quasi ein sonniges Gemüt zum sonnigen Donnerstag. Auslöser für diesen Artikel war ein Lied, das ich eben im Radio gehört habe: “The Israelite” von Desmond Dekker.

Als ich Ende der 80er Jahre für zwei Jahre als Au-Pair in England lebte, lief im TV gerade eine Werbekampagne für eine Margarine aus Sonnenblumen-Öl. Der Spot ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben - nicht nur der Spot an sich, nein, ich kann die Titelmelodie bis heute mitsingen. Und der Werbesong war eben auf die Melodie von Desmond Dekkers “The Israelite” geschrieben.

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Ich hoffe, der Erfinder dieser Kampagne wurde dafür entsprechend entlohnt. Wer eine Werbung schafft, an die man sich noch nach 20 Jahren so gern erinnert, der versteht sein Handwerk.

Purzelpfund.de wünscht allen Lesern einen schönen, sonnigen Feiertag.

Vitalite heute

 

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Kohlsuppe bis zum Erbrechen

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Vor einigen Tagen gab es hier auf Purzelpfund einen Beitrag über die Bier-Diät, der mich an einen meiner früheren Abspeckversuche erinnerte - und von denen gab es durchaus einige. Brigitte-Diät, Trennkost, FDH, Herzdiät und all die vielen anderen Bauchweg-Super-Wunderkuren die man jede Woche in irgendeinem bunten Blättchen lesen kann. Wir, das heißt ich zusammen mit meiner Mutter haben sie allesamt ausprobiert und irgendwann wieder demoralisiert aufgegeben. An alle kann ich mich heute problemlos zurückerinnern, nur eine,die löst auch heute noch ein flaues Gefühl im Magen und zitternde Nasenflügel aus: die Kohlsuppendiät.

Damals war diese so genannte Kur noch ein Geheimtipp, das nur von eingeweihten Kohlsuppenesserinnen persönlich weitergereicht zu Eingeweihter weitergereicht wurde wie weiland das heilige Druidenwissen auch per mündlicher Überlieferung erhalten blieb. Das Rezept für die Wundersuppe hatten wir beide also von meiner Tante auf einem oft kopierten Handzettel bekommen, die Eintrittskarte in die Welt der Schlanken lag also quasi vor uns.

kohl.jpg

Voll motiviert starteten wir am nächsten Tag zum Einkaufen. Wer in unseren Wagen blickte, musste meinen, wir hätten ein ganzes Karnickelrudel zu versorgen, so türmten sich kiloweise Weißkraut, Tomaten, Karotten, Paprikaschoten, Zwiebeln und was das Rezept uns sonst noch alles auftrug im Wagen. Ich werde nie Papas traurigen, ja fast verzweifelten Blick vergessen, als er bei unserer Ankunft zu Hause zwischen all dem Grünzeug auch nicht das geringste Fitzelchen Leberkäse oder einen Zipfel einer Debreciner entdecken konnte.

Zuhause machten wir uns dann an das Schnippeln der Gemüseberge - und ich entdeckte das wahre Geheimnis hinter gemüseorientierter Ernährung. Durch das Putzen, waschen und schnippeln bekommt der Körper soviel Bewegung, dass er mehr verbrennt, als er durch das kalorienarme Gemüse zu sich nimmt. Man müsste also einen Big Mac nur lange genug und fein genug schnippeln, dann könnte man den auch mit einer negativen Kalorienbilanz futtern.

Gefühlte Stunden später war der größte Topf (Modell “Gulaschkanone”), den Mutters Küche zu bieten hatte vollgestopft mit Grünzeug. Soweit so gut, wenigstens hatten wir während des Gemüseschneidens schon mal keine Zeit zum Naschen gehabt - und sollte sich doch einmal etwas ins Kröpfchen statt ins Töpfchen verirrt haben, so war es im schlimmsten Fall ein Stückchen Karotte - also nicht weiter tragisch. Allen Anweisungen des Rezepts hatten wir peinlichst genau eingehalten, nun war es also Zeit, dem Topf Feuer unter dem Hintern zu machen.

Etwa eine halbe Stunde später war unser Zaubertrank dann endlich fertig. Voll freudiger Erwartung ob des kommenden Gaumenschmauses füllten wir uns zwei große Teller bis zum Rand und setzten uns an den Tisch. Die Suppe schmeckte … ähem … sehr “gesund” doch nach ein paar Löffeln hatten wir uns den faden Geschmack des Gebräus gewöhnt - schließlich versprach dieses Wundermittel Entschlackung und Schlankheit. Also immer rein damit, ganz egal ob Salz und Pfeffer mit jedem Teller aufs neue die Schlacht gegen die Geschmacklosigkeit verloren.

Am ersten Tag schaufelten wir, von Papa mißtrauisch beäugt, anweisungsgemäß so viel wie möglich des gesunden Elixiers in uns hinein, jeder Löffel ein Schritt auf dem Weg zur künftigen Traumfigur. Und auch am zweiten Tag hielten wir wacker durch, nur die Portionen ließen wir ein wenig schrumpfen. Schließlich wussten wir ja inzwischen wie die Suppe schmeckte. Und auch die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Tellern Suppe wurde immer größer. Toll wie die sättigte. Und toll auch, dass man mittlerweile auch im Dunkeln den Weg zum Suppentopf finden konnte - man musste nur der Nase nachgehen. Über die geringeren Essmengen und -intervalle machten wir uns keine Gedanken. Motto: Wir wollen ja schließlich abnehmen und da ist es ja gut wenn man nicht so viel ißt….

schuessel.jpg

Am dritten Tag fielen dann die ersten Mahlzeiten aus. Zum Teil lag das wohl daran, dass wir soooo satt waren, andererseits war auch das Auffinden des Topfes massiv erschwert worden, weil irgendein unbekannter Saboteur die Suppe auf den winterlich weißen Balkon verbannt hatte. Erschnuppern unmöglich. Dafür war es auf dem Balkon plötzlich unerklärlich ruhig. Das Vogelhäuschen, oberhalb des Suppentopf-Standplatzes gelegen, war sonst um die Vormittagszeit ein Hort der Lebensfreude, wo Vögel lustig zwitscherten und um Körner kämpften. Heute war es still, kein einziger Vogel auf unserem Balkon.

Die Suppe sättigte übrigens weiterhin hervorragend. Ab dem vierten Tag reichte ein Anheben des Deckels, ein Blick, ein schneller Atemzug um festzustellen “Ich bin satt, ich habe keinen Hunger, ich brauche einen Schnaps!” Und während der Schnaps die Übelkeitsattacke bekämpfte kam Papa um die Ecke, mit einem Paket voll dampfendem Leberkäse….

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Martinas Gemüsekuchen

Verfasst am 10. April 2008 in Diäten, Weight Watchers, Tagebücher, Tinas Tagebuch (WW), Rezepte, Allgemein von Tina

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Heute Abend ist “Kennenlern-Abend” in meiner Weight-Watcher-Gruppe. Das heißt jeder kann Freunde mitbringen, die Ihr Gewicht unter Kontrolle bringen wollen, so dass die mal ganz unverbindlich bei den WWs hereinschnuppern können. Dazu richtet die Gruppe gemeinsam ein großes Buffet aus, um den potenziellen Neumitgliedern zu zeigen, das Abnehmen nicht gleichzusetzen ist mit Askese und Selbstkasteiung, sondern dass durchaus große Portionen von allerhand Leckerem auf dem Speiseplan stehen können.

Schon beim letzten Mal habe ich einen Gemüsekuchen zubereitet, dessen Rezept ich von meiner Mama “vererbt” bekommen habe. Als der heutige Kennenlern-Abend angekündigt wurde, hieß es auch gleich wieder von einigen “Martina, bring wieder Deinen tollen Gemüsekuchen mit!” Nun denn, ich habe wieder gebacken, das Ergebnis seht ihr auf dem Bild und hier kommt das Rezept:

gemusekuchen.jpgMartinas Gemüsekuchen:
100 g Mehl
2 Eier
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz
2 Paprika (rot/gelb)
2 Zwiebeln
1 Bund Petersilie
80 g Schinken
200 g geriebenen Käse (light)

Die Paprika waschen und in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebeln Schälen und in feine Würfel schneiden. Den Schinken in feine Streifen schneiden und die Petersilie grob hacken. Aus Mehl, Eiern, Backpulver und Salz einen Teig anrühren. Der Teig sollte eine zähe Konsistenz haben, sollte er sehr fest sein, was bei kleinen Eiern schon mal vorkommen kann, kann man mit einem oder zwei Eßlöffeln Wasser nachhelfen.

Die übrigen Zutaten vorsichtig unterrühren, dann die Teigmasse auf ein mit Backpapier / Backfolie ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 30 bis 40 Minuten backen lassen.

Nährwerte:
Mehl, 100 g: 332 kcal / 1,1 g Fett / 5 Pkte.
2 Eier: 169 kcal / 12.3 g Fett / 4 Pkte.
1/2 TL Backpulver: 4 kcal / 0 g Fett / 0 Pkte.
Paprika 40 kcal / 1 g Fett / 0 Pkte.
Zwiebel, 100 g: 28 kcal / 0.3 g Fett / 0 Pkte.
Petersilie, Bund: 20 kcal. / 0 g Fett / 0 Pkte.
Kochschinken, 80 g: 86 kcal / 2,4 g Fett / 3 Pkte.
geriebener Käse (light / Edeka): 426 kcal / 25 g Fett / 10 Pkte.

Summe: Gesamt 22 Punkte, 5,5 Punkte pro Portion (viertel Backblech)

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Appendix zur Appendix-Diät

Verfasst am 3. April 2008 in Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

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Nun sollte man doch meinen können, das mit dem endgültigen Exitus meines lästigen Wurmfortsatzes vor vier Wochen das Drama “Blinddarm” seinen schnellen dauerhaften Endpunkt gefunden hätte. So dachte zumindest ich, der ich meinem Appendix nicht die Macht zugetraut hätte, mich noch aus dem Jenseits, seinem neuen Leben als Pathologie-Präparat, zu quälen.

Und doch, er konnte es. Sonntagabend kamen sie, die Schmerzen , langsam an und abschwellend wie die “La Ola”-Welle in der Allianz Arena. Einziger Unterschied: Um einen mit meinen Schmerzen korrespondierenden Wellenkamm zu bilden, müssten die Fußballfans beim Aufspringen das Planendach des Schlauchboot-Stadions erreichen. Nach fünf Stunden Nicht-Schlaf dann nachts um drei Uhr der Entschluss in die Klinik zu fahren. Am Quartalsletzten konnte ich ja zumindest noch von meiner Praxisgebühr vom Blinddarm zehren. Das hatte schon fast was Amerikanisches: Get three emergencies for the price of one!”

stethoskop.jpgDie Aufnahmeprozedur wurde zum größten Teil von einer jungen Chirurgin durchgeführt, die man offensichtlich genau hierfür aus dem Bett geworfen hatte. Mit zerzaustem Haupthaar und den Blick in die Ferne (ihres Bettes?) gerichtet hörte sie sich die Schilderung der Symptome an, studierte die Ergebnisse der Ultraschalluntersuchung und des Bluttests und wies mich dann “zur Beobachtung” der Station zu, auf der ich schon Anfang März meine Tage verbracht hatte. Während der gesamten Zeit maträtierte sie unablässig einen unschuldigen Kaugummi, entsprechende Schmatzgeräusche inklusive.

Gegen halb sechs morgens schob mich die Schwester schließlich in mein neues Zimmer, wo mein Zimmernachbar, ein drahtiger Mittsiebziger bereits wie ein Wal prustend Waschorgien feierte. Er ließ es sich nicht nehmen, Tina und mir zur Begrüßung die Spuren seiner ebenfalls vier Wochen zurückliegenden Hautkrebs-OP vorzuführen und mich über seine in zwei Stunden erfolgende Neu-Operation zu informieren. Schlafdefizit zu diesem Zeitpunkt: 7 Stunden.

Bin dann gegen 5.50 Uhr eingedöst bis etwa 6. 10 Uhr: Türe auf, Licht an, zwei Schwestern im Doppelpack: “Guten Morgen die Herren, na Herr XY schon fertig für die OP? Herr Purzelpfund, was machen die Schmerzen?” Wieder eingedöst gegen 6.20, immer wieder aufgeschreckt von meinem munter rumorenden Nachbarn, der sich nach Beendigung der Plantscherei in sein schickes OP-Hemdchen warf. Als ich irgendwann auf sein Brabbeln mit einem halb geöffneten Auge reagierte, lächelte mich ein blanker Seniorenhintern aus einem Meter Entfernung an.

Um 6.45 Uhr endlich eingeschlafen bis immerhin 7.07 Uhr. Türe, Schritte, Stimmen, eine davon bekannt: Visite. Mein Nachbar versichert der jungen Stationsärztin eifrig, schon fix und fertig für die OP zu sein. Scheinbar würde er sein Bett am liebsten gleich und höchstpersönlich in den Operationssaal rollen.

Meine Begrüßung nehme ich eher dösend denn wach wahr, nur ein Wort bleibt irgendwie hängen: “Abführmittel” Egal, das Bett ist so kuschelig und warm und ich bin gerade so schön am ein….. ABFÜHRMITTEL!?!?! Ich bin hellwach, doch die Ärztin ist schon weg. Stattdessen freut sich mein Zimmernachbar, dass ich nun wach bin und er mir erzählen kann, was ich noch nicht über sein Leben weiß. Dummerweise ist er ohrenscheinlich auch noch schwerhörig, denn Antworten werden stets mit einem aufmunternden “Hä?” kommentiert. Und seine Sprechlautstärke lässt in mir die Frage aufkeimen, wozu der gute Mann das Telefon auf seinem Nachttischchen stehen hat. Mit dem Organ könnte er einfach aus unserem Zimmerfenster im 10 Stock sprechen, seine Frau könnte ihn zu Hause bestens verstehen.

Um 7.39 und 32 Sekunden verschwindet seine winkende Hand aus der Zimmertüre und ich sinke in die Kissen. “Süßer Schlaf, ich komme.”

(Fortsetzung folgt) ;-)

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Bergfest

Verfasst am 20. März 2008 in Motivation, Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

Es ist mal wieder Zeit etwas Eigenmotivation zu betreiben. Ich habe seit Beginn unserer Abnahme mittlerweile über 38 Kilo abgespeckt, das Bergfest (37,5 Kilo) liegt also quasi knapp hinter mir. Und deshalb habe ich beschlossen an dieser Stelle mal mein Tagebuch mal wieder mit einem schönen Abnahme-Ticker zu verzieren. Bitte schön, hier ist er:

 

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Wir haben einen an der Waffel

Verfasst am 16. März 2008 in Toms Tagebuch (WW), Lebensmittel, Tagebücher, Allgemein von Redaktion

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…vor allem um Ostern herum. Denn dann gibt es immer diese leckeren, cremegefüllten Waffeleier zu kaufen. Bei ALDI, LIDL, Kaufland und wie sie alle heißen stehen spätestens ab Ende Januar die Paletten mit den verführerisch knisternden Tüten in den Gängen herum.

waffeleier.jpgMittlerweile sind wir jedoch so standhaft, dass wir diese Klippen mit dem Einkaufswagen recht elegant umschiffen können ohne dass uns plötzlich und unerwartet kiloweise Waffeleiertüten hineinpurzeln. Gekauft haben wir Waffeleier schon lange nicht mehr, 30,4 Prozent Fett pro 100 Gramm sind einfach abschreckend, wenn man beim Einkaufen grundsätzlich auch einen Blick auf die Nährwertangaben wirft.

Dummerweise hat auch diese Standhaftigkeit ihre Schwachpunkte. So weiß ich beispielsweise, dass bei Muttern um die Osterzeit herum immer Waffeleier in dem Schrank lagern, in dem schon seit frühester Kindheit die süßen Köstlichkeiten versteckt waren. Was früher ein großes Wagnis war, auf dem schon fast ewige Verdammnis stand - eben den Süßigkeitenschrank zu öffnen - hat heute seinen Schrecken verloren - schließlich wird bei Muttern kaum mehr Süßes konsumiert - zumindest nicht von ihr selbst, dafür gibts ja die Kinder ;) .

Dieses Wochenende musste ich wieder einmal den besagten Schrank einer Waffeleierinspektion unterziehen - und siehe da, ich wurde fündig… fatalerweise. 250 g Waffeleier, teils schokoladeüberzogen, hatten keine Chance. Sie wurden binnen kürzester Zeit von einer unüberwindlichen Übermacht niedergemacht. Lediglich die leere Tüte zeugte von ihrem schrecklichen Schicksal….

Die Waage wird von unserem schrecklichen Schicksal künden….. :-o

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Fünf Kilo in zehn Tagen - Die Appendix-Diät

Verfasst am 13. März 2008 in Gesundheit, Diäten, Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Lachend Abnehmen, Allgemein von Redaktion

Wer schon einmal das Glück oder Unglück hatte, als Student eine wissenschaftliche Arbeit abfassen zu müssen / dürfen / können, dem ist der Begriff “Appendix” wohl bekannt. Der “Appendix” ist ein beim Verfasser oft große Qualen auslösender Anhang an den Korpus der eigentlichen Arbeit, der mit allerhand unnützem Zusatzwissen gefüllt ist. Es ist insofern nicht verwunderlich, dass es auch dem ambitioniertesten Studenten von Zeit zu Zeit in den Fingern juckt, den Appendix eines eben exzerpierten Werkes einfach herauszureißen, um die Qualen zu beenden.

Ganz ähnlich verhält es sich mit einem anderen unnötigen Anhängsel, das man oft jahrelang mit sich herumträgt. Die Rede ist vom so genannten “Appendix vermiformis”, im Volksmund eher als Blinddarm bekannt. Ganz korrekt ist diese Aussage jedoch nicht, da dieser Appendix lediglich den “Wurmfortsatz” des Blinddarms bezeichnet. Genaugenommen ist also eine Appendizitis keine Blinddarmentzündung sondern eine Wurmfortsatzentzündung des Blinddarms. Weil ersteres aber einfach besser von den Lippen geht, hat sich Blinddarmentzündung weitgehend eingebürgert.

Vergangene Woche hatte ich die - im wahrsten Sinne des Wortes - einmalige Gelegenheit, die Eignung einer ausgewachsenen Appendizitis zur zielgerichteten Gewichtsabnahme am eigenen Bauch zu testen. Zugegeben, ich hätte gerne auf die Erfahrung verzichtet, aber wenn es mal soweit ist, dann hat man meistens keine Wahl mehr.

Anfangs (Mittwoch) dachte ich noch, ich hätte mir die Bauchmuskulatur verzogen oder verlegen, am Donnerstag nahm ich an, diese Dehnung wäre schlimmer geworden. Am Freitag begann ich dann die Ursache im Körperinneren zu suchen und ging von einem gereizten Darm aus. So falsch lag ich damit ja gar nicht, doch meine Versuche mit pflanzlichen Magentropfen für Linderung zu sorgen, schlugen fehl. Als am Samstagnachmittag noch keine Besserung eingetreten war, suchte ich doch schließlich einen Arzt auf, denn eigentlich wollten wir am Abend noch auf eine Party von Freunden.

narbe.jpgDie ärztliche Untersuchung ergab erhöhte Leukozytwerte sowie einen erhöhten Wert des C-reativen Proteins - sichere Zeichen für eine schwere Entzündung. Genaueres konnte der Bereitschaftsarzt jedoch nicht feststellen und entließ mich mit pflanzlichen Tropfen und der wohlmeinenden Empfehlung “Wenn’s der Blinddarm ist, wird er sich schon melden!” nach Hause. Inzwischen wurden die Schmerzen minütlich mehr, die Party hatten wir schon gecancelt und gegen halb neun bemühten wir den ärztlichen Notdienst. Die Dame warf einen kurzen Blick auf die Blutwerte vom Nachmittag und das Häufchen Elend auf der Couch und sagte nur “Klinikum, JETZT!”

“Gehe in das Klinikum, begib dich direkt dorthin, gehe nicht über LOS, ziehe nicht….” Um 22 Uhr trafen wir im Krankenhaus ein, um 2 Uhr rollten mein Blinddarm und ich noch vereint in den OP, als ich morgens um 6 von den Stationsschwestern geweckt wurde, gingen wir bereits getrennte Wege. Wobei - von gehen konnte vorerst noch keine Rede sein. Liegen war angesagt und das ausschließlich auf dem Rücken, paradiesisch für einen Bauch- und Seitenschläfer. Überkopf Lesen kann ich nicht, also blieb mir nicht viel mehr, als der Wanduhr beim Ticken zuzusehen. Lediglich der Besuch von Tina und Freunden am Nachmittag brachte ein wenig Abwechslung.

Apropos Abwechslung - die gab es beim Essen, zumindest farblich. “Cremesuppe” hieß es in den ersten Tage oft auf dem Speiseplan “Schonkost”, mit der mein strapazierter Bauch gefüttert werden sollte. Mal rot, mal grün und mal farblos präsentierte sich die Suppe ohne Geschmack. “Loreley-Suppe” nannte es Tina, frei nach dem Lied “Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…”. Als man mir nach fünfeinhalb Tagen endlich “echtes Essen” (Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat) zum Mittagessen ankündigte, verfügte der zuständige Oberarzt meine Entlassung. Kurzzeitig wusste ich nicht, ob ich mich nun ärgern oder freuen sollte.

Eine Woche bin ich nun zu Hause und habe die meiste Zeit liegend zugebracht, um die rund 12 cm lange OP-Narbe und die Narben der Drainagen zu schonen. Seit Mittwoch sind die Fäden und Klammern entfernt und so langsam halten normale Bewegungsabläufe wieder Einzug. Aufrecht sitzen ohne Schmerzen geht inzwischen ganz gut - auch am Computer, d.h. ab sofort wird es wieder Interessantes auf Purzelpfund zu lesen geben.

Und das allerwichtigste: 5 Kilo sind zusammen mit meinem Blinddarm auf der Strecke geblieben. Nun hätte ich unter normalen Umständen wohl keine fünf Kilo abgenommen, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich diese Art der Gewichtreduktion guten Gewissens empfehlen kann, schließlich ist es doch ein recht schmerzhafter, unbequemer und alles andere als kulinarisch ansprechender Weg. Aber was tut man nicht alles… ;-)

Nochmals vielen Dank für die lieben Genesungswünsche, die bei uns eingegangen sind, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Danke, Euer Tom

 

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Das Gelbwurst-Debakel

Verfasst am 29. Februar 2008 in Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

gelbwurst_.jpgSüße Kindheits-Erinnerungen. Beim Metzger, die Kinderaugen genau auf Höhe des Objekts der Sehnsucht: die dicke Rolle Gelbwurst. Und bei jeder neuen Bestellung der Mutter die mitschwingende Hoffnung, jetzt doch endlich von der Verkäuferin erspäht zu werden. War es dann soweit, ging es buchstäblich um die Wurst: Augenkontakt, süß aussehen und dann kamen sie auch schon, die ersehnten Worte: “Mogsch a Wurscht?” klangen diese Worte im derben Augsburgerisch für mich als Kind doch viel lieblicher als die Chöre auf meiner Lieblings-Weihnachtslieder-Schallplatte.

Zwei Rädchen Gelbwurst gab es meistens, nachdem man mit einem eifrigen Nicken die Frage beantwortet hatte und dann auf die Taschenablage der Wursttheke kletternd der ausgestreckten Hand der Verkäuferin entgegenkam. Diese Wursträdchen wurden dann entweder auf einen Haps verschlungen, oder mit den jungen Zähnen mit kunstvollen Nagemustern versehen.

Diese Zeit ist lange her und auch der Zeitpunkt an dem ich das letzte Mal Gelbwurst gegessen habe, ist lange her. Falsch! Der Zeitpunkt an dem ich das VORletzte Mal Gelbwurst gegessen habe ist lange her. Über zwei Jahre würde ich sagen, also sogar deutlich vor dem Beginn unserer Abnehmtour. Ich habe ehrlich gesagt auch nichts vermisst in dieser gelbwurstlosen Zeit.

Vorgestern dann der Rückschlag. Bei einem Bekannten eingeladen, stellte die Hausherrin Brotzeit auf den Tisch: Essiggurken, frische Tomaten, gekochte Eier, Brot… und Gelbwurst - mit und ohne Kräuter. Alles in allem verteilten sich rund 500 Gramm Gelbwurst auf dem Tisch. Ich versuchte heldenhaft der Versuchung zu widerstehen., versuchte mit Tomaten und Essiggurken einen weitgehende Sättigung zu erreichen.

Napoleons Niederlage bei Waterloo kann nicht endgültiger gewesen sein, als meine Kapitulation angesichts der leckeren Gelbwurst, die genau vor mir auf dem Tisch lag. Zwei Broten, dick mit Gelbwurst belegt, habe ich an diesem Abend noch den Garaus gemacht. Schuld war wohl die Frage des Bekannten, der mir dei Wurstplatte unter die Nase hielt und fragte: “Mogsch a Wurscht?”

 

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Stiefel und das Mountainbike

Verfasst am 26. Februar 2008 in Sport, Toms Tagebuch (WW), Tagebücher, Allgemein von Redaktion

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Sonntag war ein bewegter Tag, vollgestopft mit Family-Terminen. Und weil die Sonne von einem wolkenlosen, blauen Himmel lachte, entschieden wir uns, das Tagespensum auf dem Drahtesel abzustrampeln. Die Jacke musst zu diesem Zeitpunkt nur pro forma ins Gepäck und selbst mit Unterhemd und Hemd war ich noch warm eingepackt. Bei der Ankunft bei den Schwiegereltern war ich kräftig verschwitzt, obschon die Fahrt an sich nicht wirklich anstrengend gewesen war - rund dreieinhalb Kilometer machen auch mit Geschwindigkeiten jenseits der 25 km/h normalerweise keine feuchte Stirn.

Bei den Schwiegerleuten waren wir, um eines unserer Rezepte vorzustellen: “Southern Pork Tenderloin Salad”. Schweinefilet wird in braunem Zucker, Tabasco und anderen Gewürzen mariniert und dann gebraten und auf einem Salatbett mit Orangenfilets serviert, als Beilage gibts Reis. Falls Euch jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft - das Rezept gibt es demnächst auch auf Purzelpfund ;)

Nach dem Essen haben wir der Verwandtschaft auch noch gleich unsere Wii vorgestellt. Schwiegerpapa, ein Hardcore-Tennis-Spieler hat gleichmal die künstliche Intelligenz der Wii vom Platz gefegt und Schwiegermama hat sich als echtes Naturtalent in Sachen Bowling erwiesen. Nach diesem Sportintermezzo für die Schwiegereltern kamen auch wir wieder zum Zuge und schwangen wieder in den Sattel. “Kaffetrinken” vor den Toren der Stadt stand auf dem Plan, die Strecke dahin verhieß an sich nichts Schlimmes: Nebenstraßen und Waldwege. stiefel.jpgEine langgezogene Steigung ließ mich dann irgendwann grübeln, wo denn meine Radlkondition hingekommen wäre. Meine Beine waren schwer und trotz Mountainbike-21 Gang-Schaltung wollte ich nicht so recht den Berg hinaufkommen.

Ich habe den Berg bezwungen, aber meine Oberschenkel haben gebrannt, wie ich es lange nicht erlebt habe. Und auf dem Rückweg ging es wieder über den Berg, dieses Mal von der anderen Seite. Und wieder brannten die Schenkel, und wieder war ich ratlos. Bis ich dann bei der Abfahrt den Blick nach unten auf die Pedale schweifen ließ. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen oder besser - wie Winter-Trekking-Stiefel von den Füßen.

Vor ein paar Wochen haben meine Sport- und Radlschuhe ihren Geist aufgegeben und wurden entsorgt. Für die Radltour hatte ich dieses Mal meine Trekkingstiefel angelegt. Leder, dicke Gummisohle, Stahlkappe und überknöchelhoch bringen die Stiefel als Paar ein ganz nettes Gewicht auf die Waage. Und das hatte ich mir zum Radfahren an die Füße gebunden. Wie blöd kann ein Mensch nur sein, frage ich Euch?

Nun gut, inzwischen ist die Wut auf mich selbst verraucht, ich habe es als zusätzliche Trainingseinheit verbucht. Und zumindest ein positives Fazit: Trotz brennender Schenkel am Sonntag gab es am Montag keinerlei Muskelkater. Also sieht es konditionell doch net sooo schlecht aus.

Bildnachweis: sxc.hu

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